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Montag, 24. Juli 2017

Spaghetti Napoli

Selten aber doch gehen wir Pizza essen. Fast immer esse ich dann Pizza Napoli, denn die ist so richtig schön spartanisch: Paradeissauce, Sardellen, Oliven, Kapern. Ende. Und meine Lieblingspizza gibt es auch als Nudelgericht, nämlich Pasta Napoli. Das wissen aber wahrscheinlich eh alle. Ich wollte nur mal erinnern, dass das ein superfeines, sehr schnell gemachtes Essen ist, wenn man an den heißen Tagen trotzdem einmal etwas Warmes essen mag.

Ja, Kapern. Ich mag sie nicht nur, ich liebe diese Dinger. In rauen Mengen importiere ich sie jedes Jahr aus Italien. In Padua am Markt habe ich schon "meine" Geschäfte, in denen ich riesengroße bis winzig kleine Kapern für den Rest des Jahres kaufe. Haltbar sind die ja problemlos, also kann man sie gut auf Vorrat kaufen. Ich habe immer Essigkapern und in Salz eingelegte Kapern daheim. Man kann zwar schon Salzkapern wässern, wenn man keine Essigkapern daheim hat, aber das ist nicht dasselbe. Es fehlt ihnen dann einfach das Saure vom Essig. Also wenn noch irgendwie Platz ist, dann sollte man beide Arten und unterschiedliche Größen daheim haben.

Zutaten für 4 Personen: 60 g Butter 60 g Zucker 80 g Mehl ca. 250 g Kirschen, je nach Größe der Förmchen Vanilleeis zum Servieren Zubereitung: Aus dem Mehl, der Butter und dem Zucker einen bröseligen Teig kneten und für ca. 20 Minuten in den Kühlschrank geben. Die Kirschen entkernen und in feuerfesten Förmchen verteilen. Das Rohr auf 200 Grad vorheizen. Den Teig aus dem Kühlschrank holen und mit den Fingern zu grobem Streusel ("Crumble") verarbeiten. Streusel auf den Kirschen verteilen und im Rohr bei 200 Grad ca. 20 Minuten backen, bis die Crumbles leicht gebräunt sind. Noch heiß mit einer Kugel Vanilleeis servieren. - derstandard.at/2000002144861/Rezept-fuer-Kirschcrumble
Zutaten für 4 Personen: 60 g Butter 60 g Zucker 80 g Mehl ca. 250 g Kirschen, je nach Größe der Förmchen Vanilleeis zum Servieren Zubereitung: Aus dem Mehl, der Butter und dem Zucker einen bröseligen Teig kneten und für ca. 20 Minuten in den Kühlschrank geben. Die Kirschen entkernen und in feuerfesten Förmchen verteilen. Das Rohr auf 200 Grad vorheizen. Den Teig aus dem Kühlschrank holen und mit den Fingern zu grobem Streusel ("Crumble") verarbeiten. Streusel auf den Kirschen verteilen und im Rohr bei 200 Grad ca. 20 Minuten backen, bis die Crumbles leicht gebräunt sind. Noch heiß mit einer Kugel Vanilleeis servieren. - derstandard.at/2000002144861/Rezept-fuer-Kirschcrumble

Für 2 Portionen:
4 Sardellen
1 Knoblauchzehe, gehackt
½ Chilischote (bzw. eine Prise getrocknete Chiliflocken)
1 EL kleine Essigkapern (ersatzweise gewässerte Salzkapern), gehackt
2 EL entkernte Oliven (ich liebe die kleinen aus Ligurien)
½ kleine Dose Schälparadeiser
200 - 250 g Spaghetti
2 EL gehackte Petersilie (Original wäre Basilikum, aber mir ist in diesem Fall Petersilie lieber)
Salz
Parmesan


Salzwasser für die Spaghetti zustellen. Wenn das Wasser kocht, die Nudeln einlegen.

Sobald das Wasser am Herd steht, die Sardellen fein hacken. Mit dem gehackten Knoblauch in einer Pfanne sanft ein paar Minuten schmoren. Kapern, Oliven und Schälparadeiser zugeben, alles sacht weiter schmoren, bis die Nudeln fast fertig gekocht sind. Die Pasta abseihen, dabei einen Schöpfer Nudelwasser zur Sauce geben. Spaghetti zur Sauce geben und darin schwenken, bis die Nudeln al dente sind. Petersilie drüberstreuen, mit Parmesan bestreut servieren.


