Montag, 30. Dezember 2013

No Knead Bread


Das Jahr geht zu Ende und es ist Zeit, kochtechnisch ein wenig zurückzuschauen. Keine Auffälligkeiten zu berichten bis auf den Brotbackvirus.

Bis vor nicht allzu langer Zeit habe ich mich strikt geweigert, Brot zu backen. Kuchen jeder Art gerne und jederzeit, aber kein Brot. Irgendwann begann ich, No Knead Bread zu backen - hey, easy & smart! Mehr brauchte ich nicht. Sauerteig? Wozu? Vor allem hatte ich absolut kein Händchen für Sauerteigbrot. Das ging so weit, dass mir das Sauerteigbrot, das ich in einem Brotbackkurs gebacken hatte, auf dem Heimweg speckig wurde.

Aber mich packt dann immer der Ehrgeiz und es wurmt mich ohne Ende, wenn andere Leute scheinbar mit dem kleinen Finger etwas zusammenbringen und ich schaffe das nicht einmal mit Einsatz aller Kräfte. Also bin ich dran geblieben und habe hinter den Kulissen ein Brot nach dem anderen verhaut. Als Ausgleich habe ich dann Handsemmerln gebacken oder Salzstangerln - kein Sauerteig, daher hat so etwas immer geklappt. Aber ich bin immer besser geworden. Und nun trau ich mich sagen: Ich hab's kapiert! Danke auch noch einmal an Jürgen, der mit mir einen Brotbackkurs überstanden hat und den ich immer löchern durfte mit allen Fragen - von ihm kam dann immer irgendwie ganz cool: Das wird schon. Und recht hatte er.

Der linke Wecken auf den oberen Bildern ist übrigens das Malzbierbrot, das Sandra from snuggs kitchen für mich gebacken hatte. Das wollte ich eigentlich für das heutige Posting verwenden, aber habe dann gesehen, dass das für das Brotbackevent schon von einigen anderen Leuten gezeigt wird.

Der Wecken rechts unten ist Jürgens Einkorn-Körndlbrot, gebacken mit Mehl und Körnern, die er mir geschenkt hat. Dieses Geschenk hat er hoffentlich nicht bereut, denn das brachte wieder etliche Fragen von mir mit sich. Aber was soll ich sagen? Neue Körner sind schon im Haus, damit ich das Brot wieder nachbacken kann. Dringende Nachbackempfehlung! Schmeckt überirdisch!

Ja nun, das wird hier ein endloses Gelaber. Dabei backe ich nur No Knead Bread. Nur ... Es ist eines der besten Brote, die ich kenne. Innen viele Löcher, knusprige Kruste, auch am zweiten Tag noch saftig, danach kann man es immer noch gut zum Rösten hernehmen. Und vor allem ist es ein Brot für faule Menschen - kein Kneten, wie der Name schon sagt. Bäckt sich fast von allein.


Die Zutaten kenne ich mittlerweile auswendig:
435 g weißes Weizenmehl (glattes oder Allzweckmehl)
1 g Trockengerm
12 g Salz
knapp 350 g Wasser
Mehl zum Stauben
1 Hand voll Weizen- oder Haferkleie


Erst rührt man die Zutaten zusammen - nicht kneten, nur zusammenrühren, nicht einmal ein glatter Teig muss entstehen, sondern es soll halt alles zusammenhalten. Ich mache das gleich in einer Rührschüssel, da kommt dann Klarsichtfolie drüber. Ende der Arbeit für 18 Stunden.









So schaut das nach der Gehzeit aus. Also nicht ganz, denn an den Rändern sieht man, dass der Teig ein Stück abgesackt ist, als ich die Folie abgenommen habe. Daher wichtig: Klarsichtfolie drüber und wirklich einfach in Ruhe lassen.

Nach den 18 Stunden Gehzeit richtet man sich ein Stück Backpapier her, staubt das ordentlich mit Mehl, holt den Teig mit einer Teigkarte aus der Schüssel und bugsiert ihn auf das gestaubte Backpapier.
Den Teig einmal falten. Ich stülpe danach einfach die Rührschüssel über den Teig, 15 min. entspannen lassen.

