Freitag, 18. November 2016

Sarma Krautrouladen

In meiner Buchbesprechung habe ich ja schon ein Foto gezeigt von diesen köstlichen Rouladen. Nun kommt noch das Rezept. Sarma Kraut sind im ganzen vergorene Krauthappeln, die es in Wien dank der Balkannähe auf Märkten zu kaufen gibt. Die Krautblätter sind schön weich und müssen nicht wie bei anderen Krautrouladen vorgegart werden, um sie ablösen zu können. Man muss die Krautblätter aber abwaschen, damit sie nicht zu sauer schmecken. Und es braucht Zeit, damit die Rouladen langsam vor sich hinschmoren können - aber das ist ja nichts Neues bei Rouladen.



1 Sarma Kraut
2 Zwiebeln
150 g Fett (habe ich auf 2 x 1 EL Butter reduziert)
300 g Faschiertes vom Schwein
200 g Faschiertes vom Rind
150 g Reis
gehackte Petersilie
Salz
Pfeffer
1 Ei
300 g geräuchertes Fleisch, zwei Arten nach Wahl (habe ich weggelassen, dafür jeder Roulade eine Bauchbinde aus geräuchertem Bauchspeck gemacht)
1 EL Mehl 
1-2 EL Paprikapulver

Die Blätter vom Krautkopf ablösen. Von jedem Blatt das Strunkstück herausschneiden und die Blätter waschen. Für die Fülle die Zwiebeln hacken und in Fett andünsten. Schweine- und Rinderfaschiertes mit anbraten und den Reis dazugeben, verrühren und vom Herd nehmen. Abkühlen lassen und Petersilie, Salz, Pfeffer und Ei dazugeben. Jedes Krautblatt mit einem Löffel der Fleischmischung füllen, dann das befüllte Blatt seitlich einklappen und einrollen. Ich habe jede Roulade mit einem Stück Speck umwickelt. Man kann mit den übrig gebliebenen kleinen Krautblättern den Topfboden bedecken. Rouladen in einen Bräter legen, sodass die Öffnung unten ist. Die Rouladen im Bräter aufreihen und bei Bedarf noch einige geräucherte Fleischstücke dazulegen. Einbrenn zubereiten: 1 EL Butter in einer Pfanne erhitzen, 1 EL Mehl und Paprikapulver dazugeben und rösten, bis die Masse Farbe angenommen hat. Mit Wasser aufgießen, bis eine nicht zu dicke Sauce entsteht. Diese Sauce über die Krautrouladen verteilen. Bei mir waren die Rouladen 2 Stunden bei 170 Grad im Rohr. Während des Bratens immer wieder mit der Sauce begießen. Sollte sie zu wenig werden, dann gibt man etwas Wasser dazu.

Bei uns gab es Erdäpfelschmarrn als Beilage.


Was es nach dem Essen zu sagen gibt: Wie immer bei Rouladen aller Art ist es sinnvoll, die ganze Menge zu machen, auch wenn man wie wir nur zu zweit ist, denn mit der Sauce lassen sie sich ganz gut einfrieren und wieder erwärmen. Ein schönes Winteressen!

Kommentare :

  1. Das Buch liegt hier und ich mag es. Um die Sarma habe ich mich gedrückt, aber ich glaube, ich sollte mal. Dieses Kraut gibt es hier nämlich in jedem türkischen Laden, das ist doch mal was :-)

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    1. Fein, dass es dieses Kraut bei euch auch gibt! 👍
      Ich mag das Buch auch.

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  2. Wow, ich habe zwar gerade erst gefrühstückt, aber deine Sarma sehen so dermaßen appetitlich aus, dass ich glatt wieder hungrig werde!:-)

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  3. Also, vielleicht wage ich mich da auch mal dran, schließlich ist nicht soo viel Sauerkraut im Spiel. Und die Köpfe, die krieg ich zumindest in der Markthalle in Stuttgart, vielleicht auch beim türkischen Laden, ich werde Ausschau halten.

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    1. Die schmecken auch nicht sauer. Dadurch, dass man die Blätter abwäscht, hat man im Endeffekt nur einen netten Geschmackseffekt, aber nie das Gefühl von Sauerkraut.

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  4. die "Bauchbinde" finde ich eine gute Idee!
    ein richtig schönes Wohlfühl-Winteressen!

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  5. Die sehen ja mal superlecker aus! Was genau ist denn ein Erdäpfelschmarrn?! Also Kaiserschmarrn kenn ich ja und ich weiß dass Erdäpfel bei uns Kartoffeln sind... Evtl. sowas wie Bratkartoffeln??
    Liebe Grüße, Ina

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    1. Liebe Ina, danke für das Kompliment. Erdäpfelschmarrn ist wie Bratkartoffeln, aber mit mehligen Erdäpfeln, dadurch wird die Konsistenz eher wie Schmarrn, weil die Erdäpfeln teilweise zerfallen. Das hat den Vorteil, dass man mit solchen Erdäpfeln mehr Sauce aufnehmen kann als mit Bratkartoffeln.

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