Das Kochen dauert ca. 15 min, also so lange, wie die Nudeln  brauchen. Und funktionieren tut dieses Rezept immer! Als los, an die Töpfe!

Mittwoch, 4. Februar 2015

Lauwarmer Knollenziest mit Kapern


Um gleich einmal vorzubeugen: Auch wenn Will Smith und Tommy Lee Jones sicher versucht hätten, diese kleinen weißen Dinger zu ermorden, sie haben definitiv nie gelebt, haben sich auch nie von selber bewegt, sondern es handelt sich um ein altes Wurzelgemüse. Ja, das kann man essen und das schmeckt wirklich gut.

Wen es mehr interessiert: Hier habe ich beschrieben, wie Knollenziest wächst und wie man ihn erntet, hier sind alle meine Knollenziestrezepte zu finden. Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch Meine Gemüseküche für Herbst und Winter, erschienen im AT-Verlag. Meine Buchbesprechung zu dem Buch findet man da.


Im Originalrezept wird aus einem Kilo Kürbis gebratener Kürbis gemacht. Meine Knollenziest-Ernte fiel leider knapp aus, daher habe ich nur die oben zu sehenden Kürbisstücke gebraten, aber nachdem das Rezept zu einer Kochbuchbesprechung gehört, kommt das Orignialrezept.

1 kg Kürbis in 4 - 5 cm große Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. 3 EL Olivenöl, 1 TL Kräutersalz und 1 TL frisch gehackter Rosmarin mit dem Kürbis mischen. Die Würfel auf ein Backblech legen und im 220 Grad heißen Ofen mit Umluft 10 min. braten, danach bei 190 Grad noch 20 min. garen. Die Stücke sollen Farbe bekommen.

2 Lorbeerblätter in einen Topf mit 2 cm Wasser geben und zum Kochen bringen. 200 g Knollenziest, gewaschen, in einen Dämpfeinsatz über dem würzigen Dampf 5 min. garen.
2 EL sehr kleine Kapern entsalzen, evtl. sehr wenig Salz, 1/4 Knoblauchzehe gepresst, 1 TL Zitronensaft, wenig abgeriebene Zitronenschale und 2 EL Olivenöl mischen und den Knollenziest darin marinieren.

2 Stücke Ofenkürbis in Scheiben schneiden und auf Tellern auslegen. Den Knollenziest darauf verteilen. 1 EL Balsamico tradizionale die Modena tropfenweise drübergeben.



Bei uns war es eine Vorspeise, die uns ausgezeichnet geschmeckt hat. Ich finde, es ist auch ein gutes Beispiel aus dem Buch, denn die meisten Rezepte sind so einfach gehalten. Den letzten Schliff geben immer sehr tolle Ideen wie die Kapern und die Zitronenschale sowie der Balsamico.

Montag, 12. Januar 2015

Zitronenfladen mit Kapernäpfeln

Hier kommt das in meiner Buchbesprechung versprochene Rezept aus dem Kochbuch Tapas vegetarisch von Margit Kunzke. Die Zitronenfladen sind ein schöner  Imbiss, wenn man mit Freunden beisammen sitzt. Als eigenständiges Essen ist es für 4 Personen zu wenig, aber es ist ja ein Buch über Tapas, also soll so ein Fladen auch nicht ein ganzes Essen ersetzen.


Für 4 Fladen:
150 g Butter, gut gekühlt
250 g Weizenmehl (Deutschland: Type 550, ich: glattes Mehl, Type 480)
Meersalz
1 Ei
2 EL Rahm/Sahne(/Obers)

Belag:
2 - 4 unbehandelte Zitronen
150 g Creme fraîche
125 g spanischer Frischkäse (alternativ Ricotta)
40 g schwarze Oliven
8 - 10 Zweige Zitronenthymian
1 Hand voll Kapernäpfel
40 g Manchego curadol (ich: 1/2 Belper Knolle)

Butter klein würfeln (ich: auf der groben Gemüsereibe direkt ins Mehl gerieben), mit Mehl, Salz und Rahm/Sahne(/Obers) zu einem glatten Teig verkneten, 1/2 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Zitronen heiß abwaschen, in sehr dünne Scheiben hobeln. Mit Salz bestreuen, 15 min. ziehen lassen, um Bitterstoffe herauszuziehen. Mit kaltem Wasser abspülen, trockentupfen.
Backrohr auf 200 Grad vorheizen.
Teig in 4 gleiche Teile teilen. Zwischen Frischhaltefolie zu Fladen ausrollen, die Ränder ca. 1 cm nach innen einrollen. Creme fraîche und Frischkäse miteinander glatt verrühren, auf den Fladen verstreichen. Die Zitronenscheiben drauf verteilen. Mit Thymianzweigen und Oliven belegen. 25-30 min. backen, nach der halben Zeit mit Backpapier abdecken. Vor dem Servieren mit Manchegohobeln (ich: gehobelter Belper Knolle) bestreuen und mit Olivenöl beträufeln.


