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Donnerstag, 23. Januar 2025

Wunderbares Wurzelkorma

Dieses Gericht ist wie gemacht für diese Jahreszeit, wo viele seufzen, dass es kein gscheites Gemüse gibt. Weit gefehlt! Dieses Curry feiert alle Wurzelgemüse und man kann auch ungeliebte Sorten darin versenken. Weder die Süße von Pastinaken noch die hässlichen Haferwurzeln fallen ungut auf, sondern alles vereint sich in einem ganz feinen Curry.

Klassisches Korma wird mit Joghurt gekocht, dabei trennt sich das Joghurt. Ich finde das optisch nicht so schön, daher wird das Joghurt bei mir erst ganz am Schluss in das nicht mehr kochende Korma eingerührt. 

Die Gemüsemenge klingt jetzt nach sehr viel, aber man isst wirklich ordentliche Mengen von diesem Gericht. Ich hatte das Glück, dass in meinem Gemüsekisterl verschiedenfarbige Karotten waren. Die lila Urkarotte würde ich nicht nehmen, denn die färbt sicher alles rosa. Die anderen aber machen das Gericht sehr fesch. Unbedingt am Ende noch einmal abschmecken, denn dieses Essen schreit nach viel Salz.

Rezeptquelle: Nigel Slater - Tender

 


Für 2 Personen mit Reis oder indischem Brot 

1 mittelgroße Zwiebeln
Ingwer, 1 daumengroßes Stück (bio nur gewaschen, alles andere geschält)
1-2 Zehen Knoblauch 
750-900 g Wurzelgemüse (Pastinaken, Steckrüben, Karotten, Topinambur, Kohlrabi, weiße oder gelbe rote Rübe, Schwarzwurzel, Knollenziest)
50 g Cashewnüsse
2 grüne Kardamomkapseln
1 TL Kreuzkümmelsamen 
1 TL Koriandersamen 
2 TL Butterschmalz (ersatzweise Sonnenblumenöl)
1 EL Kurkuma, gemahlen 
1 Chilipulver, mild
½ Zimtstange
2 eher milde grüne Chilischoten, in Scheibchen geschnitten (bei Bedarf mit Chilipulver nachschärfen)
2 EL Obers 
100 g griechisches Joghurt 
frischer Koriander, gehackt 

 



Die Zwiebel schälen, in große Stücke schneiden und dann in der Küchenmaschine grob zerhacken, aber nicht pürieren. Ingwer wenn nötig schälen, dann reiben. Knoblauchzehen schälen, in feine Scheibchen schneiden. Das Gemüse schälen, grob schneiden. Die Hälfte der Cashewnüsse hacken.

Kardamomkapseln mit den Fingernägeln öffnen und die Samen herauskratzen. Samen in den Mörser geben und zermahlen. Ebenso Kreuzkümmel- und Koriandersamen zu einem feinen Pulver mahlen.

Butterschmalz oder Öl in einer tiefen Pfanne mit schwerem Boden erhitzen. Zwiebeln darin gemächlich weich werden, aber keine Farbe nehmen lassen. Ingwer und Knoblauch unterrühren, alles bei mäßiger Hitze für einige Minuten garen lassen, ehe man die restlichen Gewürze dazugibt, nämlich Kardamom, Kreuzkümmel, Koriandersamen, Kurkuma, Chilipulver und die Zimtstange. Unter ständigem Rühren für einige Minuten weiterkochen lassen, bis sich der Duft der Gewürze verbreitet. Dann das zerkleinerte Wurzelgemüse und die gehackten Nüsse dazugeben und mit den dünn geschnittenen Chilischoten sowie Salz und Pfeffer würzen.

Etwa 300 ml Wasser angießen und alles bei halb geschlossenem Deckel 45 bis 50 Minuten leise vor sich hin köcheln, bis die Wurzeln dem Druck einer Messerspitze nachgeben. 

Die restlichen ganzen Cashewnüsse in einer trockenen Pfanne rösten. 

Die Pfanne mit dem Gemüse vom Herd ziehen. Erst das Obers unterrühren, dann sollte alles schon soweit abgekühlt sein, dass das Joghurt nicht mehr gerinnt, wenn man es einrührt. Abschmecken. Danach in eine hübsche Schüssel umfüllen, mit den gerösteten Cashew und dem Koriander bestreuen.



 

Freitag, 31. März 2023

Karottenkuchen mit Walnüssen und kandiertem Ingwer

Es gibt Klassiker, die sind durch nichts zu ersetzen. Zum Beispiel dieser Karottenkuchen. Er passt echt super zu Ostern, daher darf er hier anlässlich einer Rettung auf den Blog. Bei mir ist nach der Zitrussaison immer kandierter Ingwer übrig, seit ich jedes Jahr dieses Grapefruit-Rezept mache, also auch eine sehr gute Resteverwertung in meinem Haushalt.

