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Donnerstag, 12. Oktober 2023

Hascheehörnchen

Es gibt Rezepte, die bleiben ein Leben. Sie geraten vielleicht mal in Vergessenheit, aber nachdem sie quasi Kindheit sind, wird man sie nie mehr los. Dieses hier ist aber nicht so lästig wie ein Ohrwurm, den man erst jemand anderem anhängen muss, damit man ihn los wird, sondern es ist ein sehr einfaches und ganz schlichtes Essen, das schnell zubereitet ist und normalerweise allen schmeckt. Die einzige Voraussetzung: Man muss trockenes Essen mögen. Sonst vielleicht einen Sauerrahmdip (Sauerrahm, Salz, Schnittlauch verrühren, fertig) dazu servieren.

Dazu passen sehr gut Blattsalate. Also eigentlich halte ich die bei diesem Essen für unverzichtbar.


Für 2 verfressene (wie wir) oder 3 normale Menschen

250 g Hörnchen 
250 g gemischtes Faschiertes (Deutsche nehmen Hackfleisch halb und halb)
1 Zwiebel, gewürfelt 
1 EL Öl 
2 Zehen Knoblauch, fein gehackt
1 TL edelsüßes Paprikapulver
etwas Kümmel ganz, aber gehackt 
Salz 
Pfeffer 
frischer Majoran, gehackt
Petersilie, gehackt


Nudelwasser zustellen. Während das Wasser heiß wird und die Hörnchen kochen, kann man den Rest zubereiten.

Öl erhitzen, zuerst die gewürfelte Zwiebel und den Knoblauch anrösten, dann das Faschierte mitbraten, bis es gut braun und bröselig ist. Mit Salz, Pfeffer, gehacktem Kümmel und süßem Paprikapulver würzen. Hörnchen tropfnass unterrühren. Alles mit den Kräutern bestreuen und servieren.


 

Turbohausfrauentipp: Sollte man nur faschiertes Rindfleisch zur Hand haben, dann empfehle ich, dass man ordentlich fetten Bauchspeck anröstet, die Knusperwürferl herausheben und auf Küchenrolle abtropfen lassen. Zwiebel dann im ausgelassenen Speck statt Öl anrösten. Die Speckwürferl am Ende über das Gericht drüberstreuen. Das hat den Vorteil, dass man auch noch a bissi Knusper in dieses Gericht bringt.

Freitag, 25. September 2020

[Rettungsaktion] Erdäpfelkäs

Es ist mir eine Freude, wieder einmal bei den Rettungen mit dabei zu sein. Ich hätte nach meiner langjährigen quasi Rettungsleitung und der darauf folgenden Rettungsmüdigkeit keine besseren NachfolgerInnen finden können als die drei Damen, die sich bereit erklärt haben, nämlich Barbara, Tamara und Britta, dazu noch Brittas Mann, der allen mit seiner Linksammlung jedes Mal eine Menge Arbeit erspart. Nun macht es mir wieder richtig Spaß, bei den Rettungsaktionen mitzumachen.




Ich komme ja immer wieder drauf: Alles im Leben hat seinen Sinn. Zum Beispiel dass ich einen ganz tollen österreichischen Brotaufstrich, der neben dem selbst gemachten Liptauer zu den Highlights der Jugend gehörte, nämlich Erdäpfelkäs, noch nicht gepostet habe. Das ist jetzt die allerbeste Gelegenheit! Geht total einfach und schmeckt immer. Auch wenns zugegebenermaßen ein bissi komisch scheint aufs erste Hinschauen.


500 g mehlig kochende Erdäpfel
1 Zwiebel 
250 g Saurrahm
Salz
schwarzer Pfeffer
2 EL Schnittlauch in feinen Röllchen
1 EL Majoran, getrocknet und zwischen den Handflächen fein zerrieben
1 TL gemörserter Kümmel

Erdäpfel kochen, aber nicht so lang, bis sie zerfallen. In der Regel reichen 20 min, wenn es keine Riesentrümmer sind. Überkühlen, schälen, auf der groben Reibe reiben. Zwiebel ebenfalls auf der Reibe reiben. Mit allen anderen Zutaten gut vermischen, abschmecken. Dick (wichtig!) auf dunkles, rustikales Brot streichen, essen.



