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Montag, 1. Dezember 2025

Foodierückblick auf November 2025

 Gegessen

 

Mit einer Freundin konnte ich einen Sitzplatz im Schanigarten vom Schwarzen Kameel ergattern. Der Schanigarten dort ist immer ganz voll und man muss sich anstellen. Eh kein Wunder, denn es gibt dort die besten Brötchen in ganz Wien. Mein Favorit ist Karotte/Orange/Ingwer. So feine Aromen, die wirklich perfekt abgestimmt sind. Also eine unbedingte Empfehlung von mir.




Die Mochi-Leute haben nun ein zweites Geschäft am Vorgartenmarkt, das Chicken Karate. Das Ramen-Lokal läuft gut, nun gibt es auch eine Burger-Bude, wo die Leute Schlange stehen, also es wird frittiert, was das Zeug hält. Und das Essen schmeckt wirklich gut. Die Fritten sind schön knusprig, die Gurken waren herausragend. 

Ich gestehe, dass ich halt ganz normale Restaurants lieber mag als diese Lokale, die man am Ende des Tages mit dem Schlauch rausspritzen könnte, um sie zu säubern. 





Gekauft

 

Mein Obst- und Gemüsekisterl war wie immer mein Highlight. Dass da gleich drei Radicchio drinnen waren und noch dazu ein großer bester Zeller von allen, das ist ein großes Glück. Meistens reicht ein einziger Blick auf das Kisterl und ich weiß, was ich mit den Schätzen anstellen werde. So auch dieses Mal. Zuerst kommen immer die Sachen dran, die schneller weg müssen, alle anderen habe ich über zwei Wochen verkocht. Und bei genau gar nix muss ich nachschauen, wo die Sachen her sind, denn die sind immer aus dem Burgenland.

Nachdem ich mich nicht von Gemüse allein ernähren mag, war ich an einem Samstag am Karmelitermarkt. Wie immer war dieser Markt eine sehr große Freude. Also nicht die Preise, aber alles andere. Am schönsten fand ich das Pilzstandel. Ich arbeite mich gerade durch ein Pilz-Kochbuch, daher war das ein aufgelegter 11-er. Und die Pilze waren tatsächlich nicht arg teuer, vor allem weil sie bio sind. Das Standel ging dann noch ums Eck, also da war noch viel mehr Auswahl, aber die schönsten waren eindeutig die rosa Austernpilze. 

 

Der Vorgartenmarkt lebt nach wie vor − nachdem die Gragger-Filiale und auch etliche andere Geschäfte und Lokale zugesperrt haben, hörte man schon genug Stimmen, dass der Tod des Marktes bevorsteht. Mir hat die Auswahl gut gefallen, vor allem gibt es relativ viele Bio-Sachen, selbst im Geflügelgeschäft.

Der Wilde Osten, ein fixes Geschäft am Vorgartenmarkt, verkauft Brot und Gebäck vom Kasses. Außerdem bekommt man dort auch etliche Varianten von hausgemachten Pierogi und andere Köstlichkeiten.

Am Naschmarkt war ich auch diesen Monat. Unter der Woche ist der fast zum Weinen! Sowas von nix los. Selbst den Touristen ist das zu fad.

Eines der Standeln, die den Naschmarkt noch aufrecht halten, ist das vom Gegenbauer, einem mittlerweile über die Grenzen von Österreich hinaus bekannten Essigbrauer. Ich kaufe recht gern meinen Weißweinessig dort, nämlich seit Ewigkeiten den Riesling Spätlese. Der ist sehr, sehr gut!



Da sind sie wieder, die allerbesten Kokoskuppeln überhaupt! Die sind von der Bäckerei Kasses und zur Vorweihnachtszeit überall dort erhältlich, wo die Kasses-Produkte halt angeboten werden. In Favoriten gibt es sie am Viktor Adler-Markt beim Radatz.