Wichtig bei diesem Kuchen ist, dass man den Ingwer in drei Konsistenzen hat: Geriebener aus dem Gewürzregal, kandierter und vor allem ganz frischen. Der frische Ingwer wird gerieben und ausgepresst. Das geht nur, wenn der Ingwer wirklich frisch ist. Das ist dasselbe Procere wie bei "meinem" Angeberpudding, der auch nur mit wirklich frischem Ingwer funktioniert.

Wie immer hervorheben will ich die Damen von den Rettungen, Barbara und Tamara, denen ich für die Abwicklung danken möchte. Großes Dankeschön an Britta für den weiter unten stehenden Osterbanner.


Rezeptquelle: Nigella Lawson

Zutaten für eine 20 cm Springform


Für den Kuchen:

200 g glattes Mehl

1 Teelöffel Backpulver

½ Teelöffel Natron

2 Teelöffel gemahlener Ingwer (ersatzweise geht zur Not auch frisch geriebener, der ist aber schlechter in der Masse verteilbar und man muss den bei den flüssigen Zutaten einrühren

¼ Teelöffel feines Meersalz

175 g brauner Zucker

2 große Eier (bei Zimmertemperatur)

200 ml Pflanzenöl (plus mehr zum Einfetten)

200 g Karotten (geschält und grob geraspelt)

100 g Walnussstücke (grob gehackt)

75 g kandierter Ingwer (fein gehackt)

 

Für das Frosting:  

100 g Butter (weich)

100 g Puderzucker (gesiebt falls klumpig)

1 Teelöffel Maismehl

100 g Frischkäse (kühlschrankkalt)

1 x 15 ml (ca. 1 EL) frischer Ingwer (grob gerieben)

 

Deko:

25 g Walnussstücke (grob gehackt oder zerbröselt)

25 g kristallisierter Ingwer (gehackt)

 

 


Backofen auf 170°C/150°C Umluft vorheizen.

Die Seiten der Backform einfetten und den Boden mit Backpapier auslegen. 

Mehl, Backpulver, Natron, gemahlenen Ingwer und Salz in eine Schüssel geben und mit einer Gabel gut vermischen. Zucker, Eier und Öl in einer anderen großen Schüssel verrühren, bis sie vollständig miteinander vermischt sind. Nach und nach die Mehlmischung hinzugeben. In diesem Stadium erscheint der Teig steif, aber die Karotten lockert ihn auf. Man hebt also die Karotten unter und die 100 g vorbereiteten Walnüsse, ebenso 75 g kandierten Ingwer, bis alles gleichmäßig vermischt ist.  

Teig in die vorbereitete Form löffeln. Der Teig ist recht flach, aber der Kuchen wird beim Backen gut aufgehen. Die Oberfläche glatt streichen und für 45–55 Minuten in den Ofen geben. Wenn der Kuchen fertig ist, wird er fest und oben goldbraun, beginnt sich von den Rändern der Form zu lösen und ein reingestecktes Stäbchen ist nicht mehr teigig. 

Auf ein Kuchengitter geben und in der Form abkühlen lassen. 

Sobald der Kuchen im Ofen ist, geht es an das Frosting. Butter und Puderzucker schaumig schlagen, die Maisstärke unterrühren, gefolgt von der Hälfte des Frischkäses. Sobald die Hälfte eingearbeitet ist, die restliche Hälfte einrühren. Nicht zu viel zu schlagen, sonst wird die Glasur zu flüssig. Ingwer auf einen Teller reiben. Ein Stück Küchenrolle nehmen und den geriebenen Ingwer mit einer schnellen Bewegung in die Mitte der Küchenrolle schieben, die Ränder des Papiers hochziehen. Den so entstandenen Beutel drückt man nun aus und presst den entstandenen Ingwersaft in ein Schüsserl.

Diesen Saft zur restlichen Glasur geben und einrühren. Mit Frischhaltefolie abdecken und kühl stellen.

Wenn der Kuchen vollständig kalt ist, die Glasur für etwa 20 Minuten aus dem Kühlschrank nehmen, bis sie eine noch dicke, aber streichfähige Konsistenz hat. Alles kurz durchrühren, damit die Glasur durchgehend die gleiche Konsistenz hat. Den Kuchen aus seiner Form lösen auf auf einen Tortenständer oder Teller legen. Das Frosting darauf verteilen, die gehackten Walnüsse und den Ingwer darüber streuen.

