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Freitag, 28. Januar 2022

Rote Rüben-Knödel mit Lauchsauce

Dieses Rezept von meiner Immerwiederkochen-Liste ist irgendwie nach unten gerutscht. Nachdem wir die Knödel gegessen haben, frage ich mich, wie das passieren konnte. Die sind nämlich genial gut und passen so schön zur Jahreszeit! Außerdem beinhalten sie die Kombination Kren und Rote Rüben, was auch zum Besten des Winters zählt. Noch dazu ist das Essen bunt, was bei dem derzeitigen Wiener Grau in Grau draußen sehr wichtig ist.

 


Für 6 Knödel (ca. 3 Portionen)
1 mittelgroße gekochte, geschälte Rote Rübe
130 g Semmelwürfel 
3 Eier
1 mittelgroße Zwiebel, gehackt
1 EL Butter 
1 EL Mehl (griffig oder Allzweck)
1 EL Petersilie, gehackt
60 g Bergkäse, gerieben
Salz 
Pfeffer 

Für die Sauce
1 mittelgroßer Lauch, in feine Ringe geschnitten
1 Knoblauchzehe, geschält und gehackt
2 EL Butter
2 TL Mehl
⅛ l Weißwein 
⅛ l klare Gemüsesuppe 
100 ml Obers 
Salz
Pfeffer
2 EL geriebener Kren 

Sonst noch
Salz
½ l Rote Rüben-Saft
Kren
Rote Rüben-Sprossen oder andere Sprossen


Die Rote Rübe halbieren. Eine Hälfte in kleine Würferl schneiden, die andere grob zerkleinern. Semmelwürfel in eine Schüssel geben. Die gewürfelte Rote Rübe dazugeben. Die grob zerkleinerte Rote Rübe mit den Eiern in einen Mixer geben und zu einer Sauce mixen. (Geht natürlich auch mit dem Mixstab.) Zu den Semmelwürfeln leeren. Gehackte Zwiebel in Butter goldgelb anschwitzen, überkühlen lassen, zu den Semmelwürfeln geben. Mehl, gehackte Petersilie und geriebenen Bergkäse ebenfalls zu den Semmelwürfeln geben, salzen und pfeffern, gut verrühren.

Wasser mit kräftig Salz und dem Rote Rüben-Saft erhitzen. Sobald diese Mischung kocht, Knödel aus der oben beschriebenen Masse formen und ca. 15 min. sanft sieden lassen.

Währenddessen die Sauce zubereiten: Lauch und Knoblauch in der geschmolzenen Butter anschwitzen. Mit dem Mehl stäuben, verrühren, Weißwein zugießen, reduzieren. Mit Suppe aufgießen und verkochen, bis der Mehlgeschmack weg ist und die Sauce eine cremige Konsistenz hat. Mit Obers aufgießen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz vor dem Servieren den Kren einrühren, dann nicht mehr kochen.

Sauce in Teller geben, Knödel reinsetzen, mit Sprossen und Kren bestreut servieren.

Freitag, 10. Dezember 2021

Rote Rüben-Risotto mit Krenrahm

Das ist ein echt so einfach zu machendes Rezept, dabei aber so genial gut! Nachdem  es auch so schön ausschaut, wird das in absehbarer Zeit Gästen vorgesetzt. Diese Kren-Creme kann schon was, muss ich sagen, die ist wirklich das Tüpferl auf dem I.

Rezept aus: "Zuhause kochen und genießen" von Christoph Rüffer

 
2 EL Olivenöl 
150 g Risottoreis 
100 ml Weißwein 
300 ml Rote Bete Saft 
300 ml klare Gemüsesuppe
2 gegarte Rote Rüben
50 g Parmesan 
40 g Butter 
½ Limette 
Salz
Pfeffer 

Kren-Creme
75 g Kren
75 g Creme fraiche (Österreicher*innen nehmen bitte halb Sauerrahm und halb Creme fraiche)
½ Limette 
Salz
Pfeffer 

Für das Rote-Rüben-Risotto die Schalotten schälen und in feine Würfel schneiden. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Schalottenwürfel darin anschwitzen. 

Den Risottoreis in einer Schüssel waschen und das Wasser abgießen. Den Reis in den Topf zu den Schalottenwürfeln geben und mit anschwitzen. Anschließend mit Weißwein ablöschen, etwas reduzieren lassen und den Rote-Rüben-Saft zufügen. 

Die Gemüsesuppe separat in einem Topf erhitzen und nach und nach unter gelegentlichem Rühren zum Risotto geben. 