Ja, damit habe ich dann wohl den Sinn der Rettungen genau getroffen, denn einfacher geht es nicht. Nun freue ich mich schon auf viele Erdäpfelrezepte!

 
Cakes, Cookies and more - Bratkartoffeln 
Das Mädel vom Land - Kartoffelrosen mit Endivienpesto 
genial lecker - Kartoffelpuffer 
Bonjour Alsace - Pommes frites einfach 
our food creations - Mediterraner Kartoffelsalat 
Pane e bistecca - Erdäpfel-Fleisch-Kroketten 


Freitag, 17. Juli 2020

Schwarzbeernocken

Jetzt gibt es überall die tollsten Beeren. Auch richtige Heidelbeeren gibt es auf den Wiener Märkten. Und ich gestehe, ich habe welche gekauft, weil ich im Wald keine gefunden habe. Apothekerpreise zahlt man allerdings schon, wenn man nicht selber suchen mag. Das hab ich davon!

Dieses Rezept ist eine Kindheitserinnerung, als ich mit meinen Eltern in den westösterreichischen Bergen unterwegs war. Daher heißen die bei mir immer noch Schwarzbeernocken und nicht Heidelbeerdatschkerl. Auf den Hütten gab es diese Nocken oft. Dazu gab es immer ein Glas kalte Milch und so halte ich das bis heute. Es ist auch ein so einfaches Rezept, dass man dafür eigentlich keines braucht. Aber so wegen des Erinnern warats ...



Für 2 Dessertportionen

200 g frische Heidelbeeren
50 g griffiges Mehl
20 ml Milch
2 EL Butter 
2 EL Kristallzucker
Staubzucker zum Bestreuen
gesüßter Sauerrahm zum Servieren


1 Glas Milch zum Trinken


Die Heidelbeeren mit Mehl und Milch verrühren, dabei ungefähr die Hälfte der Beeren zerdrücken, damit der Saft austritt.
In einer Pfanne 1 EL Butter aufschäumen lassen. Kleine Nocken mit einem Esslöffel von der Masse machen und darin anbraten. Nach etwa 3-4 Minuten mit Kristallzucker bestreuen, nochmals 1 EL Butter zugeben und wenden. Noch einmal mit Kristallzucker bestreuen und abermals 3 Minuten braten. Mit Staubzucker bestreuen. Mit dem Sauerrahm auf einen Teller legen, mit einem Glas kalter Milch servieren.


Sorry für die Fotos, ich kann das leider nicht schöner. Aber versprochen: Es schmeckt sehr, sehr viel besser als es aussieht!

Donnerstag, 2. Juli 2020

[Genuss in rot-weiß-rot] Rindfleisch-Käferbohnensalat

Die Damenrunde vom "Genuss in rot-weiß-rot" wird dieses Mal von Friederike vom Fliederbaum
geleitet und zwar zum Thema "Kühlgenuss". Neu im Kreis der Genießerinnen ist Julia von Backebackekuchen − herzlich willkommen!

Von mir gibt es einen Lieblingsalat, den wir sehr oft essen, wenn ich Suppe gekocht habe. Das bietet sich immer an als Verwertung vom Rindfleisch, das ich in der Suppe mitgekocht habe. Und jetzt im Sommer natürlich auch als Salat, den man in der Kühltasche an einen See mitnehmen kann. Ich koche den immer am Vorabend, dann kann der Salat gut durchziehen.



Für 2 Hauptspeisenportionen

150 g Käferbohen (getrocknet)
200 g gekochtes Rindfleisch
1 rote Zwiebel, in Streifen geschnitten
3 EL Kernöl
5 EL Apfelessig
1 Prise Pfeffer
1 TL Salz
½ TL Zucker
½ Bund Schnittlauch
(eventuell 2 hart gekochte Eier)

Käferbohnen am Vorabend in lauwarmem Wasser einweichen. Am nächsten Tag die Bohnen in dem eingeweichten Wasser weichkochen, das dauert ca. 60 Minuten.

Rindfleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Die gekochten Käferbohnen noch heiß in eine Schüssel geben, Rindfleisch dazugeben, ebenso die geschnittene Zwiebel, Salz, Zucker und Pfeffer drüberstreuen, Essig und Kürbiskernöl untermengen. Zugedeckt mindestens 2 Stunden durchziehen lassen.

Auf Tellern anrichten, mit Schnittlauch bestreuen und die geschnittenen Eier dazulegen. Mit Schwarzbrot servieren.





Und nun freue ich mich auf die Rezepte der anderen Genießerinnen!

Friederike bringt eine Sommer-Schale.
Daniela kühlt uns mit Marmoriertem Eis-Gugelhupf.
Von unserem Neuzugang Julia kommt Gegrillter Zucchinisalat.
Brigitta serviert Melonensuppe.
Christina hat Kräuterlimo gebraut.
Maria stellt uns Sommersalat mit Gartenbeeren und Borretsch-Dressing auf den Tisch.



Dienstag, 10. Dezember 2019

[Genuss in rot-weiß-rot] Apfelbrot



Wir Bloggerinnen von "Genuss in rot-weiß-rot" spazieren heute über einen Weihnachtsmarkt und essen und trinken uns da durch. Von mir gibt es Apfelbrot. Das kenne ich seit vielen Jahren und ich habe es tatsächlich noch nie selber gemacht. Das hat den Grund, dass wir immer bei Apfelbauern unsere Äpfel kaufen und die Bäuerinnen haben meist köstliches Apfelbrot zu verkaufen, da können der Turbohausmann und ich beide nicht vorbeigehen dran, also war noch nie eine Notwendigkeit. Nun ist es aber höchste Zeit, dass ich mich zusammenreiße und endlich in die Gänge komme.

Zu beachten ist nicht viel, das habe ich von meinen Bäuerinnen mitbekommen: Das Verhältnis Äpfel:Mehl muss immer 3:2 sein. Ich konnte das ehrlich gesagt nicht glauben, als ich den schrecklich bröselnden Teig zusammengeknetet habe, aber das passt tatsächlich super. Es kommen Trockenfrüchte nach Lust und Laune rein, die man am unbedingt über Nacht in Apfelbrand einweichen sollte, um sie zum Leben zu erwecken. Wenn Kinder mitessen, kann man auch frisch gepressten Orangensaft nehmen oder Apfelsaft vom Bauern des Vertrauens.

Noch wichtig ist, das Apfelbrot vor dem Backen richtig dick mit Mehl einzustauben. Auch da war ich sehr skeptisch, weil ich keine aalglatten Brote hatte, sondern da standen die Trockenfrüchte rundherum heraus. Die sind aber auch der Grund für diese Aktion: Sie verbrennen nicht, wenn sie mit Mehl  bedeckt, was sie aber quasi nackig tun würden. Nach dem Backen kann man das meiste Mehl problemlos abschütteln, den Rest habe ich mit einer Pilzbürste entfernt, was wahrscheinlich eine Fleißaufgabe war, denn ein Hauch Staubzucker drüber und man sieht nichts mehr.




Zutaten

500 g Dinkelvollmehl
750 g Äpfel, grob gerieben (mit der Schale)
350 g Trockenfrüchte (Rosinen, Korinthen, getrocknete Marillen, Dörrpflaumen, getrocknete Feigen, Cranberries etc. – größere Früchte in rosinengroße Stücke schneiden)
120 g Walnüsse, gemahlen
120 g Haselnüsse, ganz
1/16 l Rum (besser Apfelbrand, aber den habe ich nicht daheim)
30 g brauner Zucker
1 TL Zimt
¼ TL Nelkenpulver
1/2 TL Salz
1 Pkg Weinstein-Backpulver


Zubereitung 

Rosinen, Feigen, Marillen, Dörrpflaumen und Rum gut vermischen und mindestens 12 Stunden ziehen lassen. Ich gebe alles in ein großes Schraubglas mit gut schließendem Deckel und stelle das dort hin, wo ich oft vorbeigehe. Bei jedem Vorbeigehen schüttle ich das Glas, so war der Rum von den Früchten vollkommen aufgesaugt nach 12 Stunden.

