Sonntag, 3. März 2013

Lammleber mit Blutorangen

Toast Hawaii: Schinken-Käse-Toast mit einer Scheibe Ananas aus der Dose. Himmel, das sind Jugenderinnerungen! Was war das damals schick, Obst zu jedem passenden und unpassenden Gericht dazuzuschmeißen. Und wirklich kam das Obst damals immer aus der Dose. Also zumindest in meiner Familie. Das war ja was Besonderes. Obst aus dem Garten und selber eingekochtes Obst hatte doch jeder.
So ändern sich die Zeiten!

Anscheinend hatte Nigel Slater auch solche Toast-Hawaii-Erinnerungen, als er dieses Winterrezept kreierte. Aber er hat recht: Man kann das wirklich essen!

Zubereitet ist es auch im Nu, also darf dieses Essen beim Blog event cucina rapida dabei sein.

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

Wie immer bitte für das Originalrezept den Link oben anschauen. Ich hatte z. B. keinen Sherry-Essig, den habe ich durch Sherry und Weißweinessig ersetzt. Und ich hatte 250 g Lammleber, was uns aber ehrlich gesagt immer noch nicht zu viel war, wir hätten auch 300 g verdrücken können.




Für 2 Personen
1 große rote Zwiebel
1 EL Butter
1 EL Olivenöl
2 Blutorangen
250 g Lammleber
2 Eiswürfel Lammfond
1 EL Dijon-Senf
1 EL Sherry
1 EL Weißweinessig




Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. 15 min. sanft schmurgeln lassen, bis die Zwiebel schön glasig wird. In dieser Zeit die Orangen so schälen, dass auch die dünne Haut mit abgeschnittten wird, dann die Orangen filetieren. Den austretenden Saft auffangen und auch die Reste der Orange gut ausdrücken und den Saft aufheben. 
Leber in Streifen schneiden.  Zwiebel aus der Pfanne nehmen, Olivenöl erhitzen und die Leber darin rasch von allen Seiten anbraten. Leber zur Zwiebel geben. Bratrückstand mit Orangensaft, Sherry, Essig und Senf aufkochen. Einmal aufgekocht und es war praktisch kein Saft mehr da, also habe ich noch aus meinem Tiefkühler zwei Eiswürfel Lammfond dazugegeben - ich denke, es passt auch Kalbsfond, wenn man keinen Lammfond hat. Zwiebel, Leber und Orangenfilets in die Sauce geben, noch einmal erwärmen. Fertig.

Nigel Slater empfiehlt dazu Epü (Erdäpfelpüree), was sicher gut passt, bei uns gab es rote Polenta dazu - danke an die lieben Spender. Es war köstlich!


Kommentare :

  1. Lammleber hatte ich noch nie! Wie schmeckt sie? Sieht auf jeden Fall köstlich aus und so schön auf der Polenta ruhend ;-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Sie schmeckt nach Lamm. Also das erkennt man deutlich, dass man da keine Kalbsleber oder Hühnerleber vor sich hat. Wenn man Lamm nicht mag, dann lässt man die Finger besser davon. Sie ist nicht so zart wie die beiden genannten Lebersorten, eher wie Schweinsleber von der Konsistenz her.
      Die Leber war wirklich sehr gut und die Polenta hat ausgezeichnet dazu gepasst.

      Löschen
  2. Danke! Ich mag Lamm sehr. Wird getestet!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich werde deinen Blog wie immer mit Argusaugen verfolgen. ;)

      Löschen
  3. Hach das sieht aber gut aus und schmeckte sicher auch so.
    Schmeckt rote Polenta anders?
    Wo hast du denn die Lammleber her bekommen?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, rote Polenta schmeckt anders. Natürlich schmeckt sie nach Polenta, aber halt anders. So wie Lammleber anders als Hühnerleber schmeckt. ;)

      Lamm kaufe ich am Hascha-Hof. Diese Leber kam noch aus dem Tiefkühler, weil ich mich im Herbst mit Lamm eingedeckt habe, als der Hascha-Hof in Winterpause gegangen ist. Und bald wird dort wieder geschlachtet, also bin ich gerade dabei, alles an Lamm aufzubrauchen, was sich da noch versteckt.

      Wenn es dir nicht wichtig ist, dass das Fleisch bio ist, dann kriegst du die Leber auch bei jedem türkischen Fleischhauer. Also hier am Favoritner Markt kann man sicher aus dem Vollen schöpfen, weil da habe ich Lammleber schon oft gesehen. Lamm-Eier (genau so geschrieben) kriegt man hier auch an jedem Eck.

      Löschen
    2. Nein seit dem neuesten Bio Eier Skandal isses mir wurscht ob das Bio ist oder nicht.
      Lamm Eier?
      Ich plane eh wieder einen Marktbesuch, nächsten Montag wahrscheinlich, da werden wir vielleicht den Favoritner Markt mal ansteuern nach der Pleite mit dem Meidlinger Markt.
      Hascha Hof muss ich mal googeln, danke erstmal :-)

      Löschen
    3. Naja es sind Lammhoden, nur eben so rustikal angeschrieben. ;)
      Machen angeblich stark und geben Kraft. Ich werde sie dennoch nicht probieren und bleib lieber lätschert.

      Wenn du kannst, dann geh am Vormittag, da gibt es beim Victor Adler-Markt einen "Bauern"-Markt - sind allerding 90 % Marktfahrer dort. Fein ist es am Freitag, weil da sind ein paar Standler, die unter der Woche nicht dort sind. "Meine" Liesi, irgendwo zwischen 70 und 80 Jahre alt, verkauft Sachen aus dem Dorf, in dem sie wohnt. Von der bekomme ich im Sommer sogar Dirndln. So etwas finde ich sehr viel erfreulicher als noch ein Standl mehr mit einer noch billigeren Gurke, die dann noch wassriger ist.

      Löschen
    4. Freitag ginge auch, da könnte ich sogar diese Woche.
      Ich wird mir das mal ansehen wie ich Landpomeranzen zum Markt hinfinde.
      Danke für den Tipp.
      Die Hoden können dann auch da bleiben, die brauch ich nicht grusel.

      Löschen
    5. Wenn du eine Fremdenführerin brauchst: du hast meine Telefonnummer.

      Löschen
    6. Auf dieses Angebot hab ich gewartet, sollte es sich ausgehen diese Woche, geb ich Bescheid :-)

      Löschen
  4. Leber mag ich....Lammleber hatte ich noch nie. Aber da ich auch Lamm mag, wäre das wohl was für mich.
    Ich teile Deine Toast-Hawaii-Erinnerungen ;-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Und ich bin mir sicher, es gibt noch viele Lokale mit Toast-Hawaii, natürlich Ananas aus der Dose ... :D

      Die Lammleber finde ich durchaus wert, dass man sie einmal probiert. Durch den Lamm-Geschmack kann man sie nicht universell für jedes Lebergericht einsetzen, aber hier passt sie sehr gut.

      Löschen
  5. Ich habe noch wunderbare Blutorangen bekommen - aber wo kriege ich Lammleber her...? Schade, so lange bis ich welche finde, werde ich weiter Dein Foto anlechzen. ;-)

    Geschmacklich stelle ich mir das sehr gut vor.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Es geht aber sicher mit anderer Leber auch, falls du wirklich nachkochen willst. Aber es freut mich natürlich, wenn du mein Foto anlechzt!

      Dein Smoothie war übrigens ein richtiger Power-Drink. Danke dafür. :)

      Löschen