 

 

 


 


Brittas Kochbuch - Gebackenes Osterlamm 

Barbaras Spielwiese - Osterbrot 

Cakes, Cookies and more - Osterchüechli 

Brotwein - Eierlikörkuchen Rezept in Kastenform saftig & lecker 

Anna Antonia-Herzensangelegenheiten - Schlemmerfilet Dill-Meerrettich 

Pane-Bistecca - Italienischer Osterkuchen #wirrettenwaszurettenist 

Cahama - Eierlikör-Krapfen

 

 

 

 

 

 

Mittwoch, 11. April 2018

[Rettungsaktion] Butterschnitzel

Da haben wir ja ein geniales Thema für die neue Rettung gefunden: Anikò von Paprika Meets Kardamom hatte die Idee und wir waren alle gleich ganz begeistert: Das Fleischlaberl, die Boulette, die Frikadelle, das Fleischpflanzerl gibt es in vielen grauenvollen Varianten als Fertigfutter zu kaufen. Das können wir nicht zulassen! #wirrettenwaszurettenist und nehmen uns mindestens genau so viele Varianten vor und zeigen, dass es wirklich nicht nötig ist, so etwas als Fertiggericht zu kaufen.

Von mir kommt ein altösterreichischer Beitrag zu dieser Rettung, nämlich ein ganz feines Sonntagsessen. Durch die Verwendung von Kalbfleisch wird es allerdings ein teures Essen.

Wichtig bei der Zubereitung: die Fleischlaberl werden rasch und heiß angebraten und garen danach im Rohr, bis sie fertig sind. Man braucht dazu eine Pfanne mit dickem Boden, die richtig eingebrannt ist, damit die Laberln gut rutschen - in meinem Fall meine Oma-Schmiedeeisenpfanne. Beschichtete Pfanne geht hier nicht so gut, weil man die Röstaromen braucht für eine wirklich gute Sauce.

Noch zu sagen ist, dass Butterschnitzerl nicht rund geformt werden, sondern länglich, wohl um an die Form eines Schnitzerls zu erinnern. Die Butterschnitzerl werden ca. fingerdick gemacht.




Für 2 Portionen
250 g faschiertes (= gewolftes) Kalbfleisch
1 altbackene Semmel, entrindet
Milch
Salz
Muskat
ca. 2 EL Schlagobers (flüssig)
2 Eigelb
3 EL Butterschmalz
⅛ l Kalbsfond
Zitronenschale und -saft einer ½ Zitrone
1 EL Butter, eiskalt

Die entrindete Semmel mit Milch übergießen und einweichen, bis die Semmel gut vollgesogen ist. Dann drückt man sie sehr gut aus und zerzupft sie ganz fein. Mit dem Faschierten mischen, mit Salz, Muskat und Schlagobers würzen. Laberl formen (4 Stück gehen sich aus dieser Menge gerade schön aus).
Backrohr auf 160 Grad vorheizen.
Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, die Butterschnitzerl rasch von beiden Seiten anbraten. Auf einen Teller legen und im Rohr fertiggaren lassen. Ob sie fertig sind, erkennt man, wenn man mit einer Gabel hineinsticht und es kommt klarer Saft heraus.
In der Zwischenzeit das Fett aus der Pfanne abgießen, den Bratrückstand mit dem Kalbsfond ablöschen und ein wenig einkochen lassen. Mit Zitronensaft und -schale würzen. Vom Herd ziehen und mit der eiskalten Butter aufmontieren.

Bei uns gab es als Beilage Bärlauchpüree, allerdings mit wenig Bärlauch: 10 Blätter reichen in diesem Fall, weil sonst würde es die zarten Butterschnitzerl erschlagen. Außerdem habe ich Pfefferkarotten dazu gemacht. Dafür etwas Speck kleinwürfelig schneiden, Speck aus der Pfanne nehmen und im verbliebenen Fett Karotten zugedeckt bissfest schmoren. Mit geschrotetem Pfeffer sparsam würzen. Auch hier den Pfeffer wirklich sacht einsetzen.

Weitere klassische Beilagen sind Reis und Erbsen.



Wie immer freue ich mich schon sehr zu sehen, was meine Mit-Retterinnen gezaubert haben:

auchwas - Frikadellen orientalisch
Brittas Kochbuch - Vegane Pilzfrikadellen
Cakes Cookies and more - Hacktätschli aus dem Backofen mit buntem Ofengemüse
CorumBlog 2.0 - Lamm-Frikadellen
genial-lecker - Fischbuletten
German Abendbrot - Hackfleischbällchen in Biersoße
giftigeblonde - Faschierte Laberl am Spieß
Karambakarinaswelt - Fischfrikadellen mit Dip "a la Remoulade"
Katha kocht! - Nudelpfanne mit buntem Gemüse und Geflügelhackbällchen
Leberkassemmel und mehr - Fleischpflanzerl Dry Aged, überbacken mit Käse und Bacon
lieberlecker - Crevetten Tätschli
Madam Rote Rübe - Hausgemachte Apfel-Grünkernbratlinge zu Lauch-Pasta
magentratzerl - Pastinakenlaibchen
our food creations - Fischbouletten de Luxe mit Mango-Salsa
Pane-Bistecca - Panierte Chuegeli
Unser Meating - Vegetarische Fleischküchle

 

Donnerstag, 18. Januar 2018

Orientalischer Kichererbseneintopf

Nun folgt ein Rezept, das ich tatsächlich mit Hilfe der Vegetarischen Aromabibel selber zusammengestoppelt habe. Ich habe einfach die Reste, die noch im Haus waren, gesichtet und danach in dem Buch gelesen, was wozu passt. Und siehe da, es kam ein wunderbares Essen zustande, das keinerlei Wünsche offen lässt.

