Posts mit dem Label Linsen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Linsen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 9. September 2022

Kushari mit Zimt-Paradeisersauce

Ägypten ist ein Land, das ich liebe und mittlerweile sehr gut kenne. Eines der ganz klassischen Gerichte ist Kushari: eine Mischung aus Reis, Hülsenfrüchten und Nudeln. Klingt nach Arme-Leute-Essen? Exakt! Ägypten ist ein sehr armes Land, also was sollte es dort sonst für ein klassisches Essen geben. Und es gibt so wahnsinnig viele Varianten von Kushari! Es werden verschiedene Nudeln verwendet (aber immer kurze!), manchmal Linsen, manchmal Kichererbsen, bei Langkornreis sind sich aber alle einig. Ich habe einmal eine sehr gute Variante gegessen und die habe ich bis jetzt noch nicht zusammengebracht, daher durfte dieses Essen auch noch nicht auf den Blog. Bei meinen Recherchen rund um die Rezension von To mate bin ich auf das Kushari-Rezept von Claire Thomson gestoßen: Sie kocht Hülsenfrüchte, Reis und Nudeln in Suppe und genau das war es wohl, was das Rezept so viel besser gemacht hat. Dazu gibt es die aus ihrem Kochbuch angekündigte Paradeissauce. Ich habe mir erlaubt, das Rezept generell ein wenig zu ändern und vegan zu machen. Wir waren jedenfalls sehr begeistert.

 


Paradeissauce mit Zimt

Menge für 3 Personen:

2 EL Olivenöl
300 g Paradeiser
1 kleine Zwiebel, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
2 Lorbeerblätter, eingerissen
½ TL gemahlener Zimt
½ TL gemahlener Koriander
½ TL Piment
Chiliflocken zum Abschmecken
Salz
schwarzer Pfeffer

Man kann für dieses Rezept frische Paradeiser oder auch solche aus der Dose nehmen. Ich bin da immer relativ wenig elegant und schmeiße um diese Jahreszeit frische Paradeiser einfach in den Bender und püriere sie so. Mein Blender haut die Kerne kurz und klein, daher dürfen auch die und die Haut und der Strunk drinnen bleiben. 

Zwiebel im Öl anschwitzen, wenn der glasig ist, Knoblauch und Gewürze zugeben und alles ca. einige Minuten miteinander ganz sanft rösten. Die Paradeiser aus der Dose klein schneiden und samt Saft dazugeben bzw. ich habe meine "Passata" dazu geleert. Alles dicklich einkochen. Das dauert ca. 30 min. Danach die Lorbeerblätter herausholen, mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken. Ich habe die Sauce relativ scharf gemacht, was sehr gut zu dem Essen gepasst hat.

 


Kushari

Menge für 3 Personen:

½ kg kleine bis mittelgroße Karotten, geschält und längs halbiert 
1 große Zwiebel, geschält und in dünne Scheiben geschnitten 
1 EL Mehl
3 EL Olivenöl + mehr zum Frittieren
Salz
schwarzer Pfeffer 
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL gemahlener Koriander
1 TL gemahlener Kurkuma 
100 g kurze Nudeln (hier Risoni) 
2 EL Olivenöl 
100 g Langkornreis, abgespült und abgetropft 
100 g grüne oder braune Linsen, abgespült, über Nacht eingeweicht 
1 Zimtstange 
750 ml kochende klare Gemüsesuppe 

Backrohr auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Karotten in eine feuerfeste Form legen, ein EL Öl, je eine große Prise Salz und eine gute Prise schwarzen Pfeffer dazugeben, vermischen. Gut mit Folie abdecken und etwa 35 Minuten braten, bis die Karotten weich sind. 

In der Zwischenzeit die Zwiebel in Ringe schneiden und mit ½ TL Salz bestreuen. Zur Seite stellen.

Die Nudeln in einem Topf mit schwerem Boden bei mittlerer Hitze etwa fünf Minuten in 2 EL Öl anbraten, bis sie braun sind. Reis, abgetropfte Linsen und Zimt dazugeben und weitere zwei Minuten unter ständigem Rühren braten. Einen Teelöffel Salz und die Suppe zugeben, Hitze reduzieren, zugedeckt 15–20 Minuten köcheln lassen, bis alles gar und die Flüssigkeit verdampft ist. Dabei nach fünf Minuten Garzeit leicht umrühren, um alles gleichmäßig zu verteilen. 

Folie von den Karotten entfernen, Rohr auf auf 200 °C hochdrehen, Karotten vorsichtig umrühren. Weitere 15 Minuten rösten, bis sie goldbraun sind. Auf altem Brot oder einem Stück Küchenrolle das überflüssige Fett runterziehen lassen.

Die Zwiebeln sollten nun Wasser gezogen haben. Mit einem sauberen Hangerl (Deutsche nehmen ein Geschirrtuch) gründlich trocken tupfen. Mit dem Mehl gut vermischen und in heißem Öl frittieren. Man muss daneben stehen bleiben, denn der Grat zwischen braun und schwarz ist immer ein sehr schmaler. 

Vor dem Servieren die Paradeisersauce noch einmal aufwärmen.

Zum Servieren das Kushari in eine breite Servierschüssel geben. Die Zwiebel oben drüberstreuen. Paradeissauce und Karotten dazu servieren.

Wenn es jemandem zu viel Arbeit ist, extra die Paradeissauce zu machen, dann kann man auch griechisches Joghurt dazu servieren.


Mittwoch, 9. Dezember 2020

Specklinsen mit Knödeln

Nun habe ich schon mein Weihnachtsessen parat, kann ich auch gleich für Silvester vorplanen. Da soll man ja bekanntlich Hülsenfrüchte essen, das bringt Glück für das kommende Jahr. Dass ich letzten Silvester keine gekocht habe, hat sich gerächt. Huch! Nun ist es heraußen, woher die ganzen Katastrophen in diesem Jahr gekommen sind! Zur Wiedergutmachung rücke ich mein altbewährtes Linsenrezept heraus.

Es ist zwar insgesamt ein 08-15-österreichisches Linsenrezept, aber zwei Sachen machen die Sache besonders gut. Die eine ist, dass ich immer eine Speckschwarte und eine mit Nelken gespickte Zwiebel beim Linsenkochen für dieses Essen mitkoche. Die andere ist, dass ich den würfelig geschnittenen Speck anröste und dann auf einem Stück Küchenrolle ruhen lasse, bis das Essen komplett fertig ist, erst dann wird er oben drüber gestreut. Das hat den Vorteil, dass der Speck nicht weich wird wie bei der Variante, wenn man ihn unter die Linsen rührt. So hat man noch ein wenig Knusper am Essen, was ich besonders fein finde.

4 Portionen 

500 g Linsen (Tellerlinsen, Alblinsen oder Puy passen am besten)
1 Zweig Liebstöckl
1 großes Lorbeerblatt oder 2 kleine Lorbeerblätter
1 Zwiebel, gehackt und geröstet
1 Stück Speckschwarte
1 mit Nelken besteckte Zwiebel
 100 g Bauchspeck
1 EL Mehl 

 

Linsengewürz

1 zerdrückte Knoblauchzehe 
1-2 Sardellen
1 TL Kapern
Zitronenschale
2 kleine Essigurkerl
Thymian
Petersilie
Salz
Pfeffer 

Essig oder Zitronensaft
Senf 

 


Die Linsen werden in Wasser mit Liebstöckl, Lorbeerblatt, der gerösteten Zwiebel, Speckschwarte und nelkenbesteckter Zwiebel weich gekocht. Abseihen, dabei das Kochwasser auffangen!

