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Donnerstag, 23. Januar 2025

Wunderbares Wurzelkorma

Dieses Gericht ist wie gemacht für diese Jahreszeit, wo viele seufzen, dass es kein gscheites Gemüse gibt. Weit gefehlt! Dieses Curry feiert alle Wurzelgemüse und man kann auch ungeliebte Sorten darin versenken. Weder die Süße von Pastinaken noch die hässlichen Haferwurzeln fallen ungut auf, sondern alles vereint sich in einem ganz feinen Curry.

Klassisches Korma wird mit Joghurt gekocht, dabei trennt sich das Joghurt. Ich finde das optisch nicht so schön, daher wird das Joghurt bei mir erst ganz am Schluss in das nicht mehr kochende Korma eingerührt. 

Die Gemüsemenge klingt jetzt nach sehr viel, aber man isst wirklich ordentliche Mengen von diesem Gericht. Ich hatte das Glück, dass in meinem Gemüsekisterl verschiedenfarbige Karotten waren. Die lila Urkarotte würde ich nicht nehmen, denn die färbt sicher alles rosa. Die anderen aber machen das Gericht sehr fesch. Unbedingt am Ende noch einmal abschmecken, denn dieses Essen schreit nach viel Salz.

Rezeptquelle: Nigel Slater - Tender

 


Für 2 Personen mit Reis oder indischem Brot 

1 mittelgroße Zwiebeln
Ingwer, 1 daumengroßes Stück (bio nur gewaschen, alles andere geschält)
1-2 Zehen Knoblauch 
750-900 g Wurzelgemüse (Pastinaken, Steckrüben, Karotten, Topinambur, Kohlrabi, weiße oder gelbe rote Rübe, Schwarzwurzel, Knollenziest)
50 g Cashewnüsse
2 grüne Kardamomkapseln
1 TL Kreuzkümmelsamen 
1 TL Koriandersamen 
2 TL Butterschmalz (ersatzweise Sonnenblumenöl)
1 EL Kurkuma, gemahlen 
1 Chilipulver, mild
½ Zimtstange
2 eher milde grüne Chilischoten, in Scheibchen geschnitten (bei Bedarf mit Chilipulver nachschärfen)
2 EL Obers 
100 g griechisches Joghurt 
frischer Koriander, gehackt 

 



Die Zwiebel schälen, in große Stücke schneiden und dann in der Küchenmaschine grob zerhacken, aber nicht pürieren. Ingwer wenn nötig schälen, dann reiben. Knoblauchzehen schälen, in feine Scheibchen schneiden. Das Gemüse schälen, grob schneiden. Die Hälfte der Cashewnüsse hacken.

Kardamomkapseln mit den Fingernägeln öffnen und die Samen herauskratzen. Samen in den Mörser geben und zermahlen. Ebenso Kreuzkümmel- und Koriandersamen zu einem feinen Pulver mahlen.

Butterschmalz oder Öl in einer tiefen Pfanne mit schwerem Boden erhitzen. Zwiebeln darin gemächlich weich werden, aber keine Farbe nehmen lassen. Ingwer und Knoblauch unterrühren, alles bei mäßiger Hitze für einige Minuten garen lassen, ehe man die restlichen Gewürze dazugibt, nämlich Kardamom, Kreuzkümmel, Koriandersamen, Kurkuma, Chilipulver und die Zimtstange. Unter ständigem Rühren für einige Minuten weiterkochen lassen, bis sich der Duft der Gewürze verbreitet. Dann das zerkleinerte Wurzelgemüse und die gehackten Nüsse dazugeben und mit den dünn geschnittenen Chilischoten sowie Salz und Pfeffer würzen.

Etwa 300 ml Wasser angießen und alles bei halb geschlossenem Deckel 45 bis 50 Minuten leise vor sich hin köcheln, bis die Wurzeln dem Druck einer Messerspitze nachgeben. 

Die restlichen ganzen Cashewnüsse in einer trockenen Pfanne rösten. 

Die Pfanne mit dem Gemüse vom Herd ziehen. Erst das Obers unterrühren, dann sollte alles schon soweit abgekühlt sein, dass das Joghurt nicht mehr gerinnt, wenn man es einrührt. Abschmecken. Danach in eine hübsche Schüssel umfüllen, mit den gerösteten Cashew und dem Koriander bestreuen.



 

Donnerstag, 23. Mai 2024

Radieschen-Kohlrabisalat

Jetzt ist Radieschen-Hochzeit! Sowohl auf den Märkten als auch auf Balkonien gibt es sie in Hülle und Fülle. Nachdem die Paradeiser, Paprika, Gurken und Konsorten schon in den Startlöchern gescharrt haben, habe ich meine Radieschen abgeerntet und es wurde dieser köstliche Salat draus. Wir haben gleichzeitig die Grillsaison eröffnet und den Salat für sehr geeignet als Grillbeilage befunden.

 

 

Zutaten für 2 Portionen

1 Bund Radieschen 
1 Kohlrabi 
Salz 
Weißer Pfeffer 
Zucker 
2 EL Haselnusskerne, geröstet
1 Schalotte 
1 EL Mayonnaise 
2 EL Joghurt  
Muskatnuss
1 Prise Kurkuma
1 EL Weißweinessig 
glatte Petersilie 

 


Radieschen putzen und waschen. Kohlrabi schälen. Beide Gemüse grob raspeln, in eine Schüssel geben, salzen und zuckern. 20 Minuten Wasser ziehen lassen.