Die Kichererbsen schauen übrigens gewöhnungsbedürftig aus, aber ich habe heimische Bio-Kichererbsen entdeckt und die schauen halt so aus, schmecken aber sehr gut und haben keinen Transportweg quer über den Erdball hinter sich.


Für 2 Personen:

150 g Kichererbsen, über Nacht eingeweicht

2 El Olivenöl
1 Delicata-Kürbis (die sind recht klein, hier 0,3 kg; ersatzweise Butternuss), geschält, entkernt, grob gewürfelt
2 Karotten, geschält und in dicke Scheiben geschnitten
1 Zwiebel, gehackt
1 Chilischote, entkernt und fein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 TL Kreuzkümmel, ohne Fett geröstet und gemörsert
1 EL Paradeismark
1 TL Paprikamark (oder Paprikapulver)
Salz
schwarzer Pfeffer
¼ l passierte Paradeiser (um diese Jahreszeit besser konservierte Ware)
1 Hand voll krauser Petersilie (ersatzweise Selleriegrün)

Die Kichererbsen abseihen und in frischem Wasser zustellen. Kochen, bis sie gar sind - das dauert je nach Sorte ¾ bis 1 Stunde. Danach wieder abseihen.

In der Zwischenzeit kann man alles andere mehr als gemütlich vorbereiten: Kreuzkümmel rösten und mörsern sollte man zuerst machen, denn der Duft breitet sich wunderbar aus und macht die Vorfreude aufs Essen größer!

Zwiebel im Olivenöl sanft anrösten, Kürbis und Karotten 5 min. mitrösten, Chili und Knoblauch dazugeben, wieder alles 5 min. rösten. Kreuzkümmel, Paradeismark, Paprikamark, Salz und Pfeffer einrühren. Mit den passierten Paradeisern aufgießen. Alles zusammen ca. 15 min. zugedeckt schmoren, bis Kürbis und Karotten gar sind. Nach ca. der halben Garzeit schauen: sollte zu viel Flüssigkeit da sein, ohne Deckel weitergaren; bei zu wenig Flüssigkeit, einen Schluck Wasser zugießen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer es gern sehr scharf mag: Man kann auch mit Chilipulver nachschärfen, falls die Chilischote zu wenig kann.

Krause Petersilie hacken und über das Gemüse streuen. Im orientalischen Gute-Laune-Geschirr servieren - fühlt sich gleich ein bisserl nach Urlaub an!


Bei uns gab es dazu Basmati-Reis, den ich mit gehackten Pistazien bestreut habe, was das Gericht noch ein wenig orientalischer gemacht hat. Ich habe persische Pistazien, die unglaublich aromatisch sind, aber nicht grün, sondern hellbraun mit einem zarten grünen Haucherl - wieder etwas gelernt, dass Geschmack nicht unbedingt mit der Farbe zusammenhängt.

Uns hat es sehr, sehr gut geschmeckt. Ich bin ja nun keine Verächterin von Schweinsbraten, aber dieses Essen macht satt und glücklich und ich würde es jederzeit gern statt Sonntagsbraten essen.

Dienstag, 14. Oktober 2014

Afghanisches Kabuli

Schon längere Zeit verkehrt in unserem Haushalt regelmäßig ein junger Mann, gebürtig aus Afghanistan. Nun hat er tatsächlich für uns gekocht und zwar ein afghanisches Nationalgericht - ich bin sicher, davon gibt es so viele Varianten wie vom österreichischen Erdäpfelgulasch und jede ist die einzige wahre. ;)

Ehrlich: Ich war skeptisch, was da wohl rauskommen würde! Mit dem Alter hat das nämlich anders ausgeschaut, wenn ich gekocht habe. Damals haben sich die Leute tatsächlich Zähne ausgebissen an meiner Pizza. Hundi hat's aber extrem spannend gefunden und gehofft, es fällt was ab. Aber Hundi und ich haben uns beide sehr getäuscht.

Ganz unglaublich gut war es und nachdem der junge Herr sehr sorgsam mit den Lebensmitteln umgegangen ist, ist leider gar nichts fürs Hundi runtergefallen.

Schon allein das Stifteln der Karotten hat mich fasziniert: So sorgfältig in gleichmäßige Stifte schneiden, das sieht man selten. Und in ebenso gleich große Stifte wurden die Zwiebeln geschnitten.


