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Freitag, 8. August 2025

[Rettungsaktion] Sommerliches Beeren-Grießdessert

Heute serviere ich euch ein finnisches Gericht, das ich schon seit ein paar Jahren mache. Es ist ein traditionelles Rezept namens Klappgröt oder Vispipuuro, das es in vielen Varianten gibt, aber dieses hier hat den Vorteil, dass man die Beeren, die jetzt reif sind, frisch verwenden kann. In Finnland macht man es meistens mit Preiselbeersirup, also bei den Beeren kann man wirklich das verwenden, wozu man aufgelegt ist. Hat man im Winter Gusto auf dieses Dessert, macht man es einfach mit gutem Sirup. Aber da wir ja bei den Rettungsaktionen sind, zeig ich euch, dass es wirklich sehr einfach geht.

Rezeptquelle: frei nach "Immer wieder vegan" von Katharina Seiser 


 

 

Ein Dankeschön an Sylvia von Brotwein fürs Organisieren der Rettung und ein ebenso großes Danke an Britta und ihren Mann für die Hilfe bei der Technik und das Banner. 

 




Für 4 Portionen

200 g Ribiseln
200 g Himbeeren
80 g Kristallzucker (evtl. mehr)
50 g Grieß
1 Prise Salz 
 
3 EL gehobelte Mandeln 
Früchte für die Deko (sehr gut passen Rysteribs) oder Kräuter (hier Zitronenverbene und Zitronenmelisse)

 



 

200 g Ribiseln gleich am Stiel in einen Topf geben, Himbeeren, 350 ml Wasser, 1 Prise Salz und 80 g  Kristallzucker dazugeben. Aufkochen lassen und etwa 5 min. bei mittlerer Hitze kochen. Durch ein feinmaschiges Sieb seihen, die Früchte dabei gut ausdrücken. Der gewonnene Sirup soll ungefähr 500 g wiegen. Sollte es ein wenig mehr oder weniger sein, dann bitte die Grießmenge anpassen: der soll ca. 10 % vom Gewicht des Sirups wiegen.

Sirup in den ausgewaschenen Topf zurückgeben, Grieß mit dem Schneebesen gründlich einrühren. Salz dazugeben. Unter Rühren aufkochen, mit Zucker abschmecken und 5 Minuten unter Rühren kochen lassen. 

Auskühlen lassen. Zugedeckt mindestens 2 Stunden im Kühlschrank gut durchkühlen lassen.

Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze unter häufigem Rütteln goldbraun rösten. 

Die feste, eiskalte Grießmasse mit den Quirlen des Mixers oder in der Küchenmaschine mit dem Schneebesen auf hoher Stufe 5 Minuten aufmixen. Sie muss  heller und cremiger werden und an Volumen und Schaumigkeit zunehmen.

Beerengrieß sofort in Schälchen anrichten, mit Früchten, Kräutern und/oder Mandeln garnieren und servieren.



Nun kommt die Liste der MitretterInnen:
Brittas Kochbuch - Marokkanischer Möhrensalat 
Barbaras Spielwiese - Liang Fen (chinesische kalte Nudeln) 
Brotwein - Lachs mit Dillsauce 
Anna Antonia-Herzensangelegenheiten - Insalata di Polipo-Tintenfischsalat 
Pane-Bistecca - Kichererbsen Peperoni Salat 
Cahama - Eier-Gurken-Thunfischsalat 
Kaffeebohne - Glasnudeln mit grünem Gemüse und Cashews

 

 

Freitag, 14. Juli 2023

Ribisel-Curd

Ja, es ist heiß. Aber dennoch: Es ist Einkochzeit, denn schöner als jetzt werden die ganzen Sommer-Obstsorten nicht. Wenn es irgendwie geht, koche ich gleich in der Früh ein, hab alle Fenster und Türen offen, so lässt sich das aushalten. Ich mach es mir aber so einfach wie möglich, das heißt, wenn ich irgendwelche Arbeitsschritte einsparen kann, mach ich das. Hier habe ich alle Ribisel auf einmal verarbeitet und hab sie einfach in den Entsafter geschupft. Das Entsaften macht dieses Oma-Gerät von allein. Aus einem dreiviertel Liter habe ich Ribisel-Kaffee-Gelee gemacht, also dieses Mal keine Marmelade, sondern mit Abkürzung zum Gelee. Aus dem restlichen Saft habe ich Ribisel-Curd gemacht. Das Ergebnis ist unglaublich erfreulich geworden, daher darf dieses Curd hier auf den Blog.