Inzwischen Haselnüsse grob hacken. Schalotten in feine Ringe schneiden. 

Gemüse gut ausdrücken, wieder in eine Schüssel geben.

Mayonnaise, Joghurt und Essig verrühren, zur Radieschen-Kohlrabi-Mischung geben und mischen. Den Salat mit Pfeffer, Kurkuma, Muskatnuss, eventuell Salz und Zucker abschmecken.

Petersilienblätter fein schneiden, vor dem Servieren unter die Mischung rühren. Salat auf Schüsseln verteilen, mit gehackten Haselnüssen bestreuen.

Rezeptquelle: essen & trinken



 

Freitag, 24. Juli 2020

Asiatischer Kohlrabisalat mit gegrilltem Rind

Sommer und grillen, das gehört zusammen. Und für den Turbohausmann ein Bier dazu. Okay, selten aber doch auch eines für mich, denn ich finde das Thema mittlerweile recht spannend. Auf dem ersten Foto sieht man ein von mir mit gebrautes Bier − hui, was bin ich gerade hochtrabend! Das ist einfach das Bier, das bei diesem Braukurs entstanden ist. Das durfte in der Zwischenzeit reifen und ist nun trinkreif − also gewesen, denn es ist schon ausgetrunken. Ich schweife arg ab, denn eigentlich wollte ich ja über diesen Salat schreiben, der richtig, richtig gut ist. Und er ist echt super für diese Jahreszeit, in der meine asiatischen Kräuter überbordend wuchern, denn das geht endlich was weiter mit der Menge, die man benötigt.

Man muss bitte unbedingt rechtzeitig mit dem Salat beginnen, denn der muss im Kühlschrank gut durchziehen! Aber dann ist das eine feine Sache: Salat vorbereiten, Grill anheizen, Schalotten zubereiten, Kräuter zupfen gehen, Fleisch grillen, ruhen lassen, Salat fertigstellen, essen − das warat die entspannte Reihenfolge.



Für 2 Personen

Für den Salat
2 Kohlrabi, geschält und in feine Stifte geschnitten
1 größere Karotte, geschält und in feine Stifte geschnitten
100 ml weißer Reisessig
100 Gramm Zucker
2 Essl. Pflanzenöl

1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 Hand voll Vietnamesischer Koriander, die Blätter abgezupft und zerrissen
1 Hand voll asiatisches Basilikum, die Blätter abgezupft und zerrissen
1 Hand voll Shiso (Perilla), die Blätter abgezupft und zerrissen
1 EL Minze abgezupft und zerrissen
½ EL frittierter Knoblauch in feinen Scheiben

Salatdressing "von Tante No. 9"
2 EL Zitronensaft, frischgepresst
1 EL Zucker
1-1½ EL asiatische Fischsauce; dem eigenen Geschmack anpassen
1 Knoblauchzehe
½-1 Vogelaugenchili, fein gehackt
½ TL frisch gemahlener Pfeffer

Garnitur 
2 EL geröstete Erdnüsse
2 EL frittierte Schalotten

Für die Schalotten
50 g Schalotten, geschält und in Ringe geschnitten
100 ml Erdnussöl (oder anderes stabiles und geschmacksneutrales Pflanzenöl) zum Braten
1 Prise Meersalz

Fleisch
300 g Rindfleisch (hier Beiried)
Salz
Pfeffer


Kohlrabi- und Karottenstifte mit Essig und Zucker in eine große (wichtig!) Schüssel geben und gut vermengen. Zugedeckt im Kühlschrank eine Stunde lang ziehen lassen.

Grill vorheizen.

Schalotten zubereiten: Die geschnittenen Schalotten mit den Fingerspitzen in einzelne Ringe zerteilen. Das Öl fingerhoch in eine kleine Pfanne füllen, erhitzen. Holzstäbchen reinhalten: Perlt das Öl am Stäbchen, ist es heiß genug. Schalottenringe salzen − bitte erst unmittelbar vor dem Frittieren, sonst fangen die Schalotten an zu schwitzen und werden nicht mehr knusprig. Schalotten ins heiße Öl geben und die Temperatur drosseln. Die Schalotten sollen ganz gemütlich 8 - 10 min. vor sich hin braten. Man muss unbedingt aufpassen, denn der Grat zwischen knusprigen und verbrannten Schalotten ist wirklich ein schmaler. Und da hilft es nicht, die Pfanne vom Herd zu nehmen, sondern da muss man, sobald die Schalotten hellbraun sind und die Ränder goldbraun, sie sofort aus dem Öl heben. Auf ein Hangerl oder auf Küchenrolle legen, damit sie abtropfen können. Wenn sie nur so auf einem Teller liegen, dann tropft das Öl nicht gut genug ab und da wird nix mehr knusprig!
Das Öl bitte filtern und aufheben! Das ist schön aromatisch und darf im Kühlschrank in einem Schraubglas warten, bis man ein Essen mit einem zarten Hauch Zwiebel haben will, dann kommt das zum Einsatz.