Äpfel, beide Nusssorten, braunen Zucker, Zimt und Nelkenpulver mit der Trockenfrüchte-Rum-Mischung verrühren. Mehl mit Salz und Backpulver vermischen, zur Fruchtmasse geben und alles auf einer bemehlten Fläche zu einem Teig verkneten.

Den Teig in 3 Teile teilen und Laibe formen. Die Laibe mit Mehl dick einstauben. Bei 170 Grad 50-60 Minuten backen.

Nach dem Auskühlen das Mehl gut abklopfen. Mit Staubzucker bestreuen, servieren.



Ich hatte Sorge, dass die Menge doch etwas großzügig bemessen wäre, aber die hätte ich nicht haben müssen: 2 Personen und je ein Laib pro Tag sind die korrekte Menge, die man so verdrückt von diesem köstlichen Apfelbrot.




Und dazu serviert man etwas von den köstlichen Getränken, die meine Bloggerkolleginnen von "Genuss in rot-weiß-rot"vorbeibringen.

Ganz ungiftiger Apfelpunsch von der Giftigenblonden
Verena kocht uns mit Uhudler-Orangen-Punsch ein
Friederike vom Fliederbaum serviert Marillenpunsch
Brigitta schenkt auf ihrem Kulinarium Schilerol aus
Daniela, unser Linzersmiley, stößt mit Eierpunsch an
Das Mädel vom Land bäckt Punschkekse
Petra serviert im homeofhappy Glühwein on the rocks

Freitag, 15. November 2019

[Tag des Gugelhupfs] Patzerlgugelhupf




Es musste tatsächlich ein Jahr vergehen, bis ich wieder einen Gugelhupf poste! Eine Schande. Aber zum Glück gibt es Tina von lecker und co, die diese ganzen "Tage des" hoch hält und unermüdlich Events auf die Beine stellt. Und noch einmal Schande, denn ich habe einen meiner liebsten Gugelhupfe noch nicht gepostet, das ist der intern Beulenpest-Gugelhupf genannte Patzerlgugelhupf, der nie und nimmer gerade stehen kann. Der Grund ist: Es werden verschiedene Füllungen in kleine Teigstücke eingepackt, diese "Patzerln" werden in eine Gugelhupfform geschichtet und machen dann an der Unterseite eben diese "Beulenpest". Geschmacklich ist der Gugelhupf DER Renner! Er wird nie langweilig.

Achtung! Diese Menge ist für eine große Gugelhupfform! Meine ist 12 cm hoch und hat 25 cm Durchmesser.

Teig
500 g Weizenmehl (glatt)
1/3 Würfel frische Germ
70 g Butter (flüssig)
60 g Feinkristallzucker
2 Dotter
1 Ei
230 ml Milch (handwarm)
1 Prise Salz

Butter + Bröseln für die Form

Dampfl herstellen:  Germ in die warme Milch bröseln, Zucker und 2 EL vom Mehl dazugeben und alles mit einem Schneebesen verrühren, bis es ein dünner Brei ist. Mit einem weiteren Löffel Mehl abdecken. Ca. 20 min. gehen lassen. Dann müssen sich Risse in der Oberfläche gezeigt haben und das Dampfl muss deutlich aufgegangen sein.

Für den Teig das Dampfl und alle anderen zimmerwarmen Zutaten verkneten. Ich lasse das meine altersschwache Küchenmaschine machen. Die tut sich sehr viel leichter, wenn ich unten in die Schüssel die flüssigen Zutaten reingebe und danach die trockenen. Dann darf mein uraltes Maschinchen ca. 8 min. ächzen und gemütlich auf einer niedrigen Stufe vor sich hinkneten, bis der Teig ein runder Patzen ist, der sich schön vom Rand löst.