Die Zutatenmenge habe ich einfach von meinem Bergamott-Curd übernommen, allerdings mit dem Unterschied, dass ich den Ribiselsaft auf mehr als die Hälfte eingekocht habe. So habe ich wirklich ein tolles Ribiselaroma im Curd. Und ich hab für die nächsten beiden Wochen einen feinen Brotaufstrich im Kühlschrank.

 

Für 2 Gläser à 250 ml

200 ml Ribiselsaft aus dem Dampfentsafter
1 Bio-Zitrone (Saft und Zesten)
150 g Zucker 
5 Dotter 
70 g Butter 
1 Prise Salz

Den Saft in einem kleinen Topf um die Hälfte einkochen.

Zitrone waschen, die Schale abreiben, den Saft auspressen.

Wasserbad vorbereiten, darin die Butter schmelzen. Zucker, Salz, Zitronenschale und -saft, außerdem den reduzierten Saft dazugeben, rühren, bis der Zucker geschmolzen ist. Eigelbe mit einem Löffel verrühren, langsam unter Rühren zu den anderen Zutaten leeren. Über dem heißen Wasserbad erwärmen und dabei ständig rühren, bis sich die Konsistenz merklich ändert − das ist der Moment, in dem die Masse nur noch zäh über den Rücken des Kochlöffels rinnt. Wer es genau wissen will, nimmt ein Thermometer: 80 Grad ist die Temperatur, in dem man den Topf schnell vom Herd nimmt. Gleich in sauber gewaschene Gläser abfüllen, zuschrauben, auskühlen lassen und ab damit in den Kühlschrank.


Ja, die Frage mit der Haltbarkeit: Es sind Butter und Eier im Curd, also wahrscheinlich nicht sehr lang. Bei Nigel Slater habe ich einmal gelesen, dass er empfiehlt, Curd einzufrieren. Ich hab das noch nie gemacht, daher kann ich keine Erfahrungswerte beisteuern. Ich mache immer nur ein bis zwei Gläser Curd, das kommt bei uns ins Joghurt, ins Müsli oder aufs Brot, also sind die beiden Gläser recht flott aufgebraucht.


Dienstag, 10. August 2021

[Kulinarische Weltreise] Rysteribs


Die kulinarische Weltreise Kulinarische Weltreise geht diesen Monat nach Dänemark. Ich gestehe: Dort war ich erst einmal und habe in dem gemieteten Ferienhaus jeden Tag gekocht, weil damals war essen gehen in Dänemark fast unleistbar und wir haben maximal unterwegs mal belegte Brote gegessen. Meine dänischen Kocherfahrungen sind auch minimal und ich habe daher nur einen bescheidenen Beitrag für die kulinarische Weltreise.

Ja, meine Ribiseln. Man sieht auf dem Foto, wie ich die von der Staude hole. Manchmal finde ich es blöd, dass Balkonien so ein Vogelparadies ist − das ist eine dieser Gelegenheiten. Aber ich habe mit den kümmerlichen Resten etwas sehr cooles gemacht: eingezuckerte Ribisel, wie man sie in Dänemark anscheinend zu vielem dazu isst, auch zu pikanten Speisen.

Rezeptquelle: Küchenlatein


Zutaten 
500 Gramm rote Ribiseln, abgerebelt, gewaschen und gut abgetropft gewogen
200 Gramm Zucker

Die Zubereitung ist denkbar einfach: Die Ribiseln gut mit dem Zucker verrühren, dann in ein Drahtbügelglas schichten. Am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen, dann hat sich der Zucker aufgelöst.

 


 Auf dem letzten Foto sieht man Ricotta mit Rysteribs. Auch eine Kombination, die ich empfehlen kann.

Mir haben die Beeren gut geschmeckt. Meistens habe ich sie mit Joghurt verrührt gegessen − das ist meine Art, Fruchtjoghurt zu essen. Die "Zubereitung" ist wohl eine Art des Mazerierens, denn die Beeren schmecken intensiver als einfach mit Zucker bestreut. Wird bei mir wohl ein Stammgast in der Küche werden.

 

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft Nun freue ich mich auf die kommenden Beiträge für die Reise nach Dänemark, denn mein Einstieg in die dänische Küche war nun durchaus erfreulich.