Das hab ich bis jetzt total unterschlagen, nämlich wo ich mein Olivenöl und meine Oliven her habe, wenn ich sie nicht eigenhändig aus Italien importiere. Seit vielen, vielen Jahren kaufe ich das beim Stavros. Das Öl ist ehrliches kaltgepresstes Olivenöl und bei Stavros bekommt man auch die guten Schrumpeloliven, die griechischen Kräuter sind auch fein. Dieses Mal habe ich Rosinen (besser gesagt Sultaninen) mitbestellt. Stavros wohnt in St. Favoriten und ist zur Olivenernte und Ölproduktion in Griechenland bei seiner Familie. Das heißt, wenn ich so etwas schon haben will, ist das die am ehesten lokale Variante, was mir ja immer ein Anliegen ist.

 

 

 

 

Gekocht

 

Das waren dann wohl die letzten Paradeiser im Jahr und die wollte ich gern konservieren. Wie immer mache ich das mit meinem Rezept für halbtrockene Ofenparadeiser. Nach dem Rösten im Rohr fahre ich einmal mit dem Zauberstab durch die dann schön weiche Masse und hab eine tolle Paradeisersauce. Wenn ich sowieso was anderes einkoche, fülle ich die Sauce in Rexgläser und wecke sie richtig ein, wenn nicht, friere ich die Sauce ein.

Schon wieder nachgemacht habe ich dieses tolle und supereinfache Rezept, das ich bei Petra gefunden habe: Zwiebel, Trauben, Erdäpfel und Würste werden mit Gewürzen im Rohr geröstet. Einfacher geht es echt nicht. Und das Ergebnis ist immer wieder super!

Ach ja: Gemüse röstet schneller und gleichmäßiger, wenn man immer ein wenig Platz zwischen den einzelnen Stücken lässt. Ich hab mich meinem Wissen entsprechend verhalten ... oder so ...

Wie immer mag ich Bröselkarfiol sehr gern. Wenn man den Karfiol in Röschen teilt wie hier, sind die in wenigen Minuten gekoch. In dieser Zeit kann man die Butterbröseln herstellen − nie vergessen, die Bröseln für dieses Rezept kräftig zu salzen. Ich hatte dieses Mal ein geräuchertes Maldon-Salz, das hervorragend gepasst hat.

Mit Resten von den wunderschönen Pilzen vom Karmelitermarkt habe ich mein gutes altes Rezept der Schinken-Champignon-Spaghetti gekocht. Und nachdem ich eine Österreicherin mit Leib und Seele bin, gab es einen schönen Salat aus Vogerlsalat und Radicchio dazu − Italiener drehen sich noch im Grab um, bevor sie Salat zu Pasta essen. 

Es war ein Essen, das so schnell fertig ist wie die Nudeln zum Garen brauchen, also hier immer willkommen.

Es gab wieder mal das Rahmhendl, das ich vor vielen Jahren auf Verenas Blog gefunden habe. Sehr einfach und gelingsicher ist das Rezept, Risipisi ist sowieso immer gut. Bei mir ist das ein sehr feines Schlechtwetteressen, passt also hervorragend zu dem, was der Wiener Himmel derzeit so zu bieten hat.


 

Das Rahmkraut hat mich letztens bei Felix sehr angelacht, also habe ich zurückgelacht und es genau nach dem Rezept mit Paradeiser und Paradeissaft gekocht. War sehr gut!

Dazu gab es Lachsfilet und schnelle Hashbrowns. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt natürlich noch sehr viel mehr im Leben als Essen. Zum Beispiel wird das Voice-Mania-Festival jeden Herbst mit vielen internationalen A-Capella-Bands eröffnet. Da singen Leute aus aller Welt an einem Nachmittag von diversen Balkonen der Wiener Innenstadt, in Kirchen oder wie hier am Graben. Immer nur so 20 Minuten, dann kann man zu einer anderen "Bühne" wechseln. Auf dem Foto sieht man die grandiosen Insingizi aus Zimbabwe. Denen merkt man so richtig an, wie sehr ihnen das Singen Spaß macht. Ich bin auch schon bei strömendem Regen bei dieser Veranstaltung gestanden und selbst da war es sehr fein. Touristen staunen immer und fragen, ob bei uns in Wien immer so viel gesungen wird. Ich sag dann immer: Na klar!

