Freitag, 27. Dezember 2013

Kürbis mit Maroni und Kichererbsen

Habt ihr alle die Weihnachtsfeiertage gut überstanden? Viel gekocht und viel gegessen?

Bei uns war es wieder einmal recht beschaulich. Dieses Jahr haben wir den 24. sogar so richtig unter dem Christbaum verbracht, weil uns ganz liebe Freunde eingeladen hatten. Auch sonst waren wir eingeladen - danke auch an alle Familienmitglieder.
Das heißt, hier blieb die Küche kalt. Aber so richtig Lust zu kochen habe ich dennoch nicht. Und da habe ich vor ein paar Wochen doch das optimale Essen dafür gefunden, denn das kocht sich quasi von selber. Man muss nur ein paar Handgriffe machen, Backrohr und Küchenwecker arbeiten lassen, alles zusammenrühren und fertig.

Ich hatte leider keine frischen Maroni mehr, sondern nur vorgegarte aus dem Sackerl, dafür habe ich die Kichererbsen frisch gekocht. Weder die Zeit- noch die Mengenangaben vom Originalrezept habe ich übernommen. Wer das Original nachkochen möchte, schaut bitte hier.

Es hat sich übrigens sehr bewährt, die Rosmarinnadeln nicht einzeln vom Stiel abzuziehen, sondern nur den Stängel in Stücke zu rupfen, sodass man einen Teil des Rosmarins nach dem Garen leicht entfernen kann.


Für 2 große Portionen

1/2 kg Kürbis (bei mir Muskat)
3 Zehen Knoblauch
1 daumengroßes Stück Ingwer
1 großer Zweig Rosmarin, in Stücke gezupft
1 Prise Piment
1 ordentliche Prise Salz
Olivenöl zum Beträufeln (ca. 3 EL)
100 g Kichererbsen, am Vorabend eingeweicht
3 EL Joghurt (ich: türkisches Süzmet, 10 % Fett), verrührt
2 Scheiben arabisches Fladenbrot (das ist das ganz flache, erhältlich in türkischen Geschäften)

Backrohr auf 180 Grad vorheizen.
Kichererbsen abgießen, mit frischem Wasser zustellen und weich kochen (dauert ca. 1/2 Stunde).
Den Kürbis schälen, Kerne und Fasern entfernen, das Fruchtfleisch in große Würfel schneiden, diese in eine feuerfeste Form legen. Knoblauch und Ingwer habe ich geschält und auf der Microplane-Reibe fein gerieben; beides vermischen und auf den Kürbisstücken verteilen. Salzen, pfeffern und mit dem Olivenöl beträufeln. Ab ins Rohr und garen lassen. Bei mir hat es 25 min. gedauert, bis der Kürbis halbwegs bissfest war. Das ist der perfekte Zeitpunkt, um die grob gehackten Maroni mit dem Kürbis zu vermischen und noch einmal ins Rohr zu schieben.
Gleichzeitig auch 2 Scheiben vom arabischen Fladenbrot auf dem Backblech unten ins Rohr geben. Alles 7 bis 8 min. garen - das Fladenbrot soll knusprig, der Kürbis gar und die Maroni heiß sein.

Den Rosmarin vom Kürbis runternehmen. Ca. 1 EL vom Rosmarin im Mörser zerkleinern, das Joghurt mit 1/2 TL Salz und dem zerkleinerten Rosmarin vermischen. Den restlichen Rosmarin kann man entsorgen, wobei vereinzelte Nadeln im Essen nicht wirklich stören, haben wir auf Grund einer faulen Köchin feststellen können ...

(Hoffentlich noch heiße) Kichererbsen, Kürbis und Maroni vermischen. Sollten die Kichererbsen aus der Dose sein oder schon ausgekühlt, gibt man sie noch kurz zu Maroni und Kürbis ins Rohr. Fladenbrot in grobe Stücke brechen.
Die Mischung aus dem Rohr in eine Schüssel geben, das gewürzte Joghurt draufklecksen. Die Fladenbrot-Stücke drüberstreuen. Servieren.



