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Freitag, 13. Mai 2022

Crostini mit Sardinen und Kumquats

Und schon kommt das versprochene Rezept aus Zauber der Gewürze. Es war bei mir ein Resteessen, aber es hat uns vorzüglich geschmeckt. Ich kann mir dieses Bohnen-Sardinen-Kumquats-Ding auch als Häppchen so im Gläschen auf einem Buffet gut vorstellen. Die Aromenkomposition von Zitrus mit Fisch ist genau mein Ding, daher hat dieses Rezept sofort nach mir gerufen, als ich es gesehen habe.


6-8 Portionen
55 g Kumquats
2 Thai-Chilis, entkernt und in Streifen geschnitten
45 g Dillspitzen
1 Dose (430 g) Lima-Bohnen, abgetropft
1 Dose (120 g) Sardinen, abgetropft, gehackt
2 EL Zitronensaft, frisch gespresst
2 EL natives Olivenöl + mehr zum Besträufeln der Brote
½ TL feines Meersalz
½ TL frisch gemahlener Pfeffer
1 Weizen- oder Sauerteigbaguette, am besten mit Sauerteig


 
Alle Zutaten bis auf das Brot in eine mittelgroße Schüssel geben. Die Zutaten mit einem großen Löffel vermengen. Absschmecken und bei Bedarf nachwürzen. Die Schüssel mit einer Frischhaltefolie abdecken und vor dem Servieren ca. 30 min. im Kühlschrank durchkühlen lassen.
In der Zwischenzeit das Brot im Backofen bei 180 Grad  (alternativ in einer Pfanne oder im Toaster rösten) in etwa 15 min. auf beiden Seiten braten, dabei nach der Hälfte der Zeit wenden. Das Brot 5 min. abkühlen lassen. Vor dem Servieren einen großzügigen Löffel des Toppings auf jede Brotscheibe geben und nach Belieben mit Olovenöl beträufeln.


Meine Lieben, ich brauch mal eine Blogpause, denn Italien ruft nach mir. Daher verabschiede ich mich mal für eine Weile. Bleibt mir alle gesund und munter. Ich wünsche euch eine sonnige Zeit! ❤️❤️❤️

Donnerstag, 7. Januar 2021

[Kulinarische Weltreise] Serbische Bohnensuppe

Herrschaftszeiten, ich kann schon schlechte Fotos machen! Aber leider hab ich keine anderen, daher muss ich dieses auf Weltreise schicken. Aber ich verspreche, dafür schmeckt die Suppe sehr gut. Ein perfektes Essen für diese Jahreszeit. Und die Zubereitung ist etwas für faule Menschen wie mich.

 


 

Zutaten für 4 Vorspeisen-Portionen bzw. 2 Hauptspeisen

150 g weiße Bohnen
1 Zwiebel 
1 Knoblauchzehe
100 g Frühstücksspeck 
1 EL Öl 
1 EL Paprikapulver (edelsüß) 
1 Spritzer Essig
¾ l Rindsuppe 
1 Lorbeerblatt 
1 EL Mehl 
1 EL Sauerrahm 
Majoran

Bohnen am Vorabend in viel kaltem Wasser einweichen. Am Tag des Essens die Bohnen abseihen und abspülen. Bohnen in einen Topf geben, mit ausreichend Wasser aufgießen und bei mittlerer Hitze weichkochen. Bohnen vom Herd nehmen und abseihen. 

Zwiebel und Knoblauch schälen und würfelig schneiden. Speck klein schneiden. 

Den Speck im Öl knusprig braten. Zwiebel dazugeben und goldgelb rösten. Knoblauch und Majoran zugeben, Paprikapulver einrühren, kurz mitrösten und mit Essig ablöschen. Mit der Suppe aufgießen, aufkochen. Lorbeer zugeben, Suppe salzen, pfeffern. Rahm mit Mehl verquirln, in die Suppe geben, mit dem Schneebesen verrühren und alles ca. 10 min. köcheln lassen. Abgetropfte Bohnen einrühren, Suppe noch einmal ca. 5 Minuten köcheln.

 

Mehr serbische Rezepte am Blog:

  Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft hält in Serbien - die besten Rezepte und Gerichte

Die Mitreisenden:

 

Donnerstag, 17. Dezember 2020

Bohnencreme auf Vollkorbrot

Silvester kommt! Noch einmal passiert mir das nicht, dass ich vergesse, Hülsenfrüchte zu kredenzen. Und ihr alle bitte auch nicht. Nicht, dass wir nächstes Jahr wieder so ein Schlamassel haben wie in diesem Jahr. 