Bauchspeck würfeln und knusprig braten. Speckwürfel aus dem ausgetretenen Fett heben und auf einem Stück Küchenrolle lagern. Mit dem Fett und dem Mehl eine Einbrenn zubereiten. Alle Zutaten für das Linsengewürz fein hacken. Kurz in der Einbrenn mitrösten, mit Essig oder Zitronensaft ablöschen. Die Linsen dazugeben und so viel Kochwasser dazugeben, dass eine mollige Sauce entsteht. Alles gut durchkochen lassen, damit ein möglicher Mehlgeschmack verschwindet. Zum Schluss mit Senf und Essig abschmecken.

Linsen in eine Schüssel geben und die Speckwürferl oben drüberstreuen. 



 

Mögliche Knödelrezepte, die sich hier gut als Beilagenknödel eignen:

Semmelknödel
Serviettenknödel 
Grießknödel

Dienstag, 12. Februar 2019

Gelbes Curry mit gebratenem Kohl

Auch wenn der Naschmarkt schon hauptsächlich touristisch ist, so gibt es doch ein paar Lichtblicke: Eines der Asia-Geschäfte hat fast immer frische Curryblätter. Wirklich wunderschöne! Ich wasche die gründlich und trockne sie, dann dürfen sie portionsweise in den Tiefkühler, bis es Zeit ist, ein Curry zu kochen. Das ist meistens gleich am selben Tag, weil diese Blätter immer dermaßen gut duften, dass ich nicht anders kann. So ist dieses Curry entstanden, quasi Resteverwertung von allen möglichen Sachen, die da waren. Dazu kam ein Büschel eigener Kohl, der nun wirklich abgeerntet werden kann. Die Kombination ist übrigens hervorragend! Es hat auch den Vorteil, dass man noch etwas Knuspriges zu dem cremigen Curry dazu hat, also auch feine Texturen. Die Kokosmilch nimmt viel von der Schärfe der Chilis, daher kann man ruhig mutig sein.


Für 2 Personen

200 g gelbe Linsen
2 EL Kokosfett
½ TL dunkle Senfsamen
2 schwarze Kardamomkapseln, angequetscht
½ Zimtstange
3 Gewürznelken
1 kleine Zwiebel, in dünne Streifen geschnitten
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 daumengroßes Stück Ingwer, geschält und gerieben
2 scharfe grüne Chili, fein geschnitten
1 Hand voll Curryblätter
1 Prise Kurkuma
400 ml Kokosmilch
2 TL Salz
1 Limette (Schale und Saft)
1 Bündel Grünkohl

Joghurt zum Servieren
Reis zum Servieren



Linsen in einem Sieb mit kaltem Wasser waschen. In eine Schüssel legen, mit Wasser bedecken und zur Seite stellen. Kardamomkapseln aufdrücken (geht gut mit einem flach gehaltenen Messer). 1 Esslöffel Kokosfett bei mittlerer Hitze in einem großen Topf schmelzen. Wenn es heiß ist, die Kardamomkapseln, die Zimtstange, die Senfkörner und die Nelken dazugeben. Eine Minute braten, dann die Zwiebeln hinzufügen. 10 Minuten sanft köcheln, dabei häufig umrühren, bis die Zwiebeln braun und weich sind. Knoblauch, Ingwer, Curryblätter und Chilischoten hinzugeben und 1 bis 2 Minuten lang braten. Ein Drittel der Zwiebelmischung herausnehmen und beiseite stellen (Zimtstange und Kardamomkapseln bleiben im Topf.)
Die Linsen abgießen und zusammen mit dem Kurkuma in den Topf geben, knapp mit frischem Wasser bedecken. Alles zum Kochen bringen, dann die Hitze wieder reduzieren und die Linsen köcheln, bis das Wasser verdunstet ist. Dann mit Kokosmilch aufgießen und alles ca. 20 min. dünsten, dabei immer wieder rühren.
Während die Linsen köcheln, den Grünkohl in dünne Streifen schneiden, die dickeren Stiele herausschneiden und wegwerfen. Gegen Ende der Garzeit der Linsen den restlichen Esslöffel Kokosfett bei mittlerer Hitze in eine Pfanne geben. Wenn das Fett heiß ist, die beiseite gestellte Zwiebelmischung hinzugeben und 1 − 2 min. braten. Grünkohl und eine Prise Salz dazugeben. Braten, bis der Kohl knusprig ist.

Die Linsen mit Salz, Limettenschale und Limettensaft würzen. Zimtstange und Kardamom herausnehmen. Auf tiefen Tellern anrichten. Den Kohl auf den Linsen verteilen.  Mit Joghurt und Reis servieren.


Ich hätte nicht damit gerechnet, dass das so gut werden würde, aber der Turbohausmann hat sich das sofort auf die Wieder-Kochen-Müssen-Liste gewünscht.

Freitag, 7. April 2017

Indisches Linsencurry

Ja, Linsen. Wir essen die wirklich gern und auch oft. Sie sind gesund und schmecken fein. Dennoch finden sich erst 22 Einträge dazu in meiner Tag-Cloud. Das muss sich ändern!

Vor allem habe ich nun erstmals einfach ein paar Linsen auf Balkonien in der Erde versenkt. Ich bin sowas von gespannt, ob ich nun erstmals Linsen ernten kann. Eigentlich müsste es gehen, denn es gibt ja die berühmten Alb-Linsen in Deutschland und auch bei uns im Burgenland und sogar im kalten Waldviertel werden Linsen nun endlich wieder angebaut. Ich werde über die Fortschritte berichten und euch alle mit Fotos belästigen. 😉

Gefunden habe ich das Rezept bei Hagen Grote - danke für die nette Zusammenarbeit!


Für 4 Portionen:

250 g Le-Puy-Linsen
1 EL dunkle Senfkörner (z. B. Hagen Grote Senfsaat)
2-3 EL Butterschmalz
3 rote Zwiebeln, gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 TL Ingwer, gerieben
½ Chilischote (kann man entkernen, wenn man es milder will), fein gehackt
½ TL Kurkuma
1 TL Kreuzkümmel
1 TL Curry
1 Tasse Kokosmilch
Salz
Pfeffer
100 ml Naturjoghurt
Zum Servieren: Koriandergrün und Fladenbrot

Linsen waschen, in kaltem Wasser aufsetzen und 20 Minuten köcheln. Die fast fertigen Linsen  abtropfen lassen.
Senfkörner bei hoher Hitze in einem Topf ohne Fett anrösten, bis sie springen. Butterschmalz dazugeben, die fein gewürfelten Zwiebeln hineingeben und glasig dünsten. Gehackten Knoblauch, Ingwer, die halbe Chilischote, Kurkuma und Kreuzkümmel zufügen. Mit Curry einstäuben. Kokosmilch einrühren und 3 Minuten köcheln lassen.
Linsen zur Currysauce geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Joghurt einrühren (ich habe den Joghurt in Klecksen oben drauf gegeben).

Grob gehackte Korianderblättchen darüber streuen, als Beilage gab es Fladenbrot.



Es war das erste Essen auf Balkonien dieses Jahr! Ich weiß nicht, ob es deswegen so toll geschmeckt hab, aber es war auch das Rezept sehr fein. Schnell zu kochen, was nach einem Tag Garteln auf Balkonien, wenn man schön müde ist, ganz sicher kein Fehler sein kann. Schmeckt nach Urlaub! 😎





Freitag, 17. Februar 2017

Zanderfilet mit Linsen in Senfsauce

Dass die Kombination Linsen mit Senf und Honig nicht unbedingt ein Bringer sein muss, habe ich schon einmal festgestellt: click Aber dieses Mal war es sehr, sehr gut. Leider kann ich mich nicht mehr erinnern, was ich bei dem verlinkten Rezept für einen Senf oder für einen Honig genommen habe. Sicherheitshalber schreibe ich aber dieses Mal dazu, welche Senfsorten und welcher Honig zu den Linsen verwendet wurden, damit es keine Spinnenfäden gibt.