Donnerstag, 5. August 2021

Ribisel-Kaffee-Marmelade

Ich hab ein neues Küchengerät und freu mir die Haxen aus. Das kam so: Meine Oma hatte eine Quetsche, in der sie oben die gewaschenen Ribiseln samt Stiel reingetan hat, auf einer Seite kamen die recht trockenen Abfälle, also Stiele und Kerne raus, vorne ist das Fruchtmark heruntergeronnen. Als Kind durfte ich kurbeln, was ganz schön anstrengend war. Nach dem Tod der Oma war das Ding einfach nicht mehr auffindbar. Seither suche ich so etwas. Neulich spülte mir ein Newsletter genau diese Quetsche ins Postfach: Das ist eine Tomatenquetsche, wie sie angeblich in Italien jeder Haushalt daheim hat. Man kann damit Passata machen, was mich natürlich noch mehr freut. Und ich weiß schon, im nächsten Jahr gibt es die Himbeermarmelade, die ich immer durch die flotte Lotte jage, wo sich immer ein Drittel der Kerne durchschummeln, ganz kernfrei, denn durch das Sieb der Quetsche passt genau gar ein Kern.

Die Ausbeute war übrigens erstaunlich gut: 2 Kilo Ribiseln ergaben 1,7 kg Fruchtmark. Also weitaus besser als beim Entsaften. Und nachdem mehr Frucht in dem Fruchtmark drinnen ist, schmeckt die Marmelade ribiseliger als das Gelee. 

Was übrigens geblieben ist: Das Kurbeln ist echt anstrengend, denn so ein trockener Abfall will einmal erarbeitet werden bei den saftigen Früchten. Und in Italien haben anscheinend alle Haushalte einen gscheiteren Arbeitstisch als ich, denn ich habe die Quetsche am furnierten Esstisch festgeschraubt, was dem Tisch eine Mosen (Deutsche machen eine Delle) verpasst hat. Da muss ich mir noch was Besseres einfallen lassen.

Und nun kommt ein Rezept, das ich mir bei Petra von Chili und Ciabatta abgeschaut und ein wenig abgewandelt habe und das seit vielen Jahren immer wieder gekocht wird. Der Kaffeegeschmack ist wirklich deutlich wahrnehmbar und so ein Kipferl mit diesem Gelee ist immer wieder eine Freude. Nun ist es bei mir erstmals kein Gelee, sondern durch die Verwendung der Quetsche eine Marmelade geworden. Schmeckt genau so gut.

 

 

1 kg Fruchtmark von roten Ribiseln (weiße Ribiseln gehen auch,  3/4 l selbst gemachter Ribiselsaft geht auch)
1/2 kg Gelierzucker 2:1
1 EL Kaffeebohnen zum Mitkochen
1 EL Kaffeebohnen für die Marmeladegläser  

Gewürzkugel (ersatzweise Teefilter aus Papier)


1 EL Kaffeebohnen in eine Gewürzkugel geben, gut verschließen. Falls man einen Teefilter nimmt, in diesen die Bohnen einknoten.

Gelierzucker in das Ribiselmark einrühren, Gewürzkugel so hineinhängen, dass die Kugel nicht auf der Fruchtmasse oben aufliegt, sondern ganz untergetaucht ist. Über Nacht zugedeckt stehen lassen.

Fruchtmasse am nächsten Tag unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. 3 min. sprudelnd durchkochen lassen. In frisch gewaschenen Twist-off-Gläsern den zweiten Esslöffel Kaffeebohnen verteilen. Gelierprobe machen (hat bei mir bisher immer geklappt, weil Ribiseln ausreichend Pektin mitbringen): Dafür einen Löffel Marmelade auf einen gekühlten Teller geben, auskühlen lassen, drauf blasen. Wirft die Masse stabile Wellen, die nicht gleich wieder verlaufen, ist die Marmelade fertig zum Abfüllen. Wenn nicht, noch ein paar Minuten weiterkochen.

Nach dem Abfüllen in Gläsern diese gut zuschrauben und 24 Stunden stehen lassen. Marmelade und vor allem Gelee gelieren besser, wenn man sie in Ruhe lässt. Keine Ahnung, was chemisch in dieser Zeit passiert, aber es klappt einfach besser, vertraut mir.



Auf dem Foto sieht man, dass doch einige wenige Kernchen durchgeschlüpft sind. Okay, sei dem Maschinchen verziehen.

