Samstag, 13. August 2011

Gegrillte Forelle

Gestern habe ich schon die passende Grillbeilage gepostet, heute folgt der Fisch dazu. Und wie so oft: die wahren Genüsse sind einfacher Natur. Wie ich schon etliche Male geschrieben habe, bin ich ein Fan von heimischen Fischen. Keinen Meeresfisch bekommt man hier so frisch wie einen schönen Alpenlachs, einen Saibling oder gar einen Zander aus dem Neusiedlersee. Beim Zander muss man aber mittlerweile sehr auf die Herkunft achten, denn im Neusiedlersee sind die Bestände am Schwinden, sehr oft kommt Zander aus Zuchten, deren Haltungsbedingungen man lieber nicht wissen will.

Bei Forellen gibt es die ganz normalen und die Lachsforellen, wobei die Lachsforellen eigentlich auch normale wären, wenn man ihnen nicht Astaxanthin füttern würde - so viel ich gefunden habe, scheint das ein recht harmloser und natürlicher Farbstoff ähnlich dem Carotin zu sein. Falls jemand mehr weiß, bitte immer her mit dem Wissen! Jedenfalls wird das Fleisch lachsartig rot durch dieses Futter, daher der Name der Fische.

Worauf man bei Forelle achten sollte: Der Fisch soll schleimig sein, dann ist er frisch. Und fischeln darf er nicht, denn das tun nur länger herumliegende Exemplare. Ein Freund hat mal gesagt: Fisch ist wie Besuch - wenn er drei Tage im Haus herumliegt, fängt er an zu müffeln.



Wenn wir Fisch grillen, mache ich nie viel Schnickschnack. In diesem Fall: Fisch gründlich waschen und trockentupfen, Haut einschneiden, in die Einschnitte kleine Stücke Biozitrone stecken, grobes Meersalz in die Einschnitte und auch sonst auf die Haut, Kräuter und Zitronenscheiben in den Bauch stopfen, den Fisch mit Olivenöl beträufeln und während des Grillens noch einmal damit bepinseln. Auf jeder Seite vier bis fünf Minuten direkt grillen. Wenn die Augen glasig sind, ist der Fisch perfekt gar.



Bei mir kommen Fische immer in eine Fischzange. Wie mir Alex von www.chefhansen.de letztens in einem Kommentar geschrieben hat, reicht es, wenn er den Fisch ordentlich trocknet und salzt, damit nichts auf dem Grill haftet. Das habe ich aber noch nicht probiert, weil bei mir auch gestern trotz intensivem Tropfentupfen und Salzen Haut vom Fisch an der Zange haften blieb.





Gestern gab es bei uns rote Rüben-Packerln als Beilage, aber es passt sicher auch anderes Erdäpfeliges gut zu der gegrillten Forelle.


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