Mein Leben sonst ist ein kleines bisschen erfreulicher geworden, weil es meinen lieben Kranken ein wenig besser geht. Gut ist zwar noch sehr, sehr weit weg, aber immerhin können wir den kommenden Advent ein wenig entspannter verbringen: Der Turbohausmann kommt hoffentlich vor Weihnachten vom Krankenhaus heim, die Turbo-Mutter ist schon daheim und kommt einigermaßen zurecht. Ich hab endlich wieder Zeit durchzuatmen. Ich habe etliche Freundinnen, die mich alle toll durch die letzten Monate getragen haben. Also falls eine davon hier mitliest: Vielen Dank für die offenen Ohren und Arme!

Was jetzt allerdings auch ansteht: Ich muss hier einiges behindertengerecht machen. Und mein armer Turbohausmann ist unter anderem, was die Verträglichkeit von Essen angeht, sehr eingeschränkt. Das heißt, ich werde in nächster Zeit Schonkost kochen. Und damit hab ich genau nix, was ich hier posten könnte. So etwas kommt mir nicht auf den Blog! Dafür hab ich als Diätköchin eine zusätzliche Aufgabe im wirklichen Leben bekommen. Ich werde mir daher eine Auszeit von meinem Blog nehmen. Ich hoffe, wir lesen einander im kommenden Jahr wieder. Ich drück euch alle, wünsche euch einen geruhsamen Advent, besinnliche Weihnachten und einen rauschenden Silvester! Zwickerbussi an alle meine lieben Leserinner und Leser.

Samstag, 1. November 2025

Foodierückblick auf Oktober 2025

 Gegessen

 

Entgegen aller guten Vorsätzen war ich in diesem Monat doch einmal essen mit Freunden. Wir waren im Pastamara anlässlich der Restaurantwochen. Das Essen war gut, der Service ahnungslos, aber sehr freundlich. Auf dem Foto sieht man das Highlight, die Nachspeise, einen echt traumhaften Cannolo, dazu Mandeleis, darunter Blutorangensauce. Der Mantel vom Cannolo war hauchdünn, so etwas muss man erst einmal zusammenbringen, die Füllung supergut. 

Ganz ohne außerhäuslichem Kaffee kann ich ja doch nicht. Ich war auf einen Sprung bei den Jonas Reindl Coffee Roasters, weil ich in der Nähe der Josefstädterstraße zu tun hatte, wo diese Rösterei mittlerweile auch eine Filiale hat. Wie immer war der Kaffee sehr gut. Der Kaffee wird von den Baristas mit großer Sorgfalt zubereitet. Leider sind die Sitzgelegenheiten mehr als unbequem. Es nimmt tatsächlich immer mehr überhand, dass man den Kaffee wie in Italien trinkt: schnell runter damit und dann wieder raus aus dem Laden. Das empfiehlt sich auch hier. Das Einzige, was auf den Tischen zu finden ist, sind Kärtchen, dass man das Internet nutzen kann, aber bitte nicht zu lange. Also definitiv keine Wiener Kaffeehaustradition.

 

 

 

Gekauft

 