Dann bestreut man ein Geschirrhangerl (= Geschirrtuch) mit der Kleie. Viel Kleie! Der Teig ist feuchter als andere Brotteige, daher die viele Kleie, damit der Teig dann später wieder aus dem Geschirrhangerl raus geht. Mit bemehlten Händen hebt man den Teig vom Papier und dreht ihn mit der Faltstelle nach unten in das Hangerl. Selbiges kommt dann in ein rundes Brotkörberl. Ich decke das Körberl mit Klarsichtfolie ab, damit der Teig gut geschützt ist. So darf er nun wieder 2 Stunden liegen.

Nach einer Stunde heizt man das Backrohr auf 240 Grad auf, Rost ganz nach unten stellen, nach 30 min. stellt man noch einen feuerfesten Topf mit Deckel (z. B. gusseiserner Bräter) mit ins Rohr. Da kippt man nach den 2 Stunden Gehzeit den Teig hinein. Bei mir immer die schwierigste Übung - auf dem Foto sieht man, dass ich es wieder einmal nicht geschafft habe, dass die gefaltete Stelle nun an der Oberseite ist.

30 min. mit Deckel, weitere 15 min. ohne Deckel backen. Brot herausheben und auf einem Backgitter auskühlen lassen.

Mindestens eine Stunde überkühlen lassen. Nein, nicht zu früh kosten. Finger weg!












Immer noch zu kompliziert? Hier die Videoanleitung:


Wie es im Video heißt: Sechsjährige können das. Wirklich. Kein Schmäh!

Spannend finde ich übrigens, dass fast die identen Zutaten in einem anderen Brot zusammenkommen: Zu finden hier bei Zorra das Pane Casareccio - bei dem wird allerdings geknetet.

Bread Baking Day #63 - Topfbrot/Bread in a pot (last day of submission Januar 5, 2014)
Dies ist mein Beitrag zum BBD # 63, den dieses Mal Sandra ausrichtet, die Meisterin der Topfbrote.

Freitag, 27. Dezember 2013

Kürbis mit Maroni und Kichererbsen

Habt ihr alle die Weihnachtsfeiertage gut überstanden? Viel gekocht und viel gegessen?

Bei uns war es wieder einmal recht beschaulich. Dieses Jahr haben wir den 24. sogar so richtig unter dem Christbaum verbracht, weil uns ganz liebe Freunde eingeladen hatten. Auch sonst waren wir eingeladen - danke auch an alle Familienmitglieder.
Das heißt, hier blieb die Küche kalt. Aber so richtig Lust zu kochen habe ich dennoch nicht. Und da habe ich vor ein paar Wochen doch das optimale Essen dafür gefunden, denn das kocht sich quasi von selber. Man muss nur ein paar Handgriffe machen, Backrohr und Küchenwecker arbeiten lassen, alles zusammenrühren und fertig.

Ich hatte leider keine frischen Maroni mehr, sondern nur vorgegarte aus dem Sackerl, dafür habe ich die Kichererbsen frisch gekocht. Weder die Zeit- noch die Mengenangaben vom Originalrezept habe ich übernommen. Wer das Original nachkochen möchte, schaut bitte hier.

Es hat sich übrigens sehr bewährt, die Rosmarinnadeln nicht einzeln vom Stiel abzuziehen, sondern nur den Stängel in Stücke zu rupfen, sodass man einen Teil des Rosmarins nach dem Garen leicht entfernen kann.


Für 2 große Portionen

1/2 kg Kürbis (bei mir Muskat)
3 Zehen Knoblauch
1 daumengroßes Stück Ingwer
1 großer Zweig Rosmarin, in Stücke gezupft
1 Prise Piment
1 ordentliche Prise Salz
Olivenöl zum Beträufeln (ca. 3 EL)
100 g Kichererbsen, am Vorabend eingeweicht
3 EL Joghurt (ich: türkisches Süzmet, 10 % Fett), verrührt
2 Scheiben arabisches Fladenbrot (das ist das ganz flache, erhältlich in türkischen Geschäften)

