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Donnerstag, 14. September 2023

[Kochbuchbesprechung] Japan Home Kitchen von Maori Murota


Die Kochbuchautorin Maori Murota ist gebürtige Japanerin, ging mit 17 Jahren nach New York, schlussendlich ging sie nach Paris, wo sie heute als Event-Caterer und Privatköchin arbeitet. In diesem Buch stellt sie ihre Alltagsrezepte vor, die nicht ganz strikt japanisch sind, sondern sie müssen einfach zu machen sein und schmecken. Dafür werden durchaus Zutaten verwendet, die nicht japanisch sind: Vietnamesische Fischsauce, koreanische Chilipaste, Olivenöl oder Käse finden Eingang in die Rezepte. Das sind aber nur punktuelle Abweichungen, denn den Aspekten, die in der japanischen Küche sehr wichtig sind, wird auch im vorliegenden Buch entsprechend Aufmerksamkeit gewidmet: Tee ist zum Beispiel ein großes Kapitel, dem Reis wird viel Raum gegeben und es wird sogar Natto fermentiert.

Das Buch ist in die Kapitel "Mehl", "Reis", "Fermentieren und Konservieren", "Gemüse", "Fisch", "Fleisch" und "Rund um den Tee" gegliedert. Die Fotos von Akiko Ida sind klare, gut strukturierte und erwachsene Fotos. Nix mit Mädchenhänden, die Teller halten, sondern wenn Hände da sind, dann zeigen sie, wie man Teig knetet, Sauce zu Nudeln abgießt oder Reis würzt. Auch sonst sind die Fotos ganz nach meinem Geschmack: Es liegt kein Essen in der Gegend verstreut, sondern das wird auf hübschen Tellern oder in Schüsseln etc. präsentiert.

Die Zutaten: Im Text des Verlages steht, man bekommt die alle problemlos in einem Asia-Shop. Das kann ich so nicht unterschreiben. Entweder kennt man einen extrem gut sortierten Asia-Shop oder man geht wirklich in ein japanisches Lebensmittelgeschäft. In Wien haben wir das Nippon Ya in der Nähe des Naschmarktes, das ist ein rein japanisches Geschäft und man bekommt dort wirklich alles, was man zum Nachkochen braucht. Sonst ist das Internet ja auch immer eine gute Quelle. Im Kochbuch findet man leider nur französische Bezugsquellen.


Die 100 Rezepte sind in eine Liste der Zutaten und einen Textteil gegliedert. Die Anweisungen sind gut verständlich und einfach formuliert. Am Ende der Rezepte finden sich bei sehr vielen Rezepten Tipps, zum Beispiel über die Haltbarkeit, über den speziellen Umgang mit einem Lebensmittel (z. B. wie viel getrocknete Wakame brauche ich, um die erforderliche Menge gebrauchsfertige Wakame zu bekommen), in den allermeisten Fällen ist da aber ein Hinweis zu finden, wie man das jeweilige Rezept veganisieren kann. 

Die Rezepte sind insgesamt sehr zeitgemäß mit leichter Küche, viel Gemüse, wenig Fisch und noch weniger Fleisch. Dass ich so viele Fleischgerichte nachgekocht habe, liegt nur an mir, weil ich den ganzen Sommer so wenig Fleisch gegessen habe und richtiggehend Heißhunger danach hatte − jedenfalls hätte ich kein Problem damit, dieses Buch Veganer:innen zu empfehlen, denn die meisten Rezepte sind entweder sowieso vegan oder können mit den Tipps veganisiert werden.

Was mir sehr gefallen hat: Ich hab mehr Gefühl für die japanische Küche bekommen, weil manche Kapitel eine recht ausführliche Beschreibung haben, wie man zum Beispiel Reis für die einzelnen Zwecke kocht, über die Bedeutung von Tee in der japanischen Küche und wie man Nudeln selber macht.  

Und nun geht es ans Nachkochen.


Gyoza

So, da sind meine Teigtäschchen. Erstmals mit selber gemachtem Teig, der genau so viel Arbeit war, wie ich das befürchtet hatte, aber ey, er hat gehalten und ich komme mir trotz diverster Formfehler vor wie die Queen of Japanese Kitchen. Geschmeckt haben uns sie Gyoza sehr gut! Es gibt Füllungen mit Fleisch und auch vegan mit Tofu und Gemüse in dem Buch.

Kara-age

Das ist frittiertes Hendl mit sauer-scharfer Sauce, das richtig gut geschmeckt hat. Hier gab es den hilfreichen Tipp, dass man auf jeden Fall Hendlhaxen verwenden soll, weil Hühnerbrust zu schnell trocken wird. Außerdem wird zu meiner Freude zu Biogeflügen geraten.

Okonomiyaki

Das ist ein Kultgericht der japanischen Küche, das ich mir im Original ja im Leben nicht zubereiten trauen würde, denn dafür würde man einige Jahre Kocherfahrung und einen speziellen Herd brauchen. Hier ist das einfach Pfannkuchen, bei dem alle Zutaten zusammengerührt werden und dann in der Pfanne gebraten. Auch hier wieder: Es gibt eine Variante mit Muscheln und Garnelen oder eine Anleitung, wie es vegetarisch geht. Hat uns gut geschmeckt. So geht einfache Hausmannskost, die dieses Kochbuch ja verspricht.


