Dienstag, 31. Mai 2011

Rhabarber-Erdbeer-Kompott mit Zitronenverbene

Mittlerweile ist sie drei Jahre alt, meine Zitronenverbene. Jedes Jahr wird sie gerupft bis auf den Haupttrieb, daher schaut sie auch nie so schön aus, aber so geht es Nutzpflanzen, die bei mir wohnen!
Nach dem Winter, den sie im Stiegenhaus verbringen muss, treibt die Verbene immer wieder ganz brav aus. Den Sommer über darf sie dann in einem sonnigen Winkerl auf Balkonien stehen.
Man kann Tee aus den Blättern machen, einen Zweig in eine Bowle geben oder wie hier in diversen Süßspeisen verwenden.
Das ist sie, meine Zitronenverbene:


Zutaten für 4 Portionen:
1/2 kg Rhabarber
1/2 kg Erdbeeren
250 g Zucker
200 ml Wasser
1 Vanilleschote
1 Zweig Zitronenverbene
1 EL Maizena

Die Hälfte vom Wasser mit Zucker, Zitronenverbene und ausgekratzer Vanilleschote aufkochen.

In der Zwischenzeit Erdbeeren und Rhabarber waschen und putzen. Den Rhabarber in kleine Stücke schneiden, die größeren Erdbeeren ebenfalls in Stücke schneiden, die kleinen können ganz bleiben.

Erst den Rhabarber zum Sirup geben, einmal aufkochen, dann die Erdbeeren dazugeben, noch einmal aufkochen. Maizena im restlichen Wasser auflösen, zum Kompott geben und noch einmal aufkochen. Das Kompott zudecken, von der heißen Platte wegziehen. Gekühlt servieren - passt sehr gut zu gebackenen Holunderblüten.

Montag, 30. Mai 2011

Linsen mit Nudeln und Minzjoghurt

Einer wirklich schöner Food-Blogs ist Sugar and Spice - tolle Fotos und nicht minder tolle Rezepte. Manchmal schick und raffiniert, manchmal wunderbar alltagstauglich. Dieses Rezept hier wird dort zwar als "Rezept für kalte Tage" eingeordnet, aber es gibt derzeit so schöne Frühlingszwiebeln und vor allem ufern meine Minzen schon ziemlich aus. Sie allein als Tee zu verbrauchen, das wird nichts, daher bin ich gerade auf der Suche nach Rezepten, in denen ich die Minze einbauen kann. Und hier hatte ich die Chance, wenigstens ein paar Stämmchen zu verbrauchen. Also nix wie ran an die Lieblingslinsen von Sugar and Spice!



Rezept für zwei Personen - abgewandelt von Turbohausfrau:

1 Bund Frühlingszwiebeln
1 kleine Dose Schältomaten
1 EL Olivenöl
130 g Belugalinsen
200 ml Gemüsesuppe
1 Chilischote
2 TL Honig
1/2 Bund Minze
2 Knoblauchzehen
1 Becher griechischer Joghurt
Salz, Pfeffer
200 g kurze Nudeln (hier: Spiralen)



Frühlingszwiebeln waschen und putzen. Die schönen Teile vom Grün und die Zwiebelchen in feine Ringe schneiden - ein bissl was vom Grün aufheben für die Garnitur. Die Zwiebel in heißem Olivenöl anschwitzen, dann die Linsen einrühren und so lange andünsten, bis sie rundherum mit Öl überzogen sind. Suppe, klein geschnittene Chili und Schältomaten samt Saft dazugeben, Honig einrühren und die Linsen dünsten, bis sie weich sind, aber noch Biss haben - hat bei mir ca. 35 min. gedauert.
Währenddessen die Nudeln in Salzwasser garen.
Die Minze fein hacken, ebenso den Knofi. Joghurt mit Minze, Knoblauch und dem restlichen Grün der Frühlingszwiebel verrühren.
Die abgeseihten Nudeln in einem Teller anrichten, Linsen oben drauf, mit dem Joghurt ein hübsches Mützlein oben drauf basteln.

Sonntag, 29. Mai 2011

Mohnnudeln

Das ist ein typisches Rezept aus der böhmischen Mehlspeisküche - üppig, deftig und unglaublich lecker!
Wenn man keine mehligen Erdäpfeln bekommt, dann sollte man die Finger vom Erdäpfelteig lassen, denn sonst muss man Unmengen Mehl dazugeben, damit der Teig nicht zerfällt, und man bekommt klopsige Mehldinger, keine flaumigen Erdäpfelnudeln.
Aus demselben Teig kann man auch Schupfnudeln machen. Außerdem lassen sich die Nudeln gut einfrieren. Am besten legt man sie dazu einzeln auf; wenn sie durchgefroren sind, kann man sie dann in ein Plastiksackerl umfüllen.