Nachdem ich in diesem Monat leider nie zu einem Gemüsekisterl gekommen bin, war ich mehr auf den Märkten unterwegs, die ja zu dieser Jahreszeit auch toll sind. Hier sieht man die Nüsse, die gerade am Schreimarkt in Favoriten angeboten werden. Übrigens: Wer noch nie Haselnüsse in der Schale gekauft hat, sollte sich das gut überlegen. Ich hab das vor vielen Jahren einmal versucht, die sind echt hammerhart! Damals musste ich jede einzelne Haselnuss mit dem Hammer aufschlagen, weil ich das mit dem Nussknacker nicht zusammengebracht habe.
Der samstägliche Besuch am Hannovermarkt ist immer fein. Da gibt es einen Bauernmarkt, wo wie in Favoriten meistens Marktfahrer die Ware vom Großgrünmarkt verkaufen, aber es gibt auch einige wenige Standeln, an denen wirklich Sachen direkt von den Produzenten verkauft werden.
Nun kam die zweite und damit letzte Lieferung mit der Ernte meines adoptierten Mangobaums. Wie immer sehr erfreulich und unkompliziert. Und nachdem alle Mangos aufgegessen sind, freu ich mich schon auf die adoptierten Zitrusbäume, die nun bald Saison haben.
Eine der besten Topfengolatschen in Wien ist die vom Felber. Leider immer ohne Rosinen, aber dennoch sehr gut. Der Teig splittert ganz fein und die Topfenfülle ist wirklich gut.

Bei der Gelegenheit: Der Bio-Alpenlaib vom Felber ist auch fein. Ein richtig rustikales Brot mit Knusperkruste und dunklem Vollkorn-Innenleben.

Man kann tatsächlich ins L'Amour du Pain gehen, ohne Kaffee dort zu trinken und/oder Gutsis zu kaufen. Allerdings ist es mir unmöglich, dass ich dort vorbeigehe, ohne Brot zu kaufen. Das da ist das französische Landbrot namens Pain des Gaults und ich kann es wirklich wärmstens empfehlen. Das ist sehr aromatisch, passt zu Käse genau so wie zur Marmelade, und hält fast eine Woche.

 

 

 

 

 

 

 

Gekocht

 

Fast hätte ich übersehen, dass die Zwetschkensaison rasant dem Ende zugeht − nicht ein einziges Mal hatte ich Zwetschkenknödel gemacht. Das geht ja gar nicht. Der Einfachheit halber nehme ich immer diesen Teig. Der klappt immer und schmeckt mir sehr gut. Ja, ich weiß, Zwetschkenknödel sind am besten mit Erdäpfelteig, aber irgendwie gewinnt immer die einfache und schnelle Variante mit dem Topfenteig.  
Im kommenden Jahr sollte ich bedenken, dass es für jedes Obst und Gemüse eine Hoch-Zeit gibt. Die für diese Zwetschken war es definitiv nicht mehr.
 

Es waren Paprika in meinem Gemüsekisterl noch vom letzten Monat, da wurde Letscho draus. Mir reicht das mit ein paar gerösteten Erdäpfelscheiben, sehr gut dazu ist aber auch eine Beamtenforelle oder ein Naturschnitzerl. Letscho lässt sich übrigens hervorragend einfrieren, weil es durch die Sauce ruckzuck erwärmt werden kann. Es findet sich also immer Letscho bei mir im Tiefkühler, weil a) gut, b) schnell auf dem Tisch.

Wie jedes Jahr habe ich auch heuer wieder diesen Pudding, den meine Mama vor vielen, vielen Jahren erfunden hat, gekocht: Kindernachspeise hat sie das genannt, schmeckt aber auch den Erwachsenen. Übrigens ist auch Birne-Schokopudding eine hervorragende Kombination.

Jetzt, wo es die heimischen Erdäpfeln gibt, koche ich mich sehr gern durch meine Erdäpfelrezepte. Immer wieder mit Begeisterung esse ich Latkes, die jüdischen Erdäpfelpuffer. Ich mach die immer gleich für 2 Tage. Im verlinkten Rezept steht, wie man sie einigermaßen gut aufwärmen kann. Sie sind nur nie mehr wieder so knusprig zu bekommen wie direkt nach dem Backen.

