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Donnerstag, 23. Mai 2024

Radieschen-Kohlrabisalat

Jetzt ist Radieschen-Hochzeit! Sowohl auf den Märkten als auch auf Balkonien gibt es sie in Hülle und Fülle. Nachdem die Paradeiser, Paprika, Gurken und Konsorten schon in den Startlöchern gescharrt haben, habe ich meine Radieschen abgeerntet und es wurde dieser köstliche Salat draus. Wir haben gleichzeitig die Grillsaison eröffnet und den Salat für sehr geeignet als Grillbeilage befunden.

 

 

Zutaten für 2 Portionen

1 Bund Radieschen 
1 Kohlrabi 
Salz 
Weißer Pfeffer 
Zucker 
2 EL Haselnusskerne, geröstet
1 Schalotte 
1 EL Mayonnaise 
2 EL Joghurt  
Muskatnuss
1 Prise Kurkuma
1 EL Weißweinessig 
glatte Petersilie 

 


Radieschen putzen und waschen. Kohlrabi schälen. Beide Gemüse grob raspeln, in eine Schüssel geben, salzen und zuckern. 20 Minuten Wasser ziehen lassen.

Inzwischen Haselnüsse grob hacken. Schalotten in feine Ringe schneiden. 

Gemüse gut ausdrücken, wieder in eine Schüssel geben.

Mayonnaise, Joghurt und Essig verrühren, zur Radieschen-Kohlrabi-Mischung geben und mischen. Den Salat mit Pfeffer, Kurkuma, Muskatnuss, eventuell Salz und Zucker abschmecken.

Petersilienblätter fein schneiden, vor dem Servieren unter die Mischung rühren. Salat auf Schüsseln verteilen, mit gehackten Haselnüssen bestreuen.

Rezeptquelle: essen & trinken



 

Freitag, 22. Mai 2020

[Kulinarische Weltreise] Radieschenblättersuppe

Was macht ein Rezept landestypisch? Ich bin mir bei dieser Radieschenblättersuppe nicht so sicher, ob die als französisch durchgeht, aber sie wurde in Frankreich von David Lebovitz kreiert und daher gehe ich nun einfach davon aus, dass die französisch ist. Klassiker ist es jedenfalls keiner, dennoch nehme ich diese Suppe mit auf Volkers Kulinarischer Weltreise durch Frankreich. Geschmeckt hat die Suppe so gut, dass ich finde, man muss sie verbreiten. Das Rezept habe ich nach meinem Geschmack abgewandelt, das Original kann man im ersten Link nachlesen.

Es ist für mich in keiner Weise neu, dass man Radieschenblätter essen kann: Für die zarten jungen Radieschenblätter eignet sich Radieschensalat sehr gut. Seit 2011 gibt es bei uns jährlich, wenn die Radieschenernte auf Balkonien fällig ist, jährlich dieses Radieschenrisotto.

Ich bin immer froh, wenn ich solche Rezepte finde, denn bei den Radieschen sind immer wieder Pflänzchen dabei, die keine Knöllchen bilden, aber das schöne Grün will ja auch verwertet werden. Die Blätter sind wohlschmeckend, aber man muss eine ausreichende Menge nehmen, weil sie nicht sehr intensiv sind. Was auch kein Fehler ist: Die halten richtig viel Knofel aus! Und die Blätter sind störrisch, das heißt, man muss sie einige Male zerschneiden, bevor man sie klein mixt. Zumindest meine alte Moulinette würde das nicht überleben, wenn sich die Fasern der Blätter um die Klinge wickeln. In den Blättern hält die Erde übrigens besser als auf den Radieschen, daher sehr gründlich waschen!


Für 4 Portionen

1 EL Butter
1 Esslöffel Olivenöl
1 große Zwiebel, geschält und gewürfelt
1 TL Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
2 Knoblauchzehen, geschält und in Scheiben geschnitten
2 mittelgroße Erdäpfeln, gewaschen und grob gerieben (350-450 g)
1 l klare Hühnersuppe
2 Bund Radieschengrün
1 Bund Radieschen, die Knollen
1 EL Dijon-Senf
1 Prise Cayennepfeffer
125 ml Mascarpone (angeblich geht auch Obers oder Crème Fraiche)
Saft und Schale einer Zitrone