 Ganz großes Kino! Ich finde das Rezept sehr raffiniert und geglückt.

Freitag, 14. Februar 2014

Kalbskoteletts mit Gremolata und frittierten Kapern

Wochenende kommt! Wisst ihr schon, was ihr kochen werdet? Bei uns gab es letzten Sonntag Kalbskotelettes. Dieses Mal wollte ich ein richtig schönes Sonntagsessen machen und genau das ist es auch geworden. Fleisch am Knochen gegart ist wirklich immer ein kleines Stück besser als ohne. Die Koteletts sind schnell gemacht und wirklich fein. Nicht so schön finde ich gebratenen Radicchio, denn der verfärbt sich braun, aber dafür wird man mit einem feinen, bitteren Geschmack belohnt. Dazu das Zitronenaroma der Gremolata und die knusprigen Kapern ... Hach, ich könnt schon wieder davon essen!


Für 2 Personen:

2 Kalbskoteletts
1/2 Bund Petersilie
Saft und Schale einer halben Zitrone
2 TL Kapern
3 Eiswürfel Kalbsfond (oder wer hat, nimmt frischen)
1/8 l Weißwein
50 g eiskalte Butter, in Würfelchen geschnitten

4 Erdäpfeln

1 Radicchio

Sonnenblumenöl zum Anbraten von Feisch und Erdäpfeln + zum Frittieren der Kapern
Salz, Pfeffer

Die Koteletts rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie Zimmertemperatur annehmen können.

Backrohr auf 160 Grad vorheizen.

Erdäpfeln schälen und schneiden. Ich habe so einen Spiralschneider und wollte einmal ausprobieren, ob man so geschnittene Erdäpfeln braten kann. Ergebnis: Man kann, aber man sieht danach nichts mehr von den schönen Spiralen, denn wenn die Erdäpfeln gar werden, fallen sie zusammen und vorbei ist es mit dem schönen Anblick. Man kann also die Erdäpfeln auch einfach in dünne Scheiben schneiden und in heißen Öl braten. Die Erdäpfeln können nebenbei braten und man kann den Rest zubereiten. Gegen Ende des Bratvorgangs das Salzen nicht vergessen!

Den Radicchio der Länge nach halbieren. In heißem Öl erst mit der Schnittfläche anbraten, dann umdrehen und auch die Außenseite braten - ordentlich heiß von wegen Röstaromen. Danach in eine ofenfeste Form legen. Wer mag, zerschnibbelt noch eine Zehe Knoblauch, schneidet die in Scheiben und verteilt sie auf dem Radicchio, salzen und dann ab ins Rohr mit dem Gemüse. Der Radicchio braucht je nach Größe 10 - 15 min. im Rohr.

Die Koteletts nach Splittern vom Durchhacken der Knochen absuchen, mit Küchenrolle abtupfen. Salzen und pfeffern. In einer Pfanne Öl erhitzen, wenn das heiß ist, das Fleisch 3 - 5 min. (je nach Dicke) von jeder Seite anbraten. 

Währenddessen die Zitrone heiß waschen, die Schale von der halben Zitrone abreiben, eine Zitronenhälfte auspressen. Petersilie fein hacken und mit der Zitronenschale vermischen.

Das Fleisch auf einen hitzebeständigen Teller legen und ins Rohr zum Radicchio stellen.

In der Pfanne die Bratrückstände mit Weißwein ablöschen, einkochen lassen, dabei die Bratrückstände mit einem Kochlöffel lösen.
Während der Wein einkocht, in einem sehr kleinen Pfännchen fingerhoch Öl erhitzen. Die Kapern anspülen und sehr gut (!) trocken tupfen. 2 Minuten frittieren, abtropfen lassen.