 


Herbst ist immer Apfelstrudelzeit. Wie schon seit vielen Jahren mache ich den Teig nach dem großartigen Rezept von Katharina Seiser. Für die Fülle - ebenfalls wie immer - nehme ich am liebsten Boskoop. Die gibt es relativ unkompliziert am Favoritner Schreimarkt zu kaufen, wenn ich nicht zu einem meiner Bauern fahren kann.
Auch ein Lieblingsessen im Herbst sind die Specklinsen mit Knödeln, in diesem Fall Serviettenknödeln. Ich weiß jetzt nicht, wer die Unsitte eingeführt hat, dass man solche Knödeln in zwei Lagen Folie, also einmal Frischhaltefolie und dann noch Alufolie einwickelt. Ich hab das einmal probiert und mache die Serviettenknödeln nun wieder ganz altmodisch in einem alten Geschirrhangerl. Da  gehen sie viel besser auf und werden viel flaumiger als in der Folienkatastrophe.

Manche Rezepte rufen einen maximalen Nachkochreflex hervor, so dieser Kümmelrahm. Ich hab das bei Maria gesehen und sofort ausprobiert. Es klingt zwar sehr speziell, aber man sollte das wirklich nachmachen. Das Schlagobers schmeckt echt nicht nach Kümmel, sondern hat ein sehr schönes Aroma, von dem ich nicht so weiß, wie ich es beschreiben soll. Jedenfalls hatte ich keine Himbeeren daheim, also hab ich Minikiwis, Heidelbeeren und Granatapfelkerne dazu gegessen. Unbedingte Nachkochempfehlung!

 

 

 

 


Der Herbst ist ein Maler! Die Besuche auf den Mäkten waren wirklich schön, denn zu den ganzen heimischen Erfreulichkeiten mischen sich nun schon die ersten Zitrusfrüchte, Granatäpfel und andere feine Sachen. Auch die Natur war im Oktober so eine Freude! Die ganzen bunten Blätter haben oft im Sonnenlicht geleuchtet. Und dieses Foto zeigt, dass es doch noch Blumen gibt. Ich hab das Foto auf dem Hannovermarkt aufgenommen, wo es zwar nur ein einziges Standel gab, das Blumen anbietet, aber das dafür in Hülle und Fülle.

Mein Leben sonst so? Na ja, ich hab mittlerweile eineinhalb Jahre hinter mir, die sich wie ein einziger Unfall anfühlen. Damals bekam der Turbohausmann aus heiterem Himmel eine Diagnose, die ich vielleicht dem Putin wünsche, aber sonst niemandem. Seither ist der beste Mann von allen mehr im Krankenhaus als daheim. Und weil eine Katastrophe nie allen kommt, wurde vor einem Jahr auch noch meine Mutter so krank, dass sie nur mehr wie ein Käfer auf dem Rücken liegen kann. Nun war ich aber mit einer Freundin in einem Konzert, das erste seit eineinhalb Jahren, und der Pianist hat ein bisschen improvisiert, dabei hat er eine Melodie gespielt, die mir bekannt vorkam. Der Bandleader hat gefragt, was das gewesen ist. Es war Pipppi Langstrumpf. Und alle haben mitgesungen, ich auch. Das war das Highlight meines Monats. Es gelingt trotz allen Übels immer wieder, dass es schöne Momente gibt. Auch die bunte Natur und die Marktbesuche gehören da dazu. Immer wieder stelle ich fest, dass ein Hobby manchmal etwas sein kann, an dem man sich seelisch festhalten kann: In meinem Fall das Kochen − und natürlich das Essen. Euch allen wünsche ich, dass ihr auch viele schöne Momente in eurem Leben habt! Ich schick euch ein Zwickerbussi!

 

 

 

Mittwoch, 1. Oktober 2025

Foodierückblick auf September 2025

Gegessen

Wirklich fein war es bei der Fischerin in Klosterneuburg. Ich war mit einer Freundin und ihrer Familie dort, wir haben alle quer durch die Speisekarte bestellt. So hatte ich Gelegenheit, viele der Gerichte zu probieren. In dem Lokal werden mit heimischem Fisch aus der Donau klassische Gerichte aus Asien nachgekocht. Auf dem Foto sieht man Nam Prik Fisch. Die knusprig gebratene Forelle wird mit Salatblättern, gepufften Reisnudeln und gegrillter Ananas-Paprika-Salsa serviert. Den zerlegten Fisch rollt man sich dann mit allem Drum und Dran in die Salatblätter ein.
Ich muss sagen, ausnehmend gut hat mir das Lokal selber gefallen: Direkt am Wasser und eine sehr chillige Location. Jederzeit gern wieder. 