Zur Menge: Es war viel! Da hätte man eine halbe Fußballmannschaft damit versorgen können. Dazu habe ich mir erklären lassen, dass man in Afghanistan immer für Nachbarn gleich mitkocht. Find ich eine sehr schöne Einführung!

Und es wurde eine Unmenge an Öl verwendet - für unsere Verhältnisse halt. Mein Schwager, der in den USA lebt, tät sich jedes Haar einzeln ausreißen - der ist so stolz, dass er eine Pfanne hat, wo er gar kein Öl mehr verwenden braucht. Aber in Afghanistan kommt anscheinend noch mehr Öl hinein als hier, denn die Portion für den Gast muss immer in Öl schwimmen, alles andere würde als sehr unhöflich dem Gast gegenüber angesehen werden. Mittlerweile kenne ich viele Afghanen, die in Wien leben - wir waren im Frühling zum Fest des afghanischen Jahresanfangs, dem größten Fest des Jahres, eingeladen, auf dem einige hundert Menschen waren: Die Leute waren durchwegs schlank. Also an der Ölmenge kann es nicht liegen!


Zutaten für 6  - 8 Portionen:
500 g Basmati-Reis - der einzige wahre für dieses Gericht ist anscheinend der afghanische, der wirklich der längste Langkornreis ist, den ich bisher gesehen habe
1 kg Lammfleisch (Schlögel, aber ohne Knochen gewogen)
1/2 kg Zwiebeln
1/2 kg Karotten
1/8 l Raps-Öl (in Afghanistan nimmt man Sonnenblumenöl)
1/8 l passierte Paradeiser
200 g Rosinen
3 TL Garam Masala
2 x 1 TL Kurkuma
1 Knoblauchzehe, geschält
Salz


Vorarbeiten:
Reis gründlich in einem feinen Sieb unter fließendem Wasser waschen, bis keine Stärke mehr ausgeschwämmt wird. In einer Schüssel mit Salzwasser 2-3 Stunden quellen lassen.
Rosinen heiß waschen und in einer Schüssel mit heißem Wasser 1 Stunde einweichen.


Einen großen Topf mit Wasser zustellen. Wegen der Menge: Darin wird nachher das Fleisch gekocht, das sollte bedeckt sein mit dem Wasser.

Die Karotten waschen, schälen und dünn stifteln. Zwiebel schälen und in genau so große Stifte schneiden. Das Öl erhitzen und erst die Karotten darin sanft schmurgeln lassen, bis sie bissfest sind. Dann alle Karotten gründlich herausangeln, im selben Öl die Zwiebel schmoren - aber ganz sanft! Sie dürfen keine Farbe annehmen.

Während Karotten und Zwiebel schmurgeln, das Fleisch in gulaschgroße Stücke schneiden. Sobald das Wasser kocht, kommt das geschnittene Fleisch hinein und wird 20 - 30 min. geköchelt. Die Gardauer hängt davon ab, wie groß die Würfel geschnitten sind und wie zart das Fleisch ist. Das Fleisch sollte gut durch sein, aber nachdem es nachher noch weiter gegart sein, braucht es noch nicht ganz zart schmecken. Das Wasser bitte nicht wegschütten, sondern das Fleisch mit einem Sieblöffel herausholen.

Den eingeweichten Reis abseihen, ebenso die Rosinen.

In der Zwischenzeit sollten Karotten und Zwiebel halb gar sein. In dieses Öl kommen nun die abgetropfen Fleischwürfel und werden rundherum angebraten. Zwiebel und Karotten dazugeben, mit den passierten Paradeisern aufgießen, Rosinen hineingeben, alles mit Garam Masala würzen und gut verrühren. So viel vom Fleischkochwasser zugießen, dass alles knapp bedeckt ist. Den Reis in einer Schüssel mit 1 TL Kurkuma verrühren, den Reis auf die Fleisch-Gemüse-Mischung leeren. Oben drauf in die Mitte Knoblauchzehe setzen und den zweiten TL Kurkuma auf der Oberfläche verteilen.

Und dann kommt eine abenteuerliche Konstruktion: Auf den Topf kommt ein frisches Geschirrhangerl, da drauf den Deckel vom Topf setzen, einen schweren Topf kopfüber draufsetzen, oben drauf den 5-kg-Sack Reis stellen. Ich denke, dass in den meisten mitteleuropäischen Haushalten die Töpfe gut genug schließen, dass man die Deckel nicht so extrem beschweren muss, aber schaden tut's nicht, das habe ich beim Kosten gemerkt.

Eine halbe Stunde auf kleinster Flamme am Herd garen. Testen, ob das Fleisch schön weich ist, wenn nicht, noch weiter garen. Dann den Knoblauch wegwerfen und alles servieren.



Jo und solche Portionen haben wir dann bekommen, der Turbohausmann und ich. Nun ess ich nicht gerade wenig, aber den Teller habe ich nicht leer gebracht. Also an der Portionsgröße liegt es eindeutig auch nicht, dass Afghanen so schön schlank sind.