Tonkatsu 

Das ist etwas, das ich bisher aus jedem japanischen Kochbuch nachgekocht habe, denn das ist Wiener Schnitzel auf japanisch. Es ist eine dicke Scheibe Schweinefleisch, die mit Pankobröseln eine superknusprige Kruste bekommt.

Erstaunlich ist, dass auch hier eine vegane Variante möglich ist: Man nimmt einfach eine Scheibe Karfiol, die eine spezielle Würzung bekommen, dazu wird beschrieben, wie man die Tonkatsu-Sauce veganisiert.

 

Tofusalat

Das war mein Highlight und das werde ich in meinem nächsten Posting vorstellen. 






 

Was es am Ende des Tages zu dem Buch zu sagen gibt: Japanische Küche ist nichts, vor dem man sich fürchten muss, wenn man ein Kochbuch wie dieses in Händen hält. Es ist sehr viel beschrieben, sodass ich mich sogar über den Nudelteig und das Falten der Teigtäschchen drübergetraut habe. Hat alles gut geklappt und gut geschmeckt.


Fakten zum Buch

ISBN: 978-3-8310-4688-1
Erschienen: März 2023
Umfang: 264 Seiten 
Format: 214 x 269 mm 
fester Einband  

 

Wie immer: Man kann das Buch in der Buchhandlung ums Eck bestellen, solange es die noch gibt, oder direkt beim Verlag.

Danke an den DK Verlag, dass er mir das Buch für die Rezension zur Verfügung gestellt hat.

Die Links sind alle keine Affilate- oder sonstige Werbelinks.

Freitag, 12. Februar 2021

Sunomono − Japanischer Gurkensalat

Asiatische Salate sind etwas Tolles. Auch wenn es kein "großer" Salat ist mit 100 Zutaten, sondern ein einfacher Beilagensalat wie dieser da. Durch die landesneutral asiatischen Zutaten schmeckt der Salat zu Gerichten aus ganz Asien und man muss nicht extra japanisch kochen. Ich träume gerade vom Sommer und Gefüllten Shisoblättern oder diesen Satay Sticks vom Holzkohlengrill.

4-5 kleine Gurken, ein feine Scheiben geschnitten
½ TL Salz
2 EL Wakameflocken
60 ml Reisweinessig (das ist der weiße, ganz durchsichtige)
1 TL Zucker
½ TL Sojasauce (ersatzweise Tamari)
2 TL frisch geriebener Ingwer
1 EL Sesamsamen, geröstet
1 EL geröstetes Sesamöl

In einer Schüssel die Gurkenscheiben mit dem Salz vermischen und Wasser ziehen lassen (dauert 5-10 min.).

In einer kleinen Schüssel Wakame mit einem Spritzer Wasser wässern.

In einer weiteren Schüssel Essig, Zucker und Ingwer mischen. Rühren, bis der Zucker aufgelöst ist.

Die Gurken sehr gut ausdrücken, um möglichst viel Wasser herauszukriegen. Die Flüssigkeit wegschütten. 

Gurken mit der Marinade und mit Wakame mischen, bei Zimmertemperatur 30-60 min. durchziehen lassen.

Kurz vor dem Servieren das Sesamöl unterrühren, Sesamsamen drüberstreuen. 



Angeblich halten sich Reste bis zu 4 Tagen im Kühlschrank, was ich nicht ausprobiert habe, weil der Salat so gut war, dass er bei beiden Gelegenheiten, als ich ihn gemacht habe, sofort und ratzefatze aufgegessen war.

Rezeptquelle: Fermentieren − Von Kefir bis Sauerkraut

Wer Geschmack an dem Rezept findet, mag ziemlich sicher auch meine Geprügelten Gurken. 

Freitag, 27. März 2020

[Rettungsaktion] Japanische Germknödel mit Fleischfülle

Wir retten gerade wieder, dieses Mal Teigtaschen aus aller Herren Länder. In Wien schaut die Versorgung mit gekauften Teigtascherln ja auch schlecht aus, seit die ganzen illegalen Teigtaschenfabriken ausgehoben wurden. Zum Glück kann man die aber ohne Probleme selber machen.

Wenn ich den richtigen Namen als Titel genommen hätte, dann könnte ich wahrscheinlich in absehbarer Zeit selber nichts mehr damit anfangen, die Dinger heißen nämlich Nikuman. Sie kommen ursprünglich aus China, sind aber fixer Teil der japanischen Straßenküche.




