Samstag, 8. Oktober 2011

Matjestatar

Tatar oder Tartar, das ist hier die Frage - nein, Blödsinn, ist es nicht, weil Hauptsache, es schmeckt gut!
Und falls es jemanden interessiert, wie man es schreibt: Benannt wurde es nach den Tataren, denen man nachsagt, sie hätten ihr Fleisch unter den Sätteln mürbe geritten und roh gegessen. Dass so viele Leute Tartar schreiben, kommt wahrscheinlich daher, dass die englische und französische Schreibweise "steak tartare" da hineinspielt.

So als Binnenländerin hat man ja keinen wirklichen Bezug zu Nordseeshrimps oder Matjes. Wenn ich Freundinnen aus Deutschland schwärmen höre, wie sie als Kind am Strand gesessen sind und die Krabben aus den Schalen gepult haben, oder wenn sie sich ein Matjes-Brötchen machen - einfach ein Matjesfilet und ein bissl Zwiebel auf's Brot, fertig -, dann konnte ich das bis jetzt nicht so wirklich nachvollziehen. Aber zum Glück gibt es ja Matjes in allen möglichen Varianten auch bei uns zu kaufen. Und nun habe ich als Vorspeise einmal Matjes-Tatar gemacht - auch ganz schlicht, nach den Anweisungen einer begeisterten Nordsee-Urlauberin.

Zutaten für 4 Vorspeisenportionen:
2 Matjes-Doppelfilets natur
1 Schalotte
1 Essiggurkerl
2 Radieschen

Alle Zutaten werden fein gehackt und gut vermischt. Mindestens eine Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen. Man kann - wie in meinem Fall - das Tatar auf Baguettescheibchen servieren oder auf Pumpernickel oder mit Erdäpfelpuffern. Bei den Erdäpfelpuffern das Tatar aber nicht drauf legen, sondern dazu servieren.

Kommentare :

  1. Das Tatar sieht wirklich sehr lecker aus, das könnte man auch gleich zum Brunch reichen ;o)

    Das würde auch die Tartaren erfreuen ;o)

    Lg Kerstin

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  2. Hallo Kerstin!
    Hat auch gut geschmeckt. Dem Matjesfilet steht so eine schlichte Zubereitung recht gut. Aber ich bin ja nun nicht so die Matjes-Kennerin, sondern erst in den Kinderschuhen und am Ausprobieren, was man mit dem so anstellen kann.

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