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Donnerstag, 9. Mai 2024

Zitronen-Shandy

Balkonien ist eröffnet und damit braucht es Getränke, mit denen man gemütlich draußen sitzen kann. Bei mir am liebsten mit wenig bis gar keinem Alkohol drinnen, denn sonst schlaf ich im Sitzen ein. Diesen Shandy habe ich bei Petra gefunden und für sehr gut befunden. 

Ein Shandy ist übrigens ein Bier-Mischgetränk. In diesem Fall mit Ginger Ale, das es mit wenig oder gar keinem Alkohol gibt. 

Falls jemand keinen Zitronensirup hat: Ich mach den so wie unten beschrieben und der steht immer im Kühlschrank. Gerade in der schönen Jahreszeit ist der für Getränke eine ganz feine Sache.

Noch ein Dankeschön an eine Bloggerin: Barbara hat mir den Tipp gegeben, dass es beim großen A den Kidia Clear Ice Maker gibt. Nun besitzt der Turbohausmann so etwas und wir können endlich auch große, klare Eiswürfel machen. Das klappt tatsächlich, was seine Nachtruhe deutlich verbessert hat!


 


 

 

Zitronensirup 
100 ml Saft von Bio-Zitronen (ca. 2 Stück), Schale in Streifen abgezogen
100 ml Wasser 
75 g Zucker 

Die Zitronen heiß waschen und die Schale mit dem Sparschäler abziehen (das Weiße der Schale soll nicht mit abgezogen werden). Auspressen. Alle Zutaten in einen Topf geben, den auf den Herd stellen und alles 5 Minuten köcheln lassen, dabei immer mal wieder umrühren. Der Zucker sollte komplett aufgelöst sein. Anschließend den Topf vom Herd nehmen und den Sirup abkühlen lassen. Zitronensirup durch ein Sieb gießen und in saubere Flaschen abfüllen.

 


Zutaten für 2 Gläser à 300 ml
Eiswürfel 
20 ml Zitronensirup 
200 ml Ginger Beer; nach Belieben alkoholfrei oder mit Alkohol 
Eiskaltes Sprudelwasser zum Auffüllen 
5-10 Tropfen Angustora Bitter; mehr nach Geschmack 
1 Zitronenscheibe zum Servieren

Zitronensirup mit Angustora und Ginger Ale vorsichtig verrühren. Eiswürfel in ein Glas geben, die Mischung dazugeben, mit Sprudelwasser aufspritzen. Mit einer Zitronenscheibe servieren.

 

 

Mehr alkoholfreie Getränke bei der Turbohausfrau:

Getränkespecial Getränke für die Hundstage
Kalter Kaffee: Shakerato
Kalte Milchmixgetränke: Rosenwasser-Kardamom-Lassi, Pefferminz-Buttermilch-Lassi, Mango-Lassi
Sirup-Varianten: Zitrussiger Sirup, Rhabarbersirup, Zitrus-Minze-Sirup und um diese Jahreszeit natürlich Holunderblütensirup
Wassermelonensaft
Zitronenpelargonienlimonade
Ananas-Thaibasilikum-Saft
Alkoholfreier Hugo
Holunderblüten-Grapefruit-Cocktail 

 



Freitag, 15. Juli 2022

Getränke für die Hundstage

So, jetzt wird es wieder warm in den kommenden Tagen. Nein, nicht warm, heiß! Und was muss man da tun? Trinken! Bis zu vier Liter Wasser am Tag, empfehlen die Experten. Ich trinke sehr gern Wasser, am liebsten Leitungswasser, aber ich gestehe, so alle heiligen Zeiten darf es auch mal anders schmecken. Und damit euch das viele Trinken nicht langweilig wird, gibt es von mir ein paar Empfehlungen.

 

Mein All-Time-High ist Soda-Zitron. Das trinke ich das ganze Jahr über mit Begeisterung. Auch, wenn ich fein essen gehe. Zwischen den Gängen reinigt es den Mund hervorragend und den Durst löscht es sowieso sehr gut.

Wie's geht? Zitrone auspressen, Saft in ein Glas geben, mit Sodawasser aufspritzen.

Sehr gut schmeckt es auch, wenn man Zitruspelargonienblätter mit Zucker zermörsert und diesen Zucker dann in Soda-Zitron auflöst.

Ein Trick aus Sizilien: Eine Prise Salz ins Soda-Zitron reingeben. Aber Achtung, das schäumt dann ziemlich. Das Schäumen hört schnell wieder auf. Das löscht den Durst noch besser, sagen die Sizilianer.





Ich liebe Tees! Erst recht im Sommer. Bloß nicht den gekauften Eistee. Vielleicht tu ich da einigen kleinen Firmen jetzt unrecht, aber das, was man so im Supermarkt kriegt, finde ich zum Davonrennen. Viel zu süß und in keiner Weise durstlöschend!

Sehr gern mag ich die Kombination Kräuter + Grüntee. Aus Marokko kenne ich ziemlich süßen Grüntee mit Minze, der den Mund durch die Minze auch schön frisch macht, aber lieber mag ich es, wenn der Tee nur wenig Süße hat. Dafür einfach die Kräuter im fertigen Tee ziehen lassen. Klappt mit Zitronenverbene, Zitronenmelisse und erstaunlicherweise Estragon. Das Rezept für den Grüntee mit Estragon, den ich vor vielen Jahren im Taubenkobel getrunken habe, gibt es schon lange hier.

Sehr gut zum Süßen eignet sich auch Hollerblütensirup. Meine Mama war letztens beim Mörwald essen und hat dort als alkoholfreien Aperitiv Grüntee mit Hollersirup und Minze bekommen.


Man kann natürlich auch direkt aus Kräutern Auszüge machen. Jeden Sommer gern mag ich den Saft aus der roten Shiso-Kresse. Wenn man diese Kresse daheim hat, dann weiß man in der Regel mit den Unmengen davon eh nicht mehr, wohin damit. Und das ist mal ein anderer Geschmack, den man normalerweise selten im Mund hat.













Aus Früchten kann man natürlich auch Säfte machen. Das hier auf dem Foto ist Kissel, ein dicklicher Saft, wie man ihn hier manchmal als Nektar kaufen kann. Der Trick daran: Es kommt ein wenig Stärke in den Saft, dann ist er dicker. 

How to do: Früchte zerschneiden, in Wasser richtig zerkochen, Obstreste gut ausdrücken, Saft zurück in den Topf, mit Zucker und Stärke aufkochen. Gut kühlen.

