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Freitag, 7. November 2025

Feigenmostarda


Dieses Jahr war bei mir auf Balkonien ein Feigenjahr wie noch nie! Ich konnte tatsächlich drei Ernten einfahren. Die letzte war sehr überschaubar, aber immerhin ein halbes Kilo war es. Und ich gestehe, ich konnte keine Feigen mehr sehen. Also hab ich sie für später haltbar gemacht, dieses mal nicht als Feigensenf, sondern als Mostarda. Viel davon brauche ich nie, denn sie schmeckt uns sehr gut zu Käse, aber viel mehr fällt mir nicht ein, daher war das halbe Kilo Feigen eine perfekte Menge.

In Italien ist die regionale Küche ja Programm. Mostarda wird hauptsächlich in Norditalien hergestellt. Um Cremona herum macht man Mostarda mit allen möglichen Früchten, um Mantova hauptsächlich mit Quitten. In manchen Regionen ist sie ordentlich scharf, in manchen milder. Manchmal ist Mostarda mit Fruchtstücken drinnen, manchmal ein Fruchtpüree. Also: Feel free beim Nachkochen!

 

 


Was man beachten sollte: Mostarda ist eine flüchtige Angelegenheit. Die Essenz ist heftig, aber das nur über ein paar Monate. Man sollte also immer nur kleine Mengen einkochen, weil das Aroma verfliegt relativ schnell.  Notfalls kann man die Essenz durch Senfpulver ersetzen, aber dann hat man Feigensenf, was auch gut schmeckt, aber keine Mostarda ist.

Man braucht Gläser, die entweder einen säurebeständigen Schraubdeckel haben oder wie hier kleine Weck-Gläser mit Glasdeckel. Je kleiner die Gläser, desto besser, weil viel braucht man nicht von der Mostarda und sie raucht noch schneller aus, wenn die Gläser einmal offen sind.

 

Mostarda macht man mit der nur in Italien in Apotheken erhältlichen Essenza di Senape. Auch in Italien ist es nicht so einfach, die zu bekommen, aber die meisten Apotheken können die Essenz bestellen. Es gibt auch Senföl zu kaufen in den Apotheken dort, aber das ist wieder etwas anderes.

Vor ein paar Jahren waren wir in der Gegend von Mantua auf Urlaub und haben dort auch eine kleine Manufaktur besucht, die hauptsächlich Mostarda herstellt und auch einen Ab-Hof-Laden hat, wo wir uns durchkosten konnten. Seither ist diese Essenza di Senape ein Pflicht-Ding, das ich jedes Jahr in Italien kaufe.

Es ist jedenfalls mit gutem Grund ein Totenkopf auf der Verpackung, denn diese Essenz ist stark ätzend! Ich trage den Topf mit den einzukochenden Früchten immer ins Freie, ziehe Handschuhe an und dann kommen auch nur ein paar Tropfen davon in den Fruchtbrei. Man sollte bloß nie auf die Idee kommen, direkt an der Essenz zu schnüffeln!


 

Zutaten:
½ kg Feigen
½ Zitrone, Saft und Schale
¼ kg Zucker
5 Tropfen Essenza di Senape  

Feigen waschen, trocknen und den harten Stielansatz abbrechen. Erst in kleine Stücke schneiden und dann pürieren. Mit Zucker, Zitronensaft und abgeriebener -schale in einem Topf gut mischen. Auf den Herd stellen, unter Rühren aufkochen und 5 min. gut durchkochen lassen.

Topf ins Freie stellen, mit Arbeitshandschuhen 5 Tropfen Senfessenz in den Topf geben, umrühren. Wenn man dabei flott arbeitet, kann man die Mostarda direkt in Gläser abfüllen und verschließen. Sonst noch einmal aufkochen und dann abfüllen.

 




 

 

Weil das ein ganz feiner Herbstgenuss ist, schicke ich meine Mostarda zu dem Event Herbstgenüsse für goldene Tage und dunkle Nächte, das Adele und Lukas von Yummy Lavender bei Zorra ausrichten.