Es war extrem gut! Die Zubereitung dauert lang (ca. 2 Stunden), dadurch sind die Aromen sehr gut vermischt. Und alles fügt sich haromisch zu einem wunderbaren Ganzen.

Also wenn jemand sagt, er kocht Kabuli für euch: Nicht zögern, sondern sich herzlich bedanken und auf einen wirklichen Genuss freuen. Ein wahres Festtagsessen.


Einmal darf ich noch bei Peggys Event mitmachen und das tu ich mit diesem Gericht wirklich gern. 




Freitag, 11. April 2014

Karottencurry

Mein Supermarkt versorgt mich immer wieder mit recht brauchbaren Rezepten. Dieses hier ist eines von der Sorte: einerseits sehr günstig, andererseits im Nu zu kochen. Ich habe mir erlaubt, ein paar Änderungen vorzunehmen und es zu veganisieren. Und die Menge habe ich erhöht, weil es auch noch sehr gut aufzuwärmen ist, also passend zur Situation, dass der Turbohausmann auf einer Abendveranstaltung war und ich für mich allein in der Regel zu faul bin zu kochen, sondern mich dann von einem Salat oder einem belegten Brot ernähre. Passend zum schlechten Wetter gab es unser Gute Laune-Geschirr, das mich über den Winter gerettet hat.

Für 3 Portionen:
1 EL Ahornsirup
1 EL Curryblätter (getrocknet)
1/2 TL Garam Masala
1 EL Sonnenblumenöl
1 1/2 EL Ingwer, fein gerieben
3 große Karotten
2 gelbe Rüben
1 TL Koriandersamen
1 TL Kreuzkümmelsamen
1 EL Nelken
250 ml Kokosmilch
2 EL Rosinen
1/2 TL Kurkuma (Pulver)
2 rote Chilischoten, in feine Streifchen geschnitten (wenn es nicht so scharf sein soll, die Kerne entfernen)
1 große rote Zwiebel
1 EL geröstete Erdnüsse
1 Bund Koriander

Karotten waschen, schälen und auf der Börner Hobel in nicht zu dicke Scheiben hobeln - natürlich geht es auch, wenn man die Scheiben mit dem Messer schneidet, aber ich finde es immer sehr fein, wenn ich mich nicht weiter anstrengen muss und alle Scheiben sind schön gleichmäßig dick, was ja auch wichtig ist für die Gardauer.
Zwiebel schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden (hab ich auch gleich gehobelt, aber mit einer anderen Einsatzscheibe, damit die Ringe schön dünn wurden. Karotten, Curryblätter, Ingwer und Rosinen dazugeben und anbraten. Kokosmilch und Salz dazugeben, alles 10 min. dünsten - die Karotten sollten noch gut Biss haben. Währenddessen die Erdnüsse rösten, unterrühren. Garam Masala, Kurkuma und Ahornsirup zugeben, alles 5 min. durchziehen lassen, damit sich alle Aromen gut vermischen. Mit dem grob gehackten Koriander bestreuen und servieren.

Dazu passt Basmati-Reis. Zu asiatischen Gerichten mag ich ihn gern ungesalzen und mit relativ viel Wasser (1 Teil Reis, 2 Teile Wasser) gegart, damit er ein bissl klumpt und nicht so körnig auseinanderfällt, wie wir ihn in Mitteleuropa normal essen. Bei Curry mag ich es gern, wenn Reis so ist, dass man ihn gut mit Stäbchen nehmen könnte - auch wenn ich die eher selten zum Essen verwende, aber das ist so ein Tick von mir. ;)




Wieder ein Beitrag für Katharinas Tierfreitag!

tierfreitag

Mittwoch, 12. Juni 2013

Marokkanischer Karottensalat

Wird Zeit, wieder mal was zu kochen, oder? Aber andererseits, wenn die Sonne so schön scheint wie gerade eben, ist doch ein Salat auch was Feines, so ganz ohne Kochen. Und zugegebenermaßen bin ich auch ein biss kochfaul aufgrund diverser abendlicher Aktivitäten, die mich fest im Griff haben ...

Asaf Avidan letzte Woche im Gasometer

Karottensalat ist generell ein Hit! Und Karotten schärfen angeblich das nächtliche Sehvermögen, was ich derzeit dringend brauchen kann. Ganz arg ans Herz legen will ich euch den Türkischen Karottensalat, Küchenschabes Karottensalat oder diesen Karottensalat mit Sesam und Koriander. Letzteren haben wir kürzlich gegessen und waren ganz angetan: feine Schärfe durch den Ingwer, Koriander finde ich sowieso immer gut und Sesam mit Karotten kombiniert ist eh ein aufgelegter Elfer. Ich bin aber eben faul und werde den nicht verbloggen. Daher: einfach Link anclicken, dort findet ihr das Rezept, und bitte nachmachen. Es lohnt sich!