Zutaten für 4 Portionen:
1/2 kg mehlige Erdäpfeln
100 g Butter
2 Eigelb
120 g griffiges Mehl
50 g Butter
100 g Mohn, gemahlen
50 g Kristallzucker
50 g Staubzucker
Salz
Mehl zum Bestäuben

Die Erdäpfel schälen und in Salzwasser weich kochen. Nach dem Kochen ausdampfen lassen, durch eine Presse drücken, auskühlen lassen. Die Hälfte der Butter schmelzen. Eine Prise Salz zu den Erdäpfeln geben, die flüssige Butter dazugeben, ebenso die beiden Eigelb und 2/3 des Mehls. Mit den Händen rasch zu einem Teig verkneten. Man braucht so viel Mehl, bis nichts mehr vom Teig auf der Arbeitsfläche kleben bleibt.
Aus dem Teig formt man fingerdicke Rollen, schneidet 5 cm lange Stücke ab, die man sofort leicht mit Mehl bestäubt. Die Stücke wuzelt man zwischen den Handflächen, damit die Nudeln eine fingerähnliche Form bekommen - man sieht auf dem Foto, was für Würstelfinger ich haben muss ... ;)
In siedendem Salzwasser ca. 8 Min ziehen lassen.
Dann lässt man die zweite Hälfte der Butter in einer Pfanne schmelzen, gibt Mohn, Kristallzucker und Nudeln dazu. Gut durchschwenken.
Zum Schluss mit Staubzucker bestäuben und mit Kompott servieren.

Samstag, 28. Mai 2011

Spargelsalat mit Roastbeef

Irgendwie steh ich dieses Jahr auf gebratenen Spargel in allen Varianten. Da habe ich wohl jedes Jahr andere Vorlieben. Ein Jahr nur weißen Spargel, dann wieder nur grünen, dieses Jahr halt gebraten.
In diesen Salat passt alles, was auf dem Markt ist - bei mir waren es nur Sachen, die man braten kann, aber es passt sicher auch ein schönes Bett aus Blattsalaten unter diesen lauwarmen Salat.

Zutaten für 2 Portionen:
1/4 kg dünnen, grünen Spargel
1 Bund Frühlingszwiebel
1 Bund Radieschen
100 g Kirschparadeiser
Salz, Pfeffer, Zucker
Olivenöl
Balsamico
einige Stängel Thymian
1/8 l Mayo
100 g Roastbeef, dünn aufgeschnitten

Mayo klöppeln - ich mache gern die Variante ohne Ei. Geht schnell und schmeckt gut.
Das Gemüse waschen und putzen, Spargel unten schälen. Das schöne Grün von den Frühlingszwiebeln aufheben.
Olivenöl in einer Pfanne heiß werden lassen, Spargel und Frühlingszwiebeln sanft braten, Radieschen in Scheiben schneiden, mitbraten, die halbierten Paradeiser ebenso. Mit 1 EL Zucker bestreuen und alles karamelisieren lassen. Salzen, pfeffern und mit einem Schluck Balsamico ablöschen. Mit Thymianblättchen bestreuen, alles vermengen.
Das Grün von den Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden, in die Mayo rühren.
Den Salat noch warm mit Roastbeef und dem Dip anrichten. Dazu passt ein Stück Brot.






Dieser Beitrag wird eingereicht für das Frühlingszwiebel-Kochevent:
Garten-Koch-Event Mai 2011: Frühlingszwiebel [31.05.2011]

Freitag, 27. Mai 2011

Spaghetti Caprese


Es ist Zeit, wieder mal dem Fliegenden Spaghettimonster zu huldigen. Mit Nudeln, die fast "caprese" sind, aber doch wieder nicht ganz, weil nämlich auch Thunfisch, Oliven und Sardellen mitfliegen - aber sie machen sich perfekt als Mitflieger!
Sardellen in Italien sind übrigens so etwas wie Suppenwürfel auf Italienisch. Wenn irgend möglich sollte man die weißen Sardellen nehmen, die man dann sanft in Olivenöl schmurgeln kann, bis sie zerfallen. Sie würzen die Speisen, fischeln aber überhaupt nicht.
Auch bei Thunfisch aus dem Glas zahlt es sich aus, auf den weißen zurückzugreifen. Den grau-braunen aus der Dose gibt man besser dem Hund!

Für 4 Personen:
1 kleine Dose Schältomaten
1 Büffelmozzarella
1 Glas weißen Thunfisch in Öl
2 - 3 Sardellen
1 kleiner Bund Basilikum
1 EL schwarze Oliven ohne Kern
Olivenöl
1/2 kg Spaghetti
Salz

Mozzarella aus dem Kühlschrank nehmen, damit er auf Zimmertemperatur kommt.
Reichlich Salzwasser für die Nudeln zustellen.
1 EL Olivenöl auf mittlere Hitze erwärmen, die Sardellen dazugeben und sanft brutzeln lassen, bis die Sardellen zerfallen. Dann den grob abgetropften Thunfisch dazugeben, mitschmurgeln lassen. Bitte alles auf kleiner Flamme, damit eine sämige Mischung entsteht und nicht alles deftig angebraten wird. Die Oliven in kleine Stücke schneiden und mitköcheln.
Mittlerweile sollte eigentlich das Wasser für die Pasta schon kochen, also rein mit den Nudeln.
1 EL Olivenöl in einem hohen Topf erhitzen, die zerkleinerten Schältomaten samt Soße aus der Dose dazugeben und bei großer Hitze einkochen lassen.
Basilikum in feine Streifen schneiden. Mozzarella würfeln.

