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Freitag, 2. Februar 2024

[Rettungsaktion] Käsegebäck

Es gibt tatsächlich noch Rettungsaktionen! Ganz demokratisch wird entschieden, welches Thema bei der kommenden Rettung in Angriff genommen wird. Dieses Mal war ich nicht sicher, ob ich da mit dabei sein will, denn im Jänner Kekse zu backen hatte ich irgendwie nicht auf dem Schirm. Aber ein Besuch, bei dem es immer, wenn wir dort sind, etwas zu knabbern gibt, hat mich dann doch angespornt. Bei mir gibt es nämlich sehr selten Knabberzeugs irgendwelcher Art. Aber nun hab ich mich zusammengerissen!

Beim Bestreuen des Käsegebäcks kann man der Fantasie freien Lauf lassen: Wie hier passen Kümmel, Salzflocken und gebrochener Pfeffer sehr gut, man kann aber auch Parmesan draufstreuen oder mit Kürbiskernen einen Stern drauf legen, auch alle anderen Kerne (½ geschälte Mandel, Pinienkerne, Sonnenblumenkerne) sind eine feine Sache.

Danke an Tamara, die die Schirmherrschaft über die Rettungen hat und sich da immer tapfer durchkämpft. Ein großes Dankeschön an Britta und ihren Mann für die technische Unterstützung.


Zutaten für 2 Bleche 
150 g Mehl 
2 Prisen Salz 
1 Prise Cayennepfeffer 
1 Prise Paprikapulver (süß)
120 g fein geriebener Käse − hier eine Mischung aus würzigen Käseresten (Gruyere, Parmesan, Comté)
100 g kalte Butter 
1 Eigelb  
ein wenig Mehl zur Teigverarbeitung 

Deko 
1 Eigelb zum Bestreichen 
Kümmel, grobe Salzflocken, grober Pfeffer zum Bestreuen

Mehl, Cayennepfeffer, Paprikapulver,  Käse, Butter und Eigelb in der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verarbeiten. Bei mir macht das die Kenwood mit dem K-Haken sehr gut. Den Teig danach zu einem Rechteck formen (lässt sich dann leichter in ein Rechteck auswalken) und in Folie wickeln. Im Kühlschrank mindestens 1 Stunde durchkühlen lassen.

Den Teig auf Zimmertemperatur kommen lassen. Währenddessen 2 Bleche mit Backpapier auslegen. Das Backrohr auf 200 Grad Ober-Unterhitze oder 180 Grad Umluft vorheizen. Wenn man Umluft hat, sollte man die verwenden, denn man kann zwei Bleche auf einmal backen, muss nur nach der halben Backzeit die Bleche in der Position tauschen, damit die Kekse alle gleich viel Hitze abbekommen. Wenn keine Umluft vorhanden ist, stellt man ein Blech in der Zwischenzeit in den Kühlschrank oder (der Vorteil dieser Jahreszeit) in den großen Open Air-Kühlschrank.

Auf einer schwach mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche den Teig ca. 4 mm dünn auswalken. Mit Keksausstechern diverse Formen ausstechen, die Kekse auf den Backblechen verteilen. Man kann den restlichen Teig zusammenkneten und wieder ausrollen, abermals ausstechen. Wenn der Teig zu mehlig oder zu warm wird, gibt man die Rest weg − solche Kekse schmecken nicht mehr so gut.

Die Kekse mit verquirltem Eigelb bestreichen und mit den gewünschten Materialien bestreuen.

Bleche ins Rohr schieben und ca. 8 min. backen, bis die Kekse eine appetitliche Farbe haben. Auskühlen lassen und in luftdicht schließende Behälter geben.
 

Leider kann ich keine Angaben machen, wie lange sich die Kekse halten, denn sie waren rasch aufgegessen. Ich habe sie am Vortag gebacken, sie waren auch am nächsten Tag noch schön knusprig.





Und nun kommen meine Mit-Retter:innen:

Cakes, Cookies and more - Brownie Cookies 

Brotwein - Azora Orangenplätzchen Rezept 

Anna Antonia-Herzensangelegenheiten - Bierstengel oder schwäbische Grissini 

Pane-Bistecca - Berner Nusstaeschli 

Kaffeebohne - Rosmarin-Parmesan-Kekse

Montag, 9. September 2019

[Blogevent] Marzipanige Kekse mit Orangeat

Enthält Werbung durch Namensnennung (ohne Bezahlung, ohne Aufforderung) im Rahmen des Blogevents.


Zorra macht gerade ein Blogevent zum Thema "Gebäck zum Afternoon Tea" und da passen diese Kekse sehr gut dazu, auch wenn sie nicht "really british" sind.  Mir fällt so ad hoc niemand ein, der kein Marzipan mag, daher sind diese Kekse etwas, mit dem man selten falsch liegt. Die Kekse sind außerdem eine gute Idee, wenn man Eiklar übrig hat.