 

Blog-Event CCXXIV - Herbstgenüsse (Einsendeschluss 15. November 2025) 


Donnerstag, 5. Oktober 2017

Rot-weiß-roter Genuss: Ziegenkäse-Feigen-Tarte

Wir haben uns wieder zusammengetan und bringen euch österreichischen Genuss! Auch wenn Feige und Ziegenkäse nicht unbedingt danach klingen, wir haben in Wien eine tolle, große Auswahl an Feigen. In Simmering, also meinem Nachbarbezirk, gibt es den Feigenhof, über den ich schon ausführlich hier geschrieben habe. Und Ziegenkäse haben wir natürlich auch sehr guten, zum Beispiel von Helwin Hinke. Der Thymian wächst sehr brav auf Balkonien und über Topfenblätterteig habe ich ja schon oft genug geschrieben. Also alles ganz österreichische Zutaten. Das Rezept ist es allerdings nicht, das ist vom Ottolenghi - also fast, denn der nimmt natürlich keinen Topfenblätterteig, auch sonst habe ich ein wenig an den Zutaten herumgeschraubt.


Topfenblätterteig:
250 g Topfen
250 g Mehl
250 g Butter
1 Prise Salz
(Man braucht nur ⅓ der angeführten Menge, aber der Teig lässt sich wunderbar einfrieren, daher mache ich immer gleich eine große Menge.)

Belag:
150g Ziegenfrischkäse
70 g Staubzucker
½ Orange, die Schale gerieben + den Saft
1 EL gehackte Thymianblätter plus abgezupfte Blätter zum Garnieren
1 Ei, verschlagen
100 g gemahlene Mandeln
400g reife Feigen, in Scheiben geschnitten
1 EL Staubzucker

Brav blättert der Topfenblätterteig auf!


Für den Teig Mehl und Topfen in eine Rührschüssel geben, die kalte Butter direkt da reinreiben und alles verrühren. Es soll kein ganz glatter Teig entstehen, denn der Teig blättert dort am besten auf, wo noch ein Butterflockerl zu finden ist. 2 - 3 x falten, gut durchkühlen lassen.

Backrohr auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
Ziegenfrischkäse, 70 g Staubzucker, Orangenschale, 1 EL gehackten Thymian, 1 Ei, und 100 g Mandeln verrühren.
Teig aus dem Kühlschrank nehmen in 3 Teile teilen, zwei Teile einfrieren, 1 Teil auf einer bemehlten Arbeitsfläche auswalken. Ich habe den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gelegt, das nächste Mal würde ich eher eine Brownie-Form oder eine Tarteform nehmen und sie mit dem Teig auskleiden. Auf den Teig kommt die Ziegenkäsemasse, auf diese die Feigen auflegen.
Für 30 bis 35 min. ins Rohr schieben. Währenddessen den Orangensaft und den Staubzucker verrühren. Sobald die Tarte aus dem Rohr kommt, die Glasur über den heißen Kuchen träufeln, oben drüber die Thymianblättchen streuen.

Warm genießen. (Wahrscheinlich geht auch kalt, aber bei uns war die Tarte im Nu aufgegessen.)


Fazit: Sehr guter, sehr einfach zu machender Kuchen. Wenn man den Teig vielleicht sogar im Tiefkühler hat, muss man nur mehr den Belag zusammenrühren, backen, essen. Auch sehr fein führ Gäste. Nur weil der Kuchen einfach geht, sollte man bloß nicht glauben, dass der nicht elegant schmeckt!





The Apricot Lady: Apfelschlangerl
Giftigeblonde: Scheiterhaufen-Minis





Mittwoch, 8. Juli 2015

Parfümierte Feigenmarmelade


Dass wir in Wien einen Feigenproduzenten haben, das habe ich hier schon einmal verraten. Und einmal im Jahr kann ich nicht anders und muss trotz der wirklich stolzen Preise dort hin und mir Feigen holen. Wie viele verschiedene man dort kaufen kann, sieht man auf dem Poster. Wahnsinn, oder?

Auf dem Foto unten zu sehen sind links unten: Sultane, links oben: Dalmatie, rechts oben: Pastillerie, rechts unten:  Brown Turkey.