Was wichtig ist: Zum Kochen der Linsen eignet sich ungesalzene, selbst gemachte, klare Gemüsesuppe ausgezeichnet. Wenn man schon gesalzen hat, ist das auch kein Beinbruch, aber die Linsen brauchen dann deutlich länger zum Garen. Das sollte man berücksichtigen.

Für 2 Personen:
1 Zwiebel
120 g Linsen (Puy, Alba oder Berglinsen)
500 ml klare Gemüsesuppe
2 El Öl
1 El grobkörniger Senf (Rotisseur Senf)
1 EL Dijon-Senf (aus dem Bioladen)
1 El Aceto balsamico
1 kleine Zwiebel
⅛ l Schlagobers
2 El Sonnenblumenöl
Salz
1 TL Honig (bei mir Waldhonig)

2 Zanderfilets
Mehl (griffiges eignet sich am besten)
1 EL Sonnenblumenöl
1 EL Butter
Salz (Salzflocken wie Maldon Salz oder Fleur de Sel)

400 g Erdäpfel
1 EL Butter
2 El gehackte Petersilie

Erdäpfel in kaltem Wasser zustellen und ca. 20 min garen. 

Zwiebel fein würfeln. Öl in einem Topf erwärmen und Zwiebelwürferl darin glasig dünsten. Linsen zugeben, alles mit 600 ml Gemüsesuppe aufgießen, aufkochen und bei mittlerer Hitze maximal 15 min. garen. Die Linsen sollten nicht ganz gar sein.

Während die Linsen garen, kann man die Erdäpfel und den Zander zubereiten: Erdäpfel schälen, wenn sie recht groß sind, in handliche Stücke schneiden. Butter erhitzen, Erdäpfel in der Butter durchschwenken, salzen und Petersilie dazugeben. Auf der abgedrehten Platte warm halten, dabei ab und zu schwenken.

Die Zanderfilets auf der Hautseite einige Male schräg einschneiden. Nur die Haut! Man vermeidet dadurch, dass sich die Haut so schiach wie hier zusammenzieht. Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, Zander mit der Hautseite in das Öl einlegen. Butter dazugeben. Je nach Dicke des Fischfilets 3 - 5 min. braten, dann wenden und von der Platte ziehen. Den Fisch auf diese Weise ein paar Minuten durchziehen lassen. So bleibt die Haut knusprig und der Fisch übergart nicht. Vor dem Servieren mit Salz, am besten groben Salzflocken, bestreuen.

Linsen abseihen, den Garsud aber aufheben. Schlagobers in einer Pfanne erhitzen, die beiden Senfsorten einrühren, Linsen dazugeben und bei sanfter Hitze köcheln lassen, bis die Linsen gar sind. Sollte die Sauce zu sehr eindicken, etwas vom Garsud der Linsen dazugießen. Mit Salz und Honig abschmecken.


Zander ist und bleibt mein Lieblingsfisch. Ich esse generell Fisch sehr gern, mittlerweile am liebsten heimischen Fisch aus Vertrauen erweckenden Zuchten − mein Lieblingszüchter ist Peter Paffrath − oder Wildfänge. Ja, gibt es tatsächlich! Im Neusiedler See gibt es wieder Zander. Da muss man aber wirklich einen Fischer von dort kennen, um an solche Schätze zu kommen.

Das Rezept hat keine bestimmte Quelle. Irgendwo im Netz hatte ich Linsen in Senfsauce gesehen, dann aber Auge mal Pi gekocht.

Freitag, 30. September 2016

Stöckelkraut mit Linsen und Paprikaschaum

Herbst ist. Der Himmel ist zwar immer noch schön blau die meiste Zeit, aber es ist kühl. Und vor allem gehen die Märkte über! Es gibt noch die letzten Paradeiser und Paprika, schon die ersten Kürbisse, die Eierschwammerl werden abgelöst von Parasol - mit einem Wort, man kann so richtig aus dem Vollen schöpfen. Nicht um sonst ist der September der Monat, in dem die meisten Erntedankfeste in Österreich gefeiert werden. Und ich bediene mich da gleich einmal und nehme die letzten Sommerfreunde, in diesem Fall Paprika, dazu Spitzkraut und Linsen, die an kühlen Abenden ein wohlig warmes Gefühl im Bauch machen.

Das Rezept ist von Lisl Wagner-Bacher und ist stammt von da. Sie ist die Grande Dame der österreichischen Gastronomie und so wirklich einfach sind ihre Rezepte selten. Aber auch so gemacht, dass man sie gut nachkochen kann.

Mein Paprikaschaum war nicht so stabil, wie ich ihn mir gewünscht hätte. Man kann den mit Xanthan sicher dazu überreden, dass er mehr Stand hat, die andere Alternative ist, man lernt so gut kochen wie Lisl Wagner-Bacher, ich lebe dann doch lieber mit meiner Variante.


Für 2 Portionen
Für das Kraut:
1 kleines Spitzkraut (in 4 Teile geteilt, Strunk drinnen lassen)
Butterschmalz
Salz
Zucker
Kümmel (bei mir im Mörser grob angestoßen)
Pfeffer
1/8 l Gemüsefond

Für die Paprika-Linsen:
100 g Linsen (original Beluga, bei mir Berglinsen)
1 Mokkalöfferl Dijon-Senf
süßer dunkler Balsamessig
1/3 roter Paprika (geschält, in kleine Würfel geschnitten),
1 Zweig Thymian, abgezupft und gehackt
Salz
Pfeffer
200 ml Gemüsefond
Olivenöl

Für den Paprikafond:
1 Liter Gemüsefond
Olivenöl
2/3 roter Paprika
1 eher kleiner Paradeis 
1 EL Paprikapulver
2 Schalotten
50 g Stangensellerie
1 EL trockener Wermut (Noilly Prat)
1 Zweig Thymian, abgezupft und gehackt
1 TL gehacktes Basilikum
2 EL Tomatenmark
Salz
Piment d'Espelette
Zucker
1 EL Butter

Paprika, Tomaten, Schalotten und Stangensellerie in Stücke schneiden. Gemüse in Olivenöl anschmoren, Tomatenmark und Paprikapulver dazugeben, kurz durchrühren und mit Wermut ablöschen. Mit dem Gemüsefond aufgießen, Thymian und Basilikum hinzufügen, einkochen lassen. Das dauert ca. 30 Minuten leicht köcheln lassen. Kurz mixen (für die Bindung) und durch ein Sieb passieren.

Für die Linsen die Paprikawürferl in etwas Olivenöl anschwitzen, Linsen dazugeben, kurz sautieren, mit etwas Balsamessig ablöschen. Gemüsefond zugeben und kurz dünsten lassen, bis die Linsen weich sind. Senf dazugeben und mit Thymian, Salz, Pfeffer abschmecken. 

Das geviertelte Kraut in kochendem Salzwasser blanchieren, kalt abschrecken und auf ein Hangerl (= Geschirrtuch) zum Abtrocken legen. 1 EL Butterschmalz erhitzen und das Kraut darin rundumadum scharf anbraten. Mit etwas Zucker bestreuen und hell karamellisieren, mit Salz, Pfeffer und etwas Kümmel würzen. Ein wenig Gemüsefond zugießen und zugedeckt weich dünsten.


Die Sauce mit etwas Butter montieren. Mit etwas Salz, Piment d`Espelette und einer Prise Zucker abschmecken, gut aufmixen, bis sich Schaum bildet. Den Strunk vom Stöcklkraut ausschneiden und mit den Linsen und dem Paprikafond auf Tellern anrichten.




