Freitag, 4. September 2015

Faschiertes im Salatblatt

Bisher kannte ich genau eine Variante, wie ich Hüttenkäse aushalten kann: Stevan Pauls toller Paradeissalat mit Hüttenkase und Pfirsichen. In diesem Sommer gesellte sich ein zweites Rezept dazu, das uns so gut geschmeckt hat, dass wir es gleich noch einmal gemacht haben. Es klingt gar nicht spektakulär, es ist im Nu gemacht, schmeckt aber echt himmlisch. Zufälligerweise ist es sowas von low carb! Ich führe aber trotzdem kein solches Label in meinem Blog ein, weil so etwas passiert mir eher und ich mach das nicht absichtlich.


1 Zehe Knofi
1 Habanero
2 Zitronengras
2 EL Erdnussöl (oder anderes neutrales)
500 g faschiertes Rindfleisch (die Deutschen nehmen Hackfleisch)
1 EL Zucker
Salz
3 EL Sojasauce
3 EL Sweet Chili-Sauce
Saft und Schale einer Limette (besonders gut mit Kaffirlimette)
1 Handvoll Minzeblätter
2 Frühlingszwiebeln
3 Römersalatherzen
1 Becher Hüttenkäse

Die Salatherzen zerteilen. Die inneren kleinen Blättchen für einen Salat aufheben, denn die sind nicht zum Füllen geeignet. Die größeren Blätter waschen und trocken schleudern. Die meisten Blätter stehen nicht von selber, sondern man muss auf der Rückseite die Mittelrippe der Länge nach abschneiden.

Das Öl erhitzen und das Faschierte darin braten, bis es krümelig ist. Während das Fleisch brät, vom Zitronengras die äußeren Blätter entfernen. Die Stängel auf einer feinen Reibe von unten her so weit reiben, bis das fleischige Herz  zerrieben ist. Man merkt das recht schnell, wenn das Zitronengras nur mehr fasert, dann hat man den brauchbaren Teil verwendet. Auf dieser Reibe auch gleich den geschälten Knoblauch reiben.
Limette waschen und die Schale fein reiben, Saft auspressen. Chili entkernen und klein schneiden. Die Frühlingszwiebel in feine Ringe schnipseln, dabei den grünen und den weißen Anteil in verschiedenen Schüsselchen parken. Minze hacken.
Das gebratene Fleisch salzen, Chili, die weißen Teile von den Frühlingszwiebeln, Zitronengras, Koblauch und den Zucker dazugeben, alles zwei Minuten rührbraten. Sojasauce, Sweet Chili-Sauce, Saft und Schale der Limette, Grün der Frühlingszwiebel und die gehackte Minze einrühren. Pfanne vom Herd ziehen.
Die Salatherzen auf eine große Platte setzen, das Fleisch auf die Blätter verteilen. Ein wenig Hüttenkäse oben drauf verteilen.



Das Originalrezept stammt von Steffen Henssler und ist aus dem Kochbuch: "Schnell, schneller, Hennsler". Ich finde das Kochbuch gut, aber konnte nicht ein einziges Mal die Zeitvorgaben einhalten, daher gibt es auch keine Rezension von mir. Und außerdem habe ich einiges geändert, daher ist das nicht mehr das Original.

Wir haben das Essen als alleinigen Hauptgang wie Fingerfood gegessen und wie schon geschrieben: Es schmeckte hervorragend. Mit 2 Salatherzen und 400 g Faschiertem, wie im Rezept geschrieben, haben wir bei weitem nicht das ganze Fleisch im Salat untergebracht und außerdem hätte es noch eine Nachspeise gebraucht, um wirklich satt zu werden. Beim zweiten Mal Kochen waren wir schon ein wenig schlauer und haben die Mengen wie beschrieben verändert.

Das ist eines der wenigen Rezepte, wo mir Kohlehydrate nicht im geringsten gefehlt haben.

Kommentare :

  1. Danke für das Rezept, passt ja wunderbar. Allerdings würde ich den Zucker weglassen. Steht bestimmt bald auf dem Speiseplan

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    1. Da hab ich eh an dich gedacht, als ich das gepostet habe. ;)

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  2. Antworten
    1. Wir kennen uns ja nun schon eine Weile - übers Netz zumindest. ;)

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  3. Hmmm, liebe Susi, die Gewürze, die da in das Faschierte hüpfen klingen ganz nach meinem Geschmack. Da sollte ich doch meiner netten Fleischerin ums Eck - ja ich habe so etwas glücklicherweise - einen Besuch abstatten. Und danke für die Hopfensprossen-Variante. Ich hab sie bisher immer ganz einfach in Olivenöl angebraten, langen Pfeffer und Parmesanhobel drauf - waren auch fein. Freue mich schon auf den Frühling, dann kann ich deinen Vorschlag verwirklichen.
    Hab es fein - wo auch immer du steckst
    Elisabeth

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    1. Liebe Elisabeth,
      wahrscheinlich habt ihr in Klagenfurt mehr nette Fleischhauer als wir in Wien. Eine Hand voll haben wir noch. Traurig, wie das gerade läuft.
      Das, was du da mit deinen Hopfensprossen machst, klingt sehr gut! Muss ich dann auch im Frühling ausprobieren. Hopfenzapfen haben wir noch keine, da bist du früher dran, also muss auch mein Likör noch warten.
      Stecken tu ich derzeit noch in Wien, aber nimmer lang, ich muss der Sonne hinterherfahren. ;)

      Alles Liebe!

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  4. Low carb, jaja, so was kann passieren ;-)))
    Sie sehen auf jeden Fall sehr gut aus, deine Salatblätter! Aber warum du Hüttenkäse nicht magst, das kann ich gar nicht verstehen ... Liebe Grüße!

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    1. Genau wie vegan passieren kann und durchaus erfreulich schmeckt. ;)
      Schönen Sonntag, liebe Maria!

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  5. Wie lecker! Genau meins, wobei ich zugeben muss, dass ich gerade noch dachte, dass sie da so eine Tortilla dazu auch nicht schlecht machen würden *g*

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    1. Bring mich nicht auf Ideen, wo ich ausnahmsweise einmal ein low carb-Essen gefunden habe, das mich begeistert. ;)

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