Und dann hab ich mir noch eine Idee vom Feigenhof mitgenommen: mit Duftpelargonie parfumierte Feigenmarmelade. Die kann man dort nämlich kaufen. Aber sie haben nur mit Rosenpelargonie parfumierte Marmeladen, ich hab aber drei verschiedenen Duftpelargonien, von denen ich mir dachte, die könnten passen. Eben die Rosenpelargonie, die übrigens auch vom Feigenhof stammt, die habe ich schon seit etlichen Jahren und sie wächst brav vor sich hin. Eine Zitruspelargonie habe ich auch ausprobiert und dann noch eine, von der ich keine Ahnung habe, was sie für eine sein soll, denn da habe ich einen Ableger geschenkt bekommen mit dem Hinweis, das sei ein afghanisches Nationalheiligtum und ich solle sie entsprechend behandeln. Die duftet wunderbar würzig, ein bisschen nach 1001 Nacht, nach Gewürzen, aber nicht so schwer, wie viele orientalische Düfte das manchmal an sich haben.


Entstanden ist dieses Blogposting übrigens vor einem Jahr. Das hat sogar einen Sinn, denn erstens war ich mir nicht sicher, ob sich die Marmelade mit den Blättern drinnen überhaupt halten wird. Und außerdem wollte ich sehen, wie sich der Duft entwickelt. Beim Einfüllen der Marmelade war der Duft zurückhaltend und dezent. Am Feigenhof wurde mir gesagt, ich sollte die Blätter der Pelargonien über Nacht in der Marmelade ziehen lassen, bekam aber keine Mengenangaben. Natürlich habe ich das gemacht, das Ergebnis war aber eher matt. Also habe ich es wie beim Himbeergelee gemacht und einfach ein großes bzw. mehrere kleine Blätter ins Glas getan und drinnen gelassen.


1/2 kg reife (!) Feigen, gewogen ohne Stiel
100 g Blätter von Duftpelargonien nach Wahl, dann noch 1 großes oder ein paar kleine Blätter der Duftpelargonien für das Glas
125 g Bio-Gelierzucker 2:1

Die Feigen pürieren, mit dem Gelierzucker verrühren, die 100 g Blätter in ein Gefäß geben Feigenmus drüberleeren, abdecken und über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen. Ich habe am nächsten Tag ein Blatt einer Duftpelargonie herausgefischt, daran gerochen: nichts, daran gerieben: nichts - der Duft war verschwunden, total in die Marmelade übergegangen, aber immer noch sehr dezent. Also habe ich die alten Blätter aus dem Mus herausgenommen, frische Blätter geerntet und in die Gläser getan. Die Marmelade habe ich ohne Blätter eingekocht und in Gläser abgefüllt.

Hier stehen sie, meine Soldaten. Meine kleine Privatarmee. Für Krieg garantiert nicht zu gebrauchen.


Und hier wird dann stehen, was es nach einem Jahr zu berichten gibt ...


So, hier der Bericht nach einem Jahr: Gehalten hat die Marmelade, sie schmeckt immer noch gut. Der Duft ist nicht verflogen. Mir schmecken alle drei Duftpelargoniensorten gut in der Feigenmarmelade, der Sieger für mich ist aber die afghanische Duftpelargonie mit der orientalischen Note, gefolgt von der Rose und an dritter Stelle die mit Zitrusduft.

Schon wieder eine Marmelade, die ich nachkochen darf!

Samstag, 7. September 2013

Sommersalat mit Feigen und Honigwabe

Immer, wenn ich Honigwaben sehe, denke ich an meinen ersten Urlaub in der Türkei zurück. Jung waren wir und verrückt, kauften um ein paar tausend Schilling zu viert ein altes Auto, fuhren einfach los und die ganze Welt gehörte uns. Wir schliefen in Schlafsäcken am Strand und pflückten frische Feigen von den Bäumen - die ersten frischen Feigen meines Lebens. Davor kannte ich Feigen nur getrocknet aus der Adventzeit. Und ich habe damals in der Türkei meine ersten Bienenwaben gegessen. In meiner Erinnerung haben wir alle vier an den Waben wie auf Kaugummi herumgekaut. Entweder hat sich die Konsistenz der Bienenwaben über die vielen Jahre verändert oder meine Erinnerung trügt mich, denn die Waben, die man nun auch in Wien in türkischen Geschäften kaufen kann, zerschmelzen förmlich im Mund. Keine Rede davon, dass man da endlos drauf herumkauen könnte. Aber auf jeden Fall sind sie immer noch verbunden mit einer schönen Erinnerung!