Die Fisch-Mischung zu den Schältomaten geben, einrühren, die fertigen Nudeln unterheben - wie immer wartet die Soße auf die Nudeln, nie die Nudeln auf die Soße. Ganz zum Schluss den Mozzarella und das Basilikum unterheben. Sofort servieren.




Donnerstag, 26. Mai 2011

Gratinierter Spargel

Da bin ich wieder und habe gleich mal den Bauernmarkt geplündert. Hach, war das schön! Erdbeeren, Rhababer, Artischocken, Spargel, Kirschen - man kann richtig aus dem Vollen schöpfen derzeit.
Und nun bin ich faul und schreibe hier nicht extra auf, wie man eine Hollandaise macht. Ich denke, da gibt es ohnehin eine Million Rezepte - na ja, eigentlich wie von Spargel auch. Aber egal, das Spargelrezept kommt dennoch hier rein, weil es quasi Spargel mit Resteverwertung ist, was man ja immer wieder brauchen kann.

Für 2 Personen:
1/8 l Hollandaise
1/2 kg Spargel
Salz, Zucker
Reste von Käse (bei mir Gorgonzola) und Speck

Den Spargel schälen, in Salzwasser mit ein wenig Zucker 5 min. kochen - der Spargel muss noch sehr gut Biss haben, weil er kommt nachher noch kurz in den Ofen, wo er weitergart.
Backrohr auf 220 Grad vorheizen.
Speck in Würfelchen schneiden, Käse zerpflücken. Hollandaise klöppeln.


Den Spargel in ofenfeste Formen legen, die Spitzen mit Alufolie abdecken, damit sie nicht verbrennen. Speckwürfeln über den Spargel streuen, mit der Hollandaise sparsam bedecken, Käse drüberstreuen. Im vorgeheizten Rohr 10 min. gratinieren.
Dazu passt ein schöner Blattsalat.

Samstag, 21. Mai 2011

Gebackene Holunderblüten

Liebe Juliane, hier kommt eine Anleitung, wie diese "Hollerschöberln", wie sie bei uns hießen, seit meiner Kindheit gemacht werden. Bei mir gibt es keinen Pfannkuchenteig, sondern einen Teig wie für Kaiserschmarren, also mit aufgeschlagenem Eiweiß, was die Schöberln schön flauschig-flaumig macht. Statt der Milch im Teig kann man übrigens auch Bier oder Weißwein nehmen.

Zutaten für 4 Personen als Dessert oder 2 Personen als Hauptspeise:
8 Holunderblütendolden
2 Eier, getrennt in Eigelb und Eiklar
180 g Mehl, glatt
160 ml Milch
1 Prise Salz
Öl zum Frittieren
Staubzucker zum Bestreuen

Die beiden Eigelb mit Milch und Mehl zu einem Teig verrühren, ca. eine halbe Stunde ruhen lassen, damit das Mehl quellen kann. Der Teig soll zähflüssig sein - wenn nötig noch etwas Milch dazugeben.
Öl einen Finger hoch in die Pfanne geben, erhitzen.
Eiklar mit dem Salz zu einem steifen Schnee schlagen. Erst ein Drittel vom Eischnee zum Teig, vorsichtig unterziehen, dann den Rest unterheben.

Die Dolden einzeln in den Teig tauchen, abtropfen lassen:
Mit einer sauberen (!) Schere die Stiele möglichst nah an den Blüten abschneiden:




Die Blüten auf einer Seite ca. 3 min. backen, dann wenden:
Auf Küchenkrepp gut abtropfen lassen, dann mit reichlich Staubzucker bestreut servieren. Dazu passt Kompott, sehr lecker sind auch marinierte oder pürierte Erdbeeren.




Und noch ein Foto vom Innenleben:

So, liebe Juliane, ich hoffe, dir damit geholfen zu haben.

Leider kann ich in den nächsten Tagen keine Kommentare beantworten, weil ich offline sein werde - ihr dürft euch also von meinem Blog erholen! ;)

Freitag, 20. Mai 2011

Luxuslinsen

Es kommt immer alles anders als geplant! Eigentlich sollte es konfierte Paradeiser mit Burrata geben. Und was war? Der Gemüsedealer meines Vertrauens, der mir meine vielen Papiersackerln immer im Einkaufskorb verstaut, hatte mir Fisolen statt der Paradeiser eingepackt. Na gut, also Suche nach einem anderen Rezept und wo ich immer wieder fündig werde, ist der Herr Lamiacucina - ein sehr toll klingendes Rezept namens Burrata con lenticchie all' aceto balsamico lachte mich an. Und wie immer war Verlass auf Herrn L. - supergut hat es geschmeckt, also quasi Luxuslinsen.
Öhm, ja, der Preis für das Essen war auch Luxus ...