Backrohr auf 180 Grad vorheizen.
Kichererbsen abgießen, mit frischem Wasser zustellen und weich kochen (dauert ca. 1/2 Stunde).
Den Kürbis schälen, Kerne und Fasern entfernen, das Fruchtfleisch in große Würfel schneiden, diese in eine feuerfeste Form legen. Knoblauch und Ingwer habe ich geschält und auf der Microplane-Reibe fein gerieben; beides vermischen und auf den Kürbisstücken verteilen. Salzen, pfeffern und mit dem Olivenöl beträufeln. Ab ins Rohr und garen lassen. Bei mir hat es 25 min. gedauert, bis der Kürbis halbwegs bissfest war. Das ist der perfekte Zeitpunkt, um die grob gehackten Maroni mit dem Kürbis zu vermischen und noch einmal ins Rohr zu schieben.
Gleichzeitig auch 2 Scheiben vom arabischen Fladenbrot auf dem Backblech unten ins Rohr geben. Alles 7 bis 8 min. garen - das Fladenbrot soll knusprig, der Kürbis gar und die Maroni heiß sein.

Den Rosmarin vom Kürbis runternehmen. Ca. 1 EL vom Rosmarin im Mörser zerkleinern, das Joghurt mit 1/2 TL Salz und dem zerkleinerten Rosmarin vermischen. Den restlichen Rosmarin kann man entsorgen, wobei vereinzelte Nadeln im Essen nicht wirklich stören, haben wir auf Grund einer faulen Köchin feststellen können ...

(Hoffentlich noch heiße) Kichererbsen, Kürbis und Maroni vermischen. Sollten die Kichererbsen aus der Dose sein oder schon ausgekühlt, gibt man sie noch kurz zu Maroni und Kürbis ins Rohr. Fladenbrot in grobe Stücke brechen.
Die Mischung aus dem Rohr in eine Schüssel geben, das gewürzte Joghurt draufklecksen. Die Fladenbrot-Stücke drüberstreuen. Servieren.



Was nach dem Essen zu sagen bleibt:
Klingt schlicht, schmeckt hervorragend und gar nicht so simpel, wie es sich für mich angehört hat, sondern recht raffiniert. Die Aromen ergänzen einander perfekt. Der Ingwer kam mir recht ungewohnt vor zu dieser Kombination, aber er hat gut gepasst.
Vor dem Essen war ich nicht sicher, ob da nicht Kohlehydrate fehlen würden, aber die zwei kleinen zerbröckelten Fladenbrote reichten uns auf jeden Fall.

Zur Menge: Ich weiß, wir sind verfressen, aber im Original würden das vier Portionen sein. Das stimmt vielleicht, wenn das ein Teil eines mehrgängigen Menüs oder Teil einer Mezze-Tafel ist. Bei uns gab es genau das, nichts davor, nichts danach. Ganz haben wir zu zweit diese Menge nicht gegessen, aber fast.

Dienstag, 24. Dezember 2013

Das Weihnachtsei

Wer meinen Blog verfolgt, weiß es wahrscheinlich schon: Während rundherum groß aufgekocht wird, gibt es bei mir am 24.12. immer ein Ei. 2011 gab es ein hart gekochtes Ei, 2012 habe ich dann pochiertes Ei serviert, dieses Jahr gibt es ein Spiegelei. Aber nicht irgendeines.

Ein nur halb gelungener Versuch - aus welchen Gründen auch immer ist das Eiweiß auf dem Dotter in Flecken gestockt, außerdem ist das Ei für meinen Geschmack zu knusprig gebraten.

Ich habe mich hier wirklich angestrengt, um ein Ei zusammenzubringen, wie es der Herr Gruber in seinem hier besprochenen Buch "Die Genussformel" als perfektes Spiegelei fordert. Wenn man ein Spiegelei brät, dann liegt das Eigelb ja nicht ganz nackig da, sondern ist von einer dünnen Schicht Eiweiß überzogen. Beim perfekten gruberschen Spiegelei ist diese Schicht vom Eiweiß gestockt. Es ist mir tatsächlich gelungen und ich bin stolz auf mich!



Wie's geht? Denkbar einfach: Deckel für 2 Minuten aufs Reindl.