Teig abdecken und eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. In dieser Stunde kann man die Füllungen herstellen.



Bis auf den Powidl vertragen alle Füllungen Rosinen sehr gut. Wenn man welche verwenden will, muss man die einen Tag davor in Rum einweichen. Essen Kinder mit, dann weicht man die Rosinen in frisch gepressten Orangensaft ein. Auch sonst kann man den Rum durch frisch gepressten Orangensaft ersetzen.

Nussfülle
100 g Walnüsse
100 ml Milch
½ EL Zucker
½ EL Honig
½ EL Rum
Rumrosinen nach Gusto

Alle Zutaten verrühren und miteinander aufkochen. Auskühlen lassen.


Mohnfülle
100 g Mohn, frisch gequetscht
100 g Zucker
60 ml Milch
½ EL Marillenmarmelade
Rumrosinen nach Gusto

Alle Zutaten verrühren und miteinander aufkochen. Auskühlen lassen.


Topfenfülle
100 g Topfen
20 g Feinkristallzucker
1 Dotter
1 TL frisch gepresster Zitronensaft
Zitronenschale einer ¼ Biozitrone
Rumrosinen nach Gusto

Alle Zutaten verrühren.


Powidl
Den muss man nur mit einem Löffel bereitstellen.


Die Gugelhupfform mit flüssiger Butter ausstreichen und mit Bröseln ausstreuen.

Den Teig einmal mit der Faust zusammenstoßen, aus der Rührschüssel nehmen und in ca. 100 g schwere Teigstücke teilen. Die Teigstücke in flache Fladen drücken und je 1 EL Fülle in die Mitte geben, schließen und wie Buchteln formen. Die befüllten "Patzerl" sacht in der Form andrücken. Darauf achten, dass an der Oberseite kein Ausreißer nach oben steht, denn sonst kippt der Gugelhupf später beim Aufstellen. Wackeln wird er sowieso, also zumindest ich hab das noch nie anders zusammengebracht. Die befüllte Form mit einem Hangerl (Deutsche nehmen ein Geschirrtuch) abdecken und noch eine Stunde gehen lassen.

Backrohr auf 160 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Etwa 50-55 Minuten backen, bis der Gugelhupf hellbraun ist. Mit Staubzucker bestreut servieren.


Ja, der Gugelhupf ist viel Arbeit, aber die lohnt sich unter Garantie. Man sollte nicht glauben, dass die Menge zu viel ist für einen Abend zu viert. Man muss bei diesem Gugelhupf nämlich immer so lange weiteressen, bis man endlich alle vier Füllungen gekostet hat. Echt mörderisch, kann ich euch sagen ... 😊



LECKER&Co Marzipan Gugelhupf mit Schokolade
Ina Is(st)t Weißer Schokoladen Gugelhupf mit Rose und Zimt
krimiundkeks Bratapfel-Gugelhupf
SalzigSüssLecker Marzipan Gugelhupf „Frankfurter Art“
Julias Torten und Törtchen Honig Chai Gugelhupf
evchenkocht Brownie-Käsekuchen-Gugelhupf
Coffee2Stay Cranberry-Mandel-Hupf
Naschen mit der Erdbeerqueen Saftiger Gugelhupf mit Zimt und Mandeln
eat Tolerant Histaminarmer Blaubeer-Marmor Gugelhupf
Jessis Schlemmerkitchen Mini Espresso Gugelhupfe mit Zimt
Linal’s Backhimmel Mandel-Kirsch-Schoko-Gugelhupf
 ninamanie Schoko-Gugelhupf mit Lebkuchengewürz
Mein wunderbares Chaos Sticky Toffee Gugelhupf
 kohlenpottgourmet Mini-Gugelhupfe im Sachertorten-Style
zimtkringel Walnuss-Reindling
Küchenmomente Aprikosen-Nuss-Gugelhupf
Brigittas Kulinarium Mohnguglhupf
SavoryLens Chai-Kürbis-Bundt
Meine Torteria Erdnussbutter-Bananen-Gugelhupf
Obers trifft Sahne Gewürzguglhupf
Julia´s Sweet Bakery Heidelbeer Brioche Gugelhupf
1x umrühren bitte aka kochtopf Gugelhupf mit Dulce de Leche