Zutaten für 2 Personen:
1 kleine Zwiebel
200 g grüne provencalische Berglinsen (Herr L. nimmt Beluga)
2 EL Olivenöl (Herr L. nimmt 5-6)
3 dl Gemüsebrühe
6 EL Aceto balsamico - ich hatte nur mehr ganz exquisiten und mehr als 6 EL waren nicht in der Flasche ... (Luxuslinsen eben!)
2 EL glatte Petersilie gehackt
1 Burrata (150 g bei Herrn L., meine war  ein bissl größer, 1/4 kg schätze ich)
120 g Salami am Stück (Herr L. nimmt 80 g Wildschweinsalami, mein Stück war größer und es war eine Palla di Nola)
Herr L. nimmt fleur de sel zum Bestreuen, aber bei mir war keinerlei Nachwürzen mehr nötig.



Burrata aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie auf Zimmertemperatur kommt.
Zwiebel hacken, in Olivenöl anschwitzen, die Linsen dazugeben, mit der Gemüsesuppe aufgießen und ca. 35 min köcheln. Die Flüssigkeit sollte am Ende der Kochzeit ziemlich verkocht sein. Wenn nötig, salzen und pfeffern.
Backrohr auf 70 Grad vorheizen, eine Schüssel drinnen vorwärmen.
Den Balsamico und die Petersilie unter die fertigen Linsen rühren. In die Schüssel geben und oben drauf die temperierte, aufgeschnittenen Burrata geben - man muss das Knödel wirklich nur aufschneiden, dann fällt es ohnehin auseinander. Salamistücke drüberstreuen.



Ich habe die Schüssel nur kurz in den Ofen gestellt. Beim nächsten Mal würde ich sie sicher 10 min. drinnen lassen, weil Salami und Burrata haben die Linsen doch ziemlich abgekühlt. Hat aber das Vergnügen nicht wirklich geschmälert. Eine absolut geniale Kombination!

Bei uns gab es Heurige (= junge Erdäpfeln) in der Schale und in Butter geschwenkt dazu.



Fast hätte ich meine schöne Petersilie, die auf Balkonien wohnt, unterschlagen. Sie wohnt gemeinsam mit Kerbel und Koriander in einem Terrakottatrog und fühlt sich in dieser Nachbarschaft sichtlich wohl.

Donnerstag, 19. Mai 2011

Melanzanitürmchen

Melanzanitürmchen wurden ja in diversen Blogs schon gebaut, aber irgendwie hat es mich nie überzeugt, die übrigen Melanzanistückchen einfach anzubraten und fertig. Daher habe ich mit den restlichen Melanzani eine Soße nach diesem Rezept gekocht. Geht schnell und schmeckt sehr gut. Allerdings werden die Melanzaniwürfel in dem anderen Rezept in recht viel Olivenöl fast frittiert. Da die Melanzanischeiben für das Türmchen aber schon recht viel Öl brauchen, habe ich für die Würfelchen nur 2 EL Öl genommen, damit mir das Essen nicht in einem Ölsee schwimmt, der sich dann wieder mal direkt an den Hüften in Ringen manifestiert ...

Zutaten für 2 Personen:
2 Melanzani
2 Kugeln Büffelmozzarella
1 kleine Dose Schältomaten
2 TL Paradeismark
40 ml Weißwein
Olivenöl
Oregano
Salz
Pfeffer
Zucker

Die Melanzani in gleich dicke Scheiben schneiden, ca. die Hälfte reicht aus für die Melanzanitürmchen. Die andere Hälfte in Würfel schneiden. Die Scheiben einsalzen, Wasser ziehen lassen, abtupfen. Öl in einer Pfanne erhitzen, die Schreiben einlegen und auf beiden Seiten goldbraun braten. Nicht ganz weich braten, weil sonst zerfallen die Türmchen!
Für die Soße 2 EL Öl erhitzen, die Melanzaniwürfel eine Viertelstunde darin braten, bis sie eine schön braune Farbe haben. Das Paradeismark mit den Gemüsewürfeln mitbraten, mit Wein ablöschen, die Schältomaten zerkleinern und samt Flüssigkeit aus der Dose dazugeben, alles salzen und zuckern (je 1 Prise), mit Oregano würzen und noch einmal 5 min. köcheln lassen. Man kann die Soße auch gut vorbereiten und später noch einmal erhitzen.
Das  Backrohr auf 180 Grad vorheizen. Mozzarella in Scheiben schneiden. Die Melanzanischeiben abwechselnd mit dem Mozzarella zu einem Türmchen aufschichten und so lange im Rohr backen, bis der Mozzarella anfängt zu zerlaufen. Zum Servieren mit frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer würzen, mit der Melanzanisoße umkränzen und mit Fladenbrot servieren.