Übrigens habe ich die Eier mit meinem Knipseding gekrönt. Mitten reingeschmissen ins Eigelb. Daher ist das hier auch ein Abschiedsposting für meine heiß geliebte Lumix. Eigenhändig habe ich ihr in Ägypten an einer Pyramide eine Schramme reingehauen - sie hat mir weder diese noch viele andere Untaten übel genommen. Aber das hier war ihr endgültig genug. Adieu, du braves Knipserl!

Ansonsten zieht hier wieder Normalbetrieb ein. Es war schön, einmal Christkind spielen zu dürfen und Sachen zu verschenken, aber das ist mir auf Dauer zu anstrengend. Meine Hochachtung vor Bloggern, die sich laufend die Arbeit mit Giveaways antun. Nach diesem weihnachtlichen Testlauf stelle ich fest: Ich gehöre doch zu den faulen Bloggern, die immer wieder Rezepte verbloggen und es damit gut sein lassen.


Nun wünsche ich allen frohe Festtage. Lasst es euch gut gehen und genießt die ruhigen Tage nach der hektischen Adventzeit!

Montag, 23. Dezember 2013

Ziehung "mydays"



Und nun der Höherpunkt meiner Advent-Aktion, der Gutschein über 100,- Euro der Firma mydays.

Wie immer übernimmt random.org die Ziehung:



Herzlichen Glückwunsch, liebe Lussuria!
Deine Mailadresse gebe ich an mydays weiter, der Gutschein kommt per E-Mail.




Es wichtelt, IV

Mir geht es richtig gut, weil ich habe einen tollen Wichtel. Sarah von Leben am Land gibt ihr Bestes und beschenkt mich nun schon die vierte Woche. Dieses Mal habe ich ein entzückendes Ringbuch für meine Rezepte bekommen! Vorbei mit den schnöden Ordnern, nun habe ich ein richtiges Büchlein, in das ich händisch meine Lieblingsrezepte eintragen werde.



Danke, Sarah! Es hat richtig Spaß gemacht, von dir bewichtelt zu werden. Vor allem aber habe ich deinen hübschen Blog kennengelernt.

Natürlich auch noch ein letztes Mal ein Dankeschön an Sandra from snuggs kitchen für die Organisation! Toll hast du das gemacht. Und ich weiß, dass so etwas wirklich mit viel Mühe verbunden ist. Schön, dass du dir das angetan hast.

Adventswichteln 2013

Sonntag, 22. Dezember 2013

4. Advent

Unser Wiener Steffl mit Weihnachtsbeleuchtung und Christbaum

Letzter Adventsonntag, letzte Chance, etwas zu gewinnen. Dieses Mal ist es wirklich ein großes Geschenk! Die Firma mydays hat mir einen Gutschein über 100,- Euro zur Verfügung gestellt.

Den Geschenkeanbieter mydays kennt wahrscheinlich jeder und ich müsste ihn nicht extra vorstellen. Dennoch, um die Vorfreude zu steigern: Vom Wochenend-Urlaub über Jodel-Seminare bis zu kulturellen Veranstaltungen findet sich dort sicher etwas für jeden Geschmack. Vor allem finden sich auch viele Restaurants, in denen man schön essen gehen kann, oder man macht einen Kochkurs mit und lernt dort etwas Neues.

Viel Glück an alle Teilnehmer!





Der Gutschein kommt in Form eines Codes an die hinterlassene Mailadresse. Die Mailadresse am besten so aufschreiben, dass Leerzeichen drinnen sind, um nicht von Bots erfasst zu werden.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Preis wurde unentgeltlich zur Verfügung gestellt und kann nicht bar ausgezahlt werden. Teilnahmeberechtigt sind volljährige Personen.

Es werden nur Einträge berücksichtigt, die vor Teilnahmeschluss abgegeben werden. Kommentare, die bis Montag, 23.12. um 08.00 Uhr, also innerhalb von 24 Stunden abgegeben werden, nehmen an der Verlosung teil. mydays arbeitet in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Wenn aus eurer Mailadresse das Land, aus dem ihr seid, nicht ersichtlich ist, bitte in den Kommentar dazuschreiben, denn es gibt für jedes Land unterschiedliche Gutscheine.

Der Gewinner/die Gewinnerin wieder mittels random.org gezogen.


Donnerstag, 19. Dezember 2013

Nach dem Meyer-Rausch

So sah mein Gemüseladel nach dem Großeinkauf aus ...

