Mittwoch, 11. November 2015

Erdäpfellaberln

Seit ich die Banner zu den ganzen Blog-Events, die laufend stattfinden, rausgenommen habe, weil immer mehr Mails kamen: "Und wieso ist mein Banner nicht da?",  mache ich bei so wenigen Events mit, weil sie mir einfach durch die Lappen gehen. Dabei finde ich Events toll! Zum Beispiel solche wie die von Susanne Magentratzerl, das ich wirklich wichtig finde: Schatzsuche im Vorratsschrank. So viele Lebensmittel werden weggeschmissen, dabei kann man auch aus Resten schöne Sachen zaubern.

Etwas, das ich immer wieder mache, sind Erdäpfellaberln aus übrig gebliebenem Erdäpfelpüree. Ja, ja, in diesem Fall kommt der Schatz aus dem Kühlschrank, ich hoffe, das gilt auch. Auch der zweite Schatz, der mit verarbeitet wurde, nämlich Schinkenreste, kommt aus dem Kühlschrank.




Ein wirkliches Rezept habe ich dazu nicht, eher ein lockeres "So geht's". Am besten klappt es mit rustikalem Erdäpfelstampf, weil das eine eher festere Masse ist. Je cremiger und weicher das Epü (Erdäpfelpüree) ist, desto schwieriger ist es. Anfangs schaut das immer einfach aus, aber sobald die fertigen Laberln in der Pfanne sind, wird alles wieder schön weich. Man kann ein Ei in die Epü-Reste einarbeiten, das hilft ein bissl. Was die Laberln auch noch ein wenig in Form hält, sind Semmelbröseln, in denen man die fertig geformten Laberln wälzt. Außerdem sollten die Laberln klein sein. Zur Abschätzung der Größe: Der Teller auf dem unteren Foto ist ein Dessertteller
Und man nimmt bitte eine beschichtete Pfanne, weil was (zumindest mein) Epü nicht braucht, ist noch mehr Fett. 1 EL Sonnenblumenöl zum Rausbacken reicht.

Aber der Reihe nach: Schinken fein hacken, mit den Händen ins Epü kneten. Eventuell ein Ei mit einkneten. Kleine Knöderln formen, platt drücken und rundumadum in Semmelbröseln wälzen. 1 EL geschmacksneutrales Öl erhitzen, die Laberln einlegen und bei mittlerer Hitze anbraten. Am besten mit zwei Pfannenwendern (einer hebt unten, einer liegt oben und so dreht man die Laberln um) wenden - tunlichst nur einmal, damit die Dinger nicht zerfallen. Wenn sie goldbraun sind, aus der Pfanne nehmen und mit einem Dipp servieren - hier ist es Ajvar, auch Ketchup passt gut. Auf jeden Fall gehört eine Schüssel Blattsalate dazu.







Liebe Susanne, danke für das tolle Event!

Kommentare :

  1. Liebste Susi, euer Wien ist immer wieder eine Reise wert - leider konnte ich keinen deiner Favoriten testen.
    Wir hatten 2 Tage eine Rundumbetreuung durch einen sehr netten Guide und nur einmal am Naschmarkt die Möglichkeit uns selbst was zu suchen . . . da hat mich dann die "Eiserne Zeit" sehr begeistert. Vom Heurigenabend Abend im "Maly", war ich dann aber so was von enttäuscht (und nicht nur ich!) - so schlecht hab ich schon ewig nicht mehr gegessen :-( . . . dafür gabs am anderen Tag ein Kalbsgulasch zum Niederknien :-)
    Ja, und bei deiner Schatzsuche könnt ich auch grad mitmachen, da ich meine Speis zwecks Weißeln und Umbau komplett räumen muss, kommt hier auch so manche "Leich" an den Tag ;-) Lustig wirds dann erst wenn meine neue Küche kommt und die alte raus muss . . . ich freu mich und mir grauts ;-)
    Es grüßt dich ganz herzlichst,
    Doris

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das freut mich, dass es dir in Wien gefallen hat. Und es stimmt: viele Heurige sind Touristenfallen und haben schreckliches Essen.
      Gute Nerven für den Umbau wünsch ich dir!

      Löschen
  2. Uih, was für ein schöner Beitrag, danke sehr :-) Und die Laibchen werden hier bestimmt bald mal auf dem Tisch stehen.
    .....Du kriegst tatsächlich Mails, weil jemand sein Banner vermisst? Holla!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Scön, dass dir die Laberln gefallen.
      Ja, ich hatte solche Mails bekommen. Zum Glück ist das nun vorbei.

      Löschen
  3. Hi, hi, ist ja lustig. Das hab ich auch schon gemacht, als meine bessere Hälfte im Wahn einen Berg Kartoffeln fürs Püree geschält hatte. Die waren lecker. Ich hatte allerdings keinen Schinken drinnen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Du bist ja eine erfahrene Köchin. Solche Leute wie du wissen sich mit Resten immer etwas anzufangen.

      Löschen
  4. Ohh wie guuuut! Nur mir bleibt nie was über vom ERdäpfelpüree,..schade eigentlich gg.

    Und ich frage mich wie Susanne, du kriegst Mails weil jemand seinen Banner vermisst? Ich hab die Banner nur im Beitrag, danach kommen sie weg,..bis auf mein eigenes Event das bleibt bis Ende des Jahres mal drinnen. Und ein paar andere,..aber sicher nicht für jedes Event.

    lg Sina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mit normalem Erdäpfelteig sind solche Laberln auch dutlich besser zu händeln.
      Jetzt, wo alle Banner weg sind, kommen nur mehr ab und zu Mails, dass ich doch bitte bei diesem oder jenem Event mitmachen soll. Aber das sind ganz wenige.

      Löschen
  5. Tolle Idee für das Event bei Susanne. Diese köstlichen Laberln sind einfach gut und wenn ich dafür extra Püree machen muss, denn meine Mittagstischler freuen sich.
    Liebe Grüße
    Ingrid

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Ingrid, bevor du extra Püree machst, mach lieber normalen Erdäpfelteig, denn der ist nicht so verdammt weich und schmeckt auch gut.

      Löschen
  6. Für dieses Event könnte ich mindestens wöchentlich was beisteuern... käme ich nur dazu alles zu dokumentieren was ich so treibe in meiner Küche. Nur Ka-Pü bleibt bei uns niemals nicht übrig... schad eigentlich.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ehrlich gesagt habe ich die letzten 15 Jahre immer mehr gekocht, denn unser Hund hat Epü geliebt. Nun mzss ich erst wieder lernen, wie viel wir zu zweit wirklich brauchen.

      Löschen
  7. Eine tolle Restverwertung! Ich würde gerne mal zugreifen... :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Schön, dass dir das Rezept gefällt. :)

      Löschen
  8. Eine klasse Idee. Hätte ich doch bloß je Püree übrig... ;-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Du kochst immer so kleine Portionen. Da muss ich mir mal ein Vorbild nehmen.

      Löschen
  9. Die kenne ich noch von meiner Mutter - eben auch als Resteverwertung. Und ich erinnere mich, dass sie immer SEHR viel Fett benutzte (notabene), weil sie sonst leicht anhingen...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. In einer unbeschichteten Pfanne sund diese Laberl sicher ein Albtraum!

      Löschen