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Donnerstag, 30. April 2015

Zuckererbsen-Slaw

Hier kommt das von meiner Leserin Kathrin gewünschte Rezept aus dem Kochbuch The Art of Simple Food. Wie die Rezepte im Kochbuch ist auch dieses einfach, leicht nachzumachen und die Kombination ist überzeugend. Die wenige Arbeit kann man auch noch teilen, das heißt, man kann das Blanchieren der Zuckerschoten irgendwann vorher machen, nur die Vinaigrette sollte man erst im letzten Moment über die Schoten geben, damit sie ihre schön grüne Farbe nicht gegen ein unansehnliches Grüngrau eintauschen.


350 g Zuckerschoten putzen, also den Blütenansatz kappen, wenn nötig die seitlichen Fäden abziehen. Kurz (weniger als 1 Minute) in kochendes Wasser geben. Ich habe die Schoten mit Eiswasser abgeschreckt, im Kochbuch werden sie lediglich auf einem Teller zum Abkühlen ausgebreitet, also scheint das zu reichen, um die Farbe zu erhalten. Bei mir war das so eine automatische Erbsen-Immermach-Sache mit dem Abschrecken, dass mir das einfach passiert ist. Wenn die Schoten ausgekühlt sind, schneidet man sie schräg in Streifen.
4 Radieschen in dünne Scheiben schneiden - am besten hobeln,  dann werden die Scheibchen gleichmäßig.
Vinaigrette aus der abgeriebenen Schale einer halben Bio-Zitrone, 1 EL Zitronensaft, 1 TL Weinessig (rot oder weiß), Salz und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer gut mischen. Dazu kommen 1 EL grob gehackter Kerbel oder Minze und 1 EL in feinste Streifen geschnittene Petersilie.
Alles vermischen, sofort servieren.


Bei der Vinaigrette dachte ich, da fehlt sicher Öl, habe den Salat aber genau so nachgemacht und muss sagen, da geht einem nichts ab! Der Salat ist wunderbar erfrischend, also ein wunderbarer Frühsommersalat.
Als Variante wird noch angeführt, man kann eine Karotte in dünne Scheiben und dann in feine Streifchen schneiden, 1 Minute blanchieren, zu Erbsen und Radieschen geben.

Dass ich Text und Zutatenliste nicht extra geschrieben habe, ist Absicht: Genau so wird das bei vielen Rezepten im Buch gehandhabt.

Samstag, 14. Mai 2011

Ja, grillen ...

Eigentlich hätten zwei prachtvolle Ribeye-Steaks zur Eröffnung der Grillsaison dienen sollen. Aber was war? Regen! Und dann noch meine Grillpfanne verliehen. Dumm gelaufen. Aber war trotzdem essbar, sehr gut sogar. Die Süßkartoffel-Spalten und das Gemüse sind nach Ottolenghi gekocht. Damit gebe ich jetzt eine Weile Ruhe mit den Ottolenghi-Rezepten - ich hab nämlich das "Grüne Küche"-Kochbuch von Delia Smith geschenkt gekriegt. Der nächste Sucht-Faden, der sich hier durchziehen wird, ist also schon im Kommen.


Und da hier waren meine schönen Ribeye-Steaks:



Für 2 Personen:
Süßkartoffel-Spalten:
1 Süßkartoffel
1 TL Koriander gemahlen (ich habe nur Körner, die man aber im Mörser schön klein kriegt)
1 TL grobes Salz (bei mir Himalaya-Kristallsalz)
2 TL Korianderblätter
1/2 Chilischote

Dip:
1/2 Stängel Zitronengras
125 g Creme fraîche
1 Bio-Limette (Saft und Schale)
1 daumengroßes Stück Ingwer, fein gerieben
1 Prise Salz

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Süßkartoffeln waschen und ungeschält der Länge nach in 8 Stücke teilen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, einölen, die Spalten drauflegen, mit Olivenöl beträufeln und dann mit Salz und Koriander würzen.
Für den Dip alle Zutaten verrühren. Zitronengras sehr, sehr fein schneiden, besser noch zermörsern.
Die Süßkartoffelspalten ca. 30 min. im Ofen braten. Gehackte Korianderblätter und zerkleinerte Chilischote drüberstreuen. Lauwarm mit dem Dip servieren.

(frei nach: Yotam Ottolenghi , "Genussvoll vegetarisch")



Erbsenschoten-Fisolen-Gemüse:
100 g Fisolen
100 g Erbsenschoten
30 g Haselnüsse
geriebene Schale einer 1/2 Bio-Orange
Knoblauch
2 EL Olivenöl
1 EL Haselnussöl - ich hatte nur Walnussöl, hat aber auch sehr gut gepasst
Salz, Pfeffer

Backrohr auf 180 Grad drehen, wenn die Temperatur passt, die Haselnüsse ca. 10 min. im Rohr rösten. In der Zwischenzeit die geputzen Fisolen ca. 4 min. in kochendem Wasser sieden, dann die Erbsenschoten dazu, eine weitere Minute kochen. Beides mit kaltem Wasser abschrecken. Mit einem Geschirrtuch die Schalen der Haselnüsse herunterreiben, die Nüsse grob hacken. Gepressten Knoblauch mit Olivenöl und Nussöl, Salz, Pfeffer und der Orangenschale vermischen, mit dem Gemüse vermengen, Nüsse drüberstreuen.

(frei nach Yotam Ottolenghi, "The Cookbook")



Und schlussendlich die Steaks: Wenn man keinen Grill hat, nimmt man eine Grillpfanne, wenn man die auch nicht hat, eine gusseiserne Pfanne, in der man Olivenöl heiß werden lässt. Die Steaks auf jeder Seite 3 min. braten, salzen und pfeffern, im warmen Rohr ein paar Minuten ruhen lassen. Fertig.