Wir Österreicher sind ja alle in einen Zitronenrausch verfallen - Katharina ist schuld! Sie hatte auf Facebook verraten, wo es Meyer-Zitronen zu kaufen gibt. Das ist einer der Gründe, warum ich Facebook mag: Sonntag gelesen, Montag in der Früh bei dem Geschäft am Dackerl gestanden.

Zu meinem großen Erstaunen waren das dieselben Zitronen, die "mein" türkisches Geschäft sehr oft verkauft, allerdings nicht bio, also nicht einmal das halbe Vergnügen, denn wenn man die Schale von den Meyer-Zitronen nicht verwenden kann, dann hat man wirklich etwas versäumt. Ich kaufte extra noch ein paar Zitronen vom Türken zum Vergleich - gerade rechtzeitig, weil mit den Zitronen auch gleich eine Erkältung ins Haus schneite. So musste ich nicht die schönen Biozitronen für mein Ingwer-Zitronen-Honig-Getränk aufbrauchen.

Was man alles mit Meyer-Zitronen machen kann? Alles, was man mit normalen Zitronen auch machen kann, nur schmecken die Meyer intensiver und nicht so sauer. Sie sind übrigens sehr reich an Kernen.

Ich mach jetzt mal einen Streifzug durch die vergangenen Wochen, in denen uns die Meyer treue Begleiter gewesen sind.



Gebackener Zeller (Knollensellerie): Die Knolle in Scheiben geschnitten, die Scheiben in Salzwasser blanchiert, ausgekühlt panieren und herausbacken wie ein Wiener Schnitzel, mit Elines Spezialsauce, unechte Bozener Sauce, hier aber ohne Essiggurkerl, dafür mit Saft und Schale von einer halben Meyer-Zitrone. Dazu Pflücksalate.



Ganz schlicht und einfach: Brotscheiben rösten, auskühlen lassen, mit Butter bestreichen, Räucherlachs drauf, eine hauchdünn geschnittene Zitronenscheibe einschneiden, verdrehen und drauflegen. Ein bissl Dille würde auch nicht schaden, aber die ist um diese Jahreszeit auf Balkonien nicht mehr vorhanden und ich wollte nicht einen ganzen Bund Dill für die beiden Brötchen kaufen.










Eine unbedingte Nachbackempfehlung für diesen Zitronengugelhupf mit Olivenöl und Thymian! So abenteuerlich das Rezept klingt, so gut schmeckt der Gugelhupf. Weder nach Olivenöl (außer man nimmt eines mit massivem Eigengeschmack, dann möglicherweise schon, aber das habe ich nicht getestet) noch nach Thymian. Das Innenleben ist auch am zweiten Tag noch schön saftig, schmeckt dann allerdings schon nach Thymian.


Das hier ist sowieso ein Muss in der kalten Jahreszeit: Lemon Curd

Dieses Mal habe ich das Rezept nach Katharina gemacht - mit 300 g Butter ... Man kann ja bekanntlich nie genug Butter verwenden. :)




















Zwingend nach dem Zubereiten von Lemon Curd nach dem oben verlinkten Rezept: Man braucht mehr Saft als man Schale von den Zitronen abreibt, also macht man gleich auch Zitronenzucker. Bisher habe ich Schalen von Zitrusfrüchten getrocknet und gemahlen, damit ich immer einen eisernen Vorrat daheim habe. Nun habe ich die fein abgeriebene Schale mit Zucker händisch verrieben, eine Nacht trocknen lassen und in ein Glas abgefüllt. Mal schauen, wie lange sich das Aroma auf diese Weise hält. Gleich jetzt ist es auf jeden Fall ein Hammer!








Genau so stellt man Zitronensalz her, das ich auch gemacht habe. Gut zum Würzen von Fischigem.

Ich bin immer noch meinem selbst importierten Salz aus Tunesien verfallen. Das ist Salz, das dort aus einem eingetrockneten See gewonnen wird. Es ist grobkörnig, aber nicht so fest wie z. B. normales Meersalz, sondern man kann es zwischen den Fingern zerreiben. Angeblich ist es von sehr hoher Qualität, was ich mir schwer tue zu beurteilen.