Für 6 große oder 8 kleine Nikuman

Teig 
100 ml warmes Wasser
1 Päckchen Trockengerm (laut Originalrezept, ich hatte einen TL frische Germ)
200 g Mehl (glatt) plus etwas mehr zum Bestäuben
2 EL Zucker
1 TL Backpulver
1 TL Sesamöl
1 TL Pflanzenöl

Fleischfüllung
250 g durchwachsenes Schweinefleisch (Schulter), faschiert
50 g Bambussprossen
2 getrocknete Shiitake-Pilze, 2 Stunden in heißes Wasser eingeweicht, Stiele enfernt, Kappen gewürfelt
3 Stängel Schnittknoblauch
125 g Ingwerwurzel, geraspelt (wenn bio, dann ungeschält, sonst geschält)
1 EL Sojasauce
1 EL Austernsauce
1 EL Speisestärke
1 TL dunkles Sesamöl
1 Prise Salz
1 Prise weißer Pfeffer




Für den Teig die Germ in warmem Wasser unter Rühren auflösen. In einer Schüssel Mehl, Zucker und Backpulver vermengen, dann die flüssigen Zutaten gut untermischen. In einer Küchenmaschine mit Knethaken den Teig 10 Minuten oder von Hand 15 Minuten durchkneten, bis er geschmeidig und glatt ist. Den Teig locker in Frischhaltefolie wickeln und etwa 1 Stunde ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat.

Inzwischen die Zutaten für die Füllung in eine Schüssel geben und gut vermischen.

Den Teig nochmal kurz durchkneten und in 6 oder 8 gleich große Stücke teilen. Zu Kugeln formen und auf einer leicht mit Mehl bestäubten Fläche etwa 5 mm dick rund ausrollen. Jeweils 1 Löffel Füllung in die Mitte setzen. Den Teig ringsum über die Füllung einschlagen und zum Versiegeln zusammenzwicken. Einen Dampfkorb mit Backpapier auslegen (Holzkörbe sind am besten, weil sie die Hitze schlechter leiten, und der Teig weicher bleibt) und über einem Topf mit kochendem Wasser platzieren. Kleine Nikuman 12 Minuten, größere 15 Minuten dämpfen. Zur Garprobe ein schmales Messer oder einen Metallspieß in die Mitte einer Teigtasche stechen. Nach 30 Sekunden herausziehen: Ist das Metall heiß, ist die Teigtasche durchgegart.




Leider habe ich keinen Bambus-Dämpfkorb, in dem die Knödel ausreichend Platz gehabt hätten, ich habe einen Dämpfer, wie man ihn in Afghanistan für Mantu verwendet, dieser Dämpfer hat auch gut funktioniert, allerdings musste ich die Knöderl deutlich länger drinnen lassen als im Rezept. Es macht also wirklich einen Unterschied, in welchem Gefäß man dämpft.

Geschmeckt hat es hervorragend! Ich habe die gesamte Menge gemacht in der Hoffnung, dass wir zweimal davon essen können, aber der Mann hat das anders gesehen. Ein einziges Knöderl ist übrig geblieben.

Bei uns gab es dazu eine Menge Salat und dieses Sichuan-Würzöl, wobei das Öl gar nicht zwingend notwendig ist, weil die Füllung eine Menge Geschmack mitbringt.

Wer noch andere asiatische Teigtaschen sucht, ist vielleicht mit diesen Flühlingslollen gut bedient. Die werden nicht in jeder Menge Fett frittiert, sondern im Rohr gebacken, schmecken dennoch hervorragend.

Rezeptquelle: Tokyo Stories - ein japanisches Kochbuch



Wir feiern die Rettungsaktion von "Wir retten was zu retten ist", da bereits 6. Geburtstag ist! Vielen Dank an BarbaraTamara und Britta für die Organisation.


Brittas Kochbuch - Teigtaschen mit Flusskrebsfüllung auf Spinatsauce
Cakes, Cookies and more - Empanadas
Madam Rote Rübe - Buchweizen-Taschen mit Brennessel-Feta-Füllung auf Tomatensoße
BrigittasKulinarium - Schlutzkrapfen
lieberlecker - Fagottini mit Crevetten
Anna Antonia-Herzensangelegenheiten - Wildschweinmaultaschen
Pane-Bistecca - Blutwurst Ravioli
BackeBackeKuchen - Kasnudeln mit Bärlauchfülle
CorumBlog 2.0 - Ravioli auf zweierlei Art
genial lecker - Mit Leberwurst und Äpfeln gefüllte Pasta
Cahama - Bärlauch-Maultaschen

Mittwoch, 25. März 2020

[Buchbesprechung] Tokyo Stories − Ein japanisches Kochbuch von Tim Anderson

Enthält Werbung (Rezensionsexemplar, Verlinkungen, Namensnennungen) ohne Auftrag.

Japanische Küche war lange Zeit ein Angstgegner für mich, dann kam Tim Anderson! Ich habe in meiner Rezension seines vorigen Kochbuchs schon gesehen, dass es keinen Grund gibt, um sich davor zu fürchten. So ist das auch bei dem neuen Kochbuch.

Ich schreibe jetzt nicht noch einmal extra über den Autor, das kann man in der anderen Rezension nachlesen, sondern ich stürze mich direkt ins neue Buch. Es ist sehr edel gemacht: Hardcover mit Prägedruck! Wie man auf der Abbildung links sehen kann, sind die Seiten an den Rändern pink gefärbt, sodass das Buch sehr bunt daherkommt.