Fleisch salzen und pfeffern, auf den Grill legen und auf beiden Seiten je 12 - 15 min grillen. Dazu ein Bier trinken und über die fantastische Grillkohle oder andere Wichtigkeiten philosophieren.
Wir grillen das Fleisch, bis es ca. 56 Grad hat. Das wird dann medium rare. Wir kontrollieren das mit einem Thermometer. Wenn das Fleisch die gewünschte Temperatur hat, legt man es auf den Teil des Grills, auf dem keine Kohle liegt. Deckel zu und ruhen lassen. Die Kerntemperatur steigt auf knapp 58-59 Grad, das passt für uns perfekt.

Während des Ruhens vom Fleisch den Salat fertigstellen: Die Schüssel aus dem Kühlschrank nehmen und alles in einem Sieb abtropfen lassen. Für das Salatdressing alle Zutaten gleich in der Schüssel gut vermischen. Kohlrabimischung, Kräuter und gerösteten Knoblauch mit dem Salatdressing anmachen, abschmecken. Nachdem die ganzen Kräuter dabei sind, weiß man auch, wieso die Schüssel groß sein muss.

Den Salat anrichten, mit gerösteten Erdnüssen und frittierten Schalotten garnieren.

Fleisch aufschneiden und zum Salat servieren.



Wir lieben diesen Salat! Er schmeckt total fein. Ich brauch da keine weitere Beilage dazu, denn er sättigt wirklich gut. Bei Petra kommt das Fleisch direkt in den Salat, was sicher auch sehr gut schmeckt.

Man knofelt nach dem Essen ziemlich. Man sollte also die Leute, mit denen man den Abend verbringen will, zum Essen einladen. Aus Gründen.


Rezeptquellen: 
Luke Nguyen "Vieatnam" über Chili und Ciabatta
Schalotten nach Shu Han Lee "Chicke n & Rice" (Link zur Buchbesprechung) 

Freitag, 30. November 2018

Kohlrabi-Trüffel-Spaghetti

Mein Balkonien macht mir sehr viel Freude! Nachdem die schöne Jahreszeit dieses Jahr so gar nicht aufhören wollte, habe ich nach den Paradeisern, Paprika und Chilis noch eine Herbstpflanzung gemacht: Radicchio, Zuckerhut-Salat, diverse Pflücksalate, Palmkohl und Kohlrabi wachsen immer noch brav vor sich hin. Allerdings haben meine Kohlrabi schon angefangen zu verholzen, obwohl sie sehr klein sind. Also habe ich sie geerntet und verkocht. Dieses Rezept hier ist nach dem Versuch, Kohlrabi-Carpaccio statt mit Rohschinken mit Trüffel zu veredeln, entstanden − bitte das schmeckt unglaublich gut! Also habe ich eine Runde durch meinen Kühlschrank gedreht und geschaut, was sich da noch so an Resten findet.
 

Für 1 Hauptspeisen oder 2 Vorspeisen

120 g Spaghetti
Salz
1 Schalotte, geschält und fein gehackt
1 EL Speckwürferl  (Danke an die giftigeblonde für den tollen Speck!)
1 Zwergenkohlrabi (oder ½ normaler), in feine Stifte gehobelt
1 Schuss Schlagobers
Trüffel, gehobelt (Danke an Verena für den feinen Trüffel!)
weißer Pfeffer
Muskatnuss

Nudelwasser zustellen, salzen nicht vergessen. Spaghetti darin kochen bis ein, zwei Minuten vor bissfest. Dann abseihen und dabei 1 Tasse vom Nudelwasser auffangen.

Während die Nudeln auf ihr Kochwasser warten, die Speckwürferl in einer großen Pfanne anschwitzen, bis das Fett austritt. Den Speckwürferl aus der Pfanne heben und auf Küchenrolle abtropfen lassen. Im Speckfett die Schalotte 1 − 2 min. anrösten, die Kohlrabistifte dazugeben und auch nur 1 − 2 min. mitbraten. Mit einem Schuss Schlagobers ablöschen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss dezent würzen. Dann die vorgegarten Nudeln und ein Drittel des aufgefangenen Kochwassers mit in die Pfanne geben (deswegen soll die Pfanne groß sein, damit alles reinpasst). Alles in voller epischer Länge gut vermischen. Wenn nötig noch Kochwasser zugeben. Es soll eine schön sämige Sauce sein, die die Nudeln gut ummantelt.

Nudeln auf einem Teller anrichten, die Speckwürferl drüberstreuen und oben drüber den Trüffel hobeln.

Nein, bitte bloß kein Parmesan, auch kein Pecorino oder sonst ein Käse.


So gut habe ich Pasta schon lange nicht mehr gegessen. Ich bin echt froh, dass ich den Versuch mit Kohlrabi und Trüffel gestartet habe, denn das ist wirklich ein Bringer.

Und ich bin auch sehr froh, so nette Bloggerkolleginnen zu haben, die mich an Köstlichkeiten, die sie von ihren kulinarischen Touren mitbringen, teilhaben lassen! Bussi an euch zwei. ❤️

Freitag, 22. Juni 2018

Kohlrabi-Carpaccio

Kohlrabi-Carpaccio habe ich schon oft im Internet gesehen. Nun hatte ich aus Italien Bresaola vom Pferd und habe das ins Carpaccio eingebaut. Es muss ganz sicher nicht Pferderohschinken sein, aber hauchdünn geschnittener Rohschinken soll es auf jeden Fall sein. Es hat wirklich umwerfend gut geschmeckt.