Auf dem Fotos habe ich Kissel mit Rhabarber gemacht. Das Verhältnis: 500 g Obst, 1,5 l Wasser, 200 g Zucker, 30 g Speisestärke. Ich plane, das demnächst mit Preiselbeeren zu versuchen.




 

Auch aus Gemüse kann man Säfte machen und die müssen gar nicht arg gesund schmecken, sondern frisch und grün und mit einem angenehmen Mundgefühl. Auf dem Foto ist der Island Cooler mit Gurken und Minze zu sehen. Überhaupt bei meiner Gurkenschwemme diesen Sommer ein sehr gern gesehener Gast bei mir auf Balkonien.







Schon mehr in Richtung Dessert gehen Frucht-Milch-Getränke. Ich mag sehr gern Buttermilch mit darin aufgemixten Beeren und ein kleines bissi Zucker drinnen. Oder gern auch gesüßt mit Sirup. Man kann natürlich auch jetzt im Sommer Sirup machen. Kräuter-Zitronen-Sirup oder Minze-Zitronen-Sirup bieten ja direkt an bei den schönen Kräutern, die jetzt Saison haben. Damit kann man solche Obst-Milch-Mixgetränke noch einmal zusätzlich würzen.

Wenn es bei mir alkoholisch sein soll, dann gern mit viel Sonstwas und wenig Alkohol, weil ich eh nix vertrag und bei der Hitze schon gar nicht. Aber es gibt um diese Jahreszeit ja wunderbare Pfirsiche, was nach einem Bellini direkt schreit! 

Pfirsiche waschen, die Haut an der Unterseite über Kreuz einschneiden, blanchieren, kalt abschrecken, schälen. Das Fruchtmark mixen, dann noch durch ein Sieb streichen, damit wirklich alles Grobe draußen ist. Gut durchkühlen. Zum Servieren mit Prosecco aufgießen. Durchrühren darf man nicht vergessen, denn das Fuchtmark mischt sich nicht so gern.



Was auf keinen Fall fehlen darf, ist kalter Kaffee. Als Dessert gern als Affogato, also eine Kugel Vanilleeis mit einem Espresso übergießen. Oder der klassische Eiskaffee ist natürlich sehr fein.

Hier am Blog gibt es schon die Anleitung für Shakerato. Eine Variante von kaltem Kaffee, die sehr fancy ist, ist Cold Brew Tonic. Das setze ich auch gern Gästen vor, die sich nicht wirklich entscheiden können, ob sie einen Espresso oder etwas anderes nach dem Essen trinken möchten. Ich schaffe es jetzt auch schon besser, Tonic und Kaffee so einzuschenken, dass sie sich fast nicht mischen. Schmeckt jedenfalls ungewöhnlich und gut.





Schon 10 Jahre sind meine Salate für die Hundstage online. Da sollte ich auch wieder mal ein Update machen. Mal schauen, ob ich mich aufraffen kann bei der Hitze ...


Mittwoch, 13. April 2022

Zitrus-Gin-Ding

Hiermit eröffne ich die Balkonsaison, denn morgen bekommen wir über 20 Grad. Also raus mit euch allen, ab in den Schanigarten oder in die Natur oder eben auf Balkonien. Ich serviere dazu einen ganz feinen Aperitiv. Das Zitrus-Gin-Ding haben wir im Bootshaus an der Alten Donau getrunken und es war so gut, dass es das jetzt auch daheim gibt. Den Grapefruit-Gin gibt es im ehemals grünen, jetzt gelben Supermarkt zu kaufen. Auch Bitterlemon kaufen ist keine Hexerei. Also los, nachmachen!



10 cl Grapefruit-Gin
200 ml Bitter Lemon
Eiswürfel
¼ Scheibe rosa Grapefruit (bio und gut gewaschen, weil sonst hat man das ganze Klumpert im Getränk)

Alles in ein Glas geben, umrühren, servieren.



Freitag, 25. Juni 2021

Island Cooler

Die Hitze reißt diesen Juni gar nicht ab. Somit gibt's noch mehr Getränke und sonstiges Kaltes von mir. Ich zeig euch noch ein Rezept aus dem Buch Khmer Cuisine, denn dieses Getränk schreit nach Nachmachen! Meine erste selbstgemachte Gurke von Balkonien durfte da rein, eine meiner drei Minzen macht die ersten Blüten, also rief danach gestutzt zu werden. Und der Mocktail war sehr genial bei diesem Wetter! Am Samstag kommen Gäste zum Grillen, da gibts dieses Getränk dann mit Gurke Nr. 2.


Zutaten für 4 kleine Gläser
20 ml Limettensaft
80 g Gurke
30 g Ingwer (bio bitte mit Schale, die nicht-bio schälen)
Minzblätter (5 große oder entsprechend viele kleine, ich habe Nana-Minze genommen)
250 ml Soda
1 ½ Teelöffel Honig

Zum  Servieren: 
Minze
Limettenscheibe
Eiswürfel

Alle Zutaten in einen Mixer geben und ordentlich durchmixen. Das Rezept sagt, man soll alles durch ein Sieb in Gläser mit Eiswürfeln gießen, ich habe nix abgesiebt. Also ob elegant oder rustikal: Mit Minze und Limettenscheibe dekorieren.




Freitag, 11. Juni 2021

Shakerato

Normalerweise ist es so, dass ich den ersten Shakerato im Frühling in Italien trinke, wenn es uns geradezu zwanghaft dahin zieht. Aber aus Gründen hat das dieses Jahr bisher nicht geklappt. Daher habe ich mir Shakerato oft selber gemacht und dabei gemerkt, dass den viele Leute nicht kennen. Wie geht denn das? Das ist doch DAS Kaffeegetränk bei Hitze! Also bevor die große Hitze kommt, hier eine Anleitung.


Übrigens finde ich, dass das neben Eiskaffee eines der ganz wenigen Kaffeegetränke ist, in das Zucker reingehört. Aber das ist sicher Geschmackssache. Jedenfalls als Anregung möchte ich das deponieren.

Was man braucht, ist ein gut schließender Shaker. Wir haben einen aus Metall, der schließt nicht gut genug, weil man wirklich ordentlich schütteln muss, als wäre der Teufel hinter einem her. Nicht so die Warmduscher-Variante wie bei Drinks! Sonst schäumt der Kaffee nämlich nicht. Und der Zucker löst sich bei kräftiger Schüttlerei auch sehr gut und sehr schnell auf. Ich habe den abgebildeten Shaker aus Glas, da stülpt man oben über die Öffnung einen Plastikstoppel drauf, so klappt das ohne Probleme.