Wenn der Wein fast verkocht ist, den Kalbsfond zugeben, aufkochen lassen. Fleisch aus dem Rohr nehmen, Fleisch auf einen anderen Teller legen und neben dem heißen Herd ruhen lassen. Den ausgetretenen Fleischsaft zur Sauce geben, einmal aufkochen lassen. Die Pfanne von der Flamme nehmen, die kalten Butterwürfelchen einmontieren.

Zuerst die Sauce auf die Teller verteilen. Fleisch da drauf legen, Gremolata (Petersil-Zitronen-Mischung) auf dem Fleisch verteilen, ebenso die Kapern. Radicchio und Erdäpfel mit auf den Teller geben.



Montag, 4. Februar 2013

Aufgewärmt: Zitronen-Kapern-Risotto

Dieser Risotto gehört zu meinen Favoriten. Schon lange. Und deswegen ist es auch schon längst gebloggt. Eigentlich dachte ich, da kann man nichts dran verbessern. Es ist ja auch ein Rezept aus Fabios Kochbuch, wo bekanntermaßen gut gekocht wird.
Vor einiger Zeit hatte ich dann Bügelwäsche zu erledigen, was ich nie schaffe ohne Fernseher. Ich zappte mich so einmal quer durch eine gefühlte Million Sender und fand Jamie Oliver. Hat er doch glatt Kapern frittiert, der Kerl. Und wieder einmal toll angepriesen, dass das zu den Kleinigkeiten gehört, die aus einem guten Essen ein ausgezeichnetes Essen machen. No, wer will das nicht? Also musste ich das ausprobieren.
Bei der Gelegenheit wurde gleich noch ein anderer Tipp getestet, der stammt von Leo, meinem Sauerkrautmann auf dem Naschmarkt: Das Salz von Salzkapern auf keinen Fall wegschmeißen, sondern zum Würzen verwenden. Und ich hatte seine Kapern immer ganz brav abgeschüttelt und das Salz in einem Gläschen gesammelt. Es duftete wunderbar nach Kapern. 

Fisch passt da hervorragend dazu und Mama hatte mir Alpenlachs-Filets geschenkt, die gleich zum Einsatz kamen.

 

150 g Risotto-Reis
2 Schalotten
1/4 Salzzitrone, nur die Schale
1 Glas Weißwein
ca. 1/2 l Gemüsefond
Olivenöl
2 EL Butter
2 EL Kapern
2 EL Parmesan, gerieben
1 kleiner Bund Petersilie, gehackt

2 Alpenlachs-Filets

Die Schalotten klein schneiden, im Olivenöl anschwitzen. Den Reis dazu, leicht anschwitzen, bis alle Körner von einer Ölschicht überzogen sind. Mit dem Weißwein aufgießen und den Wein vollkommen einkochen lassen. Immer wieder mit Gemüsefond aufgießen, bis der Risotto die richtige Konsistenz hat. In der Zwischenzeit die Salzzitrone gut abtropfen, Fruchtfleisch wegwerfen, die Zitronenschale in ganz, ganz feine Streifchen schneiden.
Butter, Parmesan Zitronenschale sowie Petersilie in den fertigen Risotto einrühren und einige Minuten rasten lassen.

Die Kapern in heißem Olivenöl schwimmend frittieren, bis sie aufgebläht sind und duften. Kapern herausfischen, auf Küchenpapier abtropfen lassen. Das Kapern-Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, die Fischfilets mit Kapern-Salz würzen und in dem Öl auf der Hautseite 3 min. braten, dann noch einmal 3 min. im 60 Grad heißen Rohr (wo schon die Teller zum Vorwärmen drinnen sind) gleich in der Bratpfanne fertig garen.

Die Hälfte der Kapern in den Risotto einrühren, die andere Hälfte oben drüberstreuen. Das sollte wirklich im letzten Moment passieren, weil die knusprigen Kapern durch den feuchten Reis schnell wieder schlapp machen.




Was nach dem Essen dazu zu sagen ist:
Keine zu großen Kapern nehmen. Wenn man keine kleinen bekommt, muss man die großen hacken. Ob man die dann allerdings frittieren kann, wage ich zu bezweifeln.

Es hat so toll geschmeckt!  Man kann tatsächlich aus gutem Essen ein geniales Essen machen, wenn man diverse Tricks kennt. Danke an Jamie Oliver und meinen Sauerkrautmann Leo.


Edith bringt noch ein Banner für Peggy!



