Montag, 19. März 2012

Naan

Brot? Nein, ich backe kein Brot. Niemals! Gibt genug Bäcker in Wien, die ihr Handwerk gut gelernt haben, also was soll ich da groß herumtun.
Aber was tut man, wenn man ein Linsencurry geplant und alles eingekauft hat und einen der Inder des Vertrauens in Stich lässt und Urlaub macht? Dann muss man einfach ran. Und was war? Das Brot war sooooo viel besser als die gekauften Naan-Fladen. Es geht wirklich total einfach! Nur der Germteig braucht halt einige Zeit zum Gehen, aber den kann man gut am Abend vorher machen und dann im Kühlschrank parken.


Wenn man die Fladen noch am selben Tag zubereitet: rechtzeitig den Ofen vorheizen! Wie bei Pizza den Rost auf der untersten Schiene ins Rohr schieben, Pizzastein drauflegen. Den Pizzastein 1 Stunde auf 240 Grad vorheizen.

150 ml Milch erwärmen, 1/2 Würfel Germ zerbröseln, dazugeben, mit 1 TL Zucker glatt rühren und etwa 15 min. gehen lassen. 500 g Mehl, 1 TL Salz, 1 TL Backpulver und 1 TL Zucker vermischen. Das Milchgemisch und 150 g Joghurt dazugeben, gut verkneten und ca. 1 Stunde gehen lassen.

Teig durchkneten und längliche Fladen ausrollen - okay, da arbeite ich zugegebenermaßen noch dran, dass die schön gleichmäßig werden.
Fladen auf Backpapier legen, mit zerlassenem Butterschmalz einstreichen, Schwarzkümmel auf die Fladen streuen, auf dem Pizzastein ca. 10 Minuten backen.


Achtung! Backpapier ist nur hitzebeständig bis 220 Grad! Ich habe das bis jetzt selber nicht gewusst, weil ich nie auf die Idee kam, auf der Verpackung nachzuschauen. Ich habe Bananen in Backpapier auf den Pizzastein am Holzkohlengrill gelegt, auch indirekt am Holzkohlengrill gegrillt, habe ohne Hemmungen Pizza und Flammkuchen bei 240 Grad gebacken. Das werde ich auch weiterhin tun, aber anscheinend darf man sich nicht wundern, wenn eines Tages das Papier in Flammen aufgeht. Ab jetzt werde ich immer in der Nähe vom Backrohr bleiben, wenn ich mit Backpapier heißer als 220 Grad backe.

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