Giouvetsi: griechisches Sonntagsessen nach dem Rezept von Zitronen und Olivenöl. Die einzige Änderung von mir: Zum Servieren habe ich keinen Parmesan, sondern die Schale einer Meyer-Zitrone drübergerieben.

Unbedingte Nachkochempfehlung für den Winter! Schmeckt nach Urlaub und Sonne und Meer und so, also genau das, was man unbedingt braucht zu dieser Jahreszeit.

Einige Vorschläge zur Meyer-Verwendung hat auch der Herr mit dem unaussprechlichen Namen (Fearnley-Whittingstall - hoffentlich hab ich's wenigstens richtig geschrieben) auf Lager. Ich habe mir das Rezept für den Zitronen-Minz-Sirup ausgesucht. Der fertige Sirup muss leider gekühlt aufbewahrt werden, aber andererseits wird der so schnell weg sein, dass ich keine Sorge haben muss, dass der Platz im Kühlschrank zu lange besetzt sein wird.

Bei Juliane habe ich ein Rezept für Pasta mit Melanzani, Chili, Ziegenfrischkäse und Paradeiser-Rosinensauce gefunden, auf die dann oben drauf gehackte Pistazien und geriebene Zitronenschale gestreut werden - Rezept zu finden hier.

Auf jeden Fall werde ich das wieder nachkochen, weil es war köstlich! Schmeckt nach Urlaub.
Und natürlich habe ich "meine" (geklaut von Chef Hansen) Zitronen-Tarte wieder gemacht, weil die Tartelettes letztes Jahr so gut geschmeckt haben. Aber ich hab einen Fehler gemacht: Ich habe die in Sirup gegarten Zitronenscheiben oben drauf weggelassen. Der Fehler war gar nicht so von wegen Geschmack, der war schon gut, aber es hat etwas an der Textur gefehlt: Knuspriger Teig, cremige Curd-Fülle, aber die Zitronenscheiben, die dem Ganzen ein bissl Biss verliehen hatten, hatten den Tartelettes noch ein I-Tüpferl aufgesetzt. Daher dieses Jahr also tüppferllose Tarte.


An diesen Wolfsbarsch kann sich vielleicht die eine oder andere noch erinnern? Auf jeden Fall unbedingte Weihnachts-Eignung! Sicher auch mit normalen Zitronen, aber die dann sparsamer dosieren.

Auf die Idee zu diesem Sirup hat mich 1. Angel and Devils Food gebracht, 2. hat mich meine Erkältung dann wieder daran erinnert, dass man Zitronen-Ingwer-Zeugs in irgendeiner Form immer daheim haben sollte. An dem verlinkten Rezept habe ich nur geändert, dass bei mir der Ingwer mit Schale verwendet wurde.

















Und diese grandiose Idee habe ich aus der LA Times, das ist Tipp Nr. 35,  wo man aber noch 99 andere Tipps für Nichthundebesitzer zur Verwendung von Meyer Lemons findet. Der Zitrone nachrennen und dann reinbeißen tut ein Cocker von Welt klugerweise nicht, sondern er trägt sie gentlemen-like spazieren. Was dann natürlich damit endet, dass Hundi die Zitrone gegen ein Stück Wurst tauscht.


Und nun habe ich beim Adamah zwei Kilo Meyer bestellt. Ich wollte doch endlich wieder einmal Zitronengelee machen, dann noch dieses geniale Zitronenenconfit, Zitronentarte, ein Ottolenghi-Pastarezept mit Zitrone und Walnüssen ist schon in Planung, meine eingelegten Salzzitronen sind fast aus - Hilfe, zwei Kilo kommen mir auf einmal so wenig vor!

Nach dem Rausch ist vor dem Rausch ...

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Zu Gast: Leber a la Veneziana

Heute darf ich zu Gast sein bei der lieben Sandra from snuggs kitchen. Vor ein paar Wochen hat sie mir die Küche ordentlich eingestaubt mit ihrem genialen Brot mit Malzbier - das ich übrigens schon nachgebacken habe, das schmeckt so gut!

