Sonntag, 30. September 2012

Urlaubsrückblick



 Darf ich euch ein türkisches Plätzchen anbieten?

Und ein Glas Cay?
Dann geht es los mit einer kleinen kulinarischen Reise durch die Türkei.

Es gäbe sehr viel mehr zu erzählen von der Zeit in der Türkei, aber da das ein Foodblog ist, beschränke ich mich auch auf diesen Aspekt.

Gleich vornweg: Wie so oft war es auch in der Türkei, wenn man die Hände weg Münder aus den Hotelküchen rausnimmt, ist man gut beraten. Das Essen ist oft in kleinen Lokantas weitaus besser und einfallsreicher als in Hotels, die mit vielen Sternen winken.

Zuerst ein typisches Frühstück, bestehend aus einem Ei, Schafkäse, gebratenem Käse (so etwas wie Haloumi), Paradeisern, Gurken, Oliven und Weißbrot. Dazu Cay, ein starker schwarzer Tee, der recht viel Zucker braucht, dann aber ganz köstlich schmeckt.

Frisch gestärkt geht es auf eine Reise durch die Märkte, kreuz und quer durchs Land.

Hünnap heißen diese Früchte, von denen ich wieder einmal keine Ahnung habe, wie sie schmecken oder was man draus kochen könnte.

Die Auswahl an Oliven ist scheinbar grenzenlos.

Fische am Fischmarkt in Istanbul - eine sehr erfreuliche Auswahl, vor Ort gefangen.
 

Nicht minder beeindruckend die Auswahl an Gewürzen.
 
Türkische Schokolde! Was für eine Vielfalt.

 Und natürlich gibt es auch Küchenutensilien auf den Märkten zu kaufen.

In den einfachen Lokantas gibt es die erstaunlichsten Gerichte. Das hier sind "türkische Ravioli", ganz winzige Teigtaschen, fingernagelgroß, in die tatsächlich jemand Fleisch eingepackt hat. Das muss vielleicht eine Fitzelei sein! Dazu eine Joghurt-Sauce mit Paprika. Schmeckt köstlich!

Hier werden Pide hergestellt. Das sind Fladen, die die Frauen in Windeseile sehr dünn ausrollen. Dann werden die Fladen mit Gemüse, Käse, Faschiertem oder einer Mischung aus allem gefüllt und gebraten.


Hier wird gerade ein ganzes Hendl im Salzmantel geflämmt. Ich hatte da eher den Verdacht, dass die Flammen hauptsächlich deshalb sein mussten, weil das schön publikumswirksam ist.

Verhungern kann man nicht in der Türkei: An jedem Eck werden Maiskolben und Maroni gebraten. Mir wird die Türkei geruchstechnisch als das Land der Holzkohle in Erinnerung bleiben.

 Eine beeindruckende Auswahl an türkischen Gerichten.

 Und wieder überall Katzen.


Wenn die Biene fleißig weiterarbeitet ...

 ... wird das einmal ein Granatapfel. Nun habe ich gelernt: Auch Granatäpfel blühen und fruchten gleichzeitig.


Mein Untergang! Lokum! Nichts als sinnlose Kalorien, die aber soooo glücklich machen! Zucker pur!

Frangipani wachsen auch in der Türkei, was mir bis dahin nicht klar war. Okay, das war nun nichts Kulinarisches, aber was Wunderschönes und gut Duftendes.

Noch einmal Zucker. Und wie köstlich! Baklava gibt es in der Türkei in unzähligen Formen. Man kann tatsächlich fast drei Wochen lang jeden Tag unterschiedliche Baklava essen - glaubt es mir, ich habe es getestet.

 So haben die Schuhe nach der ganzen Herumhatscherei ausgeschaut ... *scherz*

Und wieder daheim angekommen stimmt jetzt endlich der Spruch, "I blog to hide from the laundry". - ;)

Kommentare :

  1. Ich dachte ja bis vor kurzem, dass man die Türkei aus kulinarischen Gründen nicht besuchen muss. Dann hab ich mir das Kochbuch Pismek gekauft und gestaunt. Und jetzt auch noch dein Bericht - da werd ich dann doch unsicher ...
    Die winzigen Teigtascherl heißen Manti (ohne Punkt auf dem i, aber das find ich gerade nicht auf der Tastatur), will ich unbedingt mal selbst kochen.
    Lokum mag ich nicht, aber Baklava hab ich jetzt im Urlaub auch jeden Tag (und jeden Tag anders) gegessen, da hast du völlig recht!

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    1. Das letzte Mal war ich vor 25 Jahren in der Türkei. Es ist unglaublich, wie sich dieses Land verändert hat. Und wirklich rundherum zum Positiven. Auch essenstechnisch. Man kann in die kleinsten Orte fahren, dort in die unscheinbarsten Lokantas gehen und isst überall fabelhaft.