Das Rezept schaut mit Gelee aus weißen Ribiseln eleganter aus als bei roten Ribiseln, aber weiße bekomme ich leider nur zu Apothekerpreisen, daher habe ich das bisher erst ein einziges Mal gemacht. 

Weil ich sofort gefragt wurde: Bezugsquelle Tomatenquetsche (noch sponsored)


Mittwoch, 1. Juli 2015

Muffins mit schwarzen Ribiseln


Meine schwarzen Ribiseln waren gerade mal so reif. Da hieß es schnell sein und handeln. Weil nämlich unter den Krähen hier in der Gegend hat es sich herumgesprochen, dass dieser Balkon nun hundefrei ist, und die Krähen futtern alle Beeren mit Begeisterung! Meine roten Ribisel kann ich vergessen! Die waren noch gar nicht reif, haben die Krähen schon angefangen zu ernten. Kann denen bitte jemand erklären, dass sie Zugvögel sind und eigentlich im Sommer nach Russland gehören und nicht auf meinen Balkon?

Na egal. Wie schon seit längerer Zeit (Beweis) muss ich auf jeden Fall Nigel Slaters "Kleine Johannisbeertörtchen" jedes Jahr mindestens einmal nachbacken, denn die sind mit schwarzen Ribiseln unglaublich gut. Für dieses Jahr war es leider meine gesamte Ernte, die für die Muffins draufgegangen ist. Den Rest haben die ... okay, ich hör schon auf zu raunzen! ;)


125 g Butter, weich
125 g Rohrohrzucker
2 große Eier
125 g Mehl (ich: glattes)
1/2 TL Backpulver
3-4 EL Milch (original weniger)
150 g schwarze Ribisel, entstielt - zur Not gehen auch rote Ribisel oder Himbeeren

Backrohr auf 200 Grad vorheizen. Papierförmchen herausnehmen, blöd schauen, wenn nur mehr eine einzige Papierform in der Schachtel ist, zum Backpapier greifen, das in entsprechende Quadrate schneiden, das Papier zerknüllen (es wird dadurch formbarer) und die Mulden der Muffinform damit auslegen. Papiermuffinformschachtel heraußen stehen lassen, damit man dran denkt, dass man neue kaufen muss.
Mehl und Backpulver mischen.
Butter und Zucker in der Küchenmaschine cremig rühren, nach und nach die beiden Eier einrühren. Die Mehlmischung löffelweilse einrühren, dann löffelweise Milch zugeben, bis der Teig in der Konsistenz so weich wird, dass man ihn gut in die Muffinförmchen geben kann. Die Ribiseln unterheben. Teigmischung in die Muffinformen löffeln und 25 min. backen, bis die Muffins schön aufgegangen sind. Abkühlen lassen und vor dem Rest der Bewohner verstecken, denn sonst sind sie gleich weg, auch wenn es nur ein einziger Mitbewohner ist.



Ja nun, hat die Welt noch ein Muffinrezept mehr gebraucht? Doch, dieses schon. Nicht umsonst backe ich das, seit ich Nigel Slaters "Tender-Obst" gekauft habe. Es gibt nicht viele Rezepte, die so einfach sind und doch so einen Wiederholungszwang bei mir auslösen. Aber wie schon geschrieben: schwarze Ribisel sollten es sein. Sonst sind es gute Muffins, aber das gewisse Etwas geben diese herben Früchte.

Freitag, 27. September 2013

Linsensalat mit weißen Ribiseln

Den ganzen Sommer schon suche ich weiße Ribisel (= weiße Johannisbeeren), vor allem weil ich Petras Johannisbeer-Panna Cotta so toll fand, ich konnte es richtig schmecken, als ich das Rezept las. Dann durfte Nigel Slaters "Tender - Obst" bei mir einziehen, der ja ins Schwärmen gerät bei weißen Ribiseln. Die Ribisel-Suche intensivierte sich, diverse Markstandler bekamen meine Telefonnummer in die Hand gedrückt mit der Bitte, wenn sie weiße Ribisel bekommen könnten, sich unbedingt bei mir zu melden. Na nix. Aber auch gar nix. Dann ging ich vor zwei Tagen zum Hofer (= Aldi), weil mir eine Postwurfsendung verraten hatte, dass sie gerade wieder einmal meine Lieblingsputzfetzen (= Putztücher) im Angebot hätten. Ich düste zum Hofer, eilte an der Obst- und Gemüseabteilung vorbei, auf einmal musste ich eine Notbremsung einlegen: Da lagen doch tatsächlich wunderschöne weiße Ribisel. Jetzt! Ende September! Damit hatte ich nicht gerechnet. Na jedenfalls mussten die mit mir nach Hause. Alle Pläne, die ich damit gehabt hatte, musste ich leider verwerfen, denn morgen steige ich ins Flugzeug und bin mal für eine Weile weg. Noch dazu war die Zeit mehr als knapp bemessen in den letzten Wochen, sodass alle Kochprojekte, die mehr als eine halbe Stunde Zeit in Anspruch nehmen, verschoben wurden. Aber dieser Linsensalat aus dem genannten Kochbuch musste einfach sein!