Sandra ist ein Wirbelwind: Sie organisierte dieses Jahr eine Foodbloggeraktion, bei der wir Foodblogger - okay, nicht alle, nur die kindischen wie ich - uns gegenseitig bewichteln, hat mitgeholfen beim Foodblogger-Adventkalender, veröffentlichte regelmäßig in dem eleganten Online-Magazin Chateau et Chocolat, ist bei vielen Blog Events vertreten, sie kocht und vor allem: bäckt! Wer schöne Kekse gehen will, schaut bitte in ihren Blog. Man kommt dabei richtig in Weihnachtsstimmung.

Damit es auch einmal etwas ganz anderes zu essen gibt bei ihr, habe ich für sie gekocht.



Falls jemand wissen will, was das ist und wie man das kocht, der clickt bitte hier!




Wieder einmal eine Aktion im Rahmen der facebook-Gruppe "Übern Tellerrand", bei dem wir Foodblogger uns vernetzen und ein wenig Abstand von unseren sonstigen Solo-Auftritten nehmen.

Dienstag, 17. Dezember 2013

Zu Gast: Vanillekipferl mit Sesam und Sojasauce

Es gibt Weihnachtskekse. Ja, von mir. Das erste Keksrezept. Aber schon wieder nicht hier. Sondern heute darf ich zu Gast sein auf Barbaras Spielwiese.

Barbaras Blog gibt es schon lange und er war auch einer der ersten, die ich entdeckt habe. Wenn man auf ihrem Blog ihr Profil anclickt, verrät sie einem nicht viel - weiblich ist sie und hübsch (nein, das schreibt sie nicht, das sieht man auf dem Foto). Man muss schon ein wenig auf ihrem Blog stöbern, hier zum Beispiel,  dann findet man ein bisschen mehr über sie heraus. So erfährt man, dass sie beruflich oft in China unterwegs ist, von wo sie auch immer tolle Fotos mitbringt - darunter viele Essensfotos, die einem den Mund wässrig machen. Also was macht ihr noch hier? Weg, fort mit euch! Geht hier zu Barbara und schaut, wie ich ihr die Küche dreckig mache.




Wieder eine Aktion im Rahmen der Facebook-Gruppe "Übern Tellerrand", bei der wir Foodblogger uns vernetzen und uns gegenseitig die Küchen verwüsten. ;)

Montag, 16. Dezember 2013

Amalfizitronen-Erdäpfel-Salat

Der Salat mit Amalfizitronen, den ich letztens gepostet hatte, war die elegante Variante. Nun kommt ein Sattmacher-Salat, der für mich sehr verwegen geklungen, aber wirklich ausgezeichnet geschmeckt hat. Wir hatten den als Abendessen und es war wirklich ein feines kleines Essen.

Die Amalfi-Zitrone ist übrigens nicht durch irgendetwas zu ersetzen. Sie hat einen so speziellen Geschmack, von dem ich nicht wüsste, welches Lebensmittel den sonst hätte. Eine ganz normale Zitrone wäre kein sinnvoller Ersatz.


Zutaten für 2 Hauptspeis-Portionen
400 Gramm Erdäpfel, speckige
2 Hände voll gemischte Blattsalate
1/2 Bund Minze
1 Fenchelknolle mit ca. 250 g
100 g Amalfizitrone

Dressing:
1/2 Bioorange, Saft + Schale
2 EL Weissweinessig (Turbohausfrau: Riesling Spätlese vom Gegenbauer, sonst einen anderen milden verwenden)
2 EL Olivenöl
2 EL Kapern (Turbohausfrau: aus Italien habe ich ganz winzige mitgebracht, die haben sehr gut gepasst, größere muss man auf jeden Fall hacken)
1 Prise getrockneten Oregano (Turbohausfrau: vom Pinterits)
Salz
Pfeffer