Zutaten
1 doppelter Espresso
1 KL Kristallzucker
2 Eiswürfel

Zubereitung
Man gibt Zucker in den Shaker, den doppelten Espresso heiß dazu, schupft zwei Eiswürfel rein und schüttelt, bis die Eiswürfel aufgelöst sind. Das hört man recht gut, also wenn nichts mehr an die Wand vom Shaker schlägt, ist der Shakerato fertig.



Ich trinke meinen Shakerato meistens gar nicht standesgemäß aus einem Isolierglas. Das hat den Vorteil, dass bei großer Hitze der Kaffee eine Weile kühl bleibt. In Italien trinkt man Shakerato nicht so langsam wie ich, sondern erledigt den mit zwei Schlucken. Wie sich das für Espresso in Italien halt gehört. Ich fürchte, der Teufel holt mich doch irgendwann ...


Dienstag, 21. Juli 2020

Shiso-Saft


Meine Shiso-Kresse überwuchert gerade wieder einmal alles. Das macht aber nix, denn nächste Woche sind wieder die gefüllten Shiso-Blätter auf dem Speiseplan, man kann die Blätter in Asia-Salate schmeißen etc. Uuuund letztes Jahr habe ich Shiso-Saft als ausgesprochen gutes und Durst löschendes Getränk entdeckt. Bin nur nie dazu gekommen, dass ich ein Posting schreibe. Aber nachdem es heute ein heißer Tag wird, nehm ich mich zusammen und mache das endlich.



Für ½ Liter Saft
2 Hände voll frische Shiso-Blätter (am schönsten färben die roten)
Saft und Schale von 1 Bio-Zitrone
1 TL Honig

½ l Wasser zum Kochen bringen. Shiso-Blätter in ein breites Gefäß geben. Zitronenschale in breiten Streifen abziehen und zu den Blättern geben. Alles 10 - 15 min. ziehen lassen. Was nun kommt, ist wichtig: Die Blätter sehr gut ausdrücken! Die Farbe ist recht blass, wenn man die Blätter nur ziehen lässt, der Farbstoff kommt erst beim Drücken richtig heraus. Zitronenschale und gut ausgedrückte Blätter kann man nur noch entsorgen.
Saft süßen und mit dem Zitronensaft mischen. Kalt stellen. Mit Eiswürfeln servieren.




Uns schmeckt der Saft sehr gut! Nicht zu süß. sondern ganz fein erfrischend. Ich mach das jetzt gleich für den heutigen Sommerabend auf Balkonien.

Freitag, 25. Mai 2018

Zitronenpelargonien-Limonade

Ha! Genau mein Ding ist es, wenn ich einen Verwendungszweck für eine meiner Duftpelargonien finde. Ich mag die nämlich nicht nur zum Beschnuppern, sondern habe sie bisher immer als Aromageber für essbares Süßes eingesetzt. Die anderen Rezepte im Blog findet man hier. Als ich dieses Rezept gesehen habe, wusste ich: meins! Es ist auch so, wie ich gern koche: Da wird nicht großartig gefiltert, um Fruchtbestandteile ganz fein säuberlich zu entfernen, sondern die dürfen in der Limonade bleiben. Uns hat die Limonade sehr gut geschmeckt.

Ich habe weniger Zucker als im Rezept verwendet, hier schreibe ich aber die Originalmengen auf, weil ich nicht sicher bin, ob es viele Leute gibt, die es gern so sauer haben wie ich ...



3 Biozitronen
6 EL Rohrzucker (ich: 3 EL)
3 Stiele Zitronenpelargonie (= Zitronengeranie) - bei mir Stielgröße wie am Foto

Zitronen heiß waschen, abtrocknen halbieren, auspressen und alle Zutaten miteinander in ein großes Gefäß geben. Zitronen, Zitronenpelargonien und Zucker einige Minuten miteinander gut verreiben. Ich habe das mit dem Stößel meines Mörsers gemacht.
Diese entstandene Mischung lässt man mindestens eine halbe Stunde stehen. Dann kommen 1 ½ l Wasser dazu. Ich habe die fertige Limonade dann noch einige Stunden im Kühlschrank stehen gelassen. Vor dem Servieren die groben Teile abseihen.


Was für ein Traum! Das wird ein neues Sommergetränk!

Die Prozedur mit dem Reiben ist nötig, damit die Zitronenpelargonie ihr Aroma abgibt. Diese Pflanzen duften nämlich auch sonst nicht von selber, sondern sind sogenannte Kontaktdufter, das heißt, dass man die Blätter reiben muss, dann hat man den Duft an den Fingern. Von sich aus sind diese Pflanzen kein Dufterlebnis! Daher ist es auch bei der Limonadenherstellung nötig, sich einige Minuten der Pflanzenmassage zu widmen. Der Gewinn ist nicht nur eine sehr gute Limonade, sondern auch die Finger duften danach hervorragend.

Rezeptquelle: Souq

Samstag, 7. Oktober 2017

Dirndllikör

Jetzt aber schnell! Es gibt nämlich tatsächlich noch Dirndln. Vor einer Woche durfte ich in Wien im Garten von Freunden ernten, gestern habe ich am Favoritner Bauernmarkt welche gesehen, daher weiß ich, dass die jetzt dunkelrot sind und vollreif. Das heißt, es ist die optimale Zeit, sich noch einmal auf den Weg zu machen und zu ernten.



Das Rezept ist denkbar einfach:
1 kg Dirndln, entstielt, gewaschen und angequetscht wird mit 1 l weißem Rum aufgießen. Bitte nicht den österreichischen Stroh Rum nehmen. Der ist okay zum Aromatisieren von Vanillesauce oder Punschkrapferl, damit diese Sachen das "echte österreichische" Aroma bekommen, aber sonst ist der eher nicht zu gebrauchen.

Nun lässt man alles 6 - 8 Wochen an einem hellen Platz stehen. Immer wieder mal schütteln, damit die Dirndln unten nicht anpappen.

Danach filtert man diesen Ansatz durch ein Hangerl (Deutsche nehmen ein Geschirrtuch), wenn nötig zweimal, bis alle Futzerln aus der Flüssigkeit weg sind.

150 ml Wasser mit 150 g Zucker aufkochen, auskühlen lassen. Damit verdünne ich den Ansatz, weil mir der Likör sonst zu stark wäre. Danach wird der Likör in Flaschen abgeseiht und darf noch ein Monat in der Hausbar warten.