 

Donnerstag, 4. Juli 2019

[Blogevent] Saure Wurst

Ja, Sommer. Sehr sogar! Meine Kocherei beschränkt sich meistens auf minimalistische Sachen. Ich bin mehr als froh, wenn ich den Herd oder gar das Backrohr gar nicht aufdrehen muss, daher gibt es oft genug Salat als Hauptgericht. Wer noch mehr Salatrezepte sucht: Es gibt hier schon ein Sammelposting zum Thema Salate für die Hundstage, außerdem auch schon ein Rezept für Wurstsalat. Wichtig: Wurstsalat ist keine Saure Wurst! Zumindest in Österreich machen wir da einen Unterschied. Bei Wurstsalat kommt die Wurst dünn geschnitten mit diversem Schnickschnack in die Schüssel. Saure Wurst ist die faule Variante: dicke Wurstradeln werden mit Zwiebel und Essiggurkerl mariniert, damit ich auch schon Ende. Dieses schlichte aber sehr gute Rezept schicke ich bei Zorra und Susanne zum Salat-Event vorbei, denn satt macht dieser Salat ganz sicher.



Blog-Event CLIV - Salat satt (Einsendeschluss 15. Juli 2019) 

 Zutaten für 2 Hungrige
1 Kranzl Extrawurst
1 rote Zwiebel
2 Essiggurkerl
3 EL Kernöl
1 EL Apfelessig
Salz
Pfeffer, schwarz, aus der Mühle

Die Wurst in eher dicke Scheiben schneiden. Zwiebel in Ringe schnibbeln, Essiggurkerl in Streifen. Für die Marinade Salz, Pfeffer, Kernöl und Apfelessig gut verrühren, bis sich das Salz aufgelöst hat und alles emulgiert. Wurst auf einen Teller legen, Zwiebel und Essiggurkerl kommen oben drauf. Mit der Marinade begießen, ein paar Minuten durchziehen lassen.

Dazu passt Roggenbrot.


 

Donnerstag, 27. April 2017

Bärlauch-Topfennocken

Bärlauch halte ich mit den Jahren immer schlechter aus. Was habe ich Bärlauch früher geliebt! Ich habe beim Durchschauen meines Blogs gesehen, dass es in den letzten Jahren wirklich nur mehr ein Bärlauch-Rezept pro Saison gab. Roh geht fast gar nicht, gegart schon eher, weil ihm das die beißende Spitze nimmt. Ich habe mittlerweile Knoblauchsrauke für mich entdeckt, die sehr viel milder ist. Aber ab und zu muss es dann doch ein Bärlauch-Rezept sein.

Was ich immer noch mache, ist meine Bärlauchpaste, die man auch für dieses Rezept hier braucht. Die Paste hat den Vorteil, dass man sie recht lange aufheben kann, da genug Salz zum Konservieren drinnen ist und die Ölschicht oben drüber verschließt die Paste.

Weil ich noch immer Baustelle in der Wohnung habe, gibt es wieder ein sehr einfaches Rezept. Wir haben es gleich an zwei Tagen hintereinander gegessen, aber in verschiedenen Varianten, die ich gleich beide zeige.

Das Rezept eignet sich sehr gut, wenn man noch gekochte Erdäpfel vom Vortag übrig hat. Auch geeignet für andere kräftige Kräuter.