Was nach dem Essen zu sagen bleibt:
Klingt schlicht, schmeckt hervorragend und gar nicht so simpel, wie es sich für mich angehört hat, sondern recht raffiniert. Die Aromen ergänzen einander perfekt. Der Ingwer kam mir recht ungewohnt vor zu dieser Kombination, aber er hat gut gepasst.
Vor dem Essen war ich nicht sicher, ob da nicht Kohlehydrate fehlen würden, aber die zwei kleinen zerbröckelten Fladenbrote reichten uns auf jeden Fall.

Zur Menge: Ich weiß, wir sind verfressen, aber im Original würden das vier Portionen sein. Das stimmt vielleicht, wenn das ein Teil eines mehrgängigen Menüs oder Teil einer Mezze-Tafel ist. Bei uns gab es genau das, nichts davor, nichts danach. Ganz haben wir zu zweit diese Menge nicht gegessen, aber fast.

Kommentare :

  1. Kööstlich klingt das Susi!

    Wir haben alles überstanden, gekocht habe ich nur am 24. und gestern eine Kleinigkeit, die nächsten Tage bleibt die Küche wahrscheinlich auch noch kalt, es sei denn am Sonntag überkommt mich die große Lust zu kochen.
    Nein, wir sind oft auswärts zum Essen, aber da erzähl ich dir nix neues ggg:-)

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    1. Also ich tät durchaus noch ein paar Tage essen gehen bzw. mich einladen lassen. Blöderweise platze ich jetzt schon aus allen Nähten, also werde ich mich ein bissl zusammenreißen müssen in der nächsten Zeit. *seufz*

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    2. Da sagst du was Susi!
      Am 31. nochmal essen gehen und dann gemmas an mit den Karotten ja? ;-)

      Liebe Grüße von BB.

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    3. Bei mir wird es eher Dreikönigstag als Stichtag geben. Der Turbohausmann hat bis dahin Urlaub und ich kann nicht mit einer Karotte da sitzen und ihm beim Essen zuschauen.

      Der 31. wird bei uns ein Tag der Ruhe daheim sein von wegen Hund und Knallerei ... :(

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    4. Susi wir gehen schon um 6 essen abends, da sind wir spätestens um 9 zurück, ich lass doch meine Katzerln net alleine zu Silvester...davor lass ich alle Rollos (die festen) runter und da haben sie ziemlich Ruhe hier.
      der giftige Mann (haha) geht am 2. Jänner wieder arbeiten und das ist unser Stichtag für Karotten usw.

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    5. Uma neune ist in St. Favoriten schon der Krieg ausgebrochen - also zumindest klingt es so zu Silvester. :(

      Darfst dafür ein paar Tage früher aufhören mit dem Karottendingens, wenn ich schon später anfang. :)

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  2. Hallo Susi, ideal für meine Frau und mich nach meiner Protein Kur. Meine Frau liebt Maroni, sie hat 3 Kilo gekauft. Ich liebe Kürbis und habe noch Vorrat im Tiefkühler. (Hoffe das geht auch mit Tiefkühl-Kürbis) Meine Frau stammt aus der Türkei und darum sind die Zutaten fast wie ein wenig Heimat für sie. Auch Du machst es mir nicht leicht, meine 7 Tage Kur durch zu ziehen. :-

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    1. Lieber Roger,
      Kichererbsen sind ja auch Eiweißlieferanten. Für Leute wie mich, die nur sehr wenig Fleisch essen, sind Hülsenfrüchte ein unumgänglicher Bestandteil des Speiseplans. Das Rezept hier hat ja auch keine Sättigungsbeilage dabei - die zwei sehe dünnen arabischen Fladenbrote sind ja wirklich nicht die Welt.

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  3. Klingt wirklich köstlich!
    Zum Glück habe ich die Feiertage "unbeschadet" überstanden, muss also keine "Kur" machen. Aber es stimmt schon, auch uns steht der Sinn jetzt eher nach leichter Küche. Mal sehen, was das neue Asia-Kochbuch hergibt. :-)

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    1. Ach, das Asia-Kochbuch mit dem frittierten Ei? Auf das bin ich schon sehr gespannt!

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  4. Eine interessante Mischung/Kombination. Und dieser Teller - so schön - ich bin total verliebt :D

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    1. Jupp, die Kombination ist wirklich interessant. Schmeckt irgendwie nach Ottolenghi. Und damit hat man mich dann auch schon in der Tasche. :)

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