Wie immer sehr gut war der Kaffee beim  L'Amour du Pain. Was mich immer wurmt: Der entzückende Schanigarten ist jedes Mal, wenn ich dort bin, komplett voll. Ich mag es so gern, wenn ich in solchen Gegenden die hübsch angezogenenen Menschen vorbeiflanieren sehe. Das ist ja schon die Hälfte vom Vergnügen. Aber egal, es war drinnen auch sehr okay.

 

Noch gibt es den Schanigarten beim Groissböck in der Fuzo Favoritenstraße und dort bin ich nach dem Sonntagsschwumm nun einige Male mit einer Freundin frühstücken gewesen. Die Brötchen sind dort echt gut, der Kaffee ist okay. Ich muss mich nur immer rechtzeitig erinnern, dass ich meine Melange nur mit Milchschaum trinken mag, sonst kommt da Schlagobers drauf.

Vor kurzer Zeit hat die Sopherl am Naschmarkt wieder aufgemacht. Das Lokal kannte ich noch gut aus meiner Jugendzeit, da war es eines der grindigen Naschmarkt-Beiseln, wo man endlos bei einem Achterl sitzen konnte. Nun gibt es dort wirklich ausgezeichnete österreichische Küche. Hier sieht man die Kärntner Kasnudeln, die nicht nur wunderschön gekrendelt sind, sondern auch super schmecken. Meine Freundin hat ein Schnitzerl vom Duroc-Schwein gegessen, ich die Kalbszunge, als Dessert gab es noch einen dekonstruierten Apfelstrudel. Es war alles echt supergut! An der Akustik muss eindeutig noch gearbeitet werden, denn man versteht kaum das eigene Wort, aber Essen und Service sind wirklich toll.

Ein letztes Mal noch ein Besuch beim Tichy, bevor er seine Türe über den Winter schließt. Dieses Mal war ich mit einer größeren NachbarInnenrunde dort und wir haben gleich ein paar von den winzigen Tischen belegt. Zum Abschied habe ich wieder den Eisbecher, der zum 150-Jahre-Jubiläum von Favoriten kreiert wurde, gegessen. War richtig gut.

Das war beim Öfferl auf der Praterstraße. Das ist mehr so die Variante: Trink schnell deinen Kaffee. Passt aber auch, ist halt wie in Italien der schnelle Steh-Kaffee, nur mit Notfalls-Sitzgelegenheit. Der Espresso hat durchaus auch Italien-Qualitäten, daher finde ich das leicht zu reinigende Interieur nicht ganz so schlimm.

Mit meiner Gymnastikgruppe war ich beim Praterwirt. Wie immer war es sehr nett und das Essen war auch gut. Ich habe wie die halbe Gymnastikgruppe das Menü-Cordon Bleu gegessen, das war richtig fein. Als Dessert hab ich noch ein Topfennockerl gegessen, das ging nur mehr mit Mühe rein, aber es findet sich ja bekanntlich immer noch irgendwo ein Reserveplatzerl für Süßes. Also wirklich eine warme Empfehlung meinerseits für den Praterwirt.
 

Mittlerweile kennt ihr ja meine Vorliebe für traditionelle Wiener Kaffeehäuser. Mit einer Freundin war ich im Café Frauenhuber, dem ältesten Kaffeehaus der Stadt. An dieser Stelle gab es bereits 1824 ein Kaffeehaus, seit 1891 trug es den Namen Frauenhuber. Wir haben den wirklich guten Topfenstrudel mit Vanillesauce ganz ehrfürchtig gegessen und fragten uns, wer aller wohl auf unserem Bankerl wohl schon gesessen ist. Die Kellner waren sehr freundlich, der Kaffee sehr gut, also insgesamt ein wirklich erfreuliches Erlebnis.