Es finden sich viele Fotos aus Tokyo und ebenso viele Food Fotos, die wirklich elegant aussehen. Nicht mit Rüschen und Chichi, nicht mit Händen und Füßen, sondern klare und geordnete Darstellungen. Für mich bringen diese ruhigen Food-Fotos Ordnung in die stark sprudelnden Street Life-Fotos aus Tokyo, also eine gekonnte Mischung.

Das Buch ist ungewohnt gegliedert. Die Kapitel heißen Depachika (Führer zu japanischen Zutaten), Tokyo Street (Street Food), Tokyo Lokal (Spezialitäten der Stadt), Tokyo National (Japanische Regionalküche), Tokyo Global (Ausländisch beeinflusste Köstlichkeiten), At Home in Tokyo (Wenig Platz, einfache Küche), Tokyo Modern (Heutige Japanküche), außerdem gibt es ein Glossar und ein Register. Ich habe mich recht schnell zurecht gefunden in dem Buch, alles war gut auffindbar.

Und schon geht es ans Kochen.


Afternoon Milk Tea

Ich liebe schwarzen Tee, gern auch mit einem Schluck Milch drinnen, niemals mit Zucker. Und dann kam dieses Buch und dachte, es kann mir ein Rezept hinhalten, in dem ein Teebeutel für zwei Stunden in gezuckerte Milch gehängt wird. Ich war mir ziemlich sicher, dass das nicht gut gehen kann. Tut es aber! Es ist nicht zu vergleichen mit meinem täglichen leichten Tee mit Milch zum Frühstück, sondern es ist, da gekühlt, sicher eine gute Erfrischung im Sommer auf Balkonien, wenn es ein Getränk mit mehr Körper braucht.

Mizuna-Salat mit Sesam-Ponzu-Dressing

Mizuna ist ein asiatischer Blattsalat und ich bin in der glücklichen Lage, den das ganze Jahr auf Balkonien ernten zu können. Natürlich musste ich diesen Salat dann gleich nachmachen. Im Buch ist es ein Hauptgericht gegrillter Hühnerbrust, bei mir wurde der Salat ohne Huhn serviert. Sehr schön bunt ist er durch die vielen verschiedenen Zutaten, das Sesam-Dressing reichert ihn so an, dass er als Hauptgericht oder alleinige Beilage zu Fleisch gut schmeckt.









Nikuman

Das sind Germteigknöderl mit Fleischfülle. Uns hat das so gut geschmeckt, dass ich das Rezept hier vorstellen werde.













Choux-Cream

Das ist eine außergewöhnliche Variante von Brandteigkrapferln: Über den Brandteig wird eine dünne Teigschicht aus Mürbteig aufgelegt, sodass die kleinen Krapferln knusprig werden. Gefüllt werden sie mit Patisserie-Creme und zwar von unten, sodass man die Krapferl nicht aufschneidet. Auch das kannte ich noch nicht. Geschmeckt hat es uns gut.












Und unterm Strich? Ein empfehlenswertes Kochbuch mit einfach nachzumachenden Rezepten. Im Gegensatz zum letzten Japan-Kochbuch von Tim Anderson findet man hier auch viel zur Kultur und zum Leben in Japan, genauer gesagt in Tokyo. Ich persönlich mag so etwas gern, wenn ich mit einer Länderküche noch nicht arg vertraut bin, dass mich ein Buch mitnimmt auf die Reise.


Fakten zum Buch
ISBN: 978-3-517-09852-4
Hardcover, Pappband  
Umfang: 256 Seiten
Format: 19,0 x 24,8 cm
ca. 150 Farbfotografien, ca. 30 farbige Illustrationen
Preis: € 35,00 [D] | € 36,00 [A] | CHF 47,90



Bestellen kann man das Buch wie immer beim Buchhändler ums Eck, direkt beim Verlag oder im Internet bei einem der vielen Buchhändler, die versenden. Für Österreich hier eine Liste der Buchhandlungen mit Online-Versand.
Die Links sind alle keine Affilate-Links.
Danke an den Südwest Verlag für das Rezensionsexemplar.

Freitag, 6. Dezember 2019

Fisolen mit Sesam

Sesam ist eine spannende Zutat, die ich erst Schritt für Schritt für mich entdeckt habe. Der größte Schritt in Richtung "ichmagdierichtiggern" war, sie trocken zu rösten, bis sie knistern und Farbe angenommen haben. Das ist bei denen wirklich wichtig. Also bitte machen!


400 g Fisolen
4 EL Sesamsamen
3 EL hellbrauner Zucker
3 EL Sojasauce
Meersalz

Die Sesamsamen wie oben beschrieben rösten. Wenn sie abgekühlt sind, im Mörser grob zerstoßen, Zucker und Sojasauce dazugeben, rühren bis der Zucker aufgelöst ist.