Was es nach dem Essen zu sagen gibt: Das schmeckt wahnsinnig gut!
Im Originalrezept war recht viel Butter dabei, die habe ich bis auf die Butter zum Montieren der Sauce gestrichen. Kann sein, dass es dann noch feiner schmeckt, aber ich muss ein bissi auf die Bremse treten, auch wenn ich Butter noch so gern hab.
Einen gewissen Zeitaufwand muss man aber in jedem Fall einplanen - 45 min. laut Rezept, da ist man aber schon recht flink, bei mir war es mit den ganzen Vorbereitungen eine Stunde.




Die Linsen waren im hintersten Winkerl meines Lebensmittelkastels versteckt und fanden so eine gute Verwendung. Daher darf das Rezept zu Susannes Event Schatzsuche im Vorratsschrank.

Dienstag, 9. Juni 2015

Spargel mit roten Linsen

Als ich dieses Rezept gesehen hatte, dachte ich, das ist ein Irrtum, denn das kann nicht zusammenpassen. Solche Rezepte lösen bei mir einen unwiderstehlichen Nachkochreflex aus. Wir haben es, weil es so gut schmeckt, in dieser Spargelsaison bereits zweimal nachgekocht. Wer das Originalrezept sehen will, findet es zum Beispiel bei Valentinas Kochbuch.

Meine Variante war eine Premiere für meine Salzkumquats, die ich bei diesem Rezept eingeweiht habe. Die sind wirklich genial! Sie schmecken ein wenig fruchtiger als die Salzzitronen.
Also habe ich ab jetzt nicht nur Salzzitronen im Kühlschrank, sondern auch Salzkumquats und Salzlimequats. Ein zweiter Kühlschrank muss her!




Für 2 Personen als Hauptspeise:
100 g rote Linsen
1/2 kg grüner Spargel
1/2 Bund Jungzwiebel
2 EL Apfelessig
4 EL Sonnenblumenöl
1 Salzkumquat, nur die Schale, in ganz feine Stücke geschnitten (ersatzweise 1/4 Salzzitrone)
Salz
grob gemahlener schwarzer Pfeffer
2 EL Olivenöl
Petersilie

Spargel waschen, die harten Enden abbrechen, die untere Hälfte schälen. In 2 EL Olivenöl sanft braten. Währenddessen die roten Linsen in kochendem Wasser garen.
Jungzwiebel waschen und putzen, in kleine Stückchen hacken. Mit der gehackten Salzkumquat, Salz, grobem Pfeffer, Sonnenblumenöl und Apfelessig zu einer Vinaigrette mischen. Gekochte Linsen abtropfen lassen und unter die Vinaigrette mischen. Auf einem Teller anrichten.
Spargel mit Salz und Pfeffer würzen und auf die Linsen legen.

Auf den sonnigen Balkon raustragen und dort essen. Dazu ein kaltes Bier nach Wahl aus der Flasche trinken.


Für mich ist das die Entdeckung der Spargelsaison. Das passt so gut zusammen, dass ich echt erstaunt bin. Angeblich ist das Kochbuch, aus dem das Originalrezept stammt, eine Zusammenstellung österreichischer Gerichte, aber ich bin mir sicher, dass das nicht viele Leute hier kennen.

Mittwoch, 21. Januar 2015

Linsenreis - Mejadra

Beim Beantworten der Fragen für den Jahresrückblick habe ich kurz gestockt, als ich überlegte, was ich letztes Jahr am häufigsten gekocht habe. Eigentlich wäre die Antwort einfach gewesen, nämlich Mejadra aus Ottolenghis "Jerusalem"-Kochbuch. Aber uneigentlich habe ich aus unerfindlichen Gründen das Rezept noch nie gepostet. Das muss sich natürlich ändern, vor allem weil zu Jahresbeginn sowieso Linsen am Speiseplan stehen sollten, weil sie Glück bringen.



Zutaten für 6 Personen  - da ist es wieder, mein Mengenproblem, ich würde sagen, das sind 4 Portionen:
250 g braune oder grüne Linsen
4 mittelgroße Zwiebeln (ca. 3/4 kg)
3 EL Mehl
ca. 250 ml Sonnenblumenöl
2 TL Kreuzkümmelsamen
1 1/2 TL Koriandersamen
200 g Basmatireis
2 EL Olivenöl
1/2 TL gemahlene Kurkuma
1 1/2 TL gemahlener Piment
1 1/2 TL gemahlener Zimt
1 TL Zucker Salz & schwarzer Pfeffer

Außerdem: 1 Becher griechisches Joghurt, eventuell mit geraspelter Gurke

Zubereitung: Die Linsen in einem kleinen Topf mit viel Wasser bedecken, aufkochen, ca. 15 Minuten bissfest garen, in ein Sieb gießen.
Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Auf einem großen Teller verteilen, mit Mehl stauben und mit Salz würzen. Alles mit den Händen durchmischen.
In einem schweren Topf  (ich nehme meinen gusseisernen Bräter) das Sonnenblumenöl hoch erhitzen. Einen Zwiebelring hineingeben, wenn er ordentlich brutzelt, ist das Öl heiß genug und man kann die restlichen Zwiebelringe portionsweise im heißen Öl frittieren, bis sie goldbraun und knusprig sind. Die Zwiebelringe sollten nicht zu dunkel werden - eventuell die Temperatur runterdrehen. Ab und zu mit einem Schaumlöffel umrühren. Mit diesem werden die goldgelb gebratenen Zwiebel dann auch rausgefischt und auf Küchenrolle gelegt, damit sie gut abtropfen können.
Wenn alle Zwiebel gebraten sind, gießt man das Öl aus dem Topf und wischt ihn mit Küchenrolle aus.  Kreuzkümmel und Koriander reingeben und 1-2 Minuten bei mittlerer Hitze rösten. Reis, Olivenöl, die Gewürze, Zucker, 1/2 TL Salz und ordentlich Pfeffer dazugeben. Anschwitzen und rühren, bis die Reiskörner mit Öl überzogen sind. Die gekochten Linsen dazu und mit 350 ml Wasser aufgießen.
Zugedeckt 15 Minuten bei sehr geringer Hitze garen.
Den Topf vom Herd nehmen. Den Deckel abheben und den Topf sofort mit einem Geschirrhangerl (natürlich frisch!) bedecken. Den Deckel auf das Geschirrhangerl legen und den Reis 10 Minuten ruhen lassen. Die Hälfte der frittierten Zwiebeln unterziehen. Den Linsenreis in einer Schüssel anrichten und mit den restlichen Zwiebelringen bestreuen.

Dazu passt griechisches Joghurt oder Gurkenjoghurt.


Übrigens war vor kurzer Zeit ein Interview mit Ottolenghi in unserer Lieblingszeitung, in dem er auf genau dieses Gericht angesprochen wurde, wie er es schaffen würde, das ein so schlichtes Essen dermaßen sexy werden kann. Falls jemand das Interview lesen mag, findet es hier online. Hach, ich mag ihn echt gut leiden, nicht nur wegen dieses einen Rezepts.

Und natürlich brauch ich um diese Jahreszeit dringend mein tunesisches Gute Laune-Geschirr, das das schlechte Wetter im Nu unwichtig werden lässt.


Kochevent Meine Freundin Sina, die Giftigeblonde, und Yasmin, die Rabenmutti, veranstalten ein Kochevent zum Thema gut & günstig kochen. Da passt dieses Rezept natürlich perfekt und ich schicke ich vorbei.