Ganz sicher braucht man aber eine Gemüsehobel für dieses Gericht, um den Kohlrabi hauchdünn hobeln zu können. Oder man kann mit dem Messer sehr viel besser umgehen als ich ... 🤨




Vorspeise für 2:
1 mittelgroßer Kohlrabi mit dem zarten Grün
50 g Rohschinken, sehr dünn aufgeschnitten
1 Hand voll Pinienkerne
Olivenöl

Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne anrösten.
Vom Kohlrabi das zarte Grün abzupfen und waschen. Kohlrabi schälen und auf der Gemüsehobel ganz fein hobeln. Kohlrabi auf zwei Tellern verteilen. Oben drauf den Rohschinken verteilen. Das Grün hacken und drüberstreuen, ebenso die Pinienkerne. Mit Olivenöl beträufeln.



Zubereitungszeit (wenn man langsam ist): 10 Minuten 😉
Genuss: sehr! 😃
Noch besser: wenn man das Wetter mitspielt und man draußen essen kann. 😎

Freitag, 14. Oktober 2016

Pikante Topfenknödel mit Kohlrabigemüse

Auf die Idee, Topfenknödel einmal nicht süß zu machen, wäre ich nicht gekommen. Beim Durchforsten des Internets ist mir dieses Rezept aufgefallen. Ich bin ja dem Kohlrabi in Orangen-Estragon-Sauce verfallen,  daher musste ich natürlich das Topfenknöderl-Rezept mit Kohlrabi auch ausprobieren.

Das Rezept ist schon eher aufwändig in der Zubereitung, aber gelingsicher. Von mir eine Nachkochempfehlung! Ich habe Kleinigkeiten geändert. Für das Originalrezept bitte den ersten Link anclicken.




Zutaten für 4 Personen

Für die Knöderl:
80 g Butter, zimmerwarm
4 Eidotter
250 g Topfen (20% F.i.T.)
150 g frisch gerieben Weißbrotbrösel
½ EL Mehl, glatt
Salz
Muskatnuss.

Für die Erdnuss-Butter-Brösel:
4 EL Butter
3 EL Semmelbrösel
2 EL Erdnüsse (geröstet)
Salz.

Für den Kohlrabi:
3 junge Kohlrabi
2 Schalotten (fein würfeln)
2 EL Butter
1 EL glattes Mehl
Saft und Schale von 1 unbehandelten Zitrone
200 ml Gemüsefond
125 ml Schlagobers
Salz
Pfeffer
je 1 EL gehackter Estragon, Kerbel und Petersilie


Für die Topfenknödel Butter und Eidotter schaumig rühren. Topfen, Weißbrotbrösel und Mehl unterheben, mit Salz und Muskatnuss abschmecken, ca. 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen. Währenddessen kann man die Erdnuss-Butter-Brösel und den Kohlrabi zubereiten.

Für die Erdnuss-Butter-Bröseln die Semmelbrösel in Butter leicht goldbraun rösten. Erdnüsse hacken (nicht reiben, sie sollen klein gehackt, aber schon merkbar sein), kurz mitrösten, salzen.

Den Kohlrabi schälen, in mundegerechte Stücke schneiden. In einem Topf die Schalotten in Butter kurz anschwitzen. Mehl dazugeben und eine helle Einbrenn machen. Gemüsefond dazuleeren und aufkochen lassen. Kohlrabi und Zitronensaft dazugeben, mit dem Schlagobers auffüllen. Salzen und pfeffern und den Kohlrabi weichdünsten.

Aus der Topfenmasse kleine(!) Knöderl formen und diese in kochendes Salzwasser legen, danach ca. 10 Minuten nur mehr ziehen lassen. Die gehackten Kräutern unter den Kohlrabi mengen. Die Topfenknödel in der Erdnuss-Brösel-Butter wälzen, mit dem Kohlrabigemüse servieren.



Das Rezept hatte einen schweren Stand! Ich mag das andere, verlinkte Kohlrabirezept total gern und dachte, das ist eigentlich nicht mehr zu toppen. Außerdem habe ich ein Topfenknödel-Rezept, über das lasse ich auch nichts kommen. Aber dennoch: Das Rezept hat bestanden! Die Topfenknöderl haben genau die Porung, an der man erkennen kann, wie schön flaumig sie geworden sind. Ich würde mir schwer tun, eines der Rezepte vorziehen zu müssen. Aber muss ich ja nicht, sondern die können gut nebeneinander stehen.

Montag, 27. Juni 2016

Gratinierte Muschelnudeln auf Kohlrabi-Erbsen-Ragout

Letztens habe ich bei Petra ein tolles Rezept gesehen: Muschelnudeln auf Spargelragout. Ja nun, hier gibt es seit einer Woche keinen Spargel mehr, zumindest keinen schönen, also musste ich das Rezept umbauen. Nachdem ich noch Kohlrabi auf Balkonien hatte, dazu die ersten eigenen Erbsen, Estragon wuchert auch wie verrückt - da war die Entscheidung schnell gefallen.