Ich sitze hier übrigens mit meiner 16 Jahre alten Kenwood, die bei jedem Mal rühren ächzt und stöhnt, als würde sie sofort niederbrechen. Und genau so eine zuverlässige Küchenmaschine wünsche ich mir wieder. Nun gibt es bei Zorra eine tolle Kenwood, wie ich sie gern hätte, zu gewinnen, da stelle ich mich an und hoffe auf mein Glück.



Für ca. 40 Stücke
300 g Mandeln, geschält und enthäutet gewogen
400 g Zucker
1 EL Vanillezucker
2 Eiklar, Größe M, auf keinen Fall größere!
50 g kandierte Orangenschale, in kleine Würferl geschnitten

Staubzucker zu Bestreuen
Backpapier zum Backen

Die Mandeln gemeinsam mit dem Zucker und Vanillezucker portionsweise fein vermahlen. Auch wenn man Staubzucker verwendet, muss man diese Prozedur machen, um später eine marzipanähnliche Masse zu bekommen. Kandierte Orangenschale daruntermischen.
Eiklar zu Baiser aufschlagen und unter die Mandel-Zucker-Mischung kneten, sodass man eben diese marzinpanähnliche Mandelmasse bekommt. Aus dieser Mischung eine Rolle mit ca. 5 cm Durchmesser formen, davon dickere Scheiben abschneiden.
Die Kekse auf zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche verteilen und über Nacht trocknen lassen. Ich hab das gleich im Rohr gemacht. Am nächsten Tag das Backrohr aufdrehen, wenn die Kekse noch drinnen sind, und bei 70 Grad Umluft ca. eine halbe Stunde trocknen lassen. Während dieser Zeit ein- bis zweimal die Türe öffnen, damit Feuchtigkeit entweichen kann.

Die Kekse sollten ganz hell bleiben und nicht knusprig braun werden. Meine waren nie blütenweiß, sondern hatten die Farbe von Mandeln. Aber da weiß man sich natürlich zu helfen: Man bestreut sie mit Staubzucker.



Blog-Event CLVI - Gebäck zum Afternoon Tea zum 15. Blog-Geburtstag (Einsendeschluss 15. September 2019)

Donnerstag, 1. September 2016

[Zu Gast] Lavendel-Cookies für Verena

Es freut mich sehr, dass ich wieder bei Verena kocht gastbloggen darf. Dafür haben meine Lavendelstauden sogar eine kleine Nachblüte eingelegt. Schaut doch mal bei ihr vorbei: click Der Blog ist wirklich schön.


Sonntag, 14. Dezember 2014

Rettet die Kekse - Schirligum

Kekse - auf meinem Blog! Das wäre fast eine Premiere, wenn ich nicht letztes Jahr für Barbaras Spielwiese ein Rezept für Vanillekipferl mit Sojasauce drinnen gebacken hätte. Man sieht schon: Kekse Nummer eins sind für mich Vanillekipferl. Dieses Jahr habe ich den lieben Jürgen als Gastautor, der schon mit einer Charlotte und mit der Tarte Tango hier zu Gast war.

Jürgen ist übrigens auch derjenige, dem wir diese ganze Aktion, irgendwelche Klassiker zu retten, zu verdanken haben, da er den Anstoß dazu gegeben hat, dass die Giftigeblonde und ich alles begonnen haben.

Bei ihm kann ich außerdem lernen, wie man den Kipferln die perfekte Form verleiht - hätte ich die Anleitung doch schon vor einem Jahr gehabt!

Und was Schirligum sein soll? Ich habe es nicht gewusst, sondern mein lieber Gastautor weiß, dass das ein alter wienerischer Ausdruck für Vanillekipferl ist. Nachdem er sein 100 Jahre altes Familienrezept verrät, passt dieses Wort natürlich perfekt.

Und nun Bühne frei für das perfekte Vanillekipferl!



Es freut mich sehr, dass ich heute hier bei der Susi einen der Klassiker unserer Weihnachtsbäckerei vorstellen darf - das Vanillekipferl. Wenn man sich die Zutatenlisten auf Fertigteigen oder fertig gebackenen Kipferln durchliest, bekommt man keinen Appetit mehr auf solch ein Kipferl. Gehärtete Fette, Farbstoffe, Emulgatoren, Konservierungsmittel, künstliche Aromen und noch einiges mehr von den „industriellen Zaubermittelchen“ sind in so einem Machwerk verarbeitet. Eigentlich braucht es für richtig gute Vanillekipferl nur fünf Zutaten: Mehl, Butter, Nüsse, Zucker und Vanille!



 
Aus diesem Grund muss es unter „Artenschutz“ gestellt und unbedingt gerettet werden. Mit oder ohne Ei, Walnüsse oder Mandeln, da scheiden sich die Geister. Vanillekipferl ohne Zugabe von Ei werden viel mürber als mit Ei, da die Flüssigkeit vom Ei (im speziellen vom Eiweiß) mit dem Kleber im Mehl „reagiert“ und neben dem für die Bindung des Teiges bereits vorhandenem Fett, für noch mehr Bindung verantwortlich ist – das Kipferl wird „keksiger“.