Freitag, 1. Februar 2013

Zitronen-Flammkuchen

Der Turbohausmann arbeitet in seinem Nebenberuf gleich in der Nähe von meinem italienischer Lieblingsgreißler, was mir in den letzten Wochen regelmäßig Nachschub an allen möglichen Zitrusfrüchten bescherte. Natürlich gibt es auch wunderbare Zitronen dort, die verarbeitet werden wollten. Dieses Mal zu einem Flammkuchen.
Zur Abwechslung wollte ich für den Flammkuchen einmal nicht den Pizzateig verwenden, den ich sonst immer nehme, und habe den Teig für No Knead Bread ausprobiert. Das Ergebnis war nicht so prickelnd - also geschmeckt hat die Pizza dann schon gut, aber den Teig zu verarbeiten war ein Krampf, weil er viel zu feucht für eine Pizza ist. Deswegen schreibe ich den Teig auch nicht auf, allerdings war die Pizza selber ein Hammer!
Für den Belag habe ich Margit vom Kochbuch für Max und Moritz über die Schulter geschaut.



Also man nehme einen Pizzateig nach Wahl,  3-4 Zitronen, 1 Becher Sauerrahm, 1 Büffelmozzarella, Kalamata-Oliven, 10 Zweige Zitronenthymian, 1 kleinen Zweig Rosmarin, 1 Hand voll Kapernäpfel und 150 g gehobelten Pecorino.
Backrohr auf 240 Grad vorheizen, am besten mit einem Pizzastein. Zitronen auf der Börnerhobel in ganz dünne Scheiben hobeln, wenn nötig entkernen, mit 1 TL Salz bestreuen und 15 min. ziehen lassen. Nach der Viertelstunde das Salz mit kaltem Wasser vorsichtig von den Zitronenscheiben abwaschen, mit Küchenrolle trocken tupfen.
Den Teig walkt man zu großen Fladen aus, bestreicht sie mit dem gut verrührten Sauerrahm und klein geschnittenem Mozzarella, darauf Zitronenscheiben, Oliven und gehackten Zitronenthymian. Ab damit ins Rohr für 10 Minuten. Danach kommen noch Kapernäpfel und gehobelter Pecorino auf die Flammkuchen, oben drauf legt man ein Stück Backpapier. Weitere 10 min. ins Rohr.



Vor dem Servieren noch ein wenig Rosmarin abzupfen und über den Flammkuchen streuen.

Es war eine recht ungewöhnliche, aber sehr gut schmeckende Kombination.

Montag, 21. März 2011

Geröstetes Wurzelgemüse mit Kapernvinaigrette

Abschied vom Winter und dem ganzen Wurzelgemüse, verbunden mit ein paar schon gut schmeckenden Dattel-Paradeisern - eine tolle Kombination. Leider fällt mir so etwas Geniales nicht ein, sondern es ist wieder mal ein Rezept von Yotam Ottolenghi aus "Genussvoll vegetarisch". Er schreibt, dass sein Rezept nur Grundlage ist für viele mögliche Varianten von Röstgemüsen, allerdings schmeckt die Süße der Pastinaken kombiniert mit der Süße der Süßkartoffeln, dann noch den halb getrocknenten süßen Paradeiser schon ausgezeichnet. Mir würden jetzt auf Anhieb keine drei Gemüsesorten einfallen, die auf diese Weise zubereitet so gut harmonieren.

Was ich gemacht habe: Statt der roten Zwiebeln habe ich kleine Schalotten genommen. Schlechte Idee! Die Schalotten waren so zart, dass sie ziemlich zerfallen sind. Wenn man Schalotten verwenden will, sollte man sie nicht von Anfang an mitrösten.

Wie schon bei anderen Ottolenghi-Rezepten muss ich sagen, entweder sind wir extrem verfressen oder die Gerichte sind gedacht als Teil eines Menüs. Wenn man nur einen Gang kochen will, ist bei uns die Menge für 4 Personen nicht ausreichend.

Und noch ein Warnhinweis: Das Essen zwiefelt und knofelt heftigst! Am besten isst man es, wenn man nachher nimmer unter Leute muss.