Das Rezept stammt aus dem Buch Legendäre Dinner und ist wirklich denkbar einfach. Ich werde das wohl als Mitternachtssnack zu Silvester kredenzen.

 


Für 6 Portionen
6 Scheiben Vollkorbrot
2-3 EL Olivenöl
1 große Knoblauchzehe

Bohnencreme
240 g gekochte, abgetropfte weiße Bohnen (das sind ca. 100 g trockene Bohnen, wenn man selber kochen will)
2 Knoblauchzehen
25 ml Zitronensaft
1 TL Kurkuma
70 g griechisches Joghurt (10 %)
Salz
Pfeffer

Brotscheiben mit Öl einpinseln und rösten. Mit der Knoblauchzehe über das knusprige Brot reiben.

Für die Bohnencreme alle Zutaten miteinander pürieren.

Zum Servieren im Frühling zarte Schafgarben-Blättchen verwenden. Ich habe ganz einfach einige Blätter Rucola mit den Bohnen mit püriert, die haben die gelbe Farbe vom Kurkuma ziemlich unterdrückt. Hat sehr gut geschmeckt!

Freitag, 7. August 2020

Weiße Bohnen-Dip mit Paprika

Es gibt Essen, das immer geht. Dazu gehören bei uns Hülsenfrüchte und gegrillte Paprika. Dieses hier vereint beide Komponenten und war echt super! Dieses Gericht kann Teil einer Vorspeisentafel sein, Beilage oder Hauptgericht. Original heißt das Essen Felfel-e ghermez ba lubia sefid und stammt aus dem Buch Pardiz.

Was noch dazu kommt: In Favoriten gibt es auf dem Schreimarkt schon meine allerliebsten Paprika. Die heißen Paradeisfrüchtige, weil sie auf den ersten Blick die runde Form von Paradeisern haben. Das sind ganz dickfleischige Früchte mit jeder Menge Geschmack. Sie lassen sich hervorragend grillen und schälen, weil sie eben so dicke Wände haben. Da reißt nix beim Schälen und innen suppt es nicht so wild, wie mir das manchmal bei den viel dünnwandigeren Kapia passiert. Also wenn ihr solche seht: zuschlagen! Unbedingt. In Favoriten gibt es diese Paprika meistens nur Montag und Dienstag, da stehen ungarische Händler am Markt, die haben im Laufe der Saison noch mehr solcher Schätze wie die gelben Paprika zum Füllen oder Apfelpaprika.

Das Foto ist von Balkonien, allerdings nicht von heuer, denn dieses Jahr mag ich gar nix schreiben über meine Gemüsepflanzen ... Totaler Reinfall!


Für 2 Hauptspeisenportionen

Bohnendip
200 g getrocknente Cannelinibohnen, über Nacht eingeweicht
1 frisches Lorbeerblatt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 Handvoll frisches Basilikum und Oregano, ca. 1:1 gemischt, grob gehackt
2 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer

Paprikagemüse
3 rote Paprika (eher kleine)
2 Knoblauchzehen, gehackt
je 1 EL Butter und Olivenöl
1 Handvoll frisches Basilikum und Oregano, ca. 1:1 gemischt, gehackt
2 EL Granatapfelsirup
 Salz
Pfeffer
10 g Walnusskerne, geröstet und grob gehackt

Die Bohnen abgießen und mit frischem Wasser und dem Lorbeerblatt zustellen. Kochen, bis sie weich sind, was bei mir ca. 45 min. gedauert hat. Abgießen, dabei ca. 200 ml vom Kochwasser auffangen. Lorbeer entsorgen.
Knoblauch in einem separaten Topf in etwas Olivenöl goldbraun braten. Die Kräuter dazugeben und 2 min. mitbraten. Diese Mischung mit Olivenöl und den Bohnen in einen Mixer geben, gut durchmixen, dabei so viel Kochwasser wie nötig dazugeben, dass eine breiige Konsistenz entsteht.

Für das Gemüse die Paprika grillen, bis sie rundherum schwarz sind. Sofort in ein gut schließendes Kunststoffgefäß geben, notfalls in einen TK-Beutel, den man gut verschließen kann. Nach 15 min. kann man den Paprika dann problemlos die Haut abziehen. Fruchtfleisch entkernen und in Streifen schneiden.
Knoblauch in der Butter-Olivenöl-Mischung anbraten, Kräuter zum Großteil dazugeben, Granatapfelsirup einrühren und alles 5 min. schmoren.

