Posts mit dem Label Olivenkraut werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Olivenkraut werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 7. August 2015

Paradeisergelee

Wenn man so in Paradeisern untergeht wie ich derzeit, dann ist das hier ein perfektes Rezept, weil man dabei recht viele Paradeiser braucht. Und es ist eine extrem tolle Vorspeise, mit der man richtig schön angeben kann! Außerdem kann man sie gut vorher vorbereiten.

Ich habe 1,5 kg Paradeiser in den Mixer geschmissen, zu einer homogenen Masse gemixt, ein Sieb mit 2 Schichten Stoffwindel ausgelegt und über Nacht abtropfen lassen.

Zu meinem großen Erstaunen ergab das tatsächlich 1 Liter Paradeissaft! Aber die Paradeiser waren wirklich sehr saftig.

Man darf übrigens auf keinen Fall irgendwie an der roten Masse drücken oder rühren oder sonst etwas tun, sonst wird der Saft nicht so klar.

Ich weiß nicht, ob der Saft wirklich durchsichtig weiß wird, wenn man Etamin zum Filtern nimmt.

Die Hälfte vom Saft habe ich eingefroren, damit mache ich Paradeisrisotto. Außerdem möchte ich testen, ob der Saft beim Tiefkühlen den Geschmack verliert oder so geschmacksintensiv bleibt.



Für das Gelee 6 Blatt Gelatine in einem halben Liter Paradeissaft einweichen, den Saft sanft erwärmen, bei dieser Gelegenheit Salz und Zucker dazugeben, vielleicht noch ein wenig Paradeisessig oder Zitronensaft, falls noch ein zusätzlicher Geschmackskick nötig ist. Sobald die Gelatine und die Gewürze aufgelöst sind, den Saft vom Herd nehmen.

Den Saft in Schälchen abfüllen und mit Klarsichtfolie abdecken. Wenn er ausgekühlt ist, für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen.



Garnelen vielleicht nicht im Schmetterlingsschnitt schneiden, wie ich das gemacht habe, denn das hat bei meinen Gästen ziemliches Gelächter ausgelöst, als sie diese phallischen Dinger gesehen haben.

Na jedenfalls brät man die Garnelen, lässt sie auskühlen und legt sie auf das Gelee. Mit Olivenkraut dekorieren. Wer das nicht hat, ist sicher mit kleinblättrigem Basilikum auch gut bedient.

Unterm Strich ist diese Vorspeise total einfach und mit wenig Arbeitsaufwand zu machen. Eindruck schinden kann man damit auf jeden Fall.


Das Rezept habe ich im Falter entdeckt, ursprünglich stammt es von Reinhard Gerer.