Die gegarte Rote Rüben in Würfel schneiden. Sobald der Reis im Risotto nur noch leicht bissfest ist, die Rote-Rüben-Würfel unterrühren. 

Den Parmesan fein reiben und mit der Butter zusammen zum Schluss in das Rote-Rüben-Risotto rühren, sodass es bindet und leicht sämig wird. Das fertige Risotto mit etwas Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. 

Für die Kren-Creme den Kren schälen und fein reiben. 2 TL geriebenen Kren aufbewahren. Den restlichen Kren mit der Creme fraiche in einer Schüssel verrühren und mit etwas Abrieb und dem Saft einer halben Limette sowie Salz und Pfeffer würzen. 

Das Rote-Rüben-Risotto in tiefen Teller anrichten. Eine große Nocke Kren-Creme draufsetzen und mit den Kräutern garnieren. Den restlichen geriebenen Meerrettich über dem Gericht verteilen. 

 

Im Original kommt noch ein mariniertes Kräuter-Sträußlein auf das Risotto, bestehend aus Estragon, Dill, Kerbel,  Vorgelmiere und Löwenzahn, mariniert mit Haselnussöl, Limettensaft und Salz. Das schmeckt sicher hervorragend gut, aber in Wien liegt Schnee und es gibt leider keine Kräuter ... Ich seufze mal ganz tief!

 

Fotoupdate von Oktober 2024



Donnerstag, 23. April 2020

Kalte Rote Rüben-Suppe

Eigentlich bin ich gar nicht so ein Fan von kalten Suppen. Wenn, dann im Sommer mal ein kühles Fruchtsüppchen, aber auch das nur alle paar Jahre. Diese Suppe habe ich nur gemacht, weil noch Rote Rüben und Buttermilch da waren. Noch dazu ist die Zubereitung so einfach, dass ich nicht damit gerechnet habe, dass mich so eine Geschmackstiefe erwartet. Was man allerdings unbedingt braucht, ist frischer Kren. Laut Ursprungsrezept 1 TL, aber das ist uns viel zu wenig gewesen. Und Zitronensaft! Beide Zutaten sind wirklich nötig.

Laut Baltikum-Kochbuch ist das ein ganz klassisches Gericht, das schon zu Sowjet-Zeiten sehr beliebt war, und erlebt nun ein Revival. Wenn ich vor der Wahl stünde, ob ich lieber Gazpacho oder diese Suppe mag, dann wäre eindeutig diese Suppe der Sieger.


Zutaten für 2 Hauptspeisen-Portionen
400 g Rote Rüben (gegart)
Salz
weißer Pfeffer
3 Eier (7-8 min gekocht)
200 g (= ca. ½) Gurke
1½ EL gehackte Dille
2-3 Frühlingszwiebeln, fein gehackt
1 l Buttermilch (oder Kefir)
½ Zitrone, den Saft
1 EL frisch geriebener Kren
Dille zum Garnieren

Rote Rüben schälen und grob raspeln.  Gurke der Länge nach halbieren, die Kerne herausschaben, Gurke ebenfalls raspeln.  Eier schälen und grob hacken oder in Spalten schneiden. Kren reißen. Alle Zutaten bis auf die Eier miteinander verrühren. Mit Zitronensaft, Salz und weißem Pfeffer abschmecken. Eier auf die Suppe legen, mit abgezupfter Dille und Kren garnieren.


Im Kochbuch steht noch als Hinweis, dass man in Litauen diese Suppe üblicherweise mit Erdäpfeln isst. Dafür 500 g Babyerdäpfeln in Salzwasser kochen, bis sie gar sind. Abgießen und in 1 TL Pflanzenöl goldbraun braten. Salzen und auf Holzspieße gesteckt zur Suppe servieren.

Noch eine Anmerkung: Kefir ist saurer als Buttermilch, daher braucht man bei der Verwendung von Buttermilch mehr Zitronensaft.

Sonntag, 9. April 2017

Österlicher Eierkren

Eine Gruppe österreichischer Bloggerinnen hat sich wieder einmal zusammengetan: Wir decken den österlichen Tisch und bringen euch verschiedene Gerichte, die zur Osterjause gehören.