Für 4 Hauptspeisen oder 6 Beilagen-Portionen:

250 g Topfen (20 % F.i.T.)
150 g Erdäpfel - gekocht, geschält, passiert, ausgekühlt
2 kleine Eier
2 EL Bärlauchpaste
50 g Mehl
50 g Semmelbösel (die machen Punkte in den Nocken, nicht wundern)
Salz
Pfeffer
Muskatnuss

Nussbutter zum Schwenken
Nach Belieben Bärlauch gehackt zum Bestreuen

Als Hauptspeise: würziger Käse zum Drüberreiben


Die Zubereitung ist nun wieder total kompliziert: Alle Zutaten gut vermischen und kühl 20 - 30 min. rasten lassen. Man kann die Masse im Kühlschrank auch über Nacht (gut verschlossen von wegen Duft!) stehen lassen.
Salzwasser zum Kochen bringen. Mit zwei Esslöffeln Nocken formen und die ins Salzwasser legen. 10 min. sacht sieden lassen. In dieser Zeit kann man gut die Nussbutter zubereiten. Die fertigen Nocken mit einem Knödelschöpfer herausnehmen und in der Butter schwenken.

Wenn man die Nocken als Hauptspeise isst, dann am besten noch würzigen Käse drüberreiben. Der Käse muss aber schon etwas können, um dem Bärlauch Paroli bieten zu können.

Nach Belieben mit gehacktem Bärlauch bestreuen.

Dazu auf jeden Fall eine Schüssel Blattsalate. Ich habe derzeit Rucola (viel zu viel!), Green in Snow, Buttersalat, Winterportulak, Radieschenblätter und Spinat. Der Rest wird in etwa einer Woche beerntbar sein. Macht wirklich Spaß, das balkongärtnern, wenn man so reich von der Natur beschenkt wird.




Ein richtiges Sonntagsessen wurden bei uns diese Nocken mit Andys Rindssaftplätzli. Ich klau jetzt das Rezept, weil es uns wirklich gut geschmeckt hat und ich es sicher wieder machen werde. Das Richtige für faule Köchinnen: Ab damit ins Rohr und dann mehr als eine Stunde nichts tun!
Den Teig für die Nocken kann man machen, wenn das Fleisch ins Rohr wandert, dann ruht der Teig bis ca. 10 min. vor dem Fertigwerden der Rindsplätzli.


Für 4 Personen
600 g kleine, dünne Rindsschnitzel
400 g Zwiebeln, fein gehackt (bei mir in dünne Ringe gehobel)
50 gr Butter
1 TL Olivenöl
Salz
Pfeffer
1 Mokkalöfferl Paprikapulver edelsüß
1 Lorbeerblatt

Eine ofenfeste Form (wenn möglich eine mit Deckel) mit dem Olivenöl einpinseln. Die Rindsschnitzeln auflegen, sodass die Form bis an den Rand mit dem Fleisch befüllt ist. Salzen, pfeffern, mit etwas Paprikapulver bestreuen, die Zwiebelringe oben drauflegen. Das Lorbeerblatt an einer Seite reinstecken. Die Butter in Flocken über allem verteilen. Die Form gut verschließen, eventuell mit Alufulie noch abdichten, damit kein Dampf entweichen kann. Ins kalte Rohr stellen, das man aber gleich auf 170 Grad erhitzt. Wichtiger Schritt: 70 min. darf sich die Köchin dem Montieren der Sockelleisten zuwenden aufs Sofa legen und Zeitung lesen! Danach widmet man sich 20 min. den Beilagen. Nach 90 min. waren die Schnitzeln bei mir butterweich!

Bei uns gab es noch Frühkarotten dazu. Die habe ich geschält und ca. 15 min. mit einem Stück Butter, einem kleinen Schluck Wasser und Salz zugedeckt bei mittlerer Hitze gegart.




Freitag, 10. März 2017

Kletzennudeln

Kletzen: getrocknete Birnen nach dem Kochen - ja, ich weiß, hässlich! Aber schmecken super.
Nun lacht der Frühling schon herein, aber ich habe schon seit Dezember Kletzen hier liegen! Irgendwie sollte es nicht sein. Da braucht es dann schon ein Blogevent, dass ich mich aufgerafft habe, doch noch schnell diese Pasta zu machen. Es ist übrigens keine italienische, sondern eine typisch kärntnerische Spezialität. Ich hoffe, es gilt trotzdem für das Event - Kärnten ist ja direkt an der italienischen Grenze. Sonst schmeißt ihr mich einfach raus, liebe Elena und liebe Zorra.