Mittwoch, 18. Mai 2011

Radieschenrisotto

So als Balkongärtnerin hat man im Frühling ja nicht arg viele Möglichkeiten, Gemüse anzubauen. Und jedes Jahr wieder schaffe ich es, dass wir in Radieschen untergehen. Einfach so knabbern, als Salat, aufs Butterbrot - ich konnte sie schon nicht mehr sehen. Und noch dazu hatte ich heuer eine Sorte names Wiener Riesen gesät, so richtig große Dinger waren das. Also musste ein Rezept her, um die letzten Radieschen zu verarbeiten - Topinambur, Knollenziest und vor allem eine Unmenge an Paradeissorten warteten schließlich darauf, um einen Platz in den Terrakottatrögen zu bekommen.
Fündig wurde ich bei meiner Rezeptsuche durch Zufall in einem Gratismagazin namens "active beauty", das immer wieder in unserem Briefkasten landet. "Risotto mit Radieschenblätter-Pesto" - und das, wo ich Pesto doch gaaar nicht leiden kann (Achtung, Ironie!). Wie immer habe ich mir ein paar künstlerische Freiheiten gestattet.

Zutaten für 2 Personen:
1 Schalotte (Original: Zwiebel)
1/8 l Weißwein
200 g Risottoreis
1 EL Butter
1  EL Olivenöl
1 Bund Radieschen
3/4 l Gemüsefond (Original: nicht näher definierte "Brühe")
2 EL Pecorino

Pesto:
3 EL Pinienkerne (Original: Mandeln)
Blätter der Radieschen
1 kleine Knoblauchzehe
1 EL Zitronensaft
2 EL Rapsöl
1 Chilischote
2 EL geriebener Pecorino

Zuerst das Pesto zubereiten, damit es durchziehen kann:
Pinienkerne rösten. Die Radieschenblätter waschen und trocken schleudern. Im Originalrezept werden die großen Blätter mit kochendem Wasser überbrüht, was bei mir nicht nötig war, weil ich die großen Blätter nicht verwendet habe - der Vorteil des Überschusses! Alle Zutaten entweder mörsern oder im Zerkleinerer zu Pesto verarbeiten. Im Original wird dann noch mit einer kräftigen Prise Salz gewürzt, aber wenn man guten Käse verwendet, kann man sich das sparen.
Pesto in ein Glas füllen und im Kühlschrank zwischenlagern.

Für den Risotto 1 EL Olivenöl in einem schweren Topf erhitzen, dann die zerkleinerte Schalotte darin anschwitzen, den Reis einrühren und so lange mitrösten, bis die Reiskörner alle mit einer zarten Ölschicht überzogen sind. Mit dem Wein aufgießen und völlig einkochen lassen. Dann immer wieder einen Schöpfer heißen Gemüsefond zugießen, rühren, rühren, rühren, bis eine schön schlatzige Konsistenz erreicht ist. Im Originalrezept werden die Radieschen in Scheiben geschnitten, aber meine waren so groß, dass ich sie lieber gestiftelt habe. Radieschen, Pecorino und Butter zum fertigen Risotto geben. Den Topf vom Herd nehmen und den Risotto 4 - 5 min. ruhen lassen.
Im Originalrezept wird das Pesto in den Risotto eingerührt, ich habe das Pesto lieber oben drauf gekleckst.


Hat recht gut und erstaunlich pikant geschmeckt. Die Chilischote im Pesto unterstützt die zarte Schärfe der Radieschen perfekt. Das Pesto kann ich mir auch gut zu Pasta vorstellen.

Und damit mache ich bei dem Dauerevent Balkonbewohner mit.

Dienstag, 17. Mai 2011

Spargel-Rucola-Spaghetti


An und für sich war ich auf der Suche nach einem Rezept für Rhababerkuchen, wurde bei Chili und Ciabatta auch fündig, stolperte dort aber über dieses Rezept, das von Petra hoch gelobt wurde. Und da kann ich dann nicht anders, als nachzukochen. Den Blog Kochfun kannte ich bis jetzt noch nicht, sollte aber wohl in meine Liste aufgenommen werden!
Die Mengen wurden von mir abgewandelt, weil wir nur zu zweit gegessen haben. Woran ich mich nicht gehalten habe, war der Tipp, die Spargelstangen zu vierteln. Man sollte das aber auf jeden Fall tun, wenn man Solo-Spargel hat, weil sonst sind die Stücke viel zu groß!



Zutaten für 2 Personen:
200 g Spaghetti
1 Bio-Limette
1 Knoblauchzehe
4 El Olivenöl
Salz, Pfeffer, Zucker
300 g weißer Spargel
1 Bund Rucola
gehobelter Parmesan (Turbohausfrau hatte einen überirdischen Pecorino, der ausgezeichnet gepasst hat)

 Die Spaghetti in Salzwasser kochen. In der Zwischenzeit den Spargel schälen, Enden abschneiden, in Stücke schneiden, in 2 EL Ölivenöl sanft braten. Die Limette waschen, Schale abreiben, Saft auspressen. Abrieb und Saft mit dem Knoblauch, Salz, Pfeffer und dem restlichen Olivenöl gut vermischen. Rucola waschen, trockenschleudern, zu dem angebratenen Spargel geben und zusammenfallen lassen. Die gekochten Nudeln, die Limettensoße und das Gemüse miteinander mischen. Und drüber kam dann bei mir dieser Kerl da:



Den Käse habe ich mit meinem neuen Gourmethobel gehobelt. Damit muss ich aber erst umgehen lernen, weil der Käse war anfangs zu dick oder schief geschnitten, aber der Hobel war dann mit einem Handgriff umgestellt und ich bin sehr zufrieden mit meiner neuen Errungenschaft.