Bohnendip in einer Schüssel anrichten, mit den Paprika toppen, die restlichen Kräuter und Walnüsse drauf verteilen. Mit Brot servieren.


So einfach geht das und schmeckt wirklich himmlisch. Wird während der Grillsaison sicher wieder einmal gemacht, dann vielleicht als Beilage.


Donnerstag, 2. Juli 2020

[Genuss in rot-weiß-rot] Rindfleisch-Käferbohnensalat

Die Damenrunde vom "Genuss in rot-weiß-rot" wird dieses Mal von Friederike vom Fliederbaum
geleitet und zwar zum Thema "Kühlgenuss". Neu im Kreis der Genießerinnen ist Julia von Backebackekuchen − herzlich willkommen!

Von mir gibt es einen Lieblingsalat, den wir sehr oft essen, wenn ich Suppe gekocht habe. Das bietet sich immer an als Verwertung vom Rindfleisch, das ich in der Suppe mitgekocht habe. Und jetzt im Sommer natürlich auch als Salat, den man in der Kühltasche an einen See mitnehmen kann. Ich koche den immer am Vorabend, dann kann der Salat gut durchziehen.



Für 2 Hauptspeisenportionen

150 g Käferbohen (getrocknet)
200 g gekochtes Rindfleisch
1 rote Zwiebel, in Streifen geschnitten
3 EL Kernöl
5 EL Apfelessig
1 Prise Pfeffer
1 TL Salz
½ TL Zucker
½ Bund Schnittlauch
(eventuell 2 hart gekochte Eier)

Käferbohnen am Vorabend in lauwarmem Wasser einweichen. Am nächsten Tag die Bohnen in dem eingeweichten Wasser weichkochen, das dauert ca. 60 Minuten.

Rindfleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Die gekochten Käferbohnen noch heiß in eine Schüssel geben, Rindfleisch dazugeben, ebenso die geschnittene Zwiebel, Salz, Zucker und Pfeffer drüberstreuen, Essig und Kürbiskernöl untermengen. Zugedeckt mindestens 2 Stunden durchziehen lassen.

Auf Tellern anrichten, mit Schnittlauch bestreuen und die geschnittenen Eier dazulegen. Mit Schwarzbrot servieren.





Und nun freue ich mich auf die Rezepte der anderen Genießerinnen!

Friederike bringt eine Sommer-Schale.
Daniela kühlt uns mit Marmoriertem Eis-Gugelhupf.
Von unserem Neuzugang Julia kommt Gegrillter Zucchinisalat.
Brigitta serviert Melonensuppe.
Christina hat Kräuterlimo gebraut.
Maria stellt uns Sommersalat mit Gartenbeeren und Borretsch-Dressing auf den Tisch.



Montag, 27. April 2020

[Genuss in rot-weiß-rot] Bärlauchbohnen

Was ich immer daheim habe, sind getrocknete Hülsenfrüchte. Wir mögen die sehr gern und sie sind wirklich lange haltbar. Nachdem ich den Vorratsschrank gesichtet hatte, war klar, es muss wieder einmal etwas davon aufgearbeitet werden. Ich finde es sehr nett, dass meine Mädels von Genuss in rot-weiß-rot sich mir anschließen und mit mir gemeinsam ein Rezept mit Hülsenfrüchten posten.


Für 2 große Portionen

200 g weiße Bohnen, über Nacht eingeweicht
2 Hände voll Bärlauch
3 EL Olivenöl
Schale und Saft einer Zitrone
Salz
Pfeffer
Chiliflocken

Eingeweichte Bohnen abseihen, in frischem Wasser weichkochen. Währenddessen die anderen Zutaten miteinander fein pürieren.

Die weichen Bohnen abgießen, dabei ein bis zwei Tassen vom Kochwasser aufbewahren. Die tropfnassen Bohnen in einen großen Kochtopf geben und mit dem Erdäpfelstampfer einige Male  stampfen, bis etwa ein Drittel der Bohnen ein Gatsch sind. Das Kräuteröl einrühren und alles ein paar Minuten schmoren, bis sich die Aromen vermischt haben. Sollten die Bohnen dabei zu trocken werden, daher immer wenn nötig, etwas vom Kochwasser dazugeben.

Mit Brot servieren. Oder auch mit Bratwürsteln und Brot, wie wir das gemacht haben.