Die Menge reicht für 2 Personen als kleines Abendessen.

2 frische Feigen
1 Hand voll Rucola
1 Hand voll Radicchio, in etwa dieselbe Größe wie die Rucola-Blätter zerteilt
1 EL rosa Beeren (= rosa Pfeffer)
1 große oder 2 kleine Kugeln Büffelmozzarella
3 EL Olivenöl
2 EL milden hellen Balsamico
Salz
Pfeffer
2 x 1 EL-großes Stück Bienenwabe samt Honig

Die rosa Beeren im Mörser leicht andrücken. Die Feige über Kreuz einschneiden und wie eine Blüte auseinanderdrücken. Olivenöl, Balsamico, Salz, Pfeffer und 1 TL Bienenhonig zu einer Marinade verrühren. Den Salat waschen, trocken schleudern, marinieren, auf Tellern anrichten. Mozzarella in Scheiben schneiden und auf dem Salat verteilen, mit der Marinade beträufeln und mit den Beeren bestreuen. Die Feigen in die Mitte vom Salat legen, die Honigwabe in die Feige setzen, den Honig dabei über die Feigen rinnen lassen.

Dazu passt Baguette.


Dienstag, 10. Juli 2012

Feigen auf Mascarpone-Creme

Fast hätte ich vergessen zu schreiben, was ich mit meinen Blütenfeigen gemacht habe. Ein Großteil wurde einfach so gegessen, aber was mit dem Rest geschah, das schreibe ich nun, nachdem ich gesehen habe, dass es auch auf den Märkten und in den Supermärkten gerade recht schöne Feigen aus Italien gibt.

Für 4 Dessertportionen:
200 ml Sherry
100 g Weichsel-Ribisel-Gelee (da habe ich selbst gemachtes, ersatzweise Johannisbeergelee)
1 EL Aceto balsamico
2 Msp. Zimtpulver
250 g Mascarpone
200 g Joghurt
80 g Zucker
2-3 Tropfen Bittermandelaroma
1/2 Limette (Saft)
Salz
4 Biskotten (ersatzweise Cantuccini)
4 große oder 8 kleine Feigen


Für die Sauce Sherry, Gelee und Essig in einen Topf geben und pürieren, 1 Msp. Zimt dazugeben. Ca. 10 min. sanft köcheln lassen - nicht zu sehr einkochen, weil das Gelee wird wieder fest, wenn die Sauce auskühlt.
Feigen waschen, die Hälfte in Spalten, die andere Hälfte in kleine Stücke schneiden. Die Feigenstückchen in die Sauce einrühren und ziehen lassen.

Mascarpone mit Joghurt und Zucker verrühren, mit Limettensaft, 1 Msp. Zimt, Mandelaroma und 1 Prise Salz abschmecken.
Die Biskotten in Würfel schneiden. Die Mascarponecreme auf vier Gläser verteilen. Biskottenstücke auf die Creme streuen, die Feigen darauf anrichten.



Danke an die Küchengötter für die Idee zu diesem Rezept.

Montag, 2. Juli 2012

Blütenfeigen

Am Sonntag zeitig in der Früh weckte mich das Telefon: die Besitzerin vom Feigenhof war am Telefon. Ob ich denn wüsste, dass sie ihre ersten Blütenfeigen haben. Ähm, nein, ich habe nicht einmal Ahnung, was Blütenfeigen sind. Und eigentlich war ich mir auf Grund des Zustands meines Kontos, das ich in letzter Zeit mein ganz persönliches Griechenland nenne, ziemlich sicher, dass ich auch nicht genauer wissen will, was das sein soll. Aber dann hat's mir doch keine Ruhe gelassen. Also ab zu der Adresse, die ich auch gern hätte: Am Himmelreich. Und so, wie der Name klingt, ist es auch: Eine ganz kuschelige Lage mit Blick auf das Schloss Neugebäude, rundherum Biofelder und Glashäuser, natürlich ist immer wieder mal ein Wildbienenhotel zu sehen.