Butter und Olivenöl in einem Topf bei mittlerer Hitze erhitzen. Geschnittene Zwiebel hineingeben und unter häufigem Rühren ca. 5 min. braten. Mit Salz und Pfeffer würzen, Knoblauch hinzugeben und weiter braten, bis die Aromen freigesetzt sind. Suppe zugießen und zugedeckt aufkochen lassen
Die geriebenen Erdäpfeln in den Topf geben und 5-10 min. durchkochen lassen. Radieschenblätter einige Male durchschneiden und in die Suppe geben. Wieder zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und köcheln lassen, bis die Rettichblätter durchgegart sind.
Vom Herd nehmen und ein wenig abkühlen lassen (mein Stabmixer mag es nicht, wenn man ihn zu tief in kochend heiße Flüssigkeit hält).
Mascarpone einrühren, mit Zitronensaft und -schale abschmecken. Alles zu einer glatten Suppe mixen.

Radieschen fein hobeln. Suppe erhitzen, in Teller geben, die Radieschen als Einlage hineingeben.



Ich könnte mir auch Croutons gut als Einlage vorstellen, wenn man richtig Hunger hat bzw. die Suppe als Hauptspeise für 2 Personen gedacht ist.
Sicher sehr hübsch schauen essbare Blüten aus, aber um diese Jahreszeit findet sich da auf Balkonien noch nichts.


Wenn die Reise durch Frankreich beendet ist, werde ich wieder die Links aller Mitreisenden eintragen.

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft hält in Frankreich

Volker von Volkermampft mit Boeuf Bourguignon - das französische Gulasch
Britta von Backmaedchen 1967 mit Clafoutis-französischer Kirschauflauf
Ulrike von Küchenlatein mit Sauerteigbrot im Poilâne-Stil
Susanne von magentratzerl mit Galette mit Sardine und eingelegter Zitrone
Susanne von magentratzerl mit Gefüllte Artischocken
Ronald von Fränkische Tapas mit Tarte Tatin
Conny von Mein wunderbares Chaos mit Cannelés Bordelais
Sylvia von Brotwein mit Französisches Landbrot mit Sauerteig
Britta von Brittas Kochbuch mit Quiche Lorraine
Britta von Brittas Kochbuch mit Coq au Riesling
Conny von Mein wunderbares Chaos mit Tarte Dijon
Britta von Backmaedchen 1967 mit Éclairs mit Crème pâtissière
Simone von zimtkringel mit Tarte Bourdaloue
Cornelia von SilverTravellers mit Französisches Gulasch mit Pilzen und Rotwein
Ulrike von Küchenlatein mit Orgeat-Sirup hausgemacht 
Petra von Chili und Ciabatta mit Fondant au chocolat
Susi von Turbohausfrau mit Radieschenblättersuppe
Nadine von Möhreneck mit Crème caramel (vegan)
Volker von Volkermampft mit Pain au cafe - Espresso Brot
Volker von Volkermampft mit Le pain au levain - Französisches Weizenbrot
Wilma von Pane-Bistecca mit Gougeres von Alain Ducasse
Gabi von Langsam kocht besser mit Blanquette de Veau (Kalbsfrikasse aus dem Slowcooker)
Conny von Mein wunderbares Chaos mit Pain Brié
Petra von Chili und Ciabatta mit Le broufado - Schmorgericht aus der Camargue
Ulrike von Küchenlatein mit Tartine For’Bon
Petra von Chili und Ciabatta mit Chinois alsacien - Schneckekueche aus dem Elsass
Ulrike von Küchenlatein mit Straßburger Zwiebelsuppe
Ulrike von Küchenlatein mit Kastenbrot mit Pfeffer und der perfekte Toast
Tanja von Tanjas bunte Welt mit Crepe Suzette
Wilma von Pane-Bistecca mit Vanilla Caramel Madeleines
Wilma von Pane-Bistecca mit Rhabarber Tarte Tatin
Ulrike von Küchenlatein mit Avocado Tartine mit Banane und Zitrone
Britta von Brittas Kochbuch mit Chouquettes
Ulrike von Salon Matilda mit Matcha Macarons, Avocado, Lemon Curd
Wilma von Pane-Bistecca mit Vanilla Souffle
Katja von Kaffeebohne mit Zwiebel-Tarte
Nanni von Helden der Vorzeit mit Cuisine francaise: Schoko-Kuchen – Gâteau reine de Saba
Carina von Coffee2Stay mit Französisches Käsesoufflé
Carmen von Tanz auf der Tomate mit Le Croque Monsieur  

