Donnerstag, 16. Mai 2013

Mönchsbart-Frittata

Auf die Idee, einen Teil meines Mönchsbarts so zu verwerten, hat mich der liebe Robert gebracht, allerdings machte er Eiertätsch, das im Gegensatz zu Frittata flach bleibt. Frittata wird auf einer Seite angebraten, kurz in den Ofen geschoben und geht dort ein bissl hoch.


Zutaten für 2 Personen:
1/2 Bund Mönchsbart
1 Hand voll Kirschparadeiser (Deutsche nehmen Cocktailtomaten), halbiert
1 Schalotte, in kleine Würfel geschnitten
1 kleine Knoblauchzehe
6 Eier (Größe M)
1 kleines Stück Speck, würfelig geschnitten
Ricotta (schnittfesten, sonst Ziegenfrischkäse als Ersatz)
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Herd auf 250 Grad vorheizen.

Mönchsbart sehr gut säubern! Der ist dreckig ohne Ende. Wie mein Hund nach einem langen Spaziergang bei Regenwetter schaut der aus. Waschen, waschen und noch einmal waschen ist angesagt. Dann die Halme von den Stängeln zupfen. Mit einem Stück Küchenrolle abtrocknen. Und dann ist der Herd auch schon auf 250 Grad, wetten? ;)

In einer Oma-Pfanne (ofenfester Griff!) Olivenöl erhitzen, Speck und Schalotten anbraten, Knoblauch ganz fein hacken, kurz mit anbraten, Paradeiser und Mönchsbart ein paar Minuten mitbraten. In der Zwischenzeit die Eier verschlagen, salzen. Die Eiermischung zu den anderen Zutaten in die Pfanne geben, Ricotta abzupfen und in Wölkchen auf die Eiermischung setzen. Wenn die Eier auf der Unterseite angebraten sind, die Pfanne für ca. 4 Minuten ins Rohr geben. Ständig reinschauen, weil 250 Grad sind wirklich heiß, da geht das von einem Moment auf den anderen zwischen schön angebraten und verbrannt. Wenn die Frittata aufgegangen ist, herausnehmen und mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen.

 Mit Blattsalaten servieren.



Und weil's so wunderbar schnell geht, ist das mein Beitrag zur Cucina rapida:
Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

Kommentare :

  1. Perfekt, leider habe ich keinen Mönchsbart...aber Rauke oder Spargel? Hört sich auf jeden Fall gut an. Wonach schmeckt der Mönchsbart denn?

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    1. Kochpoetin, Mönchsbart hat einen leicht säuerlichen Geschmack, ähnlich wie Sauerampfer, aber nicht so grasig sondern mit viel mehr Biss und Knack.

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    2. Ja, genau, das liebe Hendl hat das treffend erklärt.
      Vor allem muss man aufpassen, dass man Biss und Knack erhält. Einen Teil von meinem Mönchsbart habe ich total verhaut, weil ich ein Risotto-Rezept nachgekocht habe, bei dem der Mönchsbart von Anfang an mitgegart wird. Dann noch Parmesan dazu und ich hätte auch Gras nehmen können - keine Spur mehr von Geschmack und Knackigkeit vom Mönchsbart.

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  2. Ohhh, das sieht aber sehr lecker aus. Ich hatte heuer immer noch nicht ein einziges Mal Mönchsbart. Jetzt muss ich wirklch mal nach Bern - sonst ist die Saison vorbei.

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    1. Bei uns gibt es den leider gar nicht zu kaufen. Ich nehme den nur auf der Heimfahrt mit, wenn wir aus Italien kommen. So zwei Mal pro Saison finde ich ihn sehr gut. Öfter muss ich ihn aber auch nicht haben, dann habe ich mich schon satt gegessen dran.

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  3. Da hat der Mönchsbart aber ein feines Bettchen gekriegt, zum Reinbeißen!

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    1. Danke! :)
      Hat auch wirklich gut gepasst. Aber bei dem Vorbild, das ich hatte, kein Wunder.

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  4. Heute dürfte der tag der Frittate mit ungewöhnlichen Zutaten sein, in meine hat es heute ein Hopfenspargel geschafft. ich glaub ich werde die Tage Mönchbart suchen gehen ;-)
    LG Claudia

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    1. Hopfentriebe habe ich heute auch geerntet. Eigentlich wollte ich die morgen verkochen, aber die muss man wirklich am selben Tag verarbeiten, weil meine hängen schon ganz schlapp im Kühlschrank.
      Irgendwie komm ich mit dem Kochen, geschweige denn mit dem Bloggen bald nimmer nach.

      Und nun eile ich sofort und schau nach, was du gezaubert hast.

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  5. Frittata könnte ich täglich essen, mit Mönchsbart ist das eine wundervolle Idee.
    Liebe Tessiner Grüsse

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    1. Eier in jeder Form sind mein Ding. Und Frittata geht so schön schnell, also genau das richtige Essen nach einem Arbeitstag. Einen schicken Salat dazu und alles ist gut. :)

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  6. Mönchsbart, dreckig ohne Ende. Find ich wunderbar ;-)

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    1. Du weißt auch, wie ein dreckiger Hund ausschaut, gell? ;)

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  7. Omapfanne :-)
    Mein Mönchsbart ist eingepflanzt...jetzt hoffe ich, dass er auch brav wächst...

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    1. Die Küchenschabe hat auch Mönchsbart im Garten, glaub ich. Ich weiß jetzt aber nicht mehr, ob das ein erfolgreicher Versuch geworden ist. Auf jeden Fall drück och dir die Daumen, dass das war wird.

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