So einfach kann kochen gehen. Uns hat es sehr gut geschmeckt. Ich denke, dass ich das im Sommer mit anderen Kräutern als Grillbeilage ausprobieren werde.

Dadurch, dass das Bärlauchöl ein paar Minuten mitgegart wird, vertrage sogar ich es gut. Was die Bohnen im Bauch anrichten, ist dann wieder ein anderes Paar Schuhe. Samin Nosrat, die das Buch "Salz, Fett, Säure, Hitze" geschrieben hat, meint, eine Prise Natron im Kochwasser würde Hülsenfrüchte besser verdaulich machen. Ich habe es ausprobiert, aber kann nicht sagen, dass sich irgendetwas geändert hätte.



Und nun zu den Rezepten meiner Mitstreiterinnen!

Brigitta: Bohnenlaibchen
Daniela: Bohnentorte
Friederike: Bohnen-Paprika-Gulasch
Petra: Bohnen-Bällchen-Pasta
Maria: Löwenzahnsalat mit Kichererbsen und Gänseblümchen

Dienstag, 18. Dezember 2018

Ribollita

So schnell, dass ich fast nicht nachkomme, steht Weihnachten und bald danach auch schon das Jahresende vor der Tür. Nachdem ich schon zu Weihnachten nicht großartig aufkochen muss, weil wir eingeladen werden, habe ich für den Jahreswechsel schon etwas ausprobiert. Man sagt ja, dass Hülsenfrüchte Glück bringen, wenn man sie zu Silvester isst, also habe ich mir ein typisches italienisches Essen ausgesucht. Vor allem auch deshalb, weil mein Palmkohl so wunderschön ist und mich dauernd anschreit, dass er beerntet werden will. Ich trau mich ja fast nichts, weil er Balkonien so schmückt wie derzeit keine andere Pflanze. Aber das ist eigentlich nicht sein Zweck, sondern dass er aufgegessen wird. Also los!


Für 4 Hungrige

200 g Palmkohl (ersatzweise eine andere Blattkohlsorte)
200 g weiße Bohnen (original: Cannellini ), getrocknet
1 kleine Dose Schälparadeiser
1 Hand voll Kirschparadeiser
3 Knoblauchzehen, in Scheibchen geschnitten
1 Zwiebel, gewürfelt
1 Stängel Sellerie samt Grün, beides gehackt
1 kleine Petersilienwurzel, gewürfelt
5 große Salbeiblätter, gehackt
1 EL Thymianblätter, gehackt
1 EL gehackte Petersilie
1 Lorbeerblatt
3 altbackene Scheiben Ciabatta
Olivenöl extra vergine
Salz
Pfeffer


Die Bohnen über Nacht in Wasser einweichen, danach das Einweichwasser wegschütten und die Bohnen mit frischem Wasser weich kochen.

Den Kohl säubern und die festen Rippen herausschneiden. Das verbleibende Grün in breite Streifen schneiden.

Olivenöl erhitzen, erst die Zwiebel glasig anschwitzen, dann den Knoblauch dazugeben und sanft mit anrösten. Saudensellerie und Petersilienwurzeln dazugeben, alles einige Minuten braten. Dosenparadeiser samt Saft dazugeben, ebenso den Kohl. Mit einem halben Liter Wasser aufgießen. Mindestens eine Stunde sacht köcheln lassen. Immer wieder schauen, ob noch genug Flüssigkeit da ist.

Bohnen, Kirschparadeiser und Kräuter dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen. Ein Spritzer Olivenöl tut dem Eintopf sehr gut!

Das Brot toasten, in Suppentellern verteilen. Ribollita dazuschöpfen.




Wieder einmal ein Arme-Leute-Essen, das ganz ohne Fleisch auskommt und gegen das ich so manchen Schweinsbraten eintauschen würde. Also nicht denken, dass man so etwas nicht einer Freundesrunde zu Silvester vorsetzen kann. Wieder aufwärmen schadet diesem Essen auch nicht, daher perfekt vorzubereiten. Vor allem: Ribollita macht definitiv glücklich!