Wildbienenhotel
Ja, klar, ich kenne mich: Wenn ich einmal dort bin, dann nehme ich auch etwas mit. Da führt kein Weg daran vorbei. Das wunderbare Ambiente ist halt nicht dazu angetan, mich vom Kaufen abzuhalten!






So, nun aber zu den Blütenfeigen: Frau Kujal vom Feigenhof erklärte mir, dass die Blüte im Herbst stattfindet und die Feigen haben dann den ganzen Winter über Zeit zu reifen. Die Früchte sind riesengroß! Durch die enorme Hitze sind jetzt so viele auf einmal reif geworden, dass sie ihre Stammkunden anrufen, um die Feigen anzubieten.
Das sind wirklich die größten Feigen, die ich jemals gesehen habe. Ich habe drei verschiedene Sorten gekauft. Hoffentlich habe ich die Handschrift richtig entziffert und schreibe keine falschen Namen auf - auf jeden Fall ohne Gewähr!

Bananenfeige

Dalmatie

Madeleine de Saison



Sollte also jemand Lust auf unglaublich gute, ganz spezielle Feigen haben: Ab zum Feigenhof. Angeblich sind das Raritäten, wie sie in ganz Europa sonst nicht zu finden sind. So zur Warnung sei noch dazugesagt: Diese Preise findet man wahrscheinlich auch nicht so schnell. Aber nun haben wir diese Feigen auch einmal probiert und möchten das Geschmackserlebnis nicht missen. Sie schmecken wirklich wunderbar süß und sehr fein.

Mittwoch, 4. Januar 2012

Feigen-Tartelettes

Im Moment gibt es hier wieder überall wunderbare Feigen zu kaufen - dieses Mal konnte ich im Supermarkt nicht vorbeigehen, was wirklich selten der Fall ist. Und wirklich jede Feige war perfekt reif! Bei der Gelegenheit fiel mir das Rezept ein, das ich schon einmal verwendet hatte für Holundertartelettes. Es hat sehr gut gepasst für diese kleinen Feigenkuchen.
Recht viel Vorbereitungszeit braucht man halt, also definitiv keine Last minute-Nachspeise.




Zutaten für 8 Tartelettes (10 cm Durchmesser)

Teig:
300 g glattes Mehl
200 g kalte Butter (klein geschnitten)
1 Ei
100 g Staubzucker
1 Packung Vanillezucker
Schale 1 Bio-Zitrone
1 Prise Salz

Topfenfülle:
3 Eier
500 g Topfen (20 %)
150 g Butter
2 EL feiner Weizengrieß
1 gehäufer EL Maizena, 1 ausgekratzte Vanilleschote (oder die ketzerische Variante: 20 g Vanillepuddingpulver)
100 ml Holundersirup
Schale von 1 Bio-Zitrone
Schale von 1 Bio-Orange
1 Prise Salz

8 Feigen



Für den Teig alle Zutaten schnell verkneten, den Teig in Folie wickeln und 1 Stunde im Kühlschrank rasten lassen.
Den Teig auswalken und 8 Tartelettes-Förmchen damit auskleiden. Die Förmchen nochmals eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.
Das Backrohr auf 170 Grad (keine Umluft) vorheizen.

Für die Fülle Eier in Dotter und Klar trennen. Topfen, warme Butter, 1 Prise Salz, Grieß, Puddingpulver (bei mir Maizena + Vanillemark), die Hälfte des Zuckers und die geriebenen Schalen der Zitrusfrüchte sowie den Hollersirup vermischen, ebenfalls 30 min. ruhen lassen (bei mir nur 15 min. Ruhezeit, war auch okay).
Eiklar aufschlagen, mit dem restlichen Zucker zu schön glänzendem Schnee weiterschlagen. Schnee unter die Topfenmasse heben. Die Fülle in die Förmchen füllen und 15 min. backen. Die Feigen waschen und vierteln, auf die vorgebackene Topfenmasse legen - auf diese Weise sinken sie noch ein wenig ein.
Auskühlen lassen und mit Zucker bestreut servieren.



Mittwoch, 12. Oktober 2011

Kürbissalat

 Nur a Salat ...



Gefunden bei Effilee.