Bei mir gibt es Eierkren, der in Kärnten beheimatet ist. Wie sich das für Rezepte, die in fast jedem Haushalt gemacht werden, gehört: Es gibt -zig Varianten und jede ist die beste! Einig sind sich allerdings alle bei den Hauptzutaten: Kren (Meerrettich), hart gekochte Eier, Essig. Alles andere ist wandelbar. Manche Rezepte drücken die Eier durch die Erdäpfelpresse, manche Rezepte würfeln sie, wieder andere schneiden sie in Scheiben. Sogar die Art, wie Eierkren serviert wird, ist ganz unterschiedlich. Ein Rezept, das ich gefunden hatte, zeigt es so, dass man die Eier in Scheiben schneidet, die Sauce auf den Eiern verteilt, einige Stunden durchziehen lässt und auf diese Weise serviert. Es schaut sicher sehr toll aus, wenn man eine schöne Glasschüssel hat, an deren Wänden man die Eierscheiben auflegen kann. Hab ich aber nicht, daher muss das gedrechselte Holzschüsserl aus dem Montafon herhalten.

Mein Rezept ist nun eine Mischung aus vielen Rezepten.



4 hart gekochte Eier
4 EL frischer Kren
4 EL Apfelessig
4 EL Sauerrahm
2 EL Sonnenblumenöl
Salz
weißer Pfeffer

Eier schälen und fein hacken. Die zerkleinerten Eier mit allen Zutaten vermischen. Einige Stunden - besser über Nacht - durchziehen lassen. Vor dem Servieren noch einmal abschmecken.

Das war's tatsächlich schon! Schmecken tut der Eierkren zu Schinken ganz hervorragend.










Und nun kommen meine rot-weiß-roten Mitstreiterinnen!

Osterschinken im Brotteig, serviert von der Apricot Lady
Russische Eier, gekocht von Verena 
Osterbrot, gebacken von der Giftigen Blonden
Oafischsuppe, aufgetischt von Maria, dem Mädel vom Land
Reindling, gemacht von Friederike vom Fliederbaum


Freitag, 14. März 2014

Rote Rüben-Salat mit Orangen und Kren


Meiner Freundin, der giftige Blonden, habe ich eine erstaunliche Erkenntnis zu verdanken: Orangen und Kren passen sehr gut zusammen.

Irgendwann einmal wusste ich nicht, was ich mit den Resten im Kühlschrank anstellen sollte, hatte sie gerade an der Strippe und so kam dieser Salat zustande, der mittlerweile zu meinen liebsten Salaten dieses Winters gehört.

Und warum jetzt dieses Foto von der Küchenreibe? Weil ich draufgekommen bin, dass viele Leute nicht mehr wissen, auf welcher Seite der Küchenreibe man den Kren reißt - ja, reißt, nicht reibt! Diese komischen langen Krenfäden, die man in Gläsern zu kaufen kriegt, sind nix. Der Kren muss eine möglichst große Oberfläche haben, damit die ätherischen Öle rundumadum austreten können, und diese maximale Oberfläche kriegt man eben nur, wenn man den Kren so fein reißt. Das sang doch schon der Hans Moser: Den Wein den muss ma beißen, den Kren den muss ma reißen!


Für 2 Portionen:
2 Hände voll Vogerlsalat (= Feldsalat, Nüsslisalat)
2 kleine rote Rüben, gegart und in Scheiben gehobelt
2 Orangen (hier Tarocco)
3 EL kräftigen Essig
2 EL Sonnenblumenöl
1 TL Senf
1 TL Honig
Salz, Pfeffer
2 EL frisch gerissenen Kren

Die Orangen filetieren, den austretenden Saft in eine Schüssel geben, die Filets zur Seite stellen. Die gegarten Rüben am besten noch warm schälen und in Scheiben hobeln. Den Saft mit Honig, Senf, Essig, Öl, Salz und Pfeffer gut verschlagen, bis sich eine schöne Emulsion gebildet hat. Die Hälfte der Marinade mit den Roten Rüben vermischen und eine halbe Stunde durchziehen lassen.
Den Vogerlsalat putzen und waschen, trockenschleudern und mit der zweiten Hälfte der Marinade mischen. Aus dem marinierten Vogerlsalat ein Bett machen, da drauf legt man die marinierten Roten Rüben und da drauf kommen die filetierten Orangen. Kren reißen und über den Salat streuen.





Ich muss gestehen, hier singt der Hans Moser das nicht mit dem Kren, den man reißen muss, nur das mit dem Weinbeißen. Hm ... Keine Ahnung, woher ich diese Idee habe, dass er das gesungen hat.




Und ich könnt ruhig a bissl mitdenken: Honig ist natürlich nicht tierfrei! Daran hab ich nicht gedacht, daher kein Beitrag zum Tierfreitag.