Salzwasser zum Kochen bringen. Fisolen darin 3 min. garen, abseihen, mit eiskaltem Wasser abschrecken. Mit einem sauberen Hangerl (Deutsche nehmen ein Geschirrtuch) abtrocknen. Mit der Sesamsauce vermengen und gleich servieren.



Manöverkritik: Es hat schon einen Grund, warum ich gerade dieses Rezept aus dem Buch Authentisch Japanisch ausgesucht habe, denn uns hat es gut geschmeckt. Was ich allerdings nicht mag, sind quietschende Fisolen, daher habe ich sie 7 min. gekocht.




Dienstag, 3. Dezember 2019

[Buchbesprechung] Authentisch Japanisch von Aya Nishimura

Enthält Werbung (Rezensionsexemplar, Verlinkungen, Namensnennungen) ohne Auftrag, ohne Bezahlung


Irgendwie fürchte ich mich immer ein wenig vor japanischer Küche − nicht sie zu essen, aber sie selber zu kochen. Eigentlich sollte ich es in der Zwischenzeit wissen, dass es dafür keinen Grund gibt. Das zeigt auch dieses Kochbuch wieder.

Aya Nishimura ist Japanerin, lebt aber in England. Sie ist Food Designerin und Rezeptautorin. Ihre Kunden sind unter anderem das Jamie Magazine, Ocado Magazine, Sainsbury's Magazine, Waitrose Kitchen, The Guardian, The Observer, The Telegraph, House & Garden UK, White Company, ASK, Quadrille Publishing, Kyle Books, Octopus, John Lewis, Random House, BBC Books, Ebury Press, Pavillion, Bloomsbury Publishing, Food & Wine, Ryland Peters & Small und Marabou. Die Fotos in dem Buch sind von Lisa Linder. Die Fotos sind hell und feminin, vor allem aber so klar wie ich die japanische Küche kenne, also wirklich sehr stimmig.

Das Buch beginnt mit einer Einleitung und der ausführlichen Erklärung, was unter Izakay, einer japanischen Bar, zu verstehen ist. Dann folgen die Kapitel "Beilagen & Snacks", "Nudeln & Reis",  "Fisch & Fleisch", "Würzsaucen & Gewürzmischungen", "Desserts & Getränke", "Grundrezepte" und "Menüvorschläge". Ein Register und Danksagungen runden das Buch ab. Insgesamt ist das Buch so gestaltet, dass man sich gut darin zurecht findet.

Die Rezepte sind wirklich einfach nachzumachen. Die Zutatenlisten sind sehr kurz und durchgehend sind die Zutaten in jedem Supermarkt, maximal beim Asialaden am Eck leicht zu finden. Rezepte finden sich viele, die man mit japanischer Küche verbindet wie zum Beispiel das japanische Tonkatsu-Schnitzel oder Tataki, diverse Sushi und Ramen. Die Autorin berichtet im Vorwort, dass sie hauptsächlich Rezepte aus der japanischen Familienküche vorstellt, die leicht nachzumachen sind.

Nachgekocht habe ich die nachfolgenden Gerichte.


Japanisches Schnitzel (Tonkatsu)

Das essen wir sehr gern, daher kam das sofort auf die Nachkochliste. Durch die Panko-Panier ist das Schnitzel schön knusprig. Sehr schlicht ist die Beilage: einfach Weißkraut fein geschnitten und gekühlt serviert.

Den Namen Tonkatsu bekommt das Schnitzel durch die Sauce, die man immer dazu serviert. Es gibt für die Sauce ein Rezept im Buch, was ich sehr gut finde, weil das ist wirklich keine Hexerei und man kommt gut ohne eine Million Konservierungsmittel aus.
Japanisches Curry

Ehrlich gesagt hatte ich keine Ahnung, dass man in Japan auch Curry serviert, aber man lernt ja nie aus. Dieses Curry ist aber auch sehr anders als die indischen oder thailändischen, die ich kenne. Gewürzt wird mit Currypulver, Ketchup, Worcestershire-Sauce, Honig und Sojasauce, es kommen Tomaten hinein, dazu serviert man gekochtes Ei, Essiggurkerl und Zwiebelpickels. Also man bekommt tatsächlich ein ganz ungewöhnliches Curry, wenn man das nachkocht.
Frittierte Tofulaberl

Sorry für das Wort "Laberl", aber mir kommt das Wort "Frikadelle" nur ganz extrem schwer über die Lippen bzw. aus der Feder.

Dafür wird Tofu mit Sake und Salz püriert, was eine ganz cremige Masse ergibt. Hinein kommen noch einige fein geschnittene Gemüse. Ich hätte ja im Leben nicht damit gerechnet, dass diese Creme beim Frittieren hält, aber wie man sehen kann, das klappt tatsächlich.
Tempura

Ein Klassiker! Was ich sehr gut gefunden habe: Es wird ganz klar kommuniziert, dass das Um und Auf bei Tempura-Teig die Kühlung ist. Selbst das Mehl wird gekühlt. Belohnt wird man mit einem ganz toll knusprigem Teigmantel, der auch schön aufgeht.