Zuta­ten für 2 Portionen

ca. 1/2 kg Hokkaido-Kürbis (Turbohausfrau: Golden Heart)
3 EL Olivenöl
Salz
Cayenne (Turbohausfrau: Espelette)
1/2 Bio-Orange
2 EL Akazienhonig (Turbohausfrau: Vorarlberger Almhonig)
2 EL Zitronensaft
20 g Soft-Feigen, getrocknet (Turbohausfrau: frische)
1 EL Sesamsaat
6 schwarze Oli­ven mit Stein (Turbohausfrau: Kalamata)
1 Stän­gel Minze (Turbohausfrau: 2 Stängel, da der Geschmack um diese Jahreszeit schon nachlässt)


Kür­bis auseinanderschneiden und die Kerne sowie die fasrigen Fruchtfleischanteile her­aus­scha­ben. Im Originalrezept bleibt die Schale dran; da ich nicht wusste, ob man die Schale bei dem Golden Heart essen kann, habe ich ihn geschält. Kür­bis in etwa 4–5 cm große Stü­cke schnei­den. Die Stücke mit 1-2 Ess­löf­fel Oli­venöl, Salz und Chilipulver mischen. Ich habe den Kürbis in einer mit Backpapier ausgelegten Backform gegart, was bei 200 Grad ca. 20 min gedauert hat.

Sesam in einer Pfanne ohne Fett gold­braun rösten. Von der Orange 1⁄8 der Schale in feine Zes­ten rei­ßen, 50 ml Saft aus­pres­sen. Zesten und Saft mit Honig, Zitro­nen­saft, rest­li­chem Oli­venöl und Salz ver­rüh­ren. Fei­gen sehr klein wür­feln und unter die Vin­ai­grette mischen. Den noch heißen Kürbis mit der Vinaigrette vermischen und eine Stunde marinieren. Die abgetropften Oliven und kleingehackte Minzeblättchen zum Salat geben. Den gerösteten Sesam drüberstreuen.



Fazit: Langwierige Sache für "nur an Salat", aber ich würde den Aufwand jederzeit wieder in Kauf nehmen, denn der "nur a Salat" schmeckt köstlich!

Dienstag, 11. Oktober 2011

Feigen mit Topfencreme

Nachdem ich ja noch Feigen von meinem Einkauf für den Feigensenf übrig hatte, begann ich mit der Rezeptsuche. Irgendwas schnelles Süßes sollte es werden. Und fündig wurde ich bei E&T. Ein einfaches Rezept, bei dem nicht viel schief gehen kann und das sich so nebenher kocht. Perfekt! Genau das hatte ich gesucht.



2 Portionen:
100 g Topfen
1 Ei, getrennt
25 g zerlassene Butter
1 EL Vanillezucker
2 El Zucker
1 TL Speisestärke
Schalenabrieb von 1/2 Bioorange (Turbohausfrau: Biozitrone)
1 Prise Salz
4 Feigen (Turbohausfrau: 5)


Backrohr auf 220 Grad vorheizen.

Topfen, Eigelb, zerlassene Butter, Vanillezucker, 1 El Zucker, Speisestärke und die Zitronenschale schaumig rühren. Eiweiß mit etwas Salz steif schlagen, mit 1 El Zucker zu einer glänzenden Baiser-Masser weiterschlagen. Vorsichtig unter die Topfenmasse heben.

Feigen waschen, vierteln und in eine feuerfesten Form legen. Topfencreme über den Feigen verteilen. Ins vorgeheizte Rohr schieben.

Sobald das Gratin leicht gebräunt ist, servieren. Backdauer laut Rezept 10 - 15 min., bei mir 20 min.




Was ich beim nächsten Mal anders machen würde: Für jede Person eine eigene kleine Gratinierform, in der man das Dessert auch gleich servieren kann, verwenden. Es schaut gar nicht schön aus, wenn man die weichen Feigen mit der Topfencreme auf Teller schaufeln muss. 