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  2. Istanbul, eine tolle Stadt. Wir waren im März da und ich bin immer hoch hellauf begeistert.

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    1. Ja, Istanbul ist wirklich ein Wahnsinn. Und sooo groß! 15 Millionen Einwohner. Dazu noch eine Skyline, die viele andere Großstädte erblassen lässt. Wirklich toll.

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  3. Schoen, dass wir ein bisschen mitreisen duerfen. Ich fand Istanbul immer schon toll und moechte es unbedingt auch mal in diesem Aufschwung erleben.
    Die tuerkische Kueche ist eine grosse Liebe von mir. Manti: wenn man sieht, wie geschickt Tuerkinnen diese winzigen Ravioli fuellen, fuehlt man sich gar nicht mehr als gute Pastakoechin.

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    1. Jepp, diese Fingerfertigkeit der türkischen Köchinnen ist unglaublich. Wir haben ja öfter gesehen, wie die Pide ausrollen oder Yufka. Wenn ich da dran denke, wie ich bei Pizza, die dagegen ja unglaublich dick ist, schon herumwurschtle, bis die einigermaßen gleichmäßig rund ist!

      Bei mir darf jetzt auch das Pismek-Kochbuch einziehen und ich muss unbedingt das Fisolen-Paradeis-Rezept noch einmal nachkochen und wirklich eine Stunde köcheln lassen. Ich denke, das lange Schmoren macht bei vielen türkischen Rezepten den genialen Geschmack aus.

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  4. Schön dass du wieder da bist und so schöne Fotos mitgebracht hast:-)
    Und ich bin sehr erstaunt, man kriegt doch Lust die Türkei mal zu besuchen, obwohl ich an sich gar kein Türkei Fan bin.
    Mal sehen, vielleicht wirds mal was.

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    1. Sina, ich weiß ja, dass dir nix über deine Mandarinen-Ernte-Urlaube geht und da beneide ich dich auch sehr drum, aber es ist wirklich schön in der Türkei. Es lohnt sich wirklich. Es gibt viel anzuschauen und man kann wunderbar im Meer schwimmen und auf jeden Fall gut essen. Also alles, was man zu einem perfekten Urlaub braucht.

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    2. Da gebe ich dir recht, Turbohausfrau;-)
      Aber Mandarinen Ernte Urlaub hatte ich erst einen und da wirds auch keine Wiederholung geben.

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    3. Schade! Ich hatte mich schon auf Fotos gefreut.

      Aber krieg ich wenigstens wieder Mangalitza-Baby-Fotos?

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    4. Sofern ich deine Email Addi wiederfinde..die ist mir irgendwie abhanden gekommen :-(

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    5. wistera @ gmx.net (Leerzeichen rausnehmen) ;)

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    6. erledigt:-))) Hoffe diese Bilder hatte ich noch nicht geschickt.

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    7. Also bis jetzt kam nix. Ich schick dir eine Mail, vielleicht ist das einfacher.

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    8. Wie war das mit den KÖnigskindern?
      Habs jetzt nochmal versucht..kann ja nicht sein, dass du nicht zu den Schweindaln kommst..

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  5. Danke für die wunderschönen Fotos. So kam ich nun auch mal in die Türkei und ich habe die schöne Reise mit dir genossen ♥

    Schönen Sonntag und
    liebe Grüße Eva

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    1. Freut mich, dass dir die Fotos gefallen haben.

      Ich bin ja ganz stolz auf die Biene in der Granatapfelblüte. Aber da sieht man dann halt die Grenzen meines Knipserls. Wenn ich da ein vernünftiges Zoom gehabt hätte, wäre das Foto sicher besser geworden. Aber egal, ich mag sowohl das Foto als auch mein Knipserl. ;)

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  6. oh, wie schön :-)

    Ich liebe die türkische Küche auch über alles und habe auch selten so gut gegessen wie in einem Türkei-Urlaub.

    In Istanbul war ich allerdings noch nie, möchte ich aber unbedingt mal hin.

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    1. Das, was hier in Wien als türkisches Essen verkauft wird, würde sich in der Türkei wohl niemand anbieten trauen, denn so ein Lokal würde keinen Monat überleben. Ich denke, so entstehen viele Vorurteile, dass die türkische Küche Schrott ist.

      September war die optimale Reisezeit für Istanbul: 25 - 26 Grad und immer eine leichte Brise. Genau so mag ich Stadtbesichtigungen.

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  7. Wunderschöne Fotos von einem wunderschönen Land - vielen Dank fürs Mitnehmen.

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    1. Das Danke geht an dich zurück, denn du nimmst mich ja auch immer mit auf wunderbare kulinarische Plätze!

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  8. Ein toller kulinarischer Bericht, war sehr "lecker" ; )

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    1. Freut mich, dass dir mein kulinarischer Rückblick gefallen hat. :)

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