Die Dip-Sauce ist ebenfalls selbstgemacht: ein Konzentrat aus Sojasauce, Mirin, Sake, Zucker, getrockneten Shiitake, Kombu und Bonitoflocken ist sehr geschmacksintensiv, also gut für diese Verwendung geeignet.
Fisolen mit Sesam


Dieses Gericht werde ich vorstellen, weil es wirklich typisch ist für das ganze Kochbuch: einige wenige Zutaten und im Handumdrehen steht das Essen auf dem Tisch.




Und am Ende des Tages? Die Rezepte sind wirklich einfach nachzumachen. Es gab kein einziges "Hoppala". Sehr gut geeignet für Anfänger, die erstmals Bekanntschaft mit der japanischen Küche machen wollen.

Fakten zum Buch
ISBN 978-3-8310-3852-7
Erschienen: August 2019
Umfang: 224 Seiten
Format: 192 x 276 mm
Gebundenes Buch
120 farbige Fotos und Illustrationen
Preis: €19,95 (D) ∣ 20,60 (A)

Wie immer gibt es das Buch beim Buchhändler an der Ecke zu kaufen, man kann es beim Verlag Dorling Kindersley bestellen oder bei einem der vielen Internetversender.

Danke an den Verlag Dorling Kindersley für das Rezensionsexemplar.

Die Links sind alle keine Affilate-Links.

Freitag, 21. Dezember 2018

Weihnachtsei 2018

So schnell vergehen die Jahre! Das ist schon mein achtes Weihnachtsei, das ich euch serviere. Was immer noch gleich ist: Während sich bei allen anderen Bloggern die Tische biegen und wunderbare Weihnachtsgerichte gezeigt werden, bleibt es bei mir schlicht. So schlicht wie möglich, daher gibt es ein ganz einfaches Eiergericht.

Tamagoyaki nennt sich das Gericht und es ist eine japanische Eierspeis. Natürlich gibt es dafür nicht ein einziges Rezept, sondern sehr viele. Ich habe mir eines ausgesucht, für das man allerdings ein Gewürz braucht: Gomasio. Das ist etwas, das man daheim haben sollte, wenn man asiatische Gerichte kocht, denn das kann einem viel retten. Klassisch geht Gomasio ein wenig anders, aber ich hatte noch Rauchsalz daheim und kenne eine fertige Gewürzmischung, in der ein wenig Piment d'Espelette drinnen ist, was definitiv kein Fehler ist.



Gomasio

10 TL Sesam
2 TL Schwarzkümmel
1 TL grobes Salz (hier Rauchsalz)
1 TL Piment d'Espelette

Den weißen Sesam trocken in einer Pfanne anrösten, bis er hellbraun ist. Alle Zutaten in einen Mörser geben und zur gewünschten Konsistenz mörsern. Ich mag es gern, wenn ca. ⅓ der Sesamsamen ganz bleibt, dann hat man auch ein bissi Knusper im Essen. Beim Herumsuchen habe ich aber auch Rezepte gesehen, da wird in einem Hochleistungsmixer alles zu Pulver vermahlen. Dat kannste halten wie die Dachdecker, würde man in Berlin sagen.



Tamagoyaki

2 Eier
1 TL Sojasauce
1 TL Mirin
1 gehäuften TL Gomasio
geschmacksneutrales Öl für die Pfanne

In einer beschichteten Pfanne erhitzt man 1 TL Öl. Währenddessen verschlägt man die beiden Eier mit Sojasauce, Mirin und Zucker zu einer nicht ganz homogenen Mischung. Man gießt ca. ⅓ der Masse in die Pfanne. Sobald die Eier stocken, bestreut man sie mit Gomasio und rollt die Masse ein, lässt sie in der Pfanne liegen. Braucht man Öl, gibt man noch welches in die Pfanne. Dann gießt man das nächste Drittel der Eier in die Pfanne. Wieder stocken lassen, Gomasio drauf, mit dem ersten Omelette einrollen, nötigenfalls Öl, letztes Drittel Eier dazu, wie vorher verfahren.

Dann hebt man die mittlerweile stattlich gewordene Rolle aus der Pfanne und schneidet sie in große Stücke. Will man es original japanisch haben, rollt man diese Eierrolle in eine Sushi-Matte straff ein, damit die Rolle ganz eng gewickelt ist.


Hier ist das Ei zu sehr gebräunt und zu locker gewickelt.

Man kann dieses Ei als Frühstücksei essen, mit gebratenem Reis machen sich diese Eier sehr gut, auf Salat oder einfach mal zwischendurch. Dieses Ei ist traditionell auch Bestandteil einer Bento-Box.

Tamagoyaki kennt man übrigens, wenn man gern Sushi isst: Sie sind auf Tamago Sushi mit einem Stück Alge befestigt.

So ähnlich sollte das ausschauen − okay, Profis machen es schöner.



Die bisherigen Weihnachtseier:
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017

Wie jedes Jahr wünsche ich allen Engerln und Engerlingen wunderbare Weihnachtstage mit Freunden und Familie, vor allem eine erholsame Zeit. Der Blog schließt seine Pforten bis nach den Heiligen Drei Königen, dann lesen wir uns hoffentlich in gewohnter Frische.