Zu den Kosten: 5,- Euo für die gesamte Menge, wenn es hoch kommt. Das wären dann maximal 1,25 pro Person. Bis auf Reis  und manche Gewürze ist alles bio - so von wegen bio und günstig geht nicht, gell?
Ich tu mir bei den Gewürzen schwer abzuschätzen, wie viel 1 Teelöffel kostet, wenn ich für ein Sackerl einen Euro gezahlt habe. Meine Waage geht nicht so genau, dass ich so kleine Mengen abwiegen könnte, ihr müsst also mit einer sehr gut aufgerundeten Schätzung bei mir vorlieb nehmen.

Freitag, 27. September 2013

Linsensalat mit weißen Ribiseln

Den ganzen Sommer schon suche ich weiße Ribisel (= weiße Johannisbeeren), vor allem weil ich Petras Johannisbeer-Panna Cotta so toll fand, ich konnte es richtig schmecken, als ich das Rezept las. Dann durfte Nigel Slaters "Tender - Obst" bei mir einziehen, der ja ins Schwärmen gerät bei weißen Ribiseln. Die Ribisel-Suche intensivierte sich, diverse Markstandler bekamen meine Telefonnummer in die Hand gedrückt mit der Bitte, wenn sie weiße Ribisel bekommen könnten, sich unbedingt bei mir zu melden. Na nix. Aber auch gar nix. Dann ging ich vor zwei Tagen zum Hofer (= Aldi), weil mir eine Postwurfsendung verraten hatte, dass sie gerade wieder einmal meine Lieblingsputzfetzen (= Putztücher) im Angebot hätten. Ich düste zum Hofer, eilte an der Obst- und Gemüseabteilung vorbei, auf einmal musste ich eine Notbremsung einlegen: Da lagen doch tatsächlich wunderschöne weiße Ribisel. Jetzt! Ende September! Damit hatte ich nicht gerechnet. Na jedenfalls mussten die mit mir nach Hause. Alle Pläne, die ich damit gehabt hatte, musste ich leider verwerfen, denn morgen steige ich ins Flugzeug und bin mal für eine Weile weg. Noch dazu war die Zeit mehr als knapp bemessen in den letzten Wochen, sodass alle Kochprojekte, die mehr als eine halbe Stunde Zeit in Anspruch nehmen, verschoben wurden. Aber dieser Linsensalat aus dem genannten Kochbuch musste einfach sein!


Für 2 Personen als Beilage:
175 g Puy oder andere grüne Linsen
3 EL Olivenöl
1 EL Weißweinessig (Ich: Gegenbauer Riesling Spätlese)
125 g weiße Ribisel
3 Zweige Minze (Ich: marokkanische)
1 kleiner Bund Petersilie
Salz, Pfeffer

Linsen waschen, in Salzwasser bissfest kochen. Währenddessen aus Essig, Öl, Salz und Pfeffer eine Marinade anrühren und die abgeseihten Linsen gleich nach dem Kochen damit anmachen. Vor dem Servieren die abgerebelten Ribiseln und die gehackten Kräuter unter die Linsen heben.

Nigel Slater empfiehlt den Salat zu Lamm, Schwein, Lachs oder Perlhuhn. Wir haben ihn als Vorspeise gegessen und da hat er sich sehr gut gemacht! Danach empfehlen sich Palatschinken mit Apfelmus.



Da meine Fette Henne sagt, dass nun der Herbst kommt, verabschiede ich mich für eine Weile in den sonnigen Süden und wünsche allen eine schöne Zeit!

Montag, 29. Oktober 2012

Dick werden mit Ottolenghi

Schon längere Zeit verfolge ich mit Argusaugen die Rezepte aus dem neuen Kochbuch von Ottolenghi im Guardian. Ein paar Gerichte habe ich schon nachgekocht und sie waren alle köstlich! Aber damit verrat ich eh nichts Neues, denn Heike und nun auch Juliane haben das Kochbuch auch schon entdeckt. Nun will ich mein Highlight aus den bisherigen Rezepten aus dem Guardian posten.


Und wieder einmal verblüfft mich die Menge: Da scheinen wieder diese kleinen Vorspeistellerchen, die im Ottolenghi in London verwendet werden, als Maßstab angelegt zu werden. Dieses Rezept ist angeblich für 6 Personen, ich würde meinen, 3 starke Esser oder 4 schwache Esser packen diese Menge. Oder es ist Teil eines Menüs, dann passt die Mengenangabe für 6 wieder.

Atemberaubend ist die eingesetzte Fettmenge: 250 ml Sonnenblumenöl! 1/4 Liter! Dann noch 1 EL Olivenöl und 40 g Butter, zum Drüberstreuen 300 g griechisches Joghurt, das ja 10 % Fett enthält. Ich habe das Rezept mit diesen Fettmengen nachgekocht, aber das war schon grenzwertig. Vielleicht sollte man doch einen Salat vorher, eine kleine Portion von diesem Melanzani-Linsen-Bulgur und dann ein Stück Obst nachher essen. Wir sind jedenfalls nach einem großen Teller von diesem Essen flach gelegen. Lecker war es aber auf jeden Fall! Ein wirklich tolles Wohlfühlessen, das ich sicher wieder kochen werde, allerdings dann irgendwie fettreduziert.


Melanzani-Linsen-Bulgur-Pilaf
250 ml Sonnenblumenöl
2 große Auberginen, streifig geschält, in 2 cm große Würfel geschnitten
2 große Zwiebeln,  ebenfalls in 2 cm große Würfel geschnitten
Salz und schwarzer Pfeffer (Ottolenghi nimmt Maldon-Salz, aber das nehme ich nur, wenn ich die Salzkristalle auch spüren kann, und nicht einfach so zum Kochen, daher bei mir Meersalz)
200 g grüne oder braune Linsen
1 Lorbeerblatt
2 TL Kümmel
3/4 TL Kurkuma, gemahlen
1 1/2 TL Piment, gemahlen
4 kleine Zimtstangen (Turbohausfrau: 2 normale Zimtstangen zerbrochen)
160 g mittlerer oder grober Bulgur
1/2 TL Zucker
1 EL Olivenöl
40 g Butter, geschmolzen
300 g griechischer Joghurt

Das Sonnenblumenöl erhitzen, die Melanzaniwürfel ca. 7 min. auf großer Hitze darin frittieren, dabei ständig rühren. Dann die Zwiebelwürfel dazugeben und weitere 10 min. frittieren. Wenn die Zwiebelwürfel schön goldbraun sind, kippt man das alles in ein Sieb, salzt ordentlich und lässt es 20 min. abtropfen. In dieser Zeit die Linsen mit der dreifachen Menge kaltem Wasser zusetzen und ca. 12 min. kochen lassen - sie sollen noch gut Biss haben, denn sie werden noch weiter gegart. Abgießen und kalt abspülen, um den Garprozess zu stoppen.
Backrohr auf 160 Grad vorheizen.
Eine ofenfeste Pfanne mit Deckel nehmen, erhitzen, den Kümmel in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze rösten, bis der Kümmel anfängt zu duften (dauert nur 1 bis 2 Minuten). Dann gibt man Kurkuma, Piment, Zimt, Bulgur, Zucker, 1 1/2 TL Salz dazu und pfeffert großzügig. Olivenöl über den Bulgur träufeln.
Linsen und 380 ml Wasser dazugeben und alles durchrühren. Zum Kochen bringen und 3 min. köcheln. Je feiner der Bulgur, desto mehr Wasser saugt er auf. Am besten nach den 3 min. kosten und noch Wasser dazugeben, wenn es nötig scheint.
Zerlassene Butter über das Gemisch gießen. Deckel auf die Pfanne und 10 min. im Rohr garen. Danach Lorbeerblatt und Zimtstangen rausfischen, Melanzani-Zwiebelmischung unterheben und kurz erwärmen. Mit Joghurt servieren.