Freitag, 5. Januar 2018

Saubohnenpüree mit Zichoriengemüse

Schon viel zu lange bin ich dieses Rezept schuldig. Bei meinem Rezept Oktopus auf Saubohnenpüree hatte ich versprochen, es bald zu posten. Es war aber nicht so einfach, den ganzen Sommer und Herbst über Zichoriengemüse zu finden, denn das ist ein Freund der kalten Jahreszeit. Jetzt findet man in jedem türkischen Supermarkt Berge von diesem Gemüse, die feinere Variante, nämlich die Puntarelle, gibt es zu Apothekerpreisen an wenigen ausgewählten Stellen zu kaufen. Dennoch: Wenn man das Glück hat, an Puntarelle zu kommen, sollte man zuschlagen, wenigstens einmal zum Kosten. Zichoriengemüse sind immer bitter, die Puntarelle aber auf eine elegantere Art.

Außerdem passt das Essen aus einem anderen Grund gut zur Jahreszeit: Nach Weihnachten ist oft wenig Geld in der Kasse. Mir fällt es im Jänner auch ohne große Weihnachtsausgaben reichlich auf: Alle unsere Versicherungen, die jährlich fällig sind, reißen in diesem Monat schon ein gröberes Loch ins Konto. Und außerdem wollen wir bald wieder in die Wärme. Also muss irgendwo gespart werden. Puntarelle verschoben, türkische Zichorie: welcome!


Das Saubohnenpüree habe ich aus meinem oben verlinkten Rezept übernommen:
150 g getrocknete Saubohnen
1 großer mehlig kochender Erdapfel
1 Lorbeerblatt
Olivenöl
Salz

Mit den Saubohnen beginnt man einen Tag vor dem Essen. Die müssen mindestens 12 Stunden in kaltes Wasser eingeweicht werden. Danach seiht man sie ab und setzt sie in frischem Wasser mit dem Lorbeerblatt zu. 2 Stunden (bei mir 1) mit einem geschälten und in Scheiben geschnittenen Erdapfel köcheln lassen. Abseihen, dabei aber die Garflüssigkeit auffangen. Lorbeerblatt entfernen. Bohnen und Erdapfel durch eine Quetsche drücken, 2 EL Olivenöl und so viel Garflüssigkeit dazugeben, bis ein geschmeidiges Püree entstanden ist. Mit Salz abschmecken.

Für das Zichoriengemüse:
300 g Zichorie
1 Knoblauchzehe
1 Peperoncino, fein gehackt (gern auch getrocknete Chili-Flocken)
Salz
Olivenöl

Das Gemüse waschen und putzen, in kleine Stücke schneiden. In Salzwasser blanchieren, in Eiswasser abschrecken, gut in einem sauberen Hangerl (Deutsche nehmen ein Geschirrtuch) abtrocknen. Knoblauchzehe hacken und in Olivenöl anschwitzen, Zichorie dazugeben und wenige Minuten in der Pfanne schmurgeln. Mit Peperoncino und Salz würzen - das Gemüse soll würzig, aber nicht scharf sein.

Ich habe die ganz zarten inneren Blätter vom Zichoriengemüse aufgehoben und oben auf draufgelegt. Das bringt noch einen zarten Knusper mit - damit es nicht komplett als Essen für Zahnlose durchgehen muss.

Mit ein paar Tropfen Olivenöl verfeinern.


Wie sehr viele Arme-Leute-Gerichte hat uns auch dieses sehr gut geschmeckt. Es macht innerlich wunderbar warm, was zu dieser Jahreszeit nie schaden kann.

Montag, 13. Juni 2016

Bohnenpüree mit Chorizo und Salbei


​​Mein Salbei lebt! Ich freu mich total, denn der hat sehr tot ausgeschaut nach dem Winter. Ich hab ihn dann gnadenlos zurückgeschnitten und hatte schon nicht mehr geglaubt, dass das was wird. Aber nun wächst er wieder ganz brav. Okay, der buntblättrige schaut extrem traurig aus der Wäsche, aber ich hoffe, der wird auch noch.

Salbei ist das, was ich als Kind gehasst habe: Kaum hat es im Hals gekratzt, musste ich schon wieder diesen grauslichen Tee trinken. Dabei schmeckt Salbei so gut! Zum Beispiel auf Zwiebeltartelettes mit Ziegenkäse, auf einem herbstlichen Kübisrisotto, in einem Salbeirisotto mit Leber oder in Hasenform (Welsh Rabbit). In die Reihe dieser empfehlenswerten Rezepte reiht sich auch dieses hier ein. Das ist mich angesprungen, als ich eine Dose Bohnen im Küchenkastel entdeckte. Wer bitte kauft in diesem Haus Bohnen in der Dose? Hä? Hülsenfrüchte weiche ich doch immer ein und koche sie selber. Okay, fast immer. Und nachdem ich so ziemlich alle Einkäufe erledige, wird diese Dose wohl auch von mir gekauft worden sein.