Dienstag, 16. Mai 2017

Radieschensalat

Nun habe ich sämtliche Radieschen auf Balkonien abgeerntet und alles sommerfein gemacht. Mir macht das ja unendlich viel Spaß zu ernten. Blüten sind schon schön, aber sich ein Butterbrot streichen, rausgehen, Radieschen ernten, waschen und ganz frisch essen, das macht eindeutig mehr Spaß. Nachdem ich die meisten Radieschen einfach so verdrücke, habe ich auch entsprechend wenige Radieschen-Rezepte auf dem Blog. Nun habe ich bei der lieben Karin diesen Radieschensalat entdeckt und musste den sofort nachmachen. Er hat so gut geschmeckt, dass ich ihn nun verbloggen muss.


Für 4 Personen als Vorspeise, für 2 als Hauptgericht:

600 g Radieschen mit Grün
6 EL Kürbiskerne
6 TL Rohrzucker
6 EL getrocknete Cranberries
3 EL Kürbiskernöl
4 EL Apfelessig
2 TL grobkörniger Senf
Salz

Kürbiskerne in einer Pfanne trocken rösten. Sie blähen sich dabei richtig schön auf. Zucker dazugeben und karamellisieren. Dabei nicht weggehen, sondern aufpassen, dass das Karamell bloß nicht zu dunkel wird. Gut umrühren. Die Kürbiskerne zum Abkühlen auf ein Backpapier legen.

Radieschen waschen und die schönen Blätter ebenso waschen. Blätter trockenschleudern, Radieschen abtrocknen. Radieschen in mundegerechte Stücke schneiden. Aus Kernöl, Apfelessig, Senf und Salz eine Marinade rühren. Radieschen und Bätter auf einen Teller legen, Cranberries und karamellisierte Kürbiskerne ebenso. Mit der Marinade beträufeln.

Mit einem Stück Brot ist das ein hervorragendes Essen!


Mittlerweile habe ich den Salat auch schon mit einer Mischung aus Trockenfrüchten gemacht und die Kürbiskerne nicht karamellisiert. Schmeckt auch sehr gut.

Und nun noch die beiden Rezepte mit Radieschen, die ich sonst noch am Blog habe:
Radieschenrisotto
Geräuchertes Forellenfilet mit Radieschensalat


Donnerstag, 27. Juni 2013

Geräuchertes Forellenfilet mit Radieschensalat

Auf meinem Balkonien wächst ausdauernde Gartenkresse. Ein Unkraut! Zwischen den Bodenplatten musste ich kleine Pflänzchen schon rausziehen, weil sich die Pflanze gnadenlos ausgesät hatte. Sie ist mittlerweile in einem eigenen Topf, weil sie auch Wurzelausläufer macht. Hätte ich einen Garten, dürfte diese Gartenkresse auch nur in einem Topf dort wohnen, weil die ist wohl so gnadenlos wie Minze und würde auch über kurz oder lang alles mit Beschlag belegen. Aber sie schmeckt halt schon fein. Vor allem muss ich nicht immer Kresse kaufen oder rechtzeitig dran denken, Kresse auszusäen, wenn ich eine brauch, sondern ich geh einfach raus und schneid ein Blatt von meiner Gartenkresse ab. Und im Moment blüht sie auch noch recht hübsch.

Für diesen Radieschensalat nimmt man am besten eine große Sorte wie Wiener Riesen, denn die sind nicht so scharf - zusammen mit der Kresse wäre die Schärfe sonst zu massiv für die zarten Forellefilets.


Das Blühmonster ist die Gartenkresse
Zutaten für 1 Portion:

1 Räucherforellenfilet
1 El Weißweinessig
2 El Rapsöl
1/2 Bund Radieschen
1 Blatt ausdauernde Gartenkresse oder eine andere Kresse

Gartenkresse-Blatt


Das Forellenfilet rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit es nicht zu kalt ist.
Essig, Salz und Pfeffer mit dem Rapsöl sehr gut vermischen - entweder in einem Schraubglas gut schütteln oder mit dem Schneebesen aufschlagen. Gewaschene und geputzte Radieschen in dünne Scheiben hobeln. Kresseblatt in feine Streifen schneiden, Kresse von einem Kressebett nur abschneiden. Radieschen mit der Vinaigrette vermischen, Kresse drüberstreuen. Mit dem Forellenfilet anrichten.