Was dazu noch zu sagen ist:
Was mir nicht klar ist, warum man die Melanzani streifig schält. Dadurch, dass sie in Würfel geschnitten werden, sieht man das später ja nicht mehr. Ich denke, dass man sich das schenken kann.

Zugegeben, schön ist das nicht. Aber sehr gut! Ich liebe diese orientalischen Aromen und die vereinen sich hier perfekt.
Unterm Strich ein wirklich feines Essen für die kalte Jahreszeit bis auf diese enormen Fettmengen.

Donnerstag, 6. September 2012

Spinnen im Essen?

Kennt jemand das Buch The Average Life of The Average Person?  Es gehört zu den witzigen Büchern, die voll sind mit unnötigem Wissen und die zu lesen unglaublich Spaß macht. So erfährt man zum Beispiel, dass Barthaare mit einer Geschwindigkeit von 0,44 mm pro Tag wachsen, dass man im Leben etwa 13.674 Bananen isst, dass man während seines Lebens 336 Stunden mit Küssen verbringt, dass man 1.667.862 Mal lacht, wobei man den Großteil der Lacher schon bis zum 20. Lebensjahr hinter sich gebracht hat, oder dass jeder Mensch durchschnittlich 680 Gramm Insektenteile pro Jahr schluckt. Unabsichtlich.
Womit wir beim Thema wären, weil nämlich passend zur Buchlektüre habe ich - ebenfalls unabsichtlich - etwas gekocht. Obwohl nicht wirklich Spinnen drin waren. Hoffe ich.

Aber in jedem Fall etwas für Heikes Blogevent.


Ugly Food


Eigentlich schaute das Essen anfangs gar nicht so schlecht aus. Ich bin großkotzig genug zu sagen, dass es mir sogar gelungen ist, es besser als im Original anzurichten. Beim Essen war es aber so grauslich anzuschauen, dass ich hier das Rezept gar nicht aufschreibe. Und wer es unbedingt nachkochen will, findet ja alles im Link.


Hier ist es noch ein lauwarmer Linsensalat mit Mangoldgemüse und Chorizo.

Nach den ersten Bissen ist uns das Essen vergangen. Ich hab keine Ahnung, wieso der Honig in der Marinade sich dermaßen angefangen hat zu ziehen beim Auskühlen. Also ich glaub halt, dass das vom Honig kam, sonst habe ich keine Erklärung.



Wuahhhhh, wie gruselig!

Sonntag, 5. Februar 2012

Rotweinlinsen mit Ziegenkäse-Crostini

Vor einigen Monaten hatte Juliane von "Schöner Tag noch" ein Rezept für Rotweinlinsen mit Ziegenkäse-Crostini gekocht. Sofort und auf der Stelle kam das Rezept auf die Nachkochliste (die mittlerweile schon einige Kilometer lang sein dürfte). Nachdem ich vor kurzer Zeit ein Klink-Rezept nachgekocht hatte, in dem warmes Käsbrot dabei war, bin ich auf den Geschmack gekommen, wie fein bei dem Wetter doch ein schön schmelzender Käse auf knusprigem Brot ist. Also habe ich Julianes Rezept wieder ausgegraben. Nur mit der kleinen Änderung, dass ein bissi Lardo mit zu den Linsen durfte, weil ich noch einen kleinen Rest hatte, den ich aufbrauchen wollte. Der Speck passt ausgezeichnet zu den Linsen, aber ich bin sicher, dass dieses Rezept auch gut als vegetarische Variante schmeckt.


Für 2 Portionen:

1 Stängel Stangensellerie
1 Karotte
(Turbohausfrau: 1/2 Stange Lauch)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
125g Tellerlinsen
Salz, Pfeffer
1 Stängel Thymian
1 Lorbeerblatt
125 ml Rotwein
300 ml Gemüsesuppe
1 TL Weißweinessig (Turbohausfrau: Rotweinessig und zwar Gegenbauer Zweigelt Spätlese)
Petersilie gehackt (zur Garnitur)
1/3 Baguette
100 g Ziegenkäse (Turbohausfrau: 120 g)
1 kleiner Zweig Rosmarin
(Turbohausfrau: 100 g Lardo in Würfeln)


Gemüse in kleine Würfel schneiden. Thymianblättchen vom Stängel streifen und hacken.

Das Rezept sieht vor, dass man 1 EL Öl erhitzt. Ich habe den Speck ohne weitere Zugabe von Fett bei kleiner Hitze angebraten. Die Würfeln habe ich dann aus dem Fett genommen, erst Zwiebel angeschwitzt, Knoblauch dazugegeben, mitgebraten, dann den Speck und die übrigen Gemüse, auch die Linsen dazu und alles kurz schmoren. Mit Rotwein ablöschen, Salz, Pfeffer und Thymian dazugeben und ohne Deckel bei großer Hitze einkochen, bis der Wein verkocht ist (dauert ca. 10 Minuten), dann die Suppe zugießen, Deckel auf den Topf und ca. 30 Minuten sanft köcheln, bis die Linsen bissfest aber gar sind.


In den letzten 10 Minuten den Grill anheizen - Backofen oder Plattengrill mit Abstandshalter. Das Baguettestück in Längsscheiben schneiden, mit Olivenöl beträufeln, kurz rösten. Ziegenkäse schneiden und auf das Brot legen, noch einmal in den Grill legen, bis der Käse schmilzt. Rosmarinnadeln abzupfen und auf den Käse streuen.

Linsen mit dem Rotweinessig abschmecken, mit Petersilie bestreuen und mit dem Käsbrot servieren.


Liebe Juliane, danke für das schöne Rezept!

Montag, 30. Januar 2012

Warmer Linsensalat mit Blunzn

Wieder einmal ein Beitrag für den Kochevent "Dein Kochbuch das unbekannte Wesen".
Leider habe ich ein Problem mit dem Logo und daher kann ich nur den Link setzen. Hoffentlich ist das auch so okay.


Ich möchte heute das Buch Schneller Teller von Stevan Paul vorstellen. Zum Autor muss ich ja sicher nichts sagen, denn er wird den meisten Bloggern bekannt sein. Neben seinem "Go Veggie"-App ist dieses Kochbuch das zweite Teil, das bei mir einziehen durfte.

Das Kochbuch habe ich schon bald nach dem Erscheinen gekauft und es finden sich auch einige Rezepte hier im Blog. Ein Zeichen dafür, dass das Kochbuch sehr brauchbar ist! Den Lieblingssalat vieler Blogger, nämlich den Tomaten-Nektarinen-Salat mit Hüttenkäse, der mich zur erstaunlichen Erkenntnis geführt hat, dass man Hüttenkäse tatsächlich essen kann, findet man in dem Kochbuch ebenso wie das bewährte Mozzarella con Musica-Rezept. Das erklärt sich daraus, dass die Rezepte aus den letzten drei Jahren aus der gleichnamigen Rubrik von Effilee stammen. Ob nun auch neue Rezepte oder nur bereits veröffentlichte dabei sind, kann ich nicht sagen.

Die Aufteilung der Rezepte erfolgt nicht in der üblichen Vorspeise-Hauptspeise-Nachspeise-Manier, sondern in Snacks/Suppen/Salate, Kleine Gerichte, Kartoffeln/Pasta/Reis, Fisch/Meeresfrüchte, Geflügel/Fleisch und Süßes/Desserts. Bei jedem Rezept ist die Zubereitungsdauer angeführt, wobei 35 Minuten nie überschritten werden.