Es ist kein Küchenkastel zu klein, um nicht doch noch eine Dose Bohne bunkern zu können, und schon gar kein Trolley, um aus dem Urlaub Köstlichkeiten mitzubringen. Die Chorizo, die ich hier verwendet habe, haben wir aus Barcelona mitgebracht - eine von etlichen Chorizos übrigens, denn die Auswahl dort ist schon ein bissl anders als bei uns, wenn es um dieses spanische Nationalheiligtum geht. Diese war dezent scharf, was extrem gut gepasst hat.



Für 2 Hauptspeisenportionen:
1 große Dose weiße Bohnen
1/8 l Obers
10 dickere Scheiben Chorizo
4 Knoblauchzehen, in Scheiben geschnitten
1 Hand voll Salbeiblätter
2 EL Zitronensaft
Salz
Pfeffer


Die Bohnen in der Einweichflüssigkeit erhitzen, abseihen. Obers aufkochen, die Bohnen dazugeben, salzen und pfeffern, pürieren und mit Zitronensaft abschmecken. Ich mag es übrigens, wenn Bohnenpüree nicht so ganz fein, sondern noch ein bisschen stückig ist. Wer ganz glattes Püree bevorzugt, streicht es am besten durch ein Sieb. Püree warm halten.

Die Wurstradeln braten - Chorizo ist fett genug, dass man sie ohne weitere Fettzugabe braten kann. Wurst aus der Pfanne heben, das ausgetretene Fett in der Pfanne lassen und darin den Knoblauch und den Salbei kurz sanft anrösten. Nicht zu stark, denn beide können bitter werden, wenn man sie zu sehr erhitzt.

Püree auf Teller verteilen, den Rest oben drauflegen. Fertig.

Schmeckt sehr gut mit einem Stück rustikalem Brot und Blattsalaten.


Das geht übrigens wirklich so schnell wie es klingt. Und man müsste sich extrem anstrengen, um etwas falsch zu machen. Vor allem es schmeckt köstlich! Mit einem Wort: ein perfektes Rezept!

Sehr frei gekocht nach meinem Guru: Ottolenghi




Zum Glück gibt es das Event von Susanne Magentratzerl, das ich regelmäßig bestücke. Ich finde doch immer wieder Schätze!

Freitag, 1. November 2013

Baked Beans

Klingt jetzt nicht so arg spannend, oder? Aber nachdem das die besten Baked Beans waren, die ich jemals gegessen habe, darf das Rezept hier in mein "Kochbuch". Und außerdem kann ich damit endlich mal das Label "Bohnen" vergeben. Keine Ahnung, wieso es hier noch gar kein Bohnenrezept gibt, denn eigentlich mögen wir Bohnen gern. Die bekannten Nachwirkungen sind halt lästig ... ;)

Auf die Garzeit achten und rechtzeitig anfangen!

Frisch geputztes Backrohr! Da muss ich natürlich sofort ein Foto einstellen.

Für 2 Hauptspeisportionen:
125 g große weiße Bohnen (getrocknet)
150 g Speck, in kleine Würferl geschnitten
1 Zwiebel, gewürfelt
1 kleine rote Paprika (z. B. Kapya), fein gewürfelt
1/2 l passierte Paradeiser aus der Dose - wenn man sie selber macht, passierte Paradeiser mit Wasser verdünnen, bis man eine dickflüssige Sauce hat
3 EL Ketchup
2 EL brauner Zucker
1 EL Ahornsirup
1 Prise Zimt
1 Prise Muskatnuss
Salz, Pfeffer
Wasser


Bohnen über Nacht einweichen. Bohnen abseihen, Einweichwasser wegschütten. Speckwürferln sanft anbraten, dann mit allen anderen Zutaten gleich in einer feuerfesten Form vermischen. Die Bohnen sollen gut in Flüssigkeit schwimmen. Backrohr auf 150 Grad aufheizen und ca. 4 Stunden garen. Dabei immer wieder mal schauen, ob noch genügend Flüssigkeit da ist. Wenn nötig, mit Wasser aufgießen.

Am Ende hat man eine karamellisierte, dicke Sauce. Wir haben dazu Sandras Brotzipferl gegessen - immer wieder erfreulich schmecken die!




Quelle: spinach tiger