Gekauft

Da ist er, der Herbst. Am Favoritner Schreimarkt gibt es gerade viele Schätze: Trauben, Birnen, Hauszwetschken, Fisolen, Eierschwammerl und Pilze. Keine Ahnung, wie ich daran vorbeigehen könnte, ohne mich quer durchzukaufen. Es ist wirklich die Zeit des Erntedanks.







Die Mangosaison ist nun voll da und damit kam auch eine Lieferung meines adoptierten Mangobaums. Wie immer waren die Früchte sehr schön und auch sehr gut. Also wirklich jede Empfehlung dafür.






  



Ähm, ja, das Beste an Ototo war bisher, dass es so gar nicht in meiner Nähe war. Nun liegt die neu eröffnete Filiale genau zwischen einer Freundin und meinem Zahnarzt. Au weh, das wird teuer in Zukunft! Die verkaufen nämlich lauter Sachen von kleinen Manufakturen rund um Essen, Trinken, Beauty, Haustiere und was sonst noch zum schönen Leben gehört. Also genau mein Ding! Alles unverschämt gut. So auch dieses Chili-Crisp. Normalerweise mache ich mein Sichuan Würzöl ja selber, aber derzeit brauche ich nur kleine Mengen, da bietet sich das da an.

Mein Obst- und Gemüsekisterl war wie der Marktbesuch: Erntedank! Wie immer eine große Freude, denn drinnen war nicht eine einzige große Masse von einer Gemüsesorte, sondern immer nur so viel, wie man in einem kleineren Haushalt auch verkochen kann, ohne dass einem das jeweilige Gemüse zum Hals raushängt.

Wie man sieht, ist auch ein Spaghettikürbis dabei. Das ist ein Wink des Schicksals, nachdem ich nach Friederikes Posting zu dem Thema arg Gusto drauf hatte. 




Wieder sehr erfreulich war der Lachs von Mein Lachs. Es fehlt natürlich schon etwas von meinem Einkauf, weil ich erst probieren musste. Es waren da auch einmal Käsekrainer, die sind aber schon weg - aus Gründen ...

Es ist ein bissl umständlich, um an den Fisch zu kommen, aber das Ergebnis ist schon mehr als erfreulich. Es gibt nur ein paar Verkaufstage im Jahr, man muss den Fisch vorbestellen und dann abholen. Für mich ist es relativ einfach, weil es sind zwei U-Bahn-Stationen und ich bin dort.

 

Ausnahmsweise mal eine Einkaufsempfehlung für Supermarktware von der Stange. Diese roten Barilla-Nudeln sind richtig fein. Die werden bei der Herstellung durch eine Matritze aus Bronze gedrückt, dadurch haben sie eine raue Oberfläche und die Sauce haftet besser dran. 

Wie man sieht, habe ich auch hier schon vorgekostet. bevor ich etwas empfehle. 

Einer meiner liebsten Asia-Shops ist der 3Brothers gleich bei mir um die Ecke. Es ist ein richtiger Supermark, der wirklich sehr gut sortiert ist. 3 x pro Woche kommen frisches Obst und Gemüse. 

Hier sieht man einen kleinen Teil der Kühlvitrinen. Es gibt ausreichend Angebot auch für solche ausgefallenen Wünsche, wie meine das manchmal sind − zum Beispiel Krachai-Wurzel, von der ich schon dachte, die kriege ich nie mehr im Leben. Hier schon. 

 



Es gibt seit einiger Zeit eine ganz feine Konditorei namens Kashtan in Wien. Sie hat mittlerweile etliche Filialen. Die Spezialität sind wunderschöne kleine Desserts mit Fruchtmus drinnen. Und es gibt jede Menge vegane Köstlichkeiten.

Das hier ist eine hauchdünne Schoko-Halbkugel, gefüllt mit Kokos-Mousse und oben drauf ein Topping aus Mango und Maracuja. Es war wirklich nur schwach süß, aber mit vollem Fruchtaroma. Ich weiß jetzt, warum da so schnell so viele Filialen entstanden sind ...