Für 3 Portionen:

Für das Gemüseragout:
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe (klein)
2 kleinere Kohlrabi
2 Hände voll Erbsen, blanchiert
1/2 Biozitrone, Saft
Sonnenblumenöl
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
1/8 l Weißwein (kein süßer)
150 ml Schlagobers

Für die überbackenen Muschelnudeln:
200 g Muschelnudeln
250 Gramm Ricotta
1 ganzes Ei
30 g frisch geriebener Parmesan
2 EL Semmelbrösel
1/2 Biozitrone, Schale
Salz
Pfeffer
1 Hand voll frisch geriebener Parmesan zum Gratinieren

Zum Servieren:
2 EL grob gehackten Estragon


Schalotte und Knoblauch fein hacken. Kohlrabi schälen und in Würfel schneiden. 2 EL Öl erhitzen, Kohlrabi darin anrösten. Schalotte und Knoblauch mit anschwitzen. Salz, Pfeffer und Muskatnuss dazugeben. Mit dem Weißwein und dem Zitronensaft aufgießen und die ganze Flüssigkeit einkochen lassen.
In der Zwischenzeit die Erbsen blanchieren, wirklich nur einmal aufkochen und dann in Eiswasser abschrecken - das ist wirklich nur, damit die Erbsen schön grün bleiben; gegart werden sie dann eh im Rohr.
Schlagobers einühren, einmal aufkochen lassen. Erbsen dazugeben, unterrühren. Abschmecken und vom Herd ziehen.

Backrohr auf 180 Grad vorheizen.

Die Muschelnudeln in kochendem Salzwasser halb gar kochen. Meine hatten eine Garzeit von 14 min. angegeben, ich habe sie nach 8 min. abgeseiht. Sie waren nach dem Gratinieren perfekt!

250 Gramm Ricotta, 2 Eigelb, 30 g frisch geriebener Parmesan, 2 EL Semmelbrösel, Schale von 1/2 Biozitrone, Salz und Pfeffer verrühren und in einen Spritzsack füllen. Gemüseragout in eine ofenfeste Form füllen. Muschelnudeln draufsetzen und die Fülle auf die einzelnen Nudeln verteilen. Mit Parmesan bestreuen und 15 min. backen, dann den Grill zuschalten und noch einmal 10 min. gratinieren.

Mit gehacktem Estragon bestreuen und servieren.


Wie schreibt Petra oft? Ein Knaller! Ein wirklich sehr feines Essen. Und wieder einmal der Beweis, dass Kohlrabi und Estragon unglaublich gut zusammenpassen.
Nachkochempfehlung!

Freitag, 12. Februar 2016

Kohlrabi in Estragon-Orangen-Sauce

Es gibt nur wenige Rezepte, die ich schon so oft nachgekocht habe wie dieses hier. Kaum rennt mir ein Kohlrabi über den Weg, zack, greif ich zu und mache als allererstes dieses Rezept. Also dann, wenn ich auch noch eine Bioorange und Estragon bekomme. Und beides ist erhältlich um diese Jahreszeit. Bioorangen eh in jedem Supermarkt, in Wien besser beim Signore Crupi oder bei Casa Caria. In Österreich gibt es derzeit beim Merkur Bio-Kräuter aus dem Seewinkel, im Topf, da ist selten aber doch Estragon dabei, sonst bei Bellaflora, auch im Topf. Lieber würde ich jetzt für Wien kleine Gärtnereien nennen, aber da wurde ich leider nirgends fündig. Wenn mir jemand einen Tipp geben kann, bitte her damit!

Was mich dieses Jahr angesprungen ist, ist Kohlrabi der Sorte "Superschmelz". Ich konnte es ja kaum glauben, als ich den ersten Superschmelz in Händen gehalten hatte: 1,2 Kilo! Meine erste Idee war, das Trumm muss verholzt sein. Aber ich hab dann ein bissl herumgesucht und herausgefunden, dass mein Superschmelz eh noch ein Baby ist, denn 8 Kilo pro Stück sind keine Seltenheit! Schmecken tut der übrigens hervorragend! Roh als Salat oder als Gratin,  immer hat er uns sehr gut geschmeckt.   


Für 2 Portionen:
2 Kohlrabi oder ein halber Kilo Superschmelz
20 g Butter
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
2 Schalotten, fein gewürfelt
150 ml Orangensaft
150 ml Geflügelfond
100 ml Schlagobers
1 EL Estragon, gehackt
Salz
Pfeffer
1/2 Bio-Orange; Schale abgeriebene
1 Prise Piment d'Espelette

Erdäpfelknöderl:
300 Gramm Kartoffeln, mehlig kochend
1 Eigelb
50 g Kartoffelstärke
25 g Butter, zimmerwarm
1 Prise Salz


Zuerst die Erdäpfel für die Zwergenknöderln zustellen: Schälen, in gleich große Stücke schneiden, in Salzwasser garen, ausdämpfen lassen. Erdäpfeln durch die Presse quetschen, am besten gleich auf die Butter drauf. Salz zufügen. Mit einer Gabel Butter und Eigelb in den Erdäpfelschnee einrühren, dann mit der Gabel das Stärkemehl einarbeiten. Kleine Knöderl formen und sie abgedeckt (Geschirrhangerl, Deutsche nehmen ein Geschirrtuch) im Kühlschrank ruhen lassen.

Wenn man einen Superschmelz zur Verfügung hat, dann quält man sich jetzt damit, das Monstrum auseinanderzuschneiden. Die Schale ist nämlich bei den Riesentrümmern unerfreulich dick. Das Schälen ist gar kein großes Problem, aber das Auseinanderschneiden schon. Normale Kohlrabi schält man wie immer. Bei normalen Kohlrabi behält man auch die kleinen Blättchen zurück, der Superschmelz hatte bei mir noch nie Blätter dran - die wären wahrscheinlich so groß, dass man sich im Sommer damit beschatten kann ...