Irgendwann muss auch mal Schluss sein mit der Faulheit, daher kommt jetzt der Marokkanische Karottensalat. Den habe ich übrigens schon zum zweiten Mal gemacht. Ich gehöre nämlich zu den Menschen, die oft, sehr oft Sachen bei ersten Mal falsch machen müssen, bis ihnen der Knopf aufgeht. Die tollen zweifärbigen Karotten habe ich nämlich mit der Börner Hobel gehobelt und das wurde nix. Die Karotten müssen ganz, ganz fein sein, also wirklich mit dem Sparschäler in feine Streiferln geschnitten. Klar konnte man den Salat auch mit den breiten Karottenstreifen essen, aber die Textur war eine ganz andere, daher meine klare Empfehlung, sich die Arbeit anzutun und wirklich hauchfeine Streifen zu schneiden.

Diese feinen Streifen kommen dann in Eiswasser.  Nicht einfach nur in kaltes Wasser, sondern in Eiswasser. Laut Rezept sollen sich die Karottenstreifen wellen, was angeblich innerhalb von 20 min. passiert. Das ist bei mir auch nach einer Stunde nicht geschehen, aber man merkt schon, dass sich die Konsistenz verändert. Und der Salat schmeckt wirklich am besten, wenn man ihn kalt serviert.




1/2 kg Karotten
30 g glatte Petersilie, grob gehackt
1 mittelgroße Zwiebel, halbiert und in dünne Scheiben geschnitten
4 Medjool-Datteln (die sind recht groß, wenn man andere verwendet, bitte mehr nehmen), entkernt, in dünne Streifen geschnitten
2 Navel-Orangen

Dressing:
3 EL Zitronensaft
3 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1/2 TL Salz
1/2 TL Paprikapulver, edelsüß
1/4 TL gemahlener Koriander
1/4 TL schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1/8 TL Zimt

Karotten säubern und der Länge nach in feine Streifen "schälen".  Für 20 min. in Eiswasser legen. In der Zwischenzeit die Orangen schälen - ich habe sie einmal wie im Originalrezept mit der Innenhaut in Scheiben geschnitten, aber besser ist es, die Orangen mit dem Messer zu schälen und die Innenhaut wegzuschneiden. Orangen in Scheiben schneiden.
Alle Zutaten für das Dressing vermischen.

Karotten abtropfen, mit Orangenscheiben, Zwiebelscheiben, Petersilie und Datteln in eine Schüssel geben. Mit dem Dressing abmachen, servieren.


Quelle: Honest Cooking


Dazu passt dieses Nicht-Brot hervorragend:
 Kennt ihr nicht? Dann bitte ab zu No Kitchen For Old Men und folgt dort den Anweisungen.

Montag, 16. Juli 2012

Havuçlu Yoğurt Salatası mit Engelchen aus eigenem Anbau

Ich bin brav und engelsgleich und genau so schmeckten auch meine Pimientos del Padron. Dabei hatte ich sogar vorsorglich zwecks Entschärfung einen türkischen Karotten-Joghurt-Salat gezimmert. Aber macht nix! Der Salat war hervorragend und hat mich schon auf unseren Herbsturlaub in der Türkei eingestimmt.


300g Süzme Yoghurt (das ist stichfestes Joghurt mit 10 % Fettgehalt, es geht auch griechisches)
4 große Karotten (große gehen wirklich besser, ich hatte nur kleine junge Karotten, die sind sehr mühsam zu raspeln, wenn sie gegart sind)
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
3 EL Olivenöl
Salz
gemahlener Pfeffer
1 EL gehackte Walnüsse (Turbohausfrau hatte keine)
1 Hand voll frische Minze
1 Hand voll Dill

Die Karotten putzen und schälen, in Salzwasser bissfest kochen. Im Originalrezept waren 15 min. als Kochzeit angegeben, das gilt natürlich nur für große Karotten, meine Zwerglein waren in 5 min. bissfest. Karotten abkühlen lassen, danach fein raspeln.
Joghurt, gehackten Knoblauch und Olivenöl in eine große Schale geben, die geriebenen Karotten dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und alles gut verrühren. Zudecken und ein paar Stunden im Kühlschrank durchkühlen.
Zum Servieren die Kräuter grob hacken und entweder unterrühren oder auf den fertigen Salat streuen.

Bei uns gab es die gebratenen Pimientos del Padron und ein Stück Brot dazu.



Fotoupdate vom Jänner 2020

Was es noch dazu zu sagen gibt: Die Kombination war trotz nicht vorhandener Schärfe bei den Pimientos ausgezeichnet.
Was ich beim nächsten Mal anders machen würde: Ich habe die Minze ganz kurz vor dem Servieren eingerührt, die würde ich eher in dem Salat ziehen lassen, während er im Kühlschank steht.