Für 2 Personen als Beilage:
175 g Puy oder andere grüne Linsen
3 EL Olivenöl
1 EL Weißweinessig (Ich: Gegenbauer Riesling Spätlese)
125 g weiße Ribisel
3 Zweige Minze (Ich: marokkanische)
1 kleiner Bund Petersilie
Salz, Pfeffer

Linsen waschen, in Salzwasser bissfest kochen. Währenddessen aus Essig, Öl, Salz und Pfeffer eine Marinade anrühren und die abgeseihten Linsen gleich nach dem Kochen damit anmachen. Vor dem Servieren die abgerebelten Ribiseln und die gehackten Kräuter unter die Linsen heben.

Nigel Slater empfiehlt den Salat zu Lamm, Schwein, Lachs oder Perlhuhn. Wir haben ihn als Vorspeise gegessen und da hat er sich sehr gut gemacht! Danach empfehlen sich Palatschinken mit Apfelmus.



Da meine Fette Henne sagt, dass nun der Herbst kommt, verabschiede ich mich für eine Weile in den sonnigen Süden und wünsche allen eine schöne Zeit!

Dienstag, 24. Juli 2012

Ganz arg retro

Habt ihr auch solche Zettelchen aus jungen Jahren daheim?



Bei mir gibt es einen ganzen Ordner davon! Und wie man sieht, wurde das Rezept schon einige Male nachgekocht. Das Rezept hat sich bei mir allerdings im Lauf der Jahre gewandelt und wie, das zeig ich euch heute.



8 Desserportionen:
1 kg saure rote Früchte (Himbeeren, Ribisel, Weichseln, rote Kriecherl)
1 Stück Zimtrinde
1 Sternanis
1/2 l schwarzer Ribiselsaft (wenn man den aus dem Packerl nimmt, dann die Zuckermenge reduzieren, meiner stammte direkt aus dem Dampfentsafter und war sehr sauer!)
40 g Stärkemehl
400 g Zucker

Schlagobers für die Garnitur



Früchte waschen und vorbereiten, also Ribisel abrebeln, Weichseln entkernen. Saft mit dem Zucker und den Gewürzen aufkochen, die Früchte dazugeben und 5 min. durchkochen lassen. Das Stärkemehl in ca. 1/8 l sehr kaltem Wasser auflösen, zu den Früchten geben und nochmals 5 min. kochen lassen - wenn die Stärke beim Obst ist, ständig rühren, damit nichts anbrennt. Gewürze herausfischen. Die Grütze in Schüsseln füllen, auskühlen lassen, dann mit Folie abdecken und ein paar Stunden im Kühlschrank gut durchkühlen lassen.
Mit geschlagenem Schlagobers servieren.


Anmerkungen: Es hat sich sehr bewährt, die Rote Grütze von Drachen bewachen zu lassen, weil sonst kommen irgendwelche Einbrecher und essen heimlich alles auf!  ;)


Gabi, danke für das Rezept! Ich kann mich noch erinnern, wie ich im zarten Alter von 19 Jahren bei dir in der Küche das Rezept abgeschrieben habe und ganz arg beeindruckt war, dass du so etwas kochen kannst, das so exotisch ist und aus dem ach so fernen Deutschland stammt.

Da ich seit so vielen Jahren jeden Sommer Rote Grütze koche, darf das Rezept bei Sommer in der Küche nicht fehlen.

Samstag, 14. Juli 2012

Camembert-Burger mit scharfem Ribiselchutney

Es gibt Postings, da würde ich lieber nicht verraten, wo ich die Idee her habe! Die Fotos vom Originalrezept sind nämlich so toll, dass ich da nie im Leben mithalten kann. Aber macht nix, irgendwann lerne ich es vielleicht doch noch.