Noch ein Marktfoto, dieses Mal vom Kettenbrückenmarkt. der immer am Samstag am Ende vom Naschmarkt stattfindet: Beim Hopf gibt es noch immer heimische Freilandrosen. Ein entsprechendes Gedränge ist derzeit dort. Die mittlerweile drei jungen Damen, die dort verkaufen, hatten alle Hände voll zu tun. Die Rosen sind an den Blütenrändern mittlerweile schon angebräunt wegen der Kälte in der Nacht, aber wenn sie aufgehen, sieht man das kaum mehr. Und die Rosen halten auch gut: Meine stehen nun seit Samstag im Wohnzimmer und sind jeden Tag eine Freude.

 


 

 

 

Gekocht

Dirndlzeit ist! Und ich hab das unglaubliche Glück, nicht nur Freunde mit Dirndln im Garten zu haben, sondern die auf dem Foto wurden sogar für mich von dem Freund geerntet. Ich musste sie nur noch einkochen. Und das habe ich mit Freude getan. Am wichtigsten finde ich ja immer Dirndlmus. Damit kann man dann so supere Sachen wie Dirndlschmarren oder Brandteigkrapferl mit Dirndlfülle machen. Wobei ich diese Rezepte am liebsten unmittelbar nach dem Einkochen mache, denn da kann ich auch frische Dirndln zum Einsatz bringen, was besonders fein ist. Meine Dirndl-Rotweinmarmelade ist auch immer Pflicht, weil sie so gut zu Wild oder anderem dunklem Fleisch passt.

Birnen und Schokolade sind eine hervorragende Kombination. Diesen Kuchen backe ich nun schon seit 2010 unverändert gern. Hier habe ich zwei Drittel der Menge in einer Brownie-Form gebacken, denn es werden mit den Jahren die Portionen kleiner und damit auch die Kuchen.
 

Nicht nur die Kuchen werden mit den Jahren kleiner, auch die Mengen dessen, was ich einkoche. In meinem Gemüsekisterl war ein Viertelkilo Kriecherl, dazu habe ich noch 300 g Ribisel im Supermarkt gekauft, daraus wurde meine allerliebste Kriecherl-Ribisel-Marmelade. Das reicht für so einen kleinen Haushalt allemal.  

Wie jedes Jahr habe ich auch heuer diese halbtrockenen Ofenpardeiser gemacht. Dieses Mal mit einer halbierten Knoblauchknolle, die ich einfach mitgeschmort und dann die weichen Zehen rausgedrückt habe. Ich hab alle miteinander püriert und dann in kleine Portionen für den Tiefkühler aufgetaut, denn knofeligen und konzentrierten Paradeisergeschmack brauche ich zu vielen Gelegenheiten.
 

  

 

Irgendwie schaut der Blog mittlerweile aus, als würde ich gar kein Fleisch, sondern nur ausnahmweise mal Fisch oder Meeresfrüchte essen. Dem ist aber nicht so. Etwa einmal in der Woche gibt es Fleisch oder Fisch oder auch mal etwas mit Wurst. Das war einer dieser Tage im September, es gab Chicken Tikka Masala. Ich habe schon etliche Varianten davon probiert, aber das immer noch meine liebste.

 

 

 

 

 

Das Leben ist ein langer ruhiger Fluss ... Oder so. Jedenfalls ist das ein Foto der Donau, aufgenommen vor dem Lokal Die Fischerin. Es war sehr geruhsam dort und echt ein feiner Abend. Für mich war es einer der vorläufig letzten Restaurantbesuche. Außer ich find noch einen Schanigarten, dann fall ich sicher rein. Das ist dem derzeit nicht vorhandenen Immunsystem vom Turbohausmann geschuldet. Bei der Gelegenheit bekommen die Kinovorschauen jeweils eigene Postings. Meine Monatsrückblicke werden also reduzierter stattfinden. Ich hoffe, ihr bleibt mir alle gewogen und lest weiter mit. Alles Liebe wünsch ich euch!