Ja, Pavlova ... Oft gemacht, nie verbloggt. Das hat einen Grund: Pavlova muss weiß sein. Wunderschön schneeweiß. Also für mich muss die so ausschauen. Gelungen ist sie mir so aber noch nie! Immer wird sie ein wenig braun - nicht viel, aber von weiß keine Spur. Dieses Mal muss ich aber dennoch mein wieder einmal hellbraun gewordenes Baiser verbloggen, denn erstens habe ich mir wirklich die Mühe gemacht und Hagebuttenmus selber gemacht (1 x und nie mehr wieder!) und zweitens ist das so ein feines Dessert, bei dem man genau dieses eine Eiweiß, das einem immer übrig bleibt und mit dem man nie weiß, was man damit tun könnte, verbrauchen kann.
Baisermasse:
1 Eiweiß
50 g Zucker
1 gehäufter TL Zitronenzucker (ersatzweise Zucker und frisch abgeriebene Zitronenschale)
20 g Staubzucker
5 g Speisestärke
Hagebuttenmus (am besten fertig kaufen)
30 g Rosenwasser (türkische Geschäfte und Apotheken führen das)
70 g Zucker
1/2 TL Vanillepulver (ich: Mark einer halben Vanilleschote)
300 g Schlagobers
Eiweiß sehr steif schlagen. Zucker und Zitronenzucker langsam einrieseln lassen und 2 min. weiterschlagen. Puderzucker und Speisestärke mischen, auf den Eischnee sieben und vorsichtig unterheben.
Baisermasse 2-3 cm dick auf ein Blech streichen. Bei 120 Grad Heißluft eher trocknen als backen, dabei öfter die Backofentüre öffnen, um die Feuchtigkeit rauszulassen - laut Anleitung 2 1/2 Stunden lang, bei mir war die Masse danach hellbraun. Die getrocknete Eiweißmasse aus dem Rohr nehmen, auskühlen lassen, in kleine Stücke zerbrechen oder hacken und in einer sehr gut schließenden Dose im Kühlschrank aufbewahren, bis sie gebraucht wird.
Hagebuttenmark mit Rosenwasser, Vanille und Zucker 5 Minuten köcheln, dabei ständig rühren. Auskühlen lassen.
Schlagobers schlagen.
Baisermasse in Gläschen geben, Schlagobers drauf, mit Hagebuttenmasse beträufeln. Man kann auch oben drauf noch ein Baiserstückchen geben. Da müsste man die Masse aber aufs Blech dressieren, damit das auch fesch ausschaut. Sofort servieren, denn sonst weicht die Baisermasse auf.
Manöverkritik: ein Hammer! Wir haben das mittlerweile mit Dirndlmus und Hollerkoch gegessen, weil ja öfter mal ein Eiweiß übrig bleibt. Immer wieder hat es gut geschmeckt. Diese Mischung aus süßem Knusper und Fruchtigem mit Sahnigem ist wunderbar.
Unbedingte Nachkochempfehlung!
Quelle: Partyminis aus dem Glas
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Freitag, 6. November 2015
Hagebutten-Pavlova
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