Jetzt wär auch ein guter Zeitpunkt, Salzwasser für die Knöderln zuzustellen. Wenn das Wasser kocht, die Knöderl ca. 10 min. garen. Wenn sie an die Oberfläche steigen, sind sie fertig.

Den Kohlrabi in gleich große Spalten schneiden. Ich mag die Größe, dass man die Dinger genau einmal durchschneiden muss, dann passen sie perfekt in den Mund. ;) Die Butter in einer Pfanne schmelzen und aufschäumen lassen, Kohlrabi darin glasieren, Schalotten und Knofel dazugeben, kurz mit anschwitzen. Mit Gefügelfond und Orangensaft aufgießen. Kohlrabi garen, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Schlagobers dazuleeren und aufkochen. Falls vorhanden, die kleinen Kohlrabiblättchen fein hacken, Estragon ebenso, mit Orangenschale und Espelette in die Sauce rühren. Mit den Knöderln servieren.

Rezeptquelle: Chili und Ciabatta, das Original stammt von Johann Lafer



Dieses Rezept bringe ich nun bei Zorra vorbei, bei der derzeit ein Blogevent zum Thema Krautköpfe von Evchen kocht ausgerichtet wird. Kohlrabi ist eindeutig ein Kohlgewächs, auch wenn es nicht ein übliches Kohlgewächs in Krautform ist. Und kinderkopfgroß war mein Superschmelz allemal! Außerdem bin ich auch keine Deutsche - darf ich trotz all dieser Widrigkeiten mit dabei sein?


Blog-Event CXVI - German Krautköpfe (Einsendeschluss 15. Februar 2016)

Mittwoch, 24. Juni 2015

[Rettungsaktion] Salat

Schon mal in die Kühltheken der Supermärkte geschaut in der letzten Zeit? Man merkt, die Grillzeit ist voll im Gange, denn es gibt Krautsalat, Erdäpfelsalat, Nudelsalat, Eiersalat und was weiß ich noch alles fix und fertig zu kaufen. Ich find das ehrlich zum Davonrennen! Vielleicht tu ich den Fertigsalaten ja unrecht und sie schmecken zum Niederknien, aber wenn ich sehe, was da alles an Zusatzstoffen drinnen ist, will ich lieber trotzdem nicht davon probieren. Ich mach es mir einfach und rühre schnell einen Salat zusammen, der schmeckt 1A und ich bin damit schneller fertig als wenn ich zum Supermarkt gehe und einen Fertigsalat kaufe.



Für 4 Personen als Grillbeilage:
2 Kohlrabi
100 g griechisches Joghurt
100 g Sauerrahm
Salz
Zucker
schwarzer Pfeffer
2 Knoblauchzehen, fein gehackt.
1/4 Salzzitrone, nur die Schale fein gehackt
2 EL gehackte Minze + ein paar Blättchen für die Deko
2 EL Olivenöl
Saft einer Zitrone

Kohlrabi schälen und in feine Stifte hobeln. Wenn man keine Gemüsehobel hat, dann einfach in mundgerechte Stückerln schneiden. Für die Marinade die restlichen Zutaten verrühren. Kohlrabi einrühren. Entweder gleich servieren oder abdecken und im Kühlschrank aufbewahren, in dem Fall wird der Kohlrabi ein bissl weicher. Zu Servieren auf Teller verteilen und mit kleinen Minzblättchen dekorieren.

Fotoupdate November 2017: Variante mit Granatapfel



Das Originalrezept stammt von Ottolenghi und ist nachzulesen in seinem "Jerusalem"-Kochbuch, wurde aber von mir ziemlich abgewandelt.

Wieder einmal retten wir etwas vor der Fertigfutterindustrie. Ich freue mich schon wieder sehr, was meine MitstreiterInnen alles zeigen werden, denn das wissen wir alle selber nicht vorher und es ist immer spannend! Ganz sicher werden wieder viele tolle Ideen dabei sein. Sollte die Linkliste nicht vollständig sein, so ergänze ich sie im Laufe des Tages.



giftigeblonde  Salat-Trio

Paprika meets Kardamom Mediterraner Nudelsalat

Kochen mit Herzchen Krautsalat

lieberlecker Maissalat

Barbaras Spielwiese Eiersalat

Jankes*Soulfood Kartoffelsalat

Anna Antonia  Salatmarinade & Tomaten-Thunfischsalat

our food creations Cole Slaw

lecker macht laune Wurstsalat

widmatt- aus meiner Schweizer Küche Couscous-Salat mit Melone

Hoetus Poetus Konfettisalat

Feinschmeckerle.de Italienischer Nudelsalat

Verboten gut! Couscous-Salat

From Snuggs Kitchen Italienischer Salat 

Fliederbaum Blattsalat mit Apfel und Pekannüssen

Genial lecker Kartoffelsalat mit Pesto

Aus meinem Kochtopf Salat mit Hausdressing



Freitag, 12. Dezember 2014

Kohlrabigratin

Immer noch liebe ich Ottolenghi. Ich koche alle (ja, ich habe in der Zwischenzeit alle) seine Kochbücher rauf und runter. So schnell wird sich mein Ottolenghi-Wahn wohl auch nicht geben, denn ich finde immer noch, dass er auf eine unnachahmliche Art würzt und es schafft, ganz ungewöhnliche Kombinationen zu finden, die genau meinen Geschmack treffen. Selber komme ich ohnehin nur selten auf gute Rezeptideen und auf die Idee, Kohlrabi mit Blauschimmelkäse zu kombieren, käme ich im Leben nie. Aber das geht! Und wie!