Das Rezept, das ich heute poste, findet sich in der Kategorie "Kleine Gerichte", was auch die Mengenangaben erklärt: für 4 Personen 100 g Linsen. Da ich nur einen Gang kochen wollte, weil es schnell gehen musste, haben wir die angegebene Menge zu zweit verputzt.
Wie zu erwarten kommt ein Kochbuch, bei dem das Kochen schnell gehen muss, oft nicht ohne Teige aus der Kühltheke oder Zutaten aus dem Glas aus. Ich bin aber doch eher von der langsamen Fraktion und habe für dieses Rezept den eingelegten Kürbis von Frau Bushcook gemacht.
Noch vornweg: Man braucht eine Linsensorte, die man nicht einweichen muss, sonst kommt man mit der angegebenen Kochzeit nicht aus. Das ist auch im Kochbuch vermerkt.


Aber genug geschwafelt, nun wird gekocht!

Zutaten für 4 Personen (Turbohausfrau: für 2 Personen als Hauptgericht)
100 g Pardina-Linsen (Turbohausfrau: Pui-Linsen von der Alb)
Salz
1 Lorbeerblatt
80 g Schalotten
1 TL scharfer Senf
3 EL Weißweinessig
150 g eingelegte Kürbiswürfel
4 EL Olivenöl
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
2 Stangen Staudensellerie
450 g Blunzn zum Braten (Turbohausfrau: 300 g)
Mehl zum Wenden
4 EL Öl
4 EL Schmand (Turbohausfrau hat den einfach weggelassen, weil wir so etwas in Österreich ohnehin nicht haben)

Linsen mit Lorbeer 25 min. im Salzwasser kochen. Währenddessen die Schalotten schälen und würfeln, mit Senf, Essig, 4 EL Kürbisflüssigkeit und Olivenöl verrühren. Die Vinaigrette mit Salz und Pfeffer würzen. Staudensellerie in feine Scheiben schneiden und mit den abgetropften Kürbiswürfeln zur Vinaigrette geben. Blunzn in 2 - 3 cm dicke Scheiben schneiden, in Mehl wenden und in heißem Öl von beiden Seiten braten.
Linsen abgießen und noch heiß mit der Vinaigrette vermengen. Mit den gebratenen Blutwurstscheiben anrichten.
Wenn vorhanden mit Selleriegrün bestreuen und mit gesalzenem Schmand servieren.


Schnelles Fazit: gutes Buch, gutes Rezept!

Freitag, 20. Januar 2012

Die Sache mit den Linsen

Weil ich eine Mail bekommen haben, wie sich das mit den Alb-Linsen verhält. Ja nun, ich Österreicherin mach jetzt ein bissi deutsche Warenkunde! :D


Links oben: Pui-Linsen von der Alb
Rechts oben: Alb Späth II
Links unten: Tellerlinsen
Rechts unten: Belugalinsen

Das hier sind die Alb-Linsen, die es schon seit einigen Jahren gibt. Sie sehen aus und schmecken sehr ähnlich den Pui-Linsen, wie ich sie aus französischem Anbau kenne.


Und das hier sind die Alb Späth II, die Linsen, die es erst seit kurzer Zeit wieder gibt. Das Saatgut wurde in einer russischen Genbank wiedergefunden und nach Versuchspflanzungen gibt es sie seit 2011 wieder im Handel. Die Linsen sind hell, heller als Berg- oder Tellerlinsen, und recht klein, nur wenig größer als die Beluga-Linsen. Der Geschmack ist sehr fein. Also ausprobieren, wenn man die Möglichkeit dazu hat.

Montag, 2. Januar 2012

Linsen-Rindfleisch-Salat

Na, alle brav Linsen gegessen zum neuen Jahr? Wenn nicht, dann schnell nachholen, vielleicht hilft's ja noch was.

Um interkulturelle Sprachbarrieren gleich einmal aus dem Weg zu räumen: Kren ist Meerrettich.

Linsen, Senf und Kren - geht das? Jaaaa, das geht tatsächlich! Ich wäre allerdings nicht auf die Idee gekommen, diese Kombination zu wagen. Aber Nigel Slater! Bloß: Ich habe keine Ahnung mehr, wo ich dieses Rezept gefunden hatte. Weg! Nicht mehr aufzufinden in den Tiefen des WWW. Alles, woran ich mich erinnern kann, war dieses Mischmasch aus Rindfleischresten, Linsen, Senf und Kren. Der Rest vom Rezept stammt daher von mir. Uns hat's auch ohne die genauen Angaben des Meisters geschmeckt. Sehr sogar.



Zutaten für 2 Portionen:
150 g Puy-Linsen
1 Schalotte
1/2 l Rindsuppe
möglichst dünn aufgeschnitte Reste von gebratenem Rindfleisch
2 EL frisch gerissener Kren
1 EL Rotweinessig
2 EL Olivenöl
1 TL Senf - ich habe Colman's genommen, aber ein anderer scharfer geht sicher genauso gut
Salz, Pfeffer
1 Hand voll grob gehackter Petersilie

Die Schalotte hacken, in Olivenöl anschwitzen, die Linsen dazugeben, mit Suppe aufgießen, Linsen garen. Kren reißen. Aus dem restlichen Olivenöl, dem Senf, dem Essig, Kren, Salz und Pfeffer eine Marinade anrühren - es wird von der Konsistenz her eher ein Brei als eine übliche Salat-Marinade. Linsen abseihen, mit dem Brei vermischen, Petersilie und Rindfleisch einrühren. Haben fertig.


Das Rezept ist einfach, geht schnell und schmeckt erstaunlich gut. Ich werde wohl öfter Rindfleisch braten müssen, damit ich dann Reste für diesen leckeren Salat habe ... ;)

Samstag, 10. Dezember 2011

Es geht um die Wurscht

Zum Glück sind die meisten Männerträume recht einfach zu erfüllen: eine gute Wurst und das Leben läuft wieder rund. In Wien haben wir es gut, wir haben nämlich den Thum, der die genialsten Bratwürstel von überhaupt macht. Von glücklichen Schweinen natürlich. Und genau dort war ich gestern und habe einmal rundum eingekauft. Teuer, aber wunderbare Ware.

Und dazu habe ich genau meine passenden Träume erfüllt bekommen: Alb-Linsen! An dieser Stelle noch einmal danke an meinen ganz privaten Lieferanten, den genialen Schmuddelkoch (nicht meine, sondern seine Selbstbezeichnung), der für mich seine Quelle angezapft hat. Die Alblinsen sind wirklich sehr fein und ich kann sie nur wärmstens empfehlen. Die Puy-Linsen von der Alb unterscheiden sich nicht dramatisch von anderen Puy-Linsen, sehr gute Bio-Qualität und schöne Ware, aber man muss keinen Kopfstand machen, um an diese Linsen zu kommen.
Jedoch die Späths Alblinse II ist ein Traum! Eine sehr kleine grüne Linse mit wunderbar feinem Geschmack. Wenn man die Chance hat, an diese Sorte zu kommen, dann sollte man diese nicht ungenützt vorbeigehen lassen. Vielleicht ist es in diesem Jahr noch ein bissl kompliziert, weil meines Wissens 2011 die erste Ernte nach dem Wiederfinden der Sorte auf den Markt gekommen ist, aber das wird hoffentlich bald anders und diese Linse findet wieder mehr Verbreitung.






Das Rezept ist 08/15 und wahrscheinlich nichts Spezielles. Wie man die Nockerln macht, habe ich hier schon beschrieben. Für die Linsen eine Zwiebel schneiden, eine klein geschnittene Karotte mitdünsten, mit Gemüsesuppe aufgießen und 150 g Linsen (einweichen ist bei dieser Sorte unnötig) ca. 15 min. leicht köcheln lassen. Mit Honig und Balsamico würzen, wenn nötig noch salzen und pfeffern, ein bissl gehackte Petersilie dazu, fertig.
Die Thum-Bratwürstel brät man in wenig Fett bei kleiner Temperatur - unbedingt Spritzgitter verwenden. Diese Würscht sind sehr explosiv! Daher auch auf kleiner Temperatur garen, damit der Saft in den Würsten bleibt und sich nicht gleichmäßig in der Küche verteilt. Wär wirklich schade drum.