Montag, 16. Mai 2011

Flammkuchen, die Zweite

Wie konnte ich eigentlich auf die Idee kommen, ein einziges Posting würde ausreichen, um alle Flammkuchenvarianten, die hier gebacken werden, unterzubringen? Naiv nennt man das!
Jedenfalls kommt heute ein frühlingshafter Flammkuchen mit karamelisierten Frühlingszwiebeln, Speck und einem schönen Bleu des Basques auf den Teller, zum Anhübschen mussten dann noch rote Kressesprossen herhalten. Hier sind die Mitspieler dieses Stücks:

Der Baske, der das Schaf in sich nicht verleugnen kann.

Waldviertler Speck

Frühlingszwiebeln, die gerade vor sich hinkaramelisieren.



Nur kurz noch einmal die Zutaten für den Teig - für 2 Personen:
300 g glattes Mehl
1/2 Würfel Germ (Hefe)
200 ml lauwarmes Wasser
2 EL Olivenöl
1 gestrichener TL Salz

Auf den ausgewalkten Teig kommt 1 Becher (125 g) Creme fraîche mit 1/2 Becher (125 g) Sauerrahm und frisch gemahlener Muskatnuss verrührt als Unterlage für den Belag.

Näheres zum Flammkuchen hier: Click

Wie ich gesehen habe, hat der großartige Herr Lamiacucina heute auch karamelisierte Frühlingszwiebeln serviert: Clack Und er hat (wieder einmal) recht: Karamelisieren geht besser nur mit Zucker als mit Zucker und Butter gleichzeitig. Ich habe einfach einen Esslöffel Zucker geschmolzen, die geputzten Frühlingszwiebeln darin angebraten, mit ein wenig weißem Balsamico beträufelt, ein paar Minuten gedünstet und fertig. Der Flammkuchen ist ohnehin noch 10 bis 15 Minuten im Backrohr, daher müssen die Frühlingszwiebeln nicht ganz und gar durch sein.

Das Endergebnis:
Zwecks hübsch mit roten Sprossen bestreut.

Sonntag, 15. Mai 2011

Holunderblütensirup

Nachdem mein Hundilein jeden Morgen mit mir eine Stunde durch die Botanik marschieren muss, bin ich immer am neuesten Stand, was gerade wächst oder blüht. Und letzte Woche war es endlich so weit: die ersten Holunderblüten waren offen. Als Hundebesitzer (zumindest als zivilisierter) trägt man ja immer jede Menge Plastiktüten mit sich. Und die müssen dann immer herhalten und werden zur Abwechslung mal mit was Erfreulichem befüllt, in diesem Fall mit den Holunderblüten.
Die Blüten müssen wirklich alle offen sein, sonst kommt der Geschmack nicht so gut heraus.

Für ein 5-Liter-Glas:
40 Holunderblüten
2 Bio-Orangen
2 Bio-Zitronen
30 g Zitronensäure
2 Kilo Zucker
2 l Wasser

Orangen und Zitronen heiß waschen und in Scheiben schneiden. Die Holunderblüten ca. 1 Stunde auf Küchentüchern liegen lassen - sollten sich doch irgendwelche Tiere in den Blüten befinden, kommen die nach meiner Erfahrung in dieser Zeit herausgekrochen. Gewaschen werden die Blüten bei mir nicht, weil man da den Blütenstaub mit abwäscht. Und wenn man nicht an Straßenrändern, sondern wirklich im Grünen pflückt, halte ich das Waschen nicht für nötig.
Orangen, Zitronen und Holunderblüten in das große Glas geben.
Das Wasser in einem großen (!) Topf aufkochen, den Zucker und die Zitronensäure darin auflösen, 5 min. köcheln lassen. Dann den Zuckersirup über die Früchte und die Blüten gießen, das Glas gut verschließen und an einem hellen Ort 5 Tage stehen lassen.
Dann den Sirup abseihen - am besten durch eine Stoffwindel filtern, noch einmal aufkochen und dann sofort in sterilisierte Flaschen füllen.
Hält sich angeblich 1 Jahr, aber bei mir ist der immer um Weihnachten herum aufgebraucht, daher konnte ich nie testen, ob das stimmt.

Und weil mein Rhododendron gerade so schön blüht, musste der natürlich mit aufs Foto.

Samstag, 14. Mai 2011

Ja, grillen ...