Was wohl auch bleiben wird, ist mein Problem mit den Ottolenghi-Mengen: 3 Kohlrabi und das soll für 6 Personen reichen. Also bei uns nicht wirklich. 2 recht große oder 3 eher kleine Portionen, würde ich meinen, kommen aus der Menge raus, denn das Rezept ist üppig - sehr fein für die kalte Jahreszeit.

Und nun muss ich noch zeigen, was wir für einen genialen Salat dazu gegessen haben. Das ist einer der Momente, in dem ich meine FoodCoop sehr schätze, und wieder weiß, warum ich mir die ganze Arbeit antue. So viele verschiedene Salate in einer einzigen Salatmischung! Um diese Jahreszeit bitte!




Für 2-3 Portionen:
1 EL Sonnenblumenöl
1 mittelgroße Zwiebel, geschält und in dünne Scheiben geschnitten
300 ml Gemüsefond
300 ml Schlagobers (original: Double Cream, aber die gibt es hier nicht)
1gehäuften TL Dijon-Senf
30 g Parmesan, fein gerieben
1 Knoblauchzehe, geschält und fein gehackt
8 große Salbeiblätter, fein gehackt
Salz
schwarzer Pfeffer
3 mittelgroße Kohlrabi, geschält in 2-3 mm dicke Scheiben geschnitten
60 g Gorgonzola, in 1 cm Stücke zerteilt
30 g Panko
Bei mir zusätzlich die feinen, kleinen Kohlrabiblätter, die ich wie die Salbeiblätter verwendet habe.


Backofen auf 200 C vorheizen. Das Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel damit sanft schmoren, bis er weich ist. Suppe, Schlagobers, Senf, Parmesan, Knoblauch, Salbei und schwarzen Pfeffer dazugeben. Ca. 4 (ich: 10) Minuten köcheln, bis die Flüssigkeit leicht andickt, dann den Topf zur Seite stellen. Die Kohlrabischeiben in einer Schicht in eine Auflaufform legen, vorsichtig salzen, Kräuter-Zwiebel-Suppen-Mischung drüberschöpfen, dann kommt wieder eine Schicht Kohlrabi, salzen, danach wieder Suppen-Mischung - so weiter verfahren, bis alles aufgebraucht ist. Die letzte Schicht sollte die Flüssigkeit bilden, was bei mir kein Problem war, da genug davon da war. Oben drauf setzt man den Blauschimmelkäse in Flöckchen, als Abschluss bestreut man alles großzügig mit den Panko-Bröseln. Dann ab mit dem Gratin ins Backrohr und eine Stunde backen. Danach herausnehmen und 10 min. ruhen lassen.


Was es nach dem Essen zu sagen gibt: Zu meinem Erstaunen war das wirklich ein relativ gebundenes Gratin, was ich eigentlich nicht erwartet hätte, denn ich kenne Kohlrabi nicht als etwas, das wie Erdäpfel zusammenhält. Vielleicht durch die lange Garzeit? Ich hab keine Ahnung, aber es hat tatsächlich geklappt, dass sich das Gratin nicht suppig über den Teller verteilt.

Bei uns hat es Erdäpfeln und eine große Schüssel Salat zu dem Gratin gegeben, im Originalrezept nur Salat, aber ich finde, die Erdäpfeln braucht es eigentlich schon als Ausgleich. Und ein kräftiger Blattsalat, zum Beispiel auch nur Rucola, ist zwingend nötig. Es war auf jeden Fall zum Niederknien gut!

Rezept von hier: the guardian

Samstag, 25. Juni 2011

Estragon-Kohlrabi-Gemüse


Da ist es noch immer, mein Estragon-Monster! Es will und will nicht weniger werden. Das ist wie der Kampf gegen die berühmte Schlange Hydra, der man einen Kopf abschlägt und zwei wachsen nach ... Mal schauen, wer gewinnt - ich fürchte, mein Estragon!
Aber zum Glück ist es ja ein recht wandelbares Kraut, also gibt es das nun in Form von Estragon-Butter zum Grillen, letzte Woche zum Spargel-Salat, in den nächsten Tagen wird es in Krautfleckerln reinwandern. Und heute darf mein Estragon gemeinsam mit einem Kohlrabi beim Event vom Gärtner-Blog teilnehmen.

Garten-Koch-Event Juni 2011: Kohlrabi [30.06.2011]

2 Beilagenportionen:
1 Kohlrabi
1 Schalotte
3 Stiele Estragon
1 EL Butter
1/8 l Gemüsefond (Weißwein geht auch)
1/16 l Schlagobers
1 gehäufter EL Haferflocken (die schmelzenden)
Salz, weißer Pfeffer, Muskatnuss

Kohlrabi schälen und in Würfel schneiden, die Würfel in kochendem Fond bissfest kochen - auf keinen Fall zu weich! In der Zwischenzeit die Schalotte klein würfeln, in der Butter anschwitzen, die Haferflocken dazugeben und mit dem Schlagobers aufkochen. Den Gemüsefond abseihen und dazuleeren, alles gut verkochen lassen, bis die Haferflocken vollkommen aufgelöst sind und der Soße gute Bindung geben. Die Kohlrabiwürfel und die von den Stielen gezupfen und gehackten Estragon-Blätter zufügen, mit Salz, weißem Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.