Für das Dressing alle Zutaten gut verrühren.
Die gewaschene Amalfizitrone auf der Börnerhobel in feine Scheiben hobeln und mit dem Dressing vermischen, stehen lassen, bis die Erdäpfeln gar und ausgedampft sind. Die Zitronen ziehen in der Zeit ein wenig von der Marinade auf.
Fenchel putzen und ebenfalls auf der Börnerhobel fein hobeln, zur Amalfizitrone in die Marinade geben. Dabei das Grün vom Fenchel abzupfen und zur Seite legen.
Erdäpfel schälen, waschen, in etwa gleich große Stücke schneiden und in Salzwasser kochen.
In der Zwischenzeit die Blattsalate waschen, schleudern, wenn nötig in mundgerechte Stücke zerzupfen.  Die Minze waschen, die Blättchen abzupfen und grob zerreißen.
Die fertig gegarten Erdäpfeln 5 min. ausdampfen lassen, dann zu Zitrone und Fenchel geben. Gut durchmischen, aus der Marinade heben und zur Seite stellen. Die Blattsalate und die Minze in der Marinade durchmischen. Auf Tellern ein Salatbett aus den Blattsalaten machen, darauf die Erdäpfel-Zitronen-Fenchel-Mischung verteilen. Mit dem Fenchelgrün bestreuen und servieren.

Den Salat kann ich mir auch sehr gut zu Fisch vorstellen.


Quelle: http://www.cuisine.at/rezept_1304745_insalata_di_strada_sizilianischer_strassensalat.php

Ziehung "Gegenbauer"


Der Wiener Rathausplatz mit dem riesengroßen Christbaum davor - beeindruckend!
 
Hach, ist das schön, ein bissi Christkind spielen zu dürfen! Es ist mir daher eine Freude, die Gewinnerin der Essig-Box von der Firma Gegenbauer bekannt geben zu dürfen:


Und die zweite Antwort ist von der giftigen Blonden.

Herzlichen Glückwunsch, meine Liebe!



Es wichtelt, III

Wieder konnte ich etwas von Sarah von Leben am Land auspacken. Dieses Mal fand ich weihnachtliches Schokofondue in meinem Packerl!



Danke an Sandra from snuggs kitchen für die Organisation der Wichtel-Aktion!

Und überdies noch ein weiteres Dankeschön an Sandra, denn am Freitag klingelte es und der Briefträger stand mit einem Päckchen voller Kekse vor meiner Tür. Sandra, sie waren (ja, waren) köstlich! Ich hatte zwar zu kämpfen, damit der Turbohausmann nicht alle allein aufisst, aber wir konnten uns dann auf 50:50 einigen.

 Adventswichteln 2013

Sonntag, 15. Dezember 2013

3. Advent

So schaut es derzeit vor dem Rathausplatz in Wien aus: Selbst die riesigen Bäume im Park sind geschmückt.


Nun brennen schon drei Lichter am Adventkranz. Zeit für die dritte Verlosung.




Schon seit sehr langer Zeit verwende ich fast nur Essig der Firma Gegenbauer - wenn man diesen Namen auf meinem Blog als Suchbegriff eingibt, wird man an vielen Stellen fündig. Über etliche Jahre habe ich ausgesprochen gute Erfahrungen mit allen Essigen und Ölen dieser Firma gemacht. Nun hat mir die Werbeagentur der Firma Gegenbauer eine Box mit verschiedenen Fruchtessigen zur Verfügung gestellt. Die brauche ich aber nicht selber auf, sondern verschenke sie.



Da ich den Versand selber bezahle, verschicke ich nur in Österreich!


Alle mit einer österreichischen Adresse sind herzlich eingeladen, einen Kommentar zu hinterlassen, um an der Verlosung teilzunehmen. Ich brauche eine Mailadresse, um mich mit der Gewinnerin/dem Gewinner in Verbindung setzen zu können. Die Mailadresse am besten so hinterlassen, dass Leerzeichen drinnen sind, um nicht von Bots erfasst zu werden.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Preis wurde unentgeltlich zur Verfügung gestellt und kann nicht bar ausgezahlt werden.

Teilnahmeberechtigt sind volljährige Personen. Es werde nur  Einträge berücksichtigt, die vor Teilnahmeschluss abgegeben werden.

Kommentare, die bis Montag, 16.12., 8.00 Uhr abgegeben werden, nehmen an der Verlosung teil. Danach wird ausgelost. Das übernimmt random.org - die Kommentare sind durchnummeriert und werden so mittels Zufallsgenerator gezogen. Ich verschicke spätestens am Dienstag, dem 17.12., dann müsste es sich eigentlich noch ausgehen, dass die Gewinnerin/der Gewinner das Packerl noch vor Weihnachten bekommen.

Viel Glück!