Eigentlich hätten zwei prachtvolle Ribeye-Steaks zur Eröffnung der Grillsaison dienen sollen. Aber was war? Regen! Und dann noch meine Grillpfanne verliehen. Dumm gelaufen. Aber war trotzdem essbar, sehr gut sogar. Die Süßkartoffel-Spalten und das Gemüse sind nach Ottolenghi gekocht. Damit gebe ich jetzt eine Weile Ruhe mit den Ottolenghi-Rezepten - ich hab nämlich das "Grüne Küche"-Kochbuch von Delia Smith geschenkt gekriegt. Der nächste Sucht-Faden, der sich hier durchziehen wird, ist also schon im Kommen.


Und da hier waren meine schönen Ribeye-Steaks:



Für 2 Personen:
Süßkartoffel-Spalten:
1 Süßkartoffel
1 TL Koriander gemahlen (ich habe nur Körner, die man aber im Mörser schön klein kriegt)
1 TL grobes Salz (bei mir Himalaya-Kristallsalz)
2 TL Korianderblätter
1/2 Chilischote

Dip:
1/2 Stängel Zitronengras
125 g Creme fraîche
1 Bio-Limette (Saft und Schale)
1 daumengroßes Stück Ingwer, fein gerieben
1 Prise Salz

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Süßkartoffeln waschen und ungeschält der Länge nach in 8 Stücke teilen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, einölen, die Spalten drauflegen, mit Olivenöl beträufeln und dann mit Salz und Koriander würzen.
Für den Dip alle Zutaten verrühren. Zitronengras sehr, sehr fein schneiden, besser noch zermörsern.
Die Süßkartoffelspalten ca. 30 min. im Ofen braten. Gehackte Korianderblätter und zerkleinerte Chilischote drüberstreuen. Lauwarm mit dem Dip servieren.

(frei nach: Yotam Ottolenghi , "Genussvoll vegetarisch")



Erbsenschoten-Fisolen-Gemüse:
100 g Fisolen
100 g Erbsenschoten
30 g Haselnüsse
geriebene Schale einer 1/2 Bio-Orange
Knoblauch
2 EL Olivenöl
1 EL Haselnussöl - ich hatte nur Walnussöl, hat aber auch sehr gut gepasst
Salz, Pfeffer

Backrohr auf 180 Grad drehen, wenn die Temperatur passt, die Haselnüsse ca. 10 min. im Rohr rösten. In der Zwischenzeit die geputzen Fisolen ca. 4 min. in kochendem Wasser sieden, dann die Erbsenschoten dazu, eine weitere Minute kochen. Beides mit kaltem Wasser abschrecken. Mit einem Geschirrtuch die Schalen der Haselnüsse herunterreiben, die Nüsse grob hacken. Gepressten Knoblauch mit Olivenöl und Nussöl, Salz, Pfeffer und der Orangenschale vermischen, mit dem Gemüse vermengen, Nüsse drüberstreuen.

(frei nach Yotam Ottolenghi, "The Cookbook")


Und schlussendlich die Steaks: Wenn man keinen Grill hat, nimmt man eine Grillpfanne, wenn man die auch nicht hat, eine gusseiserne Pfanne, in der man Olivenöl heiß werden lässt. Die Steaks auf jeder Seite 3 min. braten, salzen und pfeffern, im warmen Rohr ein paar Minuten ruhen lassen. Fertig.

Freitag, 13. Mai 2011

Kohlrabigemüse

Nachdem ich gerade eine Diskussion mitbekommen habe, ob man die Blätter vom Kohlrabi isst oder nicht, fiel mir ein, dass ich schon längere Zeit das Rezept für Kohlrabigemüse posten wollte. Bei mir kommt es immer darauf an, welche Rezept ich verwende, aber generell mag ich die kleinen Blättchen, wenn sie fein nudelig geschnitten sind, sehr gern über Kohlrabigemüse drübergestreut. Und eigentlich mag ich Kohlrabi am liebesten so wie Erbsen, nämlich roh. Aber ab und zu darf Kohlrabi auch in den Topf wandern.



Beilage für 2 Personen:
1 Knolle Kohlrabi
Kohlrabiblättchen - die zarten, kleinen
1 Schalotte
1 TL Butter
1/8 l Weißwein
1/8 l Schlagobers
1 EL Haferflocken
Salz, weißer Pfeffer, Muskatnuss

Den Kohlrabi schälen und in Scheiben schneiden. Den Weißwein aufkochen und den Kohlrabi darin zugedeckt dünsten - bloß nicht zu weich, zwei bis drei Minuten reicht. In der Zwischenzeit die Butter schmelzen, die klein geschnippelte Schalotte darin hell anschwitzen, die Haferflocken dazugeben und kurz mitrösten. Wenn die Haferflocken zerfallen sind, mit dem Schlagobers aufgießen, aufkochen lassen.Die Soße mit Salz, frisch geriebenem, weißem Pfeffer und ebenso frisch geriebener Muskatnuss würzen. Dann den Kohlrabi mitsamt dem Weißwein zu der Oberssoße geben, alles zusammen noch einmal aufkochen, den Topf vom Feuer nehmen. Die Kohlrabiblättchen fein nudelig schneiden und unter das Gemüse rühren.