Donnerstag, 14. Juni 2018

[Buchbesprechung] Japan Easy - Tim Anderson

Rezension eines Buches, daher ist das dann wohl Werbung.

Japanisch habe ich noch nie gekocht, weil ich ein bissl Angst davor hatte: Im Gegensatz zu anderen asiatischen Küchen hat sie den Ruf, kompliziert zu sein, ausgefallene Küchentechniken zu erfordern und langjährige Übung zu benötigen. Ganz anders geht es mit diesem Buch: Die Rezepte sind einfach nachzumachen, gelingsicher und erfordern weder komplizierte Küchentechniken noch ausgefallene Lebensmittel oder Zutaten.

Der Autor Tim Anderson hat sich ganz der japanischen Küche verschrieben, hat in Los Angeles und Fukuoka gelernt und betreibt nun das japanische Lokal Nanban in London. Mit viel Augenzwinkern zerpflückt er ein Vorurteil nach dem anderen, das ich bezüglich der japanischen Küche hatte.

Die Gestaltung des Buches ist sehr liebevoll: Grafiken begleiten einen von Anfang bis zum Ende. Schon am Cover sieht man goldene Nudeln, was das Buch edel ausschauen lässt. Das Layout ist gelungen, das heißt, die Rezepte sind gut gegliedert und schön gestaltet. Ein wenig gewöhnungsbedürftig war der Beginn des Buches, weil die unterschiedlich großen Schriftarten, Fettdruck etc. ein unruhiges Erscheinungsbild vermitteln, das aber im Rezeptteil dann einem klaren, übersichtlichen Layout weicht.

Die Fotos sind schön! Wie ich es gern mag, liegt kaum Essen verstreut in der Gegend herum. Und die Damen-Hände, die Teller halten, sind zum Glück auch nicht vorhanden, genauso finden man keine Füße, die unter dem Teller hervorschauen. Es ist schlichte, klare Food-Fotografie!

Das Buch hat am Anfang einen ausführliche How To-Teil. Mir als Nichtwissender hat das geholfen und mir den Einstieg in die japanische Küche enorm erleichert. Sieben Zutaten sind es, die man für den Anfang braucht: Sojasauce, Mirin, Reisessig, Dashi, Sake, Miso und Reis. Okay, diese Übung ist jetzt nicht wirklich schwer, denn das alles bekommt man in jedem Asia-Laden. Es folgen noch zehn "Wäre gut zu haben"-Zutaten, die genau so einfach zu bekommen sind. Und dann geht es in dem Buch wirklich mit den Basics los: Reis kochen japanisch. Dann folgt eine Anleitung, wie japanisches Essen serviert wird.

Die Rezepte sind gegliedert in "Einfache Snacks und Beilagen", "Kleine Gerichte", "Sushi", "Große Gerichte", "Große Reis- und Nudelgerichte", "Grundsaucen und Würzmittel", Desserts" und "Getränke". Das Kapitel "Getränke" ist insofern ein Ausreißer aus dem Kontinuum der anderen Kapitel, als da erklärt wird, was man in Japan trinkt und wodurch sich einzelne Getränke auszeichnen; Rezept gibt es keines. Aber auch dieses Kapitel ist sehr hilfreich, habe ich festgestellt, als ich das erste Mal in einem Asia-Laden vor etlichen verschiedenen Sake-Flaschen stand und keine Ahnung hatte, welche ich da jetzt kaufen sollte.

Ja, dann habe ich angefangen zu kochen. Das große Manko an dem Buch: Man kommt einfach nicht weiter! Ich bin bei fast jedem Rezept hängen geblieben und musste es einfach nachkochen. Das hat jetzt den Nachteil, dass ich nicht gleichmäßig aus allen Kapiteln gekocht habe, sondern die meisten nachgemachten Rezepte sind aus dem vorderen Teil des Buches. Ich habe mich dann quasi gezwungen, auch von weiter hinten etwas nachzumachen und war von diesen Rezepten genau so angetan wie von denen vorn im Buch.


Rindfleisch-Tataki

Tataki kannte und liebte ich. Und ich dachte immer, das kann ich nicht. Ja denkste. Das Fleisch wird kurz und extrem kräftig angebraten, sodass es von außen gut gebräunt ist, innen aber noch roh. Diesen Spagat schafft man, indem man das Fleisch nach dem Anbraten in den Tiefkühler gibt. So kann man es auch sehr gut dünn aufschneiden. Das nötige Aroma bekommt man durch eine Sake-Soja-Mischung und einige andere Zutaten.

Schwierigkeitsgrad laut Buch: Überhaupt nicht schwierig (Turbohausfrau sagt dazu: stimmt!)

Bananen-Split mit Miso-Karamell

Bitte das war so ein gutes Dessert! Miso gibt dem Karamell eine schöne Umami-Note. Dass man so etwas kombinieren kann, hätte ich nicht gedacht. Es geht aber hervorragend. Dazu frittierte Nudeln, Schlagobers, Nuss-Crunch, Bananen und Vanilleeis - wir waren im 7. Himmel!