Quelle: essen und trinken

Dazu passt Brot. Bei mir gab es wieder einmal das Nicht-Brot - Rezept findet man hier bei no kitchen for old men - hab ich Glück, dass die nicht "old women" schreiben, sonst dürfte ich dort nicht mehr lesen! o.o


Und nachher geht man in den Slums von Wien Eis essen ... Ich darf das mit den Slums sagen, weil ich wohn da. ;)
So schauen in Wien Slums aus. Ehrlich!



Ich schicke dieses Rezept jetzt zweimal zur multikulinarischen Peggy: zuerst zu ihrer Peepshow, dann noch zu ihrem Fisch-Event.

Mittwoch, 18. Mai 2011

Radieschenrisotto

So als Balkongärtnerin hat man im Frühling ja nicht arg viele Möglichkeiten, Gemüse anzubauen. Und jedes Jahr wieder schaffe ich es, dass wir in Radieschen untergehen. Einfach so knabbern, als Salat, aufs Butterbrot - ich konnte sie schon nicht mehr sehen. Und noch dazu hatte ich heuer eine Sorte names Wiener Riesen gesät, so richtig große Dinger waren das. Also musste ein Rezept her, um die letzten Radieschen zu verarbeiten - Topinambur, Knollenziest und vor allem eine Unmenge an Paradeissorten warteten schließlich darauf, um einen Platz in den Terrakottatrögen zu bekommen.
Fündig wurde ich bei meiner Rezeptsuche durch Zufall in einem Gratismagazin, das immer wieder in unserem Briefkasten landet. "Risotto mit Radieschenblätter-Pesto" - und das, wo ich Pesto doch gaaar nicht leiden kann (Achtung, Ironie!). Wie immer habe ich mir ein paar künstlerische Freiheiten gestattet.

Fotoupdate vom Mai 2017: die ersten Radieschen!

Zutaten für 2 Personen:
1 größere Schalotte (Original: Zwiebel)
1/8 l Weißwein
200 g Risottoreis
1 EL Butter
1  EL Olivenöl
1 Bund Radieschen
3/4 l Gemüsefond (Original: nicht näher definierte "Brühe")
2 EL Pecorino

Pesto:
3 EL Pinienkerne (Original: Mandeln)
Blätter der Radieschen
2 große Knoblauchzehen
1 EL Zitronensaft
2 EL Rapsöl
1 Chilischote
2 EL geriebener Pecorino

Zuerst das Pesto zubereiten, damit es durchziehen kann:
Pinienkerne rösten. Die Radieschenblätter waschen und trocken schleudern. Im Originalrezept werden die großen Blätter mit kochendem Wasser überbrüht, was bei mir nicht nötig war, weil ich die großen Blätter nicht verwendet habe - der Vorteil des Überschusses! Alle Zutaten entweder mörsern oder im Zerkleinerer zu Pesto verarbeiten. Im Original wird dann noch mit einer kräftigen Prise Salz gewürzt, aber wenn man guten Käse verwendet, kann man sich das sparen.
Pesto in ein Glas füllen und im Kühlschrank zwischenlagern.

Für den Risotto 1 EL Olivenöl in einem schweren Topf erhitzen, dann die zerkleinerte Schalotte darin anschwitzen, den Reis einrühren und so lange mitrösten, bis die Reiskörner alle mit einer zarten Ölschicht überzogen sind. Mit dem Wein aufgießen und völlig einkochen lassen. Dann immer wieder einen Schöpfer heißen Gemüsefond zugießen, rühren, rühren, rühren, bis eine schön schlatzige Konsistenz erreicht ist. Im Originalrezept werden die Radieschen in Scheiben geschnitten, ich habe sie mit der Gemüsehobel gestiftelt. Radieschen, Pecorino und Butter zum fertigen Risotto geben. Den Topf vom Herd nehmen und den Risotto 4 - 5 min. ruhen lassen.

Im Originalrezept wird das Pesto in den Risotto eingerührt, ich habe das Pesto oben drauf gekleckst.





Hat recht gut und erstaunlich pikant geschmeckt. Die Chilischote im Pesto unterstützt die zarte Schärfe der Radieschen perfekt. Das Pesto kann ich mir auch gut zu Pasta vorstellen.

Und damit mache ich bei dem Dauerevent Balkonbewohner mit.