Das Rezept für das Ribiselchutney stammt von mir und die Menge reicht für 2 Gläser. Es passt auch gut zu anderem Käse oder zu Gegrilltem.


Zuerst das Rezept für das Chutney:

1/2 kg rote Ribisel
1 Zwiebel
1 EL Olivenöl
1/4 kg Zucker
1/8 l  milder Rotweinessig
Salz, Pfeffer
3 scharfe Chilischoten (wer es nicht so scharf mag, entfernt die Kerne)
1/2 TL Zimt

Ribisel waschen und von den Stängeln zupfen. Die Zwiebel schälen und würfelig schneiden, in Olivenöl anschwitzen. Den Zucker zur Zwiebel geben und karamellisieren. Ribisel dazugeben, kurz mit anschwitzen, mit dem Essig ablöschen. Alle anderen Zutaten dazugeben und ca. eine Stunde einkochen lassen. Das Chutney soll dickflüssig sein.
Kochend heiß in Gläser mit Schraubverschluss füllen, einige Zeit kopfüber auf dem zugeschraubten Deckel stehen lassen.



So schön hatte ich alles vorbereitet!
Zutaten:
1 Weckerl (= Brötchen) nach Wahl
1 runder Camembert nach Wahl
1 Knoblauchzehe
1 TL Olivenöl
1 EL grob gehackte Petersilie
1 Schalotte
Rucola
1 EL Ribiselchutney

vielvielvielviel Alufolie!



Vom Camembert einen Teil des Deckels abschneiden, den in Scheibchen geschnittenen Knoblauch hineinlegen. Dem Camembert eine Hülle aus Alufolie machen, die den Käse auffängt, wenn er ausrinnen sollte.


Die gehackte Petersilie auf den Knoblauch legen, mit etwas Olivenöl beträufeln. Den Camembert im vorgeheizten Rohr bei 180 Grad ca. 20 min. backen. In der Zwischenzeit das Weckerl auseinanderschneiden, den Boden mit Rucola und gehackter Schalotte belegen, den Deckel mit dem Ribiselchutney bestreichen.



Ja, dumm gelaufen, zurück an den Start! Vorher allerdings Backrohr putzen.

Ergänzung: Man macht dem Camembert eine Hülle aus 3 Lagen Alufolie, damit die auch wirklich dicht hält. 


Na bitte, so klappt das! Und es schmeckt saugut! Ehrlich.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Ribiselkuchen

Teig:
220 g Mehl
50 g Zucker
110 g Butter oder Margarine
1 Ei
1 Prise Salz
Butter zum Einfetten
Semmelbrösel zum Ausstreuen der Form
Etwas Milch oder Joghurt
Backpapier + Trockenbohnen zum Blindbacken

Für den Belag:
500 g Ribisel (= rote Johannisbeeren)
3 Eier
125 g Zucker
1 EL Vanillezucker
150 g gemahlene Haselnüsse




Zubereitung:
Aus Mehl, Zucker, Butter, Ei, Salz und etwas Milch oder Joghurt einen glatten Mürbeteig kneten.  Für ca. 30 Min. in den Kühlschrank legen. Anschließend eine gefettete, mit Bröseln ausgestreute Springform (26 cm) mit dem Teig auskleiden und dabei einen ca. 3 Finger hohen Rand formen. Teig mit Backpapier auslegen, Bohnen hineingeben, ca. 10 Min. bei 200 Grad vorbacken.
Danke an Claudia Schmidt von www.foolforfood.de für folgenden Tipp: Den vorgebackenen Teig mit einem verquirlten Eigelb bestreichen, noch einmal für 1 Minute ins Backrohr, dann schließt der Teig gut ab und weicht nicht vom Belag auf.
Die Ribiseln abrebeln. Eigelb mit Zucker und Vanillinzucker schaumig rühren. Haselnüsse, das steif geschlagene Eiweiß und die Johannisbeeren locker unterheben. Auf dem vorgebackenen Teig verteilen und noch einmal in den heißen Ofen schieben.
Bei 200 Grad noch ca. 30 Min. backen.



Edit: Aus welchem Grund auch immer waren die Fotos verschwunden, daher neue Fotos eingestellt am 20.6.2012.  Kuchen schmeckt unverändert gut!