Salat ist eigentlich nicht ganz die richtige Bezeichnung, weil die Karotten fein gerieben werden, sodass eher eine Creme entsteht. Schmeckt sicher auch gut zu Fladenbrot und als Mezze.


Falls jemand weiß, wo man scharfe Pimientos del Padron in Wien bekommt, bitte verratet es mir! Ich möchte diesen Salat unbedingt noch einmal mit scharfen Pimientos versuchen, ob der Salat so gut zum Entschärfen geeignet ist, wie ich mir das vorgestellt habe.


Samstag, 3. Dezember 2011

Lammstelzen mit Erdäpfel-Süßkartoffel-Püree und Karotten mit Pfefferkaramell

Ein deftiges Winteressen, das lange im Ofen schmort, was das Fleisch wunderbar mürb macht. Da sich dieses Gericht bis auf wiederholtes Begießen mit dem Saft quasi von allein kocht, passt es auch gut, wenn Gäste kommen. Lediglich wenn die Beilagen zubereitet werden, wird es kurzfristig arbeitsintensiver.
Eine Lammstelze wiegt um die 400 g. Das klingt auf den ersten Blick viel für eine Person, aber es ist auch ein ordentliches Stück Knochen drinnen, also packt man das schon - manchmal muss man sich halt ein bissl anstrengen im Leben!

Zutaten für 2 Personen:
1 Suppengrün (oder 1 Karotte, 1 Stück Sellerieknolle, 1 Stück Petersilwurzel) in Stückchen geschnitten
2 Lammstelzen
1 Knolle Knoblauch, halbiert
1 Zwiebel, in grobe Stücke geschnitten
1/2 Flasche Rotwein
1/2 l Gemüsefond, besser Lammfond
1 Stängel Rosmarin
3 Stängel Thymian
1 gehäufter TL Paradeismark
Salz, Pfeffer
1 Stück eiskalte Butter

Für die Beilagen:
1/2 Bund Karotten
1 TL Speckwürfelchen
1 TL Butterschmalz
grob gemahlener Pfeffer
1 Lorbeerblatt
1 kleine Süßkartoffel
2 mehlige Erdäpfeln
1/8 l Milch
1 Esslöffel Butter
5 Stiele Petersilie, die Stängel für die Soße, die Blättchen gehackt
1 TL brauner Zucker
Salz
Muskatnuss




Zubereitung:
Backrohr auf 160 Grad vorheizen.
Die Lammstelzen putzen, also die Haut und gröbere Fettstücke entfernen, dabei aber nicht alles Fett wegschneiden, denn das macht das Fleisch saftig. Salzen und pfeffern. Mit den Kräutern und dem Gemüse inklusive der Petersilienstängel in eine ofenfeste Form legen, mit einem Drittel vom Wein und von der Suppe aufgießen und braten. Immer wieder mit dem Saft begießen, dabei Wein und Fond nachfüllen. Insgesamt habe ich die Stelzen 2 Stunden gebraten. Nach dieser Zeit die Stelzen aus der Form heben, in Folie wickeln und im warmen Ofen ruhen lassen (bei mir ca. 1/2 Stunde, bis die Beilagen fertig waren).



Für das Püree die Erdäpfeln schälen, in grobe Stücke schneiden, in Salzwasser aufkochen, dann die Süßkartoffel schälen, ebenfalls in Stücke schneiden und zu den Erdäpfeln geben. Je nach Größe der Stücke 12 - 15 min. kochen, abgießen, ausdampfen lassen. Milch und Butter erhitzen. Kartoffeln stampfen, mit geriebener Muskatnuss würzen. Die Milch-Butter-Mischung dazugeben und mit einem Schneebesen flaumig schlagen. Mit Hilfe eines Dessertrings anrichten, dabei gehackte Petersilie oben auf das Püree streuen.

Für die Pfeffer-Karotten werden die Karotten geschält und in Stücke geschnitten. Die Speckwürfeln im Butterschmalz anrösten, Karotten und Lorbeerblatt dazugeben, kurz mitrösten, dann im Rohr 10 min. garen. Den Topf herausnehmen, auf dem Herd weiterarbeiten: salzen und mit grobem schwarzem Pfeffer würzen, mit dem braunen Zucker karamellisieren. Im Originalrezept kommt noch ein kleiner Schuss Apfelsaft dazu, aber ich hatte leider keinen und habe den ersatzlos gestrichen. Falls jemand das Rezept online nachlesen will: click

Für die Soße das Gemüse durchsieben, den Saft einkochen lassen, mit einem Stück eiskalter Butter aufmontieren.



Ich habe Gemüsefond zum Aufgießen genommen. Natürlich passt Lammfond viel besser und ich war mir so sicher, dass da im Tiefkühler noch ein Paket mit Lammfond auf mich wartet, aber das hat sich dann als Irrtum herausgestellt. Das heißt aber auch, dass es in nächster Zeit ein Rezept von meinem Lammfond geben wird.