Mittwoch, 4. Februar 2015

Lauwarmer Knollenziest mit Kapern


Um gleich einmal vorzubeugen: Auch wenn Will Smith und Tommy Lee Jones sicher versucht hätten, diese kleinen weißen Dinger zu ermorden, sie haben definitiv nie gelebt, haben sich auch nie von selber bewegt, sondern es handelt sich um ein altes Wurzelgemüse. Ja, das kann man essen und das schmeckt wirklich gut.

Wen es mehr interessiert: Hier habe ich beschrieben, wie Knollenziest wächst und wie man ihn erntet, hier sind alle meine Knollenziestrezepte zu finden. Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch Meine Gemüseküche für Herbst und Winter, erschienen im AT-Verlag. Meine Buchbesprechung zu dem Buch findet man da.


Im Originalrezept wird aus einem Kilo Kürbis gebratener Kürbis gemacht. Meine Knollenziest-Ernte fiel leider knapp aus, daher habe ich nur die oben zu sehenden Kürbisstücke gebraten, aber nachdem das Rezept zu einer Kochbuchbesprechung gehört, kommt das Orignialrezept.

1 kg Kürbis in 4 - 5 cm große Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. 3 EL Olivenöl, 1 TL Kräutersalz und 1 TL frisch gehackter Rosmarin mit dem Kürbis mischen. Die Würfel auf ein Backblech legen und im 220 Grad heißen Ofen mit Umluft 10 min. braten, danach bei 190 Grad noch 20 min. garen. Die Stücke sollen Farbe bekommen.

2 Lorbeerblätter in einen Topf mit 2 cm Wasser geben und zum Kochen bringen. 200 g Knollenziest, gewaschen, in einen Dämpfeinsatz über dem würzigen Dampf 5 min. garen.
2 EL sehr kleine Kapern entsalzen, evtl. sehr wenig Salz, 1/4 Knoblauchzehe gepresst, 1 TL Zitronensaft, wenig abgeriebene Zitronenschale und 2 EL Olivenöl mischen und den Knollenziest darin marinieren.

2 Stücke Ofenkürbis in Scheiben schneiden und auf Tellern auslegen. Den Knollenziest darauf verteilen. 1 EL Balsamico tradizionale die Modena tropfenweise drübergeben.



Bei uns war es eine Vorspeise, die uns ausgezeichnet geschmeckt hat. Ich finde, es ist auch ein gutes Beispiel aus dem Buch, denn die meisten Rezepte sind so einfach gehalten. Den letzten Schliff geben immer sehr tolle Ideen wie die Kapern und die Zitronenschale sowie der Balsamico.

Kommentare :

  1. Knollenziest - noch nie irgendwo gesehen. Aber falls, dann behalte ich deine Rezepte auf jeden Fall schon mal im Hinterkopf! :-)

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    1. Den gibt es auch in Wien nur sehr, sehr selten. Meiner ist immer selbst auf Balkonien gezogen, aber ich fürchte, für dieses Jahr habe ich alles geerntet, was nur geht.

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  2. sehr gschmackig schaut das aus!
    lg. Sina

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    1. Echt jetzt? Ich hätte gedacht, du findest das zum Davonrennen. ;)

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    2. ich renn weiter als ich heim hab ;-)
      ehrlich, ich kann diese Dinger nicht einmal anschauen, aber vielleicht schmecken sie ja eh gut!
      lg

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    3. Ah, noch eine! Und ja: Die sind wirklich gut. ;)

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  3. Knollenziest ist mir hier noch nie begegnet, da wär ich schonmal gespannt wie das schmeckt. Vielleicht nicht grade mit Kürbis...

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    1. Knollenziest ist recht wandelbar. Es schmeckt dezent, daher kann man ihn mit allem kombinieren, was den zarten Geschmack nicht total erschlägt.

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  4. Diese kleinen ausserirdischen Teile sind immer wieder lustig :)
    Und gegessen hätte ich auf alle Fälle so ein Tellerchen - Kürbis, Balsamico und Zitronenschale - bin dabei!

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    1. Ich mag sie gern. Die gehören zu den wenigen alten Wurzelsorten, die mir nicht ganz schrecklich Baumgrummeln verursachen.

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  5. Ich habe zwar schon häufig Rezepte mit Knollenziest gesehen, aber noch nie selbst welchen probiert. Ich muss mal darauf achten, ob ich ihn in einem Restaurant entdecke, denn Monsieur könnte ich an der heimischen Tafel sicherlich nicht dafür begeistern ;-)

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    1. In Restaurants findet man den sehr, sehr selten! Eben weil er ausschaut, wie er ausschaut. ;)

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  6. Klingt äußerst interessant! Da werde ich mich wohl auf die Suche nach Knollenziest begeben müssen.
    Alles Liebe
    Elisabeth

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    1. Derzeit habe ich alles abgeerntet, aber mein Knollenziest wächst wieder nach. Also einfach melden, wenn du Bedarf hast. ;)

      Auch dir alles Liebe!

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