Es gibt auch die Variante, gleich beim Ansatz 150 g Kandiszucker dazuzugeben, dann muss man nur mehr filtern und abfüllen.




Und weil ich Dirndln für heimisches Superfood halte, darf dieses Posting zum Event von der Giftigenblonden und The Apricot Lady.

Dirndln kenne ich schon seit meiner Kindheit. Damals bin ich mit Mama immer losgezogen, um an den Sträuchern zwischen den Feldern, den Rainen, die Dirndln zu ernten. Ein Grund, warum diese Sträucher dort gesetzt waren, war ihre massive Wurzelbildung, die Bodenerosion verhindern kann.

Hildegard von Bingen schrieb der Dirndl Heilwirkung zu und emfpahl Menschen mit Magen-Darmerkrankungen, insbesondere Collitis, eine tägliche Portion Dirndln roh oder gekocht zu sich zu nehmen. Sicher ist jedenfalls, dass sie wie sehr viele andere Obst- und Gemüsesorten antioxidativ sind.

Gesund ist die Dirndl wegen ihres hohem Vitamin-C-Gehalts: 70–125 mg je 100 g Frischsubstanz wurden gemessen. Außerdem sind Dirndln noch reich an Vitamin B, Kalium, Kalzium und Magnesium.

Am Balkan werden die Dirndln immer noch auf Märkten verkauft, bei uns haben sie leider sehr an Bedeutung verloren. Gerade noch in Schnäpsen findet und fand man sie aber immer. In der Zwischenzeit wurden Dirndln von einigen Spitzenköchen wegen ihres herben Aromas wieder entdeckt - das habe ich leider bemerkt, weil alle meine früheren Sammelplätze nun von den Lehrlingen aus solchen Küchen abgeerntet werden. Zum Glück haben wir einige Freunde mit Wildhecken im Garten, die der Turbohausmann und ich beernten dürfen.

Weil ich die Dirndln so mag, habe ich auch etliche Dirndlrezepte auf meinem Blog, die findet man unter diesem Link.



Ich bitte um Entschuldigung, dass ich Kommentare nicht beantworten kann, aber ich bin noch einmal in den Süden entflohen, um dem dieses Mal unsäglichen medialen Wahlrummel zu entgehen und die Sonne zu genießen. Wählen war ich natürlich trotzdem wie bei allen Wahlen, bei denen ich je in meinem Leben wählen durfte.

Meinem Blog wünsche ich alles Gute zum Geburtstag, den er nächste Woche faul herumliegend feiern darf. Ich denke, zu der Zeit wird auch der dreimillionste Zugriff sein. 3.000.000! Das freut mich wirklich sehr. So viele Leute, die meinen Blog wichtig genug finden, dass sie immer wieder reinschauen. Das ehrt mich sehr. Vielen Dank an alle meine LeserInnen!

Montag, 29. Mai 2017

[Gastbeitrag] Zitronen-Eistee

Während ich mich in Italien herumtreibe, bekomme ich einen tollen Gastbeitrag von der Giftigen Blonden spendiert. Sie ist irgendwie organisierter als ich, denn sie ist auch gerade auf Urlaub, dennoch kriegt sie es hin, alle zwei Tage zu bloggen. Nun bei mir auch noch! Sie schaut drauf, dass mein Blog nicht austrocknet. Das nenne ich eine Freundin! Danke, liebe Sina! 💛💛💛

Aber nun kommt sie zu Wort.



Guten Morgen allerseits! Ich hoffe, wenn dieser Post bei der lieben Susi erscheint, dass auch gleich das richtige Wetter ist, diesen köstlichen selbstgemachten Eistee auszuprobieren. Nicht, dass es grad Schusterbuben regnet oder so ... da hilft jetzt nur hoffen. Ich liebe Eistee! In jungen (ganz jungen) Jahren habe ich auch schon mal diesen in Plastikflaschen abgefüllten "TEE" gekauft. Heute kommt das nicht mehr in Frage für mich. Will ich wirklich unterwegs was trinken, dann kauf ich mir eine Flasche Wasser. Diesmal habe ich noch dazu ganz besondere Zitronen dazu verwendet, ich war ja auf den Liparischen Inseln und dort wachsen die genauso wie in Sizilien an jeder Straßenecke, wenn man es so salopp aussprechen will. Natürlich bin ich nicht in Gärten gestiegen und hab Zitronen einfach mitgenommen, ich habe sie ordnungsgemäß in den kleinen süßen Geschäften gekauft, die es in Lipari Stadt gibt. Tee könnt ihr verwenden, was euch schmeckt, funktioniert auch mit Früchtetee, aber den mag ich leider nicht. Ich habe einen Earl Grey verwendet.



Selbstgemachter Zitroneneistee
2 l Tee, Sorte nach Wunsch oder nach Vorhandensein, abgekühlt
4 Zitronen
1 Orange
etwas Rohrohrzucker (kann man weglassen) oder Honig
Eiswürfel und noch eine Zitrone in Scheiben für die Dekoration.
Bunte Strohhalme 😃

Den Tee abkühlen lassen und in einen großen Krug gießen. (Solltet ihr Zucker verwenden, dann gebt den gleich in den heißen Tee, damit der sich gut auflösen kann.) Die vier Zitronen auspressen, ebenfalls die Orange. Den Saft der Zitrusfrüchte durch ein Sieb in den Krug zu dem Tee geben. Eine Stunde in den Kühlschrank verfrachten. Und dann füllt eure Gläser, gebt ein paar Eiswürfel dazu, garniert mit Zitrone und vergesst nicht die bunten Strohhalme, sonst schmeckt das nicht!

Ein Tipp noch, den ich wie immer selber vergessen habe anzuwenden: Macht vom fertigen Eistee die  Eiswürfel, dann verwässert sich das nicht und ihr habt puren Tee und Zitronengeschmack.

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Verglüh

Es gibt wirklich Verjus in Literflaschen. Und genau so eine habe ich gekauft. Schon vor längerer Zeit. Nun stand sie offen im Kühlschrank, in dem ohnehin nur sehr begrenzt Platz ist. Oft habe ich Verjus statt Essig beim Salat verwendet, aber da braucht man halt leider nur ein bissl was, und die Flasche wollte nicht und nicht leer werden. Ich habe eine wagemutige Aktion gestartet, die aber wirklich ein mehr als erfreuliches Ergebnis hatte: Verglüh.