Ich werde eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für das Krendeln versuchen. Eine Meisterin darin bin ich noch immer nicht, aber es wird immer besser.

Die Menge reicht übrigens für 8 - 16 Portionen (kann man als süße Hauptspeise oder Dessert essen). Da man diese Kletzennudeln aber sehr gut einfrieren kann, empfehle ich, wirklich diese Menge zu machen. So hat man einmal die Arbeit, aber öfter das Vergnügen. Die Nudeln kommen dann direkt aus dem Tiefkühler in das kochende Wasser und brauchen ca. 15 min., bis sie gar sind.

Zutaten für den Nudelteig:
300 g doppelgriffiges Mehl
50 g glattes Mehl
3 Eier
1 Eidotter
2 EL Sonnenblumenöl
1 EL Apfelessig

Zubereitung vom Nudelteig:
Alle Teigzutaten zu einem glatten Teig verkneten und in Frischhaltefolie wickeln und 2 Stunden oder mehr kühl stellen.

Zutaten für die Fülle:
250 g Kletzen (Dörrbirnen)
2 l Wasser
250 g Bröseltopfen
4 EL Honig
4 EL Zucker
2 EL Brösel (am besten Biskuitbröseln z. B. aus Biskuitresten oder Biskotten)
3 EL Haselnüsse gemahlen (ich nehme die aus dem Piemont - wenigstens irgendwas Italienisches ...)

Zubereitung der Fülle:
Getrocknete Kletzen (Dörrbirnen) in Wasser über Nacht einweichen und am nächsten Tag weich kochen. Fein hacken und mit den restlichen Zutaten der Fülle vermischen. Bei Bedarf etwas Birnensaft hinzugeben, wenn die Masse zu trocken ist.

Zubereitung der Kletzennudeln:
Aus der Fülle gleich große Kugerl formen und auf eine bemehlte Fläche legen. Teig auswalken und mit einem Kaffeehäferl gleich große Teigstücke ausstechen. 1 EL glattes Mehl mit 2 EL kaltem Wasser glattrühren und die Ränder der ausgestochenen Teigstücke bestreichen. Eine Kugel der Fülle auf ein Teigstück lege, die Kugel platt drücken, damit sie den gesamten Teig bis auf einen schmalen Rand ausfüllt. Den Teig zusammenklappen und an den Rändern gut zusammendrücken, sodass er wirklich gut hält. Er wird dadurch ein wenig breiter und diesen Rand schlägt man dann an einem Eck nach innen um, drückt ihn dabei fest. Dadurch entsteht eine Spitze, die man wieder umklappt und festdrückt. So rund um die Nudel verfahren.

Die vorbereiteten Nudeln in leicht gesalzenem Wasser ca. 10 Minuten kochen.

Während die Nudeln kochen, 2 EL Butter mit 1 EL Honig schmelzen. Diese Honigbutter kommt dann über die gegarten Kletzennudeln drüber. Zimt drüberreiben und servieren.

Was es noch zu sagen gibt: Dieser Teig ist sehr, sehr elastisch. Ich denke, man sieht es auf dem Foto links relativ gut, wie dünn der Teig ist. Mir ist bisher immer der Teig bei Kasnudeln zu dick gewesen, aber nun habe ich endlich meinen Teig für Kärntner Nudelspezialitäten gefunden. Danke an die Loystubn für dieses tolle Rezept.


Man kann diese Kletzennudeln auch im Hochsommer essen - man frage meinen Mann, der letzten Sommer in Kärnten diesen Nudeln total verfallen ist und sich einmal quer durch alle verfügbaren Kletzennudeln gefuttert hat! Er hat sich also quasi als Testesser bestens geeignet und das Rezept für sehr gut befunden.

 Blog-Event CXXVIII - Gefuellte Pasta (Einsendeschluss 15. Maerz 2017)