Und weil wir ja schon wieder Wochenende haben, darf dieses Rezept beim Kochevent von Tobias mitmachen.
Kochrezepte Basar -teilen,inspirieren,stöbern,entdecken- immer Freitag bis Sonntag - tobias kocht!

Dienstag, 29. November 2011

Tofu? Tofu!

Meine erste erfreuliche Begegnung mit Tofu hatte ich bei einem Ottolenghi-Rezept. Alle davor ausprobierten Varianten von Tofu führten bei mir zur Überzeugung, dass man den einfach nicht essen kann. Bei meinem Besuch von Terra Madre im Wiener Rathaus fand ich einige recht erfreuliche Tofu-Sorten - geräuchert, mit Kräutern oder mit Chili gewürzt. Davon musste etwas mit nach Hause.
Ich hatte schon einige Male in Richtung Go Veggie-App geschielt, aber mangels IPhone nicht ernsthaft daran gedacht. Das war aber der Moment, in dem ich meinen Turbohausmann gezwungen habe, sich das Go Veggie-App vom genialen Herrn Stevan Paul, von dem ich schon etliche Rezepte nachgekocht habe und eigentlich immer sehr angetan war, zu kaufen.
Lieber Herr Paulsen, es wäre toll, wenn es doch eine Android-Version geben würde, dann dürfte hier sofort ein zweites Go Veggie-App einziehen und ich müsste dem Turbohausmann nicht immer sein IPhone klauen.

Fotoupdate von November 2019 - immer noch sooooo gut!


Das passende Rezept war jedenfalls gefunden und wurde nachgekocht:  
Räuchertofu mit Senf-Zwiebel-Birnen auf Rahmlinsen

Zutaten:
1 Birne
1 rote Zwiebel
1 weiße Zwiebel (Turbohausfrau hat 2 rote Zwiebeln genommen)
2 Zweige Petersilie
150 ml Schlagobers
250 g Räuchertofu (Turbohausfrau: mit Kräutern)
1 Dose braune Linsen (850 g EW) (Turbohausfrau: 200 g getrocknete Tellerlinsen)
1/8 l Weißwein
200 ml Gemüsesuppe (Turbohausfrau: 250 ml)
1 EL Senf
Pfeffer
Salz
(Turbohausfrau: Sonnenblumenöl)



1 rote Zwiebel würfeln und 1 El Öl anschwitzen. Linsen zugeben, mit dem Weißwein aufgießen, 200 ml Gemüsesuppe und Schlagobers dazuleeren. Linsen in dem Sud garen. Man erspart sich dadurch das im App angeführte dickliche Einkochen der Soße, sie wird auf jeden Fall auch so schön sahnig-cremig.
2 Zweige Petersilie hacken und zu den Linsen geben.
Während die Linsen kochen, die zweite rote Zwiebel in Ringe schneiden. Die Birne ungeschält in Spalten schneiden und entkernen. Zwiebeln und Birnen in 2 EL Öl scharf anbraten. 1 El Senf und 50 ml Gemüsebrühe dazugeben. Alles langsam schmurgeln lassen, bis die Flüssigkeit verkocht ist.

Räuchertofu in Stücke schneiden und in 2 El Öl schön goldbraun braten.

Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken, die Linsen in einen Teller geben, darauf je eine Scheibe Tofu und oben auf den Birnen-Zwiebel-Schmelz.



Hat hervorragend geschmeckt und ist zur Wiederholung vorgesehen, verursacht halt wie zu erwarten ziemlich Bauchgrummeln.




Fotoupdate 11/17: auch gut mit Äpfeln

Mittwoch, 21. September 2011

Kürbis mit Linsen und Feta

Kürbiszeit heißt für mich immer auch, mal wieder bei bbc good food  vorbeizuschauen. Die Sammlung der Kübrisrezepte ist eindrucksvoll: Allein beim Butternuss-Kürbis finden sich 114 Rezepte. Auch die bisher in meinem Blog beschriebenen beiden  Kürbisrezepte stammen von dort.

Dieses Mal habe ich einen Acorn-Kürbis gekauft - völliges Kürbis-Neuland für mich. So schaut der aus:

Für 2 Personen:
1 kleiner Kürbis (BBC: Butternuss, Turbohausfrau Acorn)
1 Zwiebel, in grobe Stücke geschnitten
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
2 EL Olivenöl
100 g Linsen (BBC: Puy, Turbohausfrau: rote)
1/2 TL Zimt
1/2 TL Kreuzkümmel ganz
1/2 TL Kreuzkümmel gemahlen
1/2 TL süßer ungarischer Paprika
1 Prise Cayennepfeffer
1 EL Pinienkerne
200 g Feta
1 EL Petersilie, gehackt
1 EL Minze, gehackt
Saft 1/2 Zitrone
(BBC: Granatapfelkerne, Turbohausfrau hatte keine, also ersatzlos gestrichen)

Für das Tahini-Joghurt:
250 g festes Naturjoghurt (griechisches oder türkisches)
100 g Tahini
1 Knoblauchzehe

Den Kürbis waschen, halbieren, die Kerne herausschaben und die Hälften bei 200 Grad ca. 45 min. im Backrohr garen, bis das Fleisch schön weich ist. Backrohr nicht ausschalten - das braucht man noch.
In der Zwischenzeit die Linsen in Wasser vorgaren. Wenn man Puy-Linsen nimmt, ist das weniger problematisch, denn die zerkochen nicht, also kann man sie schon 20 min. vorkochen. Die roten Linsen nur 5 min. kochen, dann abseihen und abschrecken.
Kürbis überkühlen lassen. Das Fruchtfleisch herausschaben, aber noch einen Rand stehen lassen, der dem Kürbis Halt gibt. Das Kürbisfleisch grob hacken.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, bei mittlerer Hitze den Zwiebel anrösten, Knofi dazugeben, Temperatur runterschalten und 10 min. sanft braten lassen.
Wenn man wie ich nur ganzen Kreuzkümmel hat, die gesamte Menge ohne Fett anrösten, bis er zu duften beginnt. Dann die Hälfte vom Kreuzkümmel im Mörser fein zermahlen.
Sämtliche Gewürze zur Zwiebel-Knoblauch-Mischung geben und noch ein paar Minuten braten - auf niedriger Temperatur, weil vor allem der Paprika verbrennt leicht!
Pinienkerne ohne Fett anrösten.
Das Kürbisfleisch, die Linsen und 200 ml Wasser dazugeben und alles köcheln lassen, bis die Linsen gar und das Wasser aufgesogen ist - hat ca. 10 Minuten gedauert.
Den Feta zerbröseln, Kräuter hacken.


Alle Zutaten miteinander vermischen, wenn nötig noch salzen und pfeffern, in die Kürbishälften füllen und 15 min. bei 200 Grad im Backrohr überbacken.

Für das Tahini-Joghurt den Knoblauch fein hacken und mit den anderen Zutaten gut verrühren. Zu den Kürbishälften servieren.

Dazu gab es bei uns Blattsalat.

Fazit: Unbedingt zur Nachahmung empfohlen, wenn man arabisch-indisch-angehauchte Küche mag. Die Zubereitung hat eineinviertel Stunden in Anspruch genommen, also nichts, wenn schnell mal was auf dem Tisch stehen muss.



Quelle: bbc good food - butternut with spiced lentis and feta