Schwierigkeitsgrad laut Buch: So wenig schwierig, dass man völlig Banane wird
(Turbohausfrau sagt dazu: stimmt, allerdings ist dieses Rezept in der Zubereitung schon aufwändig, denn die ganzen Teilkomponenten wollen erst einmal gemacht werden, bevor sie auf den Teller dürfen.)
Chili-Öl

Zum Aufpeppen diverser Asia-Gerichte habe ich immer ein selbst gemachtes Gewürzöl daheim, das ab sofort durch dieses hier ersetzt wird. Pflanzenöl, Knoblauch, Schalotten, Ingwer, Sternanis, Chili und Sichuan-Pfeffer geben dem Öl ein sehr schönes Aroma und eine unglaubliche Farbe!

Schwierigkeitsgrad laut Buch: Nicht so schwierig
(Turbohausfrau sagt dazu: stimmt!) 
Hähnchenküchlein

Das ist ein Rezept, das eigentlich für den Backofengrill gedacht wäre. Ich habe mir die Freiheit genommen, die Küchlein nicht am Grillspieß zu grillen, sondern im Burger-Griller auf dem Holzkohlengrill. Sie haben auch meinen Ausflug auf den Outdoor-Grill gut überstanden und haben uns sehr gut geschmeckt.

Schwierigkeitsgrad laut Buch: Total nicht schwierig
(Turbohausfrau sagt dazu: stimmt!)










Spieße mit Spargel im Speckmantel

Erstaunlich, wie simpel es gehen kann. Das sind so Rezepte, bei denen ich mich frage, wieso kam ich nicht auf die Idee. Schmecken tun die Spieße nämlich hervorragend.

Schwierigkeitsgrad laut Buch: Selbst wenn sie richtig schwierig wären (was sie nicht sind), sollte man sie unbedingt ausprobieren, so gut sind sie.
(Turbohausfrau sagt dazu: stimmt!)
Schweinebauch-Kushiyaki

Schweinebauch, Sake, Salz, Pfeffer: Das sind die Zutaten, aus denen Träume gemacht werden, habe ich festgestellt. Es hat uns so gut geschmeckt, dass wir dieses Essen gleich auch noch Freunden vorgesetzt haben.

Schwierigkeitsgrad laut Buch: Ganz und gar nicht schwierig
(Turbohausfrau sagt dazu: stimmt!)












Mit Miso glasierte Auberginen

Sooo einfach und dermaßen gut! Man stellt dafür zuerst eine süße Misosauße laut Rezept her, dann müssen nur mehr die Melanzani gegrillt werden, mit der Sauce bepinselt und am Ende mit geröstetem Sesam bestreut.

Ich muss dazu sagen, dass ich derzeit nur rotes Miso habe, im Buch ist dafür eindeutig dunkles Miso verwendet worden und das schaut extrem elegant aus.

Schwierigkeitsgrad laut Buch: So verdammt einfach, dass Sie sich fragen werden, warum Sie das nicht schon längst ausprobiert haben.
(Turbohausfrau sagt dazu: Das Rezept hat tatsächlich so einfach geklungen, dass ich es ohne vorherigen Test ganz lieben Gästen vorgesetzt habe. Nun werde ich auf Ersuchen einen Gastes das Rezept vorstellen, weil es dem so gut geschmeckt hat. Ich glaub, den anderen Gästen auch.)



Muss ich jetzt noch etwas dazu sagen, wie mein Urteil über das Buch unterm Strich ausfällt? Ich mache es aber dennoch: Netter kann man jemandem die Küche eines Landes nicht nahebringen. Ab sofort bin ich verliebt in japanische Küche! Es geht alles so einfach und nicht ein einziges Mal gab es von der anderen Seite des Tisches ein "Na jaaa" oder Ähnliches, also auch der Turbohausmann mag ab jetzt japanisches Essen.

Was ich schon anmerken möchte: Wenn man sich gern mit Grundlagen einer Länderküche auseinandersetzen will, dann ist das nicht das Buch der Wahl. Man lernt weder Knettechniken für Nudelteige noch wie man Miso herstellt. Sucht man die Wurzeln der japanischen Küche, dann muss man woanders auf die Suche gehen. In diesem Buch geht es um Rezepte, die gelingen.



Fakten zum Buch
ISBN: 978-3-8310-3451-2
Einband: gebunden, 224 Seiten, 197 x 255 mm
Erscheinungsdatum: Februar 2018
Preis: 19,95


Einen Blick ins Buch kann man hier machen, da findet man unten auch ein Rezept, wenn man eines ausprobieren will.

Wie immer gibt es das Buch beim Buchhändler an der Ecke zu kaufen, man kann es beim Verlag Dorling Kindersley bestellen und ÖsterreicherInnen finden es versandkostenfrei beim Buchhändler.at.

Herzlichen Dank an Dorling Kindersley Verlag dafür, dass er so ein grandioses Buch herausgebracht hat und mir ein Exemplar für die Rezension zur Verfügung gestellt hat.

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