Für 4 (wenig hungrige) Personen:
4 Pastinaken
4 rote Zwiebel (bei mir ca. 300 g Schalotten)
120 ml Olivenöl
4 Zweige Thymian
2 Zweige Rosmarin
1 Knoblauchknolle, quer halbiert
Salz, schwarzer Pfeffer
2 mittelgroße Süßkartoffeln (Turbohausfrau: die mit orangem Innenleben schauen super aus zu den weißen Pastinaken)
30 halbierte Kirschparadeiser
1 EL Sesamsamen

Kapernvinaigrette:
2 EL Zitronensaft
4 EL Kapern (kleine oder sonst gehackte)
1/2 TL Ahornsirup (Turbohausfrau: durch Honig ersetzt)
1/2 TL Dijonsenf (Turbohausfrau hatte nur Estragonsenf zuhause)
2 EL Olivenöl
1/2 TL Salz

Backofen auf 190 Grad aufheizen.
Die Pastinaken werden im Originalrezept geschält, da ich Bioware hatte, habe ich sie nur gebürstet. In Stücke teilen - Ottolenghis Kochbuch ist für Anfänger sehr gut geeignet, weil er gibt sogar an, wie groß die Stücke sein sollen, nämlich 5 cm lang und 1,5 cm breit. Die Zwiebeln schälen und in 6 Spalten teilen. (Nimmt man Schlotten, dann gibt man die besser erst mit den Süßkartoffeln dazu.) Die Pastinaken und die Zwiebel in eine große feuerfeste Form geben, die halbierte Knoblauchknolle dazu, Thymian und Rosmarin hineinlegen. 1 TL Salz und das Olivenöl über dem Gemüse verteilen, gut vermischen. 20 min in den Backofen damit.
Die Süßkartoffeln waschen, nicht schälen, sondern mit der Schale in Stücke schneiden - die Stücke ca. so groß wie die Pastinaken. Die Süßkartoffeln mit dem anderen Gemüse vermischen und noch einmal ca. eine dreiviertel Stunde im Rohr rösten. Dann die halbierten Paradeiser untermischen, noch einmal 10 min. backen. In der Zwischenzeit den Sesam in einer Pfanne ohne Fett anrösten.
Vinaigrette aus den oben angeführten Zutaten zubereiten. Die Vinaigrette sofort über das fertige Gemüse verteilen, umrühren. Alles mit Sesam bestreuen.



Und weil es letztes Mal so Spaß gemacht hat, nehme ich wieder beim Kochevent vom Gärtnerblog teil!

Garten-Koch-Event März 2011: Kapern [31.03.2011]

Samstag, 22. Januar 2011

Zitronen-Kapern-Risotto mit Saiblingsfilets

Der Saibling ist ein köstlicher Süßwasserfisch aus unseren Breiten. Auf Grund seiner hohen Ansprüche an die Haltung kann man recht sicher sein, dass keine unappetitlichen Massenzuchten betrieben werden. Spätestend beim Probieren merkt man, ob der Fisch so gehalten wurde, wie es sein soll - Saiblinge aus schlechter Haltung schmecken nicht gut. Der Saibling bevorzugt kalte Fließgewässer mit starker Strömung und hohem Sauerstoffgehalt. Sie können bis zu einem Kilo schwer werden. So ein Prachtexemplar wurde uns heute beim Feinfisch Gruber am Naschmarkt verkauft. Es waren definitiv die größten Saiblingsfilets, die ich bisher gegessen habe.
Und so etwas Nobles verlangt natürlich nach einer eleganten Begleitung. Vor längerer Zeit habe ich bei Fabio's einen tollen Risotto gegessen, damals wurde dazu Thunfisch in Pfefferkruste serviert. Dieser Risotto ist ein guter Fischbegleiter und kommt bei mir immer wieder auf den Tisch.

200 g Arborio- oder andere Risotto-Reis
2 Schalotten
1 Bio-Zitrone, davon die Schalte in Zesten, der Saft ausgepresst
1 Glas Weißwein
ca. 1/2 l Gemüsebrühe oder -fond
1 EL Olivenöl
2 EL Butter
2 EL Kapern, große Kapern zerhackt
2 EL Parmesan, gerieben
1 Bund Petersilie, gehackt

Die Schalotten klein schneiden, im Olivenöl anschwitzen. Den Reis dazu, leicht anrösten, bis alle Körner von einer Ölschicht überzogen sind. Mit dem Weißwein aufgießen und den Wein vollkommen einkochen lassen. Dann immer wieder mit Gemüsefond aufgießen, bis der Risotto die richtige Konsistenz hat. Dann Butter, Kapern, Parmesan Zitronenschale und -saft sowie Petersilie einrühren und den Risotto einige Minuten rasten lassen. In dieser Zeit kann man gut die mit Fischgewürz bestreuten Fischfilets in wenig Olivenöl braten.