Schmeckt auch gut, wenn man einfach Petersilerdäpfeln dazu macht, dann ist das die Menge, die eine Person bei uns isst.

Mittwoch, 11. Mai 2011

Zanderfilet an lauwarmem Spargel-Rahm-Salat

Als ich das folgende Foto gesehen habe, war ich platt: Da soll einer sagen, bei mir ist es nicht sauber. Da spiegelt sich in der Küche doch direkt das dahinter liegende Wohnzimmer! Also doch Turbohausfrau. :D

Aber darum geht's hier nicht, sondern um ein schnelles und gutes Essen, das ich dann auch gleich bei Cucina rapida als Beitrag für Mai nehme.

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

Zutaten für 2 Personen:
3/4 kg Spargel
1/8 l Sauerrahm
3 EL Mayo
1 Bund Kerbel
Salz, Pfeffer (weiß)
Saft von 1/2 Zitrone
2 Zanderfilets

Den Spargel schälen und kochen. Während der Spargel kocht, Mayo und Sauerrahm mit dem gehackten Kerbel, Zitronensaft, Salz und Pfeffer verrühren. Das Zanderfilet über kreuz einschneiden, damit es sich beim Braten nicht in U-Form begiebt, salzen, pfeffern und auf der Hautseite 5 min. braten. Den Spargel noch heiß in Stücke schneiden und unter die Rahmmarinade heben. Dazu passt frisches Weißbrot.

Jajajaj, ich weiß, teilweise sind die Schnitte ist zu tief geworden und ich hab nicht nur die Haut angeritzt, sondern ins Fleisch geschnitten. Asche auf mein Haupt! Hat aber trotzdem gut geschmeckt. :p

Dienstag, 10. Mai 2011

Rhabarber-Erdbeer-Marmelade

Das heutige Posting ist nun nicht gerade ein Gegensatz zum gestrigen. Nur die Verarbeitung der Erdbeeren ist einfacher als bei den Himbeeren, weil man die Erdbeeren nicht auch noch durch ein Sieb streichen muss.


Für 3 mittelgroße Gläser:
ca. 1/2 kg Erdbeeren
1/2 kg Rhabarber
1 Vanilleschote
1/2 kg Gelierzucker 2:1





Die Erdbeeren putzen und in Stücke schneiden, ebenso den Rhabarber. Eine Vanilleschote auskratzen, Mark und Schote zu den Früchten geben, den Gelierzucker einrühren und alles über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag die Vanilleschote entfernen und die Fruchtmasse bis zum Gelierpunkt einkochen. Auch hier wieder: Es sind Früchte mit relativ wenig Pektin, daher kann es sein, dass man noch ein wenig Gelierzucker nachdosieren muss.

Und auch heute das Test-Ess-Foto:

Montag, 9. Mai 2011

Rhabarber-Himbeer-Marmelade

Hoppla! Eigentlich darf man ja nur zur Orangenmarmelade Marmelade sagen, oder? Na egal! Bei uns hier heißt jeder fruchtige Brotaufstrich Marmelade, also darf das auch in meinem Blog so heißen.
Nachdem ich diese Mischung aus Himbeeren und Rhabarber einmal als Kompott versucht hatte, durfte sie auch in meinen Einkochtopf - einem aus Email, wie Oma ihn schon hatte. Laut einem meiner Einkoch-Kochbücher soll man Früchte nur in einem solchen einkochen. Keine Ahnung wieso, aber ich halte den Topf einfach in Ehren, weil Email-Töpfe kann man gar nicht mehr soooo einfach kaufen, da muss man schon eine Runde durch etliche Geschirrgeschäfte drehen.

Für 3 mittelgroße Gläser:
ca. 3/4 kg Himbeeren (für die, die keine Kerne in der Marmelade mögen, die anderen brauchen nur 1/2 kg)
1/2 kg Rhabarber
1 Vanilleschote
1/2 kg Gelierzucker 2:1


Himbeeren mit ganz wenig Wasser aufkochen und dann durch ein Sieb passieren. Wen die Kerne nicht stören, püriert einfach die Himbeeren. Bei der kernlosen Variante sollte das Fruchtpüree ca. 0,3 Liter ergeben. Den Rhabarber waschen, putzen und in kleine Stücke schneiden. Ich habe ihn auch nackig gemacht, um die Schalen für einen Sirup zu verwenden. In die Rhabarber-Himbeer-Masse kommt der Gelierzucker und das Mark samt der ausgekratzten Vanilleschote, alles gut verrühren und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag die Vanilleschote entfernen und das Obst einkochen - Gelierprobe nicht vergessen, weil diese Früchte enthalten nicht sehr viel Pektin, daher kann es sein, dass man ein bissl nachdosieren muss.


Testessen beim Sonntagsfrühstück: