Montag, 13. Januar 2014

Holzwerkzeug in der Küche

Bekannterweise habe ich eine Vorliebe für Holzzeugs aller Art in der Küche. Sei es das billige Holzbrett von Ikea, das bei Harrods gekaufte noble Olivenholzbrett oder ein aus tunesischen Souks eigenhändig importierter Kochlöffel: Sie alle sind mir sehr ans Herz gewachsen. Und ab und zu verschenke ich auch solche Sachen. Immer wieder bin ich erstaunt, wenn ich dann höre, dass das von mir verschenkte Holzteil schon das Zeitliche gesegnet hat. Es scheint also notwendig, ein paar Worte drüber zu verlieren, was man damit anstellen soll und was nicht.

Der Kochlöffel ganz vorn ist seit mehr als einem Jahr im Header meines Blogs zu sehen, ist laufend im Einsatz und immer noch wie neu.

Holz gehört nicht in den Geschirrspüler! Niemals. Auch Messer mit Holzgriffen nicht. Abgesehen davon, dass das Wasser das Holz aufweicht und kaputt macht: Die Lauge dringt ins Holz ein und man isst die Überreste mit. *wurgs*

Man kann Holz natürlich abwaschen, auch mit Spülmittel, aber halt nicht so lange einweichen, wie das im Geschirrspüler der Fall ist. Es empfiehlt sich auch, die Holzsachen aus eben diesem Grund recht bald abzutrocknen.

Holz muss geölt werden. Regelmäßig. Je nachdem, wie oft ich die Holzsachen abwasche, öle ich so in etwa einmal im Monat. Und zwar üppig. So wie auf dem Foto oben. Man sieht es dem Holz an, dass es dick mit Öl eingelassen ist. So lasse ich dann alles einen Tag liegen. Mit der Zeit bekommt man es in den Griff und sieht dem Holz fast an, wie viel Öl es aufnehmen wird. Nach einem Tag nehme ich ein Stück Küchenrolle und wische damit über das Holz. So nimmt man überschüssiges Öl ab, falls es überhaupt nötig sein sollte. Danach werden die Holzteile weggeräumt und sind für den nächsten Einsatz bereit.

Es gibt spezielle Holzöle, aber ich bin da einfach gestrickt: Speiseöl ist auch gut. Aber bitte nicht wie beim Kochen den besten Wein verwenden, sondern billiges Öl, nur ungebraucht sollte es sein.

Update von 2015, weil mich einige Leute gefragt haben, welche Öle denn besser oder schlechter funktionieren. Sehr gut eignen sich Leinöl, Walnussöl oder Mohnöl, denn das sind trocknende Öle. Schlecht geht Olivenöl, denn das ist nicht trocknend, einigermaßen gehen Soja- oder Rapsöl, die sind halb trocknend. Trocknen in diesem Fall ist das Oxidieren der Öle und somit verdicken sie sich.


Salat in einer Holzschüssel? Natürlich! Auch Salatbesteck aus Holz habe ich und es gibt keinerlei Probleme damit. Einfach nach der Verwendung abwaschen, abtrocknen, wegräumen. Ab und zu einölen wie andere Holzsachen auch.

Und damit wünsche ich allen so viel Freude an Holzsachen in der Küche, wie ich sie auch habe!

Kommentare :

  1. Danke für den Hinweis,..sieht auch wirklich sehr gepflegt aus den Holzwerkzeug!

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    1. Ah, da ist ja eine Holzlöffelbesitzerin! :)
      Also ich hab schon auch uralte Holzlöffel, die schon ganz schief sind vorne durch die Abnützung. Die öle ich aber nur mehr sehr selten, weil irgendwann scheint das Holz eine gewisse Sättigung zu haben und saugt sich nicht mehr an mit dem Öl. Vielleicht hätte ich so ein Urgestein auch dazulegen sollen für das Foto.

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  2. du hast völlig recht. Holzgegenstände gehören nicht in den Geschirrspüler. Die scharfen Reinigungsmittel laugen das Holz aus und die hohen Temperaturen tun ihr übriges. Ich benutzte für meine Holzbrettchen Olivenöl.
    Ansonsten bin ich aber bei der Benutzung von Holzgegenständen in der Küche vorsichtig. Ich würde nie Geflügel mit Holz in Berührung bringen. Aber das muss wohl an meinem Beruf liegen.

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    1. Ehrlich gesagt: Da bin ich schmerzfrei von wegen Geflügel und Holz. Nach der Benutzung wird das Brett mit Spülmittel abgewaschen, abgetrocknet und für andere Zwecke gebraucht.

      Meinst du, ich hab nur Glück, dass wir das bisher ohne Salmonellenvergiftung überstanden haben?

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    2. ja - hast du - definitiv. grad in holz vermehren sich manche sachen fürchterlich. ich nehm keine holzdingens mehr für speisenzubereitung oder servieren, weil das einölen auch einen nachteil hat. das öl wird irgendwie ranzig mit der zeit, das zeug pickt dann und stinkt. für mich. ich mag halt den geruch nicht. öl kannst du ja auch nicht so ohne weiteres zum schmieren von metall nehmen, das hat schon einen grund, eben wegen der fettsäure, die bricht und alles angreift :-)

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    3. http://www.t-online.de/ratgeber/heim-garten/haushalt/id_62394758/schneidebretter-reinigen-schutz-vor-keimen.html
      :)

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    4. ich versteh nicht, wo das herkommt, diese Angst vor Holz und Keimen. So ein Blödsinn. Sofort reinigen, gut trocknen lassen und fertig. Leinöl verwenden und nix wird ranzig. Wenn diese grauslichen Gastroplastikschneidebrettln (die man ja vorgeschrieben bekommt) für den Heurigen in der Kellergasse nur etwas feucht werden im Kastl, dann schimmelns grauslich und so ein altes Presshaus ist nun mal feucht. Die Holzbrettln sind da eigentlich viel besser. Gerade erst hab ich dazu was gelesen und hab mich gefreut, dass sich noch jemand andres Gedanken dazu macht.
      http://experimentselbstversorgung.net/ist-holz-hygienischer-als-plastik/

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    5. Danke für deinen Link, liebe Kärntnerin.
      Nachdem ich gestern noch lange gesucht habe, was so im Internet zu dem Thema steht, bin ich mir sicher, dass ich mich auch weiterhin nicht fürchten muss vor bösen Keimen auf meinen geliebten Holzssachen. :)

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    6. http://www.onmeda.de/ernaehrung/schutz_vor_salmonellen.html

      so meine lieben - nicht umsonst hab ich das geschrieben, hatte aber keine zeit den link zu suchen. e voila, da ist er. es mag für "normale" keime und bakterien alles gut und richtig sein betreffend holz und plastik, nicht jedoch bei salmonellen. da meine ganze family schon mal nach einer einladung bei tante eine vergiftung hatte und alle im spital landeten, wurde aufgrund des massiven auftretens eine anzeige erstattet und eine untersuchung gemacht. und dabei genau dieses argument gebracht, dass salmonellen im holz "ruhen" und dann wieder aktiv werden ......

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  3. Genauso wird es bei mir auch gemacht :) Ich liebe Holz genauso! Und danke noch mal für das schöne Schälen :D

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    1. Aber gern doch! Ich bin sicher, das Schälchen hat ein gutes Zuhause bei dir. :)

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  4. Ich handhabe das auch so und mein 2. Großbrett von IKEA lebt immer noch, ich könnte es direkt mal wieder ölen. ;-)

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  5. Mein Ikea-Brett ist auch ganz brav, seit ich es immer wieder öle und nicht einfach so trocknen lasse, sondern gleich nach dem Abwaschen trocken wische. Das verzieht sich nicht, sondern liegt trotz seiner Größe ganz flach da.

