Samstag, 3. Dezember 2011

Lammstelzen mit Erdäpfel-Süßkartoffel-Püree und Karotten mit Pfefferkaramell

Ein deftiges Winteressen, das lange im Ofen schmort, was das Fleisch wunderbar mürb macht. Da sich dieses Gericht bis auf wiederholtes Begießen mit dem Saft quasi von allein kocht, passt es auch gut, wenn Gäste kommen. Lediglich wenn die Beilagen zubereitet werden, wird es kurzfristig arbeitsintensiver.
Eine Lammstelze wiegt um die 400 g. Das klingt auf den ersten Blick viel für eine Person, aber es ist auch ein ordentliches Stück Knochen drinnen, also packt man das schon - manchmal muss man sich halt ein bissl anstrengen im Leben!

Zutaten für 2 Personen:
1 Suppengrün (oder 1 Karotte, 1 Stück Sellerieknolle, 1 Stück Petersilwurzel) in Stückchen geschnitten
2 Lammstelzen
1 Knolle Knoblauch, halbiert
1 Zwiebel, in grobe Stücke geschnitten
1/2 Flasche Rotwein
1/2 l Gemüsefond, besser Lammfond
1 Stängel Rosmarin
3 Stängel Thymian
1 gehäufter TL Paradeismark
Salz, Pfeffer
1 Stück eiskalte Butter

Für die Beilagen:
1/2 Bund Karotten
1 TL Speckwürfelchen
1 TL Butterschmalz
grob gemahlener Pfeffer
1 Lorbeerblatt
1 kleine Süßkartoffel
2 mehlige Erdäpfeln
1/8 l Milch
1 Esslöffel Butter
5 Stiele Petersilie, die Stängel für die Soße, die Blättchen gehackt
1 TL brauner Zucker
Salz
Muskatnuss




Zubereitung:
Backrohr auf 160 Grad vorheizen.
Die Lammstelzen putzen, also die Haut und gröbere Fettstücke entfernen, dabei aber nicht alles Fett wegschneiden, denn das macht das Fleisch saftig. Salzen und pfeffern. Mit den Kräutern und dem Gemüse inklusive der Petersilienstängel in eine ofenfeste Form legen, mit einem Drittel vom Wein und von der Suppe aufgießen und braten. Immer wieder mit dem Saft begießen, dabei Wein und Fond nachfüllen. Insgesamt habe ich die Stelzen 2 Stunden gebraten. Nach dieser Zeit die Stelzen aus der Form heben, in Folie wickeln und im warmen Ofen ruhen lassen (bei mir ca. 1/2 Stunde, bis die Beilagen fertig waren).



Für das Püree die Erdäpfeln schälen, in grobe Stücke schneiden, in Salzwasser aufkochen, dann die Süßkartoffel schälen, ebenfalls in Stücke schneiden und zu den Erdäpfeln geben. Je nach Größe der Stücke 12 - 15 min. kochen, abgießen, ausdampfen lassen. Milch und Butter erhitzen. Kartoffeln stampfen, mit geriebener Muskatnuss würzen. Die Milch-Butter-Mischung dazugeben und mit einem Schneebesen flaumig schlagen. Mit Hilfe eines Dessertrings anrichten, dabei gehackte Petersilie oben auf das Püree streuen.

Für die Pfeffer-Karotten werden die Karotten geschält und in Stücke geschnitten. Die Speckwürfeln im Butterschmalz anrösten, Karotten und Lorbeerblatt dazugeben, kurz mitrösten, dann im Rohr 10 min. garen. Den Topf herausnehmen, auf dem Herd weiterarbeiten: salzen und mit grobem schwarzem Pfeffer würzen, mit dem braunen Zucker karamellisieren. Im Originalrezept kommt noch ein kleiner Schuss Apfelsaft dazu, aber ich hatte leider keinen und habe den ersatzlos gestrichen. Falls jemand das Rezept online nachlesen will: click

Für die Soße das Gemüse durchsieben, den Saft einkochen lassen, mit einem Stück eiskalter Butter aufmontieren.



Ich habe Gemüsefond zum Aufgießen genommen. Natürlich passt Lammfond viel besser und ich war mir so sicher, dass da im Tiefkühler noch ein Paket mit Lammfond auf mich wartet, aber das hat sich dann als Irrtum herausgestellt. Das heißt aber auch, dass es in nächster Zeit ein Rezept von meinem Lammfond geben wird.

Kommentare :

  1. Ich hab noch nie Lamm gegessen...aber das sieht wirklich sehr gut aus :-)

    Schönes Adventwochenende wünscht dir Eva!

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  2. Ah, eine Österreicherin! Das freut mich besonders! Auch dir ein schönes Adventwochenende. :)

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  3. Seufz, das sieht sehr verführerisch aus! Ich hätte jetzt gerne einen Lieferservice...

    Freut mich übrigens sehr, dass Du wieder bloggst. Und ich hoffe, dass die Semmelknödelgeschichte damit für Dich ausgestanden ist!

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

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  4. Lieferservice würde dir nichts nützen - alles ratz-fatz aufgegessen! ;)
    Ich find's auch schön, wieder hier zu sein.
    Dir auch einen geruhsamen Adventsonntag, liebe Juliane!

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