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Scharfer Feigensenf

Nun bin ich letzten Samstag wieder zu meinem Lieblingsfeigenlieferanten, dem Feigenhof gepilgert und musste feststellen: Ostblockmentalität hat dort Einzug gehalten. Am Vortag hatte ich noch angerufen, ob ich am nächsten Tag um Feigen kommen könnte, mir wurde gesagt, ja, ja, wären genug da. Am Samstag dann mein Erstaunen: Pro Person wurde nur ein Kilo Feigen abgegeben. Und dazu ein Kilopreis von 11,- Euro. Ich muss überdenken, ob das tatsächlich mein Lieblingsfeigenlieferant bleibt.

Die Ware war schön, allerdings waren die Feigen in der Größe wild gemischt. Das war nun kein Drama, weil ich wollte einerseits Feigensenf machen, da werden die Feigen püriert, und dann noch einen Salat, bei dem die Feigen ganz klein zerschnipselt werden. Auf Feigenmarmelade werde ich auf Grund der Rationierung dieses Jahr verzichten.


Zutaten:
1/2 kg Feigen
2 EL Senfpulver
1 TL Piment la Vera Picante
1 daumengroßes Stück Ingwer, geschält und fein geraspelt
250 g Gelierzucker 2:1



Die Feigen waschen, die harten Stiele entfernen, die Früchte pürieren. Alle anderen Zutaten dazugeben, einige Minuten sprudelnd kochen, dann in vorbereitete sterilisierte Gläser mit Schraubverschluss füllen. Gläser auf den Kopf stellen und mindestens 20 Minuten so stehen lassen - wobei ich eigentlich keine Ahnung haben, woher diese 20 Minuten kommen. Ich mache das schon immer so, aber kann sein, dass auch kürzer reicht oder man den Senf auf dem Kopf stehend auskühlen lassen sollte ... Hm, falls jemand eine Idee hat, wie sich das mit dieser Zeit verhält, dann immer her damit.

Auf jeden Fall reicht die Menge für 3 Gläschen à 200 ml.
Der Feigensenf passt ausgezeichnet zu Käse.

Donnerstag, 29. September 2011

Feigen-Mozzarella-Salat

Den sinnlichsten Salat der Welt nennt Jamie Oliver diese Kreation. Ja, schön ausschauen tut er, ausgezeichnet schmecken auch, aber wo die Sinnlichkeit sein soll, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Es stimmt natürlich, seit Eva beim Auszug aus dem Paradies sich schamhaft mit einem Feigenblatt bedeckte, ist dieses Blatt ein Synonym für weibliche Sexualität. Aber in Wien haben wir's mehr mit der Vielfalt - man findet die Dattel genau so wie das "Zwedschgal" (die Zwetschke) als Synonym für die Vagina. Das war aber noch zur guten alten Zeit, als alles noch gut und aus Holz war, heute gibt es da ganz andere Ausdrücke ...

Mindestens zweimal im Jahr pilgere ich nach Simmering, Adresse "Am Himmelreich", zum Feigenhof. Einmal im Frühling, wenn ich Kräuter pflanzen will, das zweite Mal im Herbst, wenn die Feigenernte am Feigenhof im Gang ist. Mittlerweile hat der Feigenhof es auf stolze 28 verschiedene Feigensorten gebracht! Immer muss ich mir auf die Finger klopfen, damit nicht mehr Sachen mitkommen als wir wirklich brauchen. Okay, ich muss dem Turbohausmann recht geben - ich bringe trotzdem mehr Sachen mit, als ich kaufen wollte.

Nun aber genug geschwafelt. Hier ist er, der "sexiest salad of the world": 




 

Schnell und einfach zuzubereiten: Feigen über Kreuz einschneiden und aufdrücken, damit die Marinade gut in die Frucht hineinfließen kann. Zusammen mit zimmerwarmem (wichtig!) Büffelmozzarella und luftgetrocknetem Schinken (hier: Bresaola) auf Rucola betten. Man kann noch ein wenig Basilikum zerzupfen und drüberstreuen. Als Marinade nimmt Jamie Oliver 6 EL Olivenöl, 3 EL Zitronensaft, 1 EL Honig,  Meersalz und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer, eventuell noch 2 EL Balsamico. Den fertigen Salat mit der Marinade beträufeln.
Auf jeden Fall Brot zu dem Salat servieren, um die Soße am Ende auftunken zu können!


Quelle: Genial kochen mit Jamie Oliver

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