Wir bevorzugen Walnüsse, da dies aber die teuerste Nussart ist, die für Vanillekipferl in Frage kommt, wird sie nicht oft verwendet. Es können auch Mandeln verwendet werden, aber bitte keine Haselnüsse (da billig verfügbar, werden sie bevorzugt in der industriellen Produktion verwendet).


Vanillekipferl (Nach einem über 100-jährigen Rezept meiner Großmutter)
Zutaten:
280 g Mehl, glatt
220 g Butter, kalt in kleinen Würfeln
100 g Walnüsse, gerieben
70 g Staubzucker
Staubzucker und Vanillezucker (kein! Vanillinzucker) im ungefähren Verhältnis 5:1 zum Wälzen der Kipferl.

Tipp: Falls kein feiner, selbstgemachter Vanillezucker aus Staubzucker zur Verfügung steht, sondern nur der fertig gekaufte Vanillezucker mit Kristallzucker, dann diesen mit dem Staubzucker in der Moulinette fein vermahlen. So haften die beiden Zuckerarten gut am gebackenen Kipferl.

Zubereitung: Alle Zutaten in eine Schüssel geben und rasch zu einem Teig verkneten. Der Teig sollte dabei nicht allzu warm werden (Das Fett würde austreten und der Teig verliert die Bindung). Am einfachsten zuerst in den Handflächen zu Streuseln reiben und dann mit dem Handballen zu einem zusammenhängenden Teig zusammenstoßen. In Folie wickeln und ca. 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.
Das Backrohr auf 190 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.


Damit die Kipferl gleich groß werden, aus dem Teig zuerst Rollen im Durchmesser von ca. 2 cm formen, dann mit dem Messer gleich große Stückerln (ca. 1,5 cm) abschneiden. In der Handfläche eine Teigrolle formen (ca. 6 cm) die sich an den Enden verjüngt (ähnlich einer Schupfnudel aus Kartoffelteig), zu einem Kipferl formen und auf einem Backblech mit Backpapier ablegen. Die Kipferl für ca. 8-12 Minuten auf Sicht backen. Die Spitzen sollten unbedingt etwas Farbe bekommen, da einem zu wenig gebackenem Kipferl die Röstaromen fehlen würden. Wenn die Kipferl überkühlt sind (etwas mehr als handwarm), im vorbereiteten Vanillezuckergemisch „baden“. Nur anzuckern gilt nicht. ☺
Die Kipferln in einem gut schließbaren Behälter aufbewahren.


Hier noch ein Vergleich für die Formgebung des Vanillekipferls. Beim Backen hat mich dieses Mal meine Mama unterstützt - eine Vanillekipferlexpertin par excellence. Ich ging durch ihre harte Schule und beherrsche das Formen auch ganz gut. ☺


Oben: Eine gleichmäßige Rolle ergibt ein plump aussehendes Kipferl.
Mitte: Da die Enden zu dünn und spitz sind, werden diese verbrennen, bevor das restliche Kipferl durchgebacken ist.
Unten: korrekte Form. Die Enden haben einen etwas kleineren Durchmesser und laufen nicht spitz zu.






Dieses Mal mit dabei sind folgende Blogs:
Zorra vom Kochtopf
Sandra From Snuggs Kitchen
Friederike vom Fliederbaum
Genial lecker
Genussjäger
Sina, die Giftige Blonde
Hoetus Poetus
Jankes Soulfood
Our Food Creations
Paprika Meets Kardamom
Verboten gut
Widmatt
Conjas Ecke
Die Kärtnerin im Weinviertel








Dienstag, 17. Dezember 2013

Zu Gast: Vanillekipferl mit Sesam und Sojasauce

Es gibt Weihnachtskekse. Ja, von mir. Das erste Keksrezept. Aber schon wieder nicht hier. Sondern heute darf ich zu Gast sein auf Barbaras Spielwiese.

Barbaras Blog gibt es schon lange und er war auch einer der ersten, die ich entdeckt habe. Wenn man auf ihrem Blog ihr Profil anclickt, verrät sie einem nicht viel - weiblich ist sie und hübsch (nein, das schreibt sie nicht, das sieht man auf dem Foto). Man muss schon ein wenig auf ihrem Blog stöbern, hier zum Beispiel,  dann findet man ein bisschen mehr über sie heraus. So erfährt man, dass sie beruflich oft in China unterwegs ist, von wo sie auch immer tolle Fotos mitbringt - darunter viele Essensfotos, die einem den Mund wässrig machen. Also was macht ihr noch hier? Weg, fort mit euch! Geht hier zu Barbara und schaut, wie ich ihr die Küche dreckig mache.




Wieder eine Aktion im Rahmen der Facebook-Gruppe "Übern Tellerrand", bei der wir Foodblogger uns vernetzen und uns gegenseitig die Küchen verwüsten. ;)