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  6. deine theorie in allen ehren - aber hast du aus einer deiner salat-holzschüsseln schon mal versucht, pudding oder kompott zu essen? holz ist offenporig und nimmt viel auf, auch wens geölt ist.

    nicht falsch verstehen - ich befürworte nicht "holz in den spüli" aber gezielte, einseitige verwendung. salatschüsseln nur für salat. kochlöffeln speziell nur speisenspezifisch. oder darauf verzichten.

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    1. Hi Doris,
      nein, auf die Idee bin ich noch nicht gekommen.

      Ja, Holz kann viel aufsaugen. Deswegen sättigt man es mit Öl. :)

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  7. Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, daß Bakterien sich auf Holzbrettchen "fürchterlich vermehren". Im Gegenteil: Ein Holzbrett ist hygienischer. Gerbsäure tötet Bakterien ab - auf Plastik vermehren sie sich.Holz besitzt eine antibakterielle Wirkung, Kunststoff nicht. Wissenschaftler der Biologischen Bundesanstalt in Braunschweig und des Deutschen Instituts für Lebensmitteltechnik bestätigen die antibakterielle Wirkung von heimischen Holzarten wie Kiefer, Fichte, Ahorn oder Buche. Untersuchungsergebnisse zeigten eine rasche Abnahme von Lebensmittelbakterien auf Holz. Die keimtötende Wirkung konnte auch im Holzinneren nachgewiesen werden. Die besten Ergebnisse erzielten Holzoberflächen aus Kiefer. Dabei wirken die im Holz enthaltenen Tannine, die Gerbsäuren, antibakteriell. Die Bakterien, die beim Verarbeiten von Lebensmitteln auf die Oberfläche getragen werden, werden abgetötet. Quelle: http://www.bremer-umwelt-beratung.de/umwelttipps-haushalt-und-wohnen-holzbrettchen.html
    Ich habe übrigens gar keine Spülmaschine. Wozu auch? Darin könnte ich weder meine schönen Olivenholzschüsseln spülen, noch die dazugehörgen Holzbestecke noch die Holzbretter, auch nicht die Bratpfannen, Messer oder das elsässische Steingutgeschirr. Meine Holzgerätschaften pflege ich regelmässig mit (Oliven)Öl. So halten sie jahrzehntelang.

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    1. Hi Margit,
      ich habe gerade gegoogelt und habe jede Menge Einträge gefunden, die auch das sagen, was du nun bestätigst. Das klang hier ja streckenweise so, als würde ich mich geradewegs ins Messer stürzen und das auch noch verbreiten durch meine Anregungen, wie man mit Holzsachen umgeht. ;)

      Für den Alltag habe ich kein schönes Holzbesteck, sondern ganz schlicht und einfach eines vom Ikea, das kommt in den Geschirrspüler. Mein normales Speiseservice ist spülmaschinentauglich, meine Metalltöpfe sind 08/15-Töpfe und auch spülmaschinenfest. Die schönen Sachen spüle ich von Hand, bin aber schon mehr als dankbar, dass ich einen Geschirrspüler habe.

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    2. http://www.onmeda.de/ernaehrung/schutz_vor_salmonellen.html

      auch hier. gilt für bakterien - aber scheints nicht für meine lieblinge, die salmonellen ;-)

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  8. Ich bin auch ein Holzfan. Meine Kochlöffel muss ich aber immer schwer verteidigen. Den wollte mir schon wer wegschmeissen. Eingeölt habe ich sie allerdings noch nie. Das werde ich bei einem jetzt ausprobieren. Und wer Angst vor Bakterien hat, kann ja kurz eine Kupferplatte auf das Brett legen. Kupfer vernichtet Bakterien im nu. Im Gegensatz dazu ist ein Edelstahltopf der beste Nährboden... Es ist eben nicht immer alles so wie es scheint... :-)

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    1. Ah, noch eine! :)
      Also ich finde, durch das Ölen fühlt sich das Holz mit der Zeit irgendwie gesättigt an. Das ist der Zeitpunkt, an dem ich z. B. auch Salat in meine hübschen Schüsselchen fülle.

      Ich mache das schon seit immer so mit den Holzsachen und hatte noch nie eine Salmonelleninfektion oder arge Magen-Darm-Probleme, daher hatte ich auch keine Bedenken, es weiter so zu machen.

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  9. hi,

    echt fantastisch - diese Holzschale - wow, bin echt platt!

    Ich bin ja auch eher ein Holzfan, und ich meine in Plastik steckt doch auch jede Menge von diesen Giftstoffen, außerdem sieht so eine Holzplatte oder Holzschale 1000 x besser auf dem Tisch aus als so eine doofe Plastikschüssel - sorry alle Tupperware-Fans - ich stehe auf Holz & Keramik!

    lg Netzchen

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    1. Diese Holzschalte habe ich in Vorarlberg gekauft. Andere Leute nehmen aus dem Urlaub Kleidung mit, ich Bergkäse und Holzschüsselchen. ;)

      Mit Plastik hab ich auch so mein Problem, aber zur Aufbewahrung von manchen Sachen im Kühlschrank habe ich leider noch keine bessere Lösung gefunden.

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  10. Ich besitze ein Holzsalatbesteck. Hab ich vor über 10 JAhren geschenkt bekommen und ich lass nur Leinöl (zieht am schnellsten ein und hinterlässt keinen Fettfilm) an mein Besteck. Wo hast du die schöne Schale denn her, die würd perfekt dazu passen!

    Ja, ich fang mit meinen Chilis meist schon im Jänner an. Da freu ich mich schon drauf und hab noch nix andres für den Garten zu tun. Manche keimen ewig lang (bis zu 6 Wochen) und so hab ich die Chance noch einmal nachzusäen, wenn der erste Versuch nix wird. Außerdem werden sie so im Sommer ein bissl früher was. 2013 war ich spät dran und die meisten Pflanzal sind nix geworden :( Heuer soll das wieder anders werden. Ja, ich hab das Glück viel Platz zu haben für meine kleinen Pflanzenkinder. Trotzdem überleg ich jetzt schon länger mir ein Gewächshaus zu bauen, also eigentlich umbauen. Ein alter HEndlstall würde sich anbieten, nur haben wir dort bis jetzt noch keine Stromleitung hin...

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    1. Die Holzschüssel ist aus Vorarlberg von einem Montafoner Kunsttischler. Aber die ist relativ klein, also der Salat ist nur für eine Person. Es gibt die Schüsseln auch größer, aber die werden dann unproportional teuer. Also klar ist das verständlich, aber wir haben nur für jeden ein Schüsselchen. Der Turbohausmann meint eigenartigerweise, dass 1 Million Schüsseln in allen Größen für zwei Leute reichen sollten ... ;)

      Du hast vollkommen recht mit dem, was die über die Chilisamen schreibst: Manche sind echt ein Hammer, wie lange die zum Keimen brauchen. Übrigens hatte ich einmal verschiedene Gewürztagetes, die waren auch so: Orangen- und Zitronentagetes waren im Nu gekeimt, Anistagetes hat 2 Monate gebraucht. Da hab ich ehrlich gesagt gar nicht mehr damit gerechnet, dass da noch was kommt. Die Pflanzen waren dann aber auch im Wuchs so zaach, dass ich die nie zum Blühen gebracht habe, daher habe ich die nie mehr angebaut.

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  11. bei mir kommt alles holz in den spüli, richtig heiss! teure brettln aus ausgesuchten edelhölzern hab ich nicht, nur billige von ikea. meinem hygienermpfinden ist heissestes spülen notwenig. wenn die brettln nach ein paar jahren verzogen sind, werf ich sie in den kamin und kauf neue.

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    1. Bei mir hängt das Herz an diesen Sachen, die ich in allen möglichen Urlauben zusammengetragen habe. Ich möchte die nicht unbedingt bald wieder wegwerfen.

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