Eine Möglichkeit ist es auch, diese Menge für eine Person als Hauptgericht zu verwenden, z. B. einfach mit einem gekochten und in Butter geschwenkten heurigen (=jungen) Erdäpfel.

Freitag, 13. Mai 2011

Kohlrabigemüse

Nachdem ich gerade eine Diskussion mitbekommen habe, ob man die Blätter vom Kohlrabi isst oder nicht, fiel mir ein, dass ich schon längere Zeit das Rezept für Kohlrabigemüse posten wollte. Bei mir kommt es immer darauf an, welche Rezept ich verwende, aber generell mag ich die kleinen Blättchen, wenn sie fein nudelig geschnitten sind, sehr gern über Kohlrabigemüse drübergestreut. Und eigentlich mag ich Kohlrabi am liebesten so wie Erbsen, nämlich roh. Aber ab und zu darf Kohlrabi auch in den Topf wandern.



Beilage für 2 Personen:
1 Knolle Kohlrabi
Kohlrabiblättchen - die zarten, kleinen
1 Schalotte
1 TL Butter
1/8 l Weißwein
1/8 l Schlagobers
1 EL Haferflocken
Salz, weißer Pfeffer, Muskatnuss

Den Kohlrabi schälen und in Scheiben schneiden. Den Weißwein aufkochen und den Kohlrabi darin zugedeckt dünsten - bloß nicht zu weich, zwei bis drei Minuten reicht. In der Zwischenzeit die Butter schmelzen, die klein geschnippelte Schalotte darin hell anschwitzen, die Haferflocken dazugeben und kurz mitrösten. Wenn die Haferflocken zerfallen sind, mit dem Schlagobers aufgießen, aufkochen lassen.Die Soße mit Salz, frisch geriebenem, weißem Pfeffer und ebenso frisch geriebener Muskatnuss würzen. Dann den Kohlrabi mitsamt dem Weißwein zu der Oberssoße geben, alles zusammen noch einmal aufkochen, den Topf vom Feuer nehmen. Die Kohlrabiblättchen fein nudelig schneiden und unter das Gemüse rühren.

Schmeckt auch gut, wenn man einfach Petersilerdäpfeln dazu macht, dann ist das die Menge, die eine Person bei uns isst.

Dienstag, 29. März 2011

Kohlrabisuppe mit Kressepesto

Kalt ist es hier, also gibt es heute wieder mal ein Suppenrezept. Wenn ich mir meine Stichwörter so anschaue, dann ist das ohnehin etwas, das in meinem Blog sehr unterrepräsentiert ist. Noch gibt es wunderschöne Kohlrabi, also los geht's!
Das Rezept habe ich bei Claudia Schmidt gesehen und nachgekocht. Natürlich kann ich es nie lassen und habe die Zutaten wieder mal verändert. Ich glaube, die Rezepte, die ich ganz und gar wie im Original vorgesehen nachgekocht habe, kann man an einer Hand ablesen. Aber ich schreib ja eh immer dazu, woher meine Rezepte stammen. Wer das nicht versaubeutelte Original will, kann ja dort nachlesen.


1 Schalotte, klein gehackt
1 EL Butter
3 EL Haferflocken (2 wie bei Claudia hätten auch gereicht)
1 speckiger Erdäpfel, geschält und gewürfelt
2 Kohlrabi
1/2 l Gemüsefond
100 ml Schlagobers
Salz, Pfeffer

Kressepesto:
50 g geschälte Mandeln
50 g Gruyere
100 ml Rapsöl
1 Tasse Kresse
Salz, Pfeffer
 etwas Kresse, z. B. eine großblättrigere Sorte, zum Garnieren

Kohlrabi schälen und würfeln, Erdäpfel ebenso.Butter schmelzen und die gehackte Schalotte darin dünsten. Haferflocken dazu und kurz mitrösten. Kohlrabi zugeben und mit Gemüsefond auffüllen. Zugedeckt kochen, bis der Kohlrabi weich ist (ca. 20 min. je nach Größe der Kohlrabistücke).
Für das Pesto Kresse, Mandeln, Käse und Öl im Zerkleinerer oder mit einem Pürierstab bearbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Bei mir ist es keine Paste geworden, wie ein Pesto sein sollte, sondern eine eher bröckelige Masse. Wahrscheinlich hätte man durch Zugabe von mehr Öl eine bessere Konsistenz erzielt, aber das Pesto war von der Menge her ohnehin sehr viel und mästen muss ich mich auch nicht unbedingt, daher habe ich die Masse so belassen. Beim nächsten Mal werde ich versuchen, Zutaten bis auf das Öl und die Kresse um die Hälfte zu dezimieren oder die Suppenmenge zu verdoppeln.
Suppe pürieren und Schlagobers zugeben, noch einmal heiß werden lassen. Salzen und Pfeffern. Die Suppe in Teller geben, Pesto hinein und mit Kresse dekorieren.

Claudia schreibt, dass im Originalrezept dazu Butterbrot und Käse empfohlen wurden. Aber uns hat das auch als Suppe ohne weiteren Schnickschnack gereicht. Eine schön dicke, wärmende Suppe für kalte Tage!