Nachdem ich annehme, dass ich das ausnahmsweise selber erfunden habe, kriegt es auch einen Namen von mir. Nun bin ich richtig stolz, dass ich auch einmal etwas kreiert habe. Sollte es doch jemand anderer erfunden haben, bitte her mit Infos, damit ich mich nicht mit fremden Federn schmücke.

Zum Apfelsaft: Ich habe naturtrüben genommen. Es müsste aber wahrscheinlich schön ausschauen, wenn man gefilterten nimmt, außerdem erspart man sich möglicherweise das Filtern, weil sich keine Flankerl absetzen. Nur ich hab einfach keinen klaren Apfelsaft im Haus, nie, daher hoffe ich auf Berichte, ob sich mein Verdacht bestätigt.



½ l Apfelsaft
¼ l Verjus
½ l Wasser
1 Bioorange, gewaschen und in Stücke geschnitten
1 Zimtstange (ich: eigener Import aus Sri Lanka, ich hätte sollen mehr mitbringen)
3 Gewürznelken
2 Stück Langpfeffer (der liegt schon genau so lang herum wie der Verjus herumsteht, daher ...)

3 EL Honig
1 Bioorangen, gewaschen und in Scheiben geschnitten 

Alles miteinander bis auf Honig und Orangenscheiben erhitzen und einige Stunden, besser über Nacht durchziehen lassen. Orange danach direkt in den Verglüh hineinpressen, alles durch ein Stück Küchenrolle filtern, noch einmal erwärmen.

Noch einmal erwärmen, 3 EL Honig (sind wirklich dringend notwendig, weil der Verjus sauer ist) in den Verglüh einrühren, probieren, eventuell mehr Honig dazugeben. Mit einer Scheibe Orange servieren.



Natürlich kann man auch Schnaps in den Verglüh reinkippen. Rum schmeckt sicher gut dazu oder Grappa. Aber das überlasse ich gewandteren Trinkern, das einmal auszuprobieren.

Dienstag, 6. September 2016

Zitrussiger Sirup


Erntezeit ist! Die Kräuter stehen voll im Saft und eigentlich weiß ich schon gar nicht mehr, was ich noch alles kochen könnte, das heißt, es ist Zeit, sich dem Konservieren zu widmen. Da man Sirup immer wieder brauchen kann, habe ich Zitronenverbene und Zitronenmelisse abgeschnitten und Auge mal Pi einen gezimmert. Noch dazu habe ich von einem lieben Freund eine Kostprobe von getrockneter Zitronenmyrte bekommen - für mich vollkommenes Neuland, da durfte auch ein bissi was davon rein. Dazu noch ein paar Bio-Limetten und schon ist ein wunderbarer Sirup fertig!

1 kg Kristallzucker und 1 l Wasser aufkochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat, auskühlen lassen.

4 Hände voll abgezupfter Blätter Zitronenverbene, 2 Hände voll abgezupfter Blätter Zitronenmelisse, 1 EL getrocknete Zitronenmyrte und 4 gewaschene und zerschnittene Limetten in ein gut verschließbares Glas geben, mit dem Läuterzucker auffüllen. 48 Stunden stehen lassen. Den Sirup abseihen - da waren bei mir zwei Durchgänge nötig, weil die Zitronenmyrte sich beim Filtern durch ein Tuch teilweise wieder in den Sirup geschummelt hatte. Die Limetten auspressen und den Saft auch mit abfiltern. Wenn der Sirup schön klar ist, dann kocht man ihn drei bis vier Minuten, danach in sterilisierte Flaschen abfüllen.


Ich war mir nicht sicher, welche Farbe der Sirup haben würde, ob er vielleicht giftgrün ausschaut, aber gar nicht. Er ist genau so gelb wie Holunderblütensirup, daher zweng der Verwechslungsgefahr schnell beschriften, wenn er abgefüllt ist.

Beim Geschmack dominiert eindeutig die Zitronenverbene. Ich finde den Sirup sehr, sehr fein. Wie lange er den Geschmack behält, kann ich noch nicht sagen, aber ich habe schon eine Flasche auf die Seite gestellt, die darf nicht aufgebraucht werden, sondern muss zu Testzwecken mindestens bis Weihnachten aufgehoben werden. Das Ergebnis wird dann hier eingefügt.




Und weil es diese Möglichkeit gibt, schicke ich dieses Rezept nachträglich zu unserer letzten Rettungsaktion. Falls es jemanden interessiert, wie das geht: Man fügt das Banner ein, schickt den Link per Mail an folgende Adresse: wirrettenwaszurettenist@gmx.de , ein Admin kümmert sich dann drum und das Rezept wird auf unsere Facebook-Seite gestellt.

Mittwoch, 24. August 2016

[Rettungsaktion] Limoncello



Das Internet zeigt ja keine Rezepte für Limoncello! Also musste ich ran und ein Rezept erfinden  ... hüstel. Ehrlich gesagt war der wirkliche Grund dafür, dass ich 6 Kilo Verdello-Zitronen gekauft hatte. Das sind so die Mengen, die man nehmen muss, wenn man nicht im Supermarkt einkauft und keine Zitronen-Narrischen in greifbarer Nähe hat, mit denen man teilen kann.

Verdello sind Sommerzitronen, die aus Italien kommen und ich hatte sie zum ersten Mal, daher wusste ich gar nichts von denen. Ich war nur überaus froh, dass meine Zitronen nicht um den halben Erdball gereist waren, was die meisten Sommerzitronen leider machen. Und dann stand ich da mit Zitronen, die kaum Saft gaben und selbiger war geschmacklich dann noch relativ fad. Das soll bitte jetzt nicht heißen, dass alle Verdello-Zitronen so sein müssen! Es war halt diese eine Lieferung so. Lasst euch daher auf keinen Fall abhalten, diese Zitronen auszuprobieren, wenn ihr welche seht, denn was wirklich sehr fein ist, ist die Schale! Für weitere Rezepte empfehle ich das Posting Grausliche Orangen. Besonders gut schmeckt das Zitronensalz mit der Schale dieser Zitronen.


1 kg Zitronen
½ l Weingeist (96 % - gibt es um teures Geld in der Apotheke)

½ kg Zucker
1 l Wasser

Man nimmt am besten ein Glas mit Schnappverschluss, es geht aber auch ein anderes Glas, das dicht abschließt. Da rein kommen die fein abgeriebenen oder abgeschälten Schalen der Zitronen. Biozitronen muss man genau so gut waschen wir gespritzte - aber das könnte ich mir sparen zu schreiben, weil wahrscheinlich eh allen klar ist, dass Biozitronen ebenfalls in den Dreck fallen können oder dass auch Vögel mal müssen. Jedenfalls ist die Hauptsache, dass man bei der Schale nur das Gelbe verwendet, der weiße Teil der Schale würde den Likör bitter machen. Das Glas stellt man bei Zimmertemperatur dunkel und schüttelt alles einmal am Tag. Öfter schütteln schadet nicht.

Bei so hochprozentigem Alkohol ist diese Prozedur in einer Woche erledigt. Man sieht es auch sehr gut, dass dann der Alkohol schön gelb geworden ist, die Zitronenschalen hingegen sind weiß und wenn man sie angreift, richtig brüchig. Sollte man aus welchen Gründen auch immer einen nicht so hochprozentigen Alkohol verwenden, dann dauert es entsprechend länger, in der Regel drei Wochen.

Nun geht es ans Verdünnen. Dafür Wasser und Zucker aufkochen und köcheln lassen, bis der Zucker vollständig aufgelöst ist. Abkühlen lassen. Den alkoholischen Ansatz filtern, mit dem Zuckerwasser mischen, in Flaschen abfüllen. Fast fertig! Wichtig ist, nun Geduld zu haben. Man muss drei Monate warten, bis sich alle Aromen gut vermischt haben, dann schmeckt der Limoncello erst richtig gut.

Wichtig: Man serviert Limoncello immer kalt. Am besten kühlt man auch die Gläser ein, dann schmeckt er perfekt!




Nun freue ich mich wieder sehr, dass Sina, die Giftige Blonde, und ich so viele Mitstreiterinnen bei der Rettungsaktion gefunden haben!



The Apricot Lady Rotweinlikör 
Pane-Bisteccca Himmelbrum-Vanille-Sirup
lieberlecker (Andy) Ingwer-Limetten-Sirup
Unser Meating Johannisbeersirup
Summsis Hobbyküche Roter Johannisbeerlikör  
 Brittas Kochbuch Himbeersirup
Leberkassemmel und mehr Longan-Likör
Auchwas Sirup Bro-Ma-Ro-Zi
1x umrühren bitte aka kochtopf Eicello
Sakriköstlich Chai-Sirup
Fliederbaum Waldlikör
Barbaras Spielwiese Pfefferminzsirup
Jankes*Soulfood Zwetschgenkernlikör
Multikulinarisches Rotklee-Sirup
münchnerküche Zitronen-Thymian-Sirup
Katha-kocht! Zitronenmelissesirup
thecookingknitter Gurken-Zitronen-Sirup
Anna Antonia Herzensangelegenheiten Chili-Rum-Likör


 

Mittwoch, 9. Dezember 2015

[Rettungsaktion] Heißes für kalte Tage

Wieder einmal haben sich einige FoodbloggerInnen zusammengeschlossen, um Lebensmittel vor der Fertigfutterindustrie zu retten. Mich gruselt es ja immer, wenn ich in einen Supermarkt oder Drogeriemarkt gehe und sehe, dass es da alte möglichen Arten von winterlichen Getränken im Tetrapack zu kaufen gibt. Trotz der wahnsinnigen Preise und der oft gruseligen Inhaltsstoffe kaufen aber viele Leute diese Sachen. Wieso das so ist? Keine Ahnung! Mich kann man mit dem Zeug jagen. Was ich allerdings sehr mag, sind warme Getränke aller Art, wenn ich aus der Kälte nach Hause komme. Und wenn ich wieder mal alle meine Zotter-Trinkschokis aufgebraucht habe, dann trinke ich gern heiße Milch mit Ingwer und Zitronengras.


Das Werkzeug:
  • Ein kleiner Topf, um die Milch zu erhitzen. Ich hab zum Glück einen Topf mit Milchaufschäumer, sodass ich der Milch am Schluss ein hübsches Häubchen verpassen kann. 
  • Entweder einen Teebeutel oder eine Gewürzkugel oder ein kleines Sieb
  • Ein Glas
Die Zutaten:
  • Milch
  • Ingwer (ein daumengroßes Stück samt Schale, in Scheibchen)
  • 1 Stange Zitronengras
  • 1Teelöffel Honig

Die Zubereitung:

Ingwer abwaschen und in kleine Scheibchen schneiden. Zitronengras von der äußeren Hülle befreien, mit einem schweren Gegenstand (Fleischklopfer) auf das dicke Ende des Stängels draufhauen, damit er zerquetscht wird und sein feines Aroma abgibt. Ingwer und malträtiertes Zitronengras in den Teebeutel (in die Gewürzkugel) geben, alles in die Milch hängen und die einmal aufkochen lassen. Eine halbe Stunde durchziehen lassen. Gewürze entfernen (nötigenfalls absieben) und die Milch auf Trinktemperatur erwärmen. In ein Glas oder ein Häferl einfüllen, mit dem Honig süßen.



Wenn man die Milch nicht über 40 Grad erhitzt, behält der Honig seine ganzen gesunden Inhaltsstoffe. Der Ingwer stärkt auch die Abwehrkräfte. Also ein ideales Getränk für diese Jahreszeit.




Nun freue ich mich schon, was die anderen MitretterInnen Feines zeigen werden. Ich werde die Links hier ergänzen, falls ich noch nicht alle habe, wenn das Posting veröffentlicht wird.

Giftigeblonde - Orangen-Punschessenz
Anna Antonia - Klassischer Glühwein
Food for Angels and Devils - Kaffee mit Schuss
Obers trifft Sahne - Weißer Glühwein mit Obers
Aus meinem Kochtopf - Eggnog 
Cuisine Violette - Bratapfelpunsch
From-Snuggs-Kitchen - Chai-Kakao
Leberkassemmel und mehr - Hot Whisky
SweetPie - Winter-Fruchtpunsch 
1x umrühren bitte aka kochtopf - White Chocolate Mocha
auchwas - Heißer Apfelsaft mit Gewürzen
our food creations - Hot & Spicy Chocolate
Bonjour Alsace - Luxusglühwein
Fliederbaum - Zwetschkenpunsch
Küchenliebelei - Kinderpunsch
Das Mädel vom Land - Kurkumamilch
Dynamite Cake - Schokoladen-Eggnog mit Whisky
Genial lecker - Heiße Schokolade

 

Montag, 3. August 2015

Rosenwasser-Kardamom-Lassi

Weiter geht es mit der Hitze, also auch der Flüssignahrung - na ja fast. Natürlich brauche ich zum Ende der Marillensaison unbedingt noch Marillenknödeln oder Kaiserschmarren mit Marillenröster. Der Witz an der Sache ist: Rosenwasser-Kardamom-Lassi passt hervorragend zu allem mit Marille. 

Gefunden habe ich dieses Rezept hier: The Guardian, Rezept von Claire Thomson



Zutaten:
600 ml Naturjoghurt
80 g Zucker (mir reichen 60 g)
1 EL Rosenwasser (oder je nach Geschmack)
1 Prise gemahlener Kardamom
200 ml kaltes Wasser
100 g zerkleinerte Eiswürfel


Zubereitung:
Die ist sehr, sehr kompliziert ...
1 Kardamomkapsel aufbrechen, die kleinen Samen herausnehmen. Kapsel wegwerfen, Samen mörsern. Wenn man einen Hochleistungsmixer hat, kann man sich das Mörsern wahrscheinlich sparen, bei meiner Moulinette muss man das von Hand machen.
Joghurt, Zucker, Rosenwasser, Kardamom und Wasser in den Mixer geben. Eine Minute mixen
Und jetzt wieder: Wer einen Hochleistungsmixer hat, gibt das Eis dazu und mixt alles noch einmal gut auf.
Ich habe einfach zwei Eiswürfel ins Glas gegeben und war auch sehr gut.




Und dazu waraten jetzt Marillenknödel ein Hit. Ich glaub, ich muss noch einmal zum Markt gehen ...

Samstag, 25. Juli 2015

[Rettungsaktion] Wassermelonensaft

Heiß, heiß, heiß! Diese Woche waren es fast täglich über 35 Grad in Wien und auch in der Nacht kühlt es gar nicht mehr ab. Wir sind fast auf Flüssignahrung umgestiegen, schlafen auf Balkonien, duschen uns sicher dreimal am Tag, ziehen uns eben so oft um. Aber ehrlich, mit diesen Maßnahmen ist es auszuhalten. Ganz anders wäre es, wenn man so eine Arbeit hätte wie die Straßenbauarbeiter. In Wien gibt es Baustellensommer, weil so viele Leute weg sind, also wird immer generalsaniert. Mit diesen Arbeitern möchte ich nicht tauschen müssen! Sie haben meine ganze Hochachtung.

Und damit auch alle anderen genug trinken, gibt es wieder eine Rettungsaktion: Es gibt kalte Getränke und ich bin schon ganz gespannt, was die anderen Mit-RetterInnen zeigen werden. Bedarf an Erfrischungsgetränken werden wir laut Wettervorhersage noch eine Weile haben.

Mein Melonensaft ist keine Neuerfindung und ich will ihn nur gern wieder in Erinnerung rufen, denn das geht wirklich so, so, so einfach und schnell, dass es eine Freude ist.


Einen Quirl des Handmixers auf die Melone setzen und Maß nehmen. Rundumadum mit einem Messer markieren, wie groß ein Loch sein muss, dass das Ding reinpasst.

Mit dem Messer einschneiden und das Stück Melone herausbrechen - geht wirklich ganz einfach, dass man das herausholen kann.


Den Quirl in das Loch drücken und drauf los mixen. Am besten in der Abwasch, denn es spritzt! Und richtig die ganze Schale entlang fahren innen mit dem laufenden Mixer.

Ich war dann etwas waghalsig und habe die Melone auf einen Krug gestülpt. Die Blöden haben das Glück, sagt man bei uns! Es ist sich absolut haarscharf ausgegangen, dass der ganze Saft in den Krug gepasst hat.

Am besten eignen sich kernlose Melonen. Je besser man mixt, desto weniger Fruchtfleischstücke hat man im Saft. Naturgemäß ist er auf jeden Fall dickflüssig.
Er wird genau so schnell weg sein wie er gemacht ist!




Hier kommen die Links meiner MitretterInnen - möglicherweise werden die noch im Laufe des Tages ergänzt:

giftigeblonde click

Obers trifft Sahne  clack

lecker macht laune click

From-Snuggs-Kitchen clack

Küchenliebelei click

Kochen mit Herzchen clack

our food creations click

Das Mädel vom Land clack

Barbaras Spielwiese click

Kebo homing clack

Cuisine Violette click

lieberlecker clack

AnnaAntonia1 click

Tanja von Greenway clack

Fliederbaum click

1x umrühren bitte aka kochtopf clack

Verboten gut! click


Katha-kocht! clack 

Samstag, 18. Juli 2015

Ananas-Thaibasilikum-Saft

Bevor ich mich ins Gänsehäufel begebe und mich das ganze Wochenende dort nicht mehr wegrühre, kommt das versprochene zweite Getränk aus dem Kochbuch "Kräuter" von Tanja Grandits.

1 reife Ananas
1/2 l Ananassaft
1/2 l Wasser
2 Bund Thaibasilikum, die Blätter abgezupft, ein bissl was für die Deko auf die Seite legen
2 Limetten, Saft und abgeriebene Schale

Ananas schälen, Strunk herausschneiden, in Stücke schneiden. Mit den übrigen Zutaten im Mixer fein mixen, durch ein Sieb passieren. Kalt servieren.

Ich hab den Saft übrigens nicht passiert, sondern einfach recht lang gemixt, bis es ein ganz homogener Saft war. So schön dunkelgrün wie im Buch ist er dadurch nicht geworden, er hatte im Gegenteil ein ganz helles Schaumhäubchen, aber es war sehr fein, das herunterzulöffeln.

Tanja Grandits schreibt, dass sie diesen Powersaft zur Erfrischung in einem Menü serviert oder ihn selber als Frühstückssaft trinkt. Beides kann ich nur wärmstens unbedingt empfehlen.

Auch hier wieder mit Hashtag: #gutbeihitze

Falls jemand in Wien wohnt und Thaibasilikum haben will, ich hab welches zu verschenken.

Und nun viel Glück beim Überstehen der Hitzewelle!

Donnerstag, 16. Juli 2015

Pfefferminz-Buttermilch-Lassi

Eigentlich gehe ich Buchbesprechungen immer anders an, aber angesichts der nahenden Hitzewelle mit bis zu 39 Grad werde ich nun in Folge zwei Postings mit hervorragend kühlenden Getränken aus dem Buch "Kräuter" von Tanja Grandits zeigen. Nicht, dass mir meine LeserInnen Schaden nehmen bei diesen Temperaturen! Die Buchbesprechung werde ich dann nächste Woche machen und auch noch ein anderes Rezept aus dem Buch posten - es ist definitiv kein reines Getränkebuch, sondern hat zu meiner großen Freude zu diesem Thema auch etwas zu bieten.

500 ml Buttermilch
1 Bund Pfefferminze, die Blätter abgezupft, ein bissi was für die Deko zur Seite legen
1/2 Bio-Limette, Schale und Saft
2 EL Honig
1 TL Matchapulver

Alle Zutaten im Mixer fein pürieren, mit den restlichen Minzeblättern dekorieren, eiskalt servieren.


Manöverkritik: Schmeckt total fein und erfrischend, nicht zu süß. Durch das Matchapulver wirkt es ein wenig belebend. Wirklich perfekt bei diesen Temperaturen. Daher bekommt das Getränke den Hashtag: #gutbeihitze

Dienstag, 14. April 2015

[Prost] Most


Stiegenaufgang im Justizpalast
Nun hab ich tatsächlich einen Tritt in den Allerwertesten bekommen von einer Leserin, der lieben Annemarie! Nein, nicht wirklich, sie hat nur leicht geschubst, dass sie bei mir nur Mahlzeit, aber kein Prost finden kann. Und sie hat damit recht. Das liegt an meinen Trinkgewohnheiten, die denkbar langweilig sind: In erster Linie Wasser aus der Leitung, sehr gern noch Tee, dann schon mit Abstand Soda-Zitron, alle heiligen Zeiten einen Kaffee. Ende. Ein paar Getränke habe ich gepostet, in der Praxis dienen die Liköre und Sirupe aber zum Würzen und nur ganz selten zum Trinken. Jetzt habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt, den Schreibstift die Tastatur dem Turbohausmann übergeben, denn wir hatten eine sehr erfreuliche Begegnung mit Most und er wird ab jetzt die Trinker-Abteilung auf dem Blog in sehr loser Reihenfolge bestücken.
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Naturhistorisches Museum
Die Fotos hier zeigen eine wunderschöne Location in Wien: Im Dachgeschoß des Justizpalastes befindet sich das Justizcafé, von dem aus man eine unglaubliche Aussicht über die Wiener Innenstadt hat. Und eben dort waren die Turbohausfrau und ich, um bei einer Mostverkostung teilzunehmen. Auf gar keinen Fall ersparen können wir euch die Fotos. Wenn man die Gelegenheit hat, in das Justizcafé zu gehen, sollte man die auf jeden Fall nutzen - außer man geht bei einer Führung mit, die einen auch auf das Dach des Naturhistorischen Museums führt, da sieht man genau so schön über die Innenstadt, ist ja auch gleich ein Nachbargebäude.





Wenn man genau schaut, sieht man das Riesenrad
Aber irgendwie schweife ich ab. Über Most wollte ich schreiben! Für mich war das bisher immer ein recht saures Getränk, von dem man bestenfalls im Sommer mal ein Glas trinken kann. Ich war bei der Verkostung erstaunt, wie viele Nuancen bei Most möglich sind. Ist ja auch kein Wunder, denn das Ausgangsmaterial ist sehr vielfältig: Äpfel und Birnen, gemischt oder sortenrein, moussierend oder still.

Für mich sehr erfreulich war die Erkenntnis, dass die neue Mostkultur mit sich bringt, dass einerseits ein altes, regionales Produkt wiederbelebt wird, andererseits auch Streuobstwiesen wieder eine Bedeutung bekommen, da die das beste Obst für den Most liefern.



Die niederösterreichischen Mostobstsorten
Auf dem Bild links zu sehen sind die Mostobstsorten, die im niederösterreichischen Mostviertel verarbeitet werden. Es gibt aber in vielen anderen Gegenden Österreichs auch Mosterzeugung, daher ist das nur ein kleiner Ausschnitt der verwendeten Sorten. Insgesamt werden in acht Regionen Obstweine erzeugt und seit letzten Jahr werden die Obstweine auch mit einer Prüfnummer am Etikett versehen - es kann also nicht mehr jeder Heckenklescher als Most verkauft werden, was selbigem sicher gut tut.







Acht verschiedene Sorten standen zur Verkostung bereit
Das ist eine kleine Auswahl der Mostsorten, die es an dem Abend zur Verkostung gab. Nun haben wir gelernt: Most ist nicht trüb, sondern immer klar und durchsichtig. Die Farbe ist von ganz zartem Hellgelb bis zum dunklen Goldgelb möglich. Der Duft ist sauber-fruchtig, niemals muffig. Ausgebaut werden die Obstweine von spritzig bis mild und von extratrocken bis süß. Dazu muss ich sagen, dass das, was bei Most als "süß" bezeichnet wird, für mich durchaus noch recht säuerlich wirkte. Auch lieblich fand ich den Most nicht. Er ist ein wirklich sehr vielfältiges Getränk, das im Sommer sicher recht erfrischend ist.






Mostschaumsuppe
Auch angenehm habe ich gefunden, dass Most oft keinen hohen Alkohlgehalt hat. Bei den verkosteten Sorten fing es bei 4,5 % Vol. an und reichte dann bis 7,6 % Vol. - das obere Ende ist dann in etwa das, was man bei Wein auch findet.

Zum Glück wurden wir dann noch kulinarisch verwöhnt. Auf dem Foto sieht man eine Mostschaumsuppe, die den ersten von neun Gängen bildete - wir haben aber nicht bis zum Ende durchgehalten, denn das hätte uns doch überfordert.





Most als Dessertwein
Der krönende Abschluss: Es gibt Most auch als Dessertwein. Und das ist tatsächlich der einzige Most, den ich wirklich als süß bezeichnen würde. Und weil er gar so gut war, mach ich auch Werbung dafür: Best of Bio-Wein 2014

Und meine zweite Most-Empfehlung ist diese da: Apfel-Cider vom Filipp.  Wem der Name bekannt vorkommt: Über den Filipp hat die Turbohausfrau schon hier geschrieben, denn er beliefert unsere FoodCoop. Seine Apfelsäfte sind mittlerweile im Gault Millau gelistet, der Mann versteht also sein Handwerk.

Nein, weder Turbohausfrau noch Turbohausmann bekommen etwas bezahlt dafür, dass das hier geschrieben wurde. Diese ganzen Strapazen haben wir nur für die Leserin Annemarie auf uns genommen ... ;)


Falls jemand noch mehr Fotos sehen will, die sind auf der Prostmahlzeit-Facebook-Seite zu finden.


Noch ein